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  • Für immer Shrek: Das grosse Finale - Shreklich gut oder grüne Lizenzgurke? - Leser-Test von alpha_omega

    Mit "Für immer Shrek" erschien im Juni des vergangenen Jahres der vierte und vorerst letzte Teil zu Dreamworks animierten Zeichentrickfilm, in dem erneut der grünhäutige Oger Shrek ein weiteres Abenteuer durchlebte. Wie auch schon bei den zuvor erschienenen Kinofilmen, so sorgte auch diesmal Activision für die dazugehörige Videospielumsetzung, die diesmal für die Konsolen Xbox360, Playstation 3 sowie Nintendo's Wii parallel zum Kinostart in den Handel gelangte. Ob es sich bei "Für immer Shrek" um ein schreckliche Lizenzprodukt handelt, oder ob Activision es schaffte eine ähnlich gute Performance abzuliefern, wie in so manche Vorgängern, erfahrt ihr in nachfolgendem Test, in dem ich mich ein wenig intensiver mit der PS3-Version befassen werde.

    Die Story zum Videospiel wurde - im Gegensatz zu manch anderen Spielen, wie beispielsweise dem aktuellsten Titel zu Prince of Persia - aus dem dazugehörigen Film entnommen. Zusammen mit seiner großen Liebe Fiona sowie seinen Kindern, verbringt Shrek nun ein scheinbar sorgenfreies Leben. Doch der Schein trügt, denn erstens ist er es leid, ständig Everbody's Darling zu sein, für Autogrammkarten und Fotos sein Gesicht hinhalten zu müssen und nebenbei auch noch für die Scherze und Unachtsamkeiten seiner Kiddis den Kopf hinzuhalten. Und so wünscht er sich nichts mehr, als nur einen Tag lang wieder der alte und furchterregende Shrek zu sein, vor dem die Menschen noch Angst und Respekt hatten. Dem Hilferuf herbeieilend, trifft er auf das hinterlistige Rumpelstilzchen, der ihn anbietet seinen Wunsch erfüllen zu können. Und so unterschreibt unser grüner Held blindlings einen Vertrag, der ihn direkt in eine Zeit zurück katapultiert, in der er wieder Angst und Schrecken verbreitet. Unglücklicherweise veränderte sich mit dem Vertrag allerdings das komplette Raum-Zeitkontinium sodass auch Fiona ihn als ganz gewöhnlichen Oger sieht und nicht als Märchenprinzen. Das clevere Rumpelstilzchen, welches sich in dieser veränderten Zeit den Thron des Königssreich sichern konnte, hatte dies natürlich mit einkalkuliert und nur unter der Klausel, dass Fiona ihren Shrek wieder liebt und ihn küsst, endet der Vertrag und somit auch der Spuk dieses für Shrek Horrormärchens.

    Leider wird im Spiel die Story, speziell zu Beginn nur sehr kurz angeschnitten, sodass für Nichtkenner des dazugehörigen Filmes die Einleitung der Geschichte nicht ganz nachvollziehbar erscheinen könnte. Präsentiert wird der Plot allerdings recht ordentlich, zwischen den einzelnen Spielabschnitten gibt es immer wieder kurze Filmchen, die ordentlich und bündig verpackt den aktuellen Sachverhalt aufklären. In Sachen Gameplay bekommen wir hingegen gleich vier verschiedene Charakter spendiert, die wir wahlweise entweder allein mittels Drücken der rechten Schultertaste durch wechseln können oder im kooperativen Mehrspielermodus mit bis zu vier Mitspielern gleichzeitig steuern dürfen. Bei unseren vier Helden handelt es sich natürlich um Shrek sowie dessen Schwarm Fiona, sowie den Begleitern Esel sowie den gestiefelten Kater, alte Bekannte, die man auch schon aus den Vorgängerfilmen kannte. Jeder der einzelnen Charaktere besitzt nun natürlich individuelle Fähigkeiten, die wir entweder im Kampf oder bei den zahlreichen kleinen Rätseln und Aufgaben einsetzten müssen. Shrek gibt dabei den kraftvollen Part ab, er kann schwere Kisten verschieben oder auch Ölfässer anheben, während Fiona diese dank ihre Feuerfähigkeiten anzünden kann. Das Spezialgebiet des gestiefelten Katers ist hingegen das Heraufklettern von Wänden sowie das Springen von Pfahl zu Pfahl, außerdem kann er den einen oder anderen Schalter umlegen, wie zum Beispiel den Hebel an einem Katapult, welches zuvor von Shrek mit Kürbissen auf-munitioniert wurde. Der Esel hingegen sorgt für den nötigen Kick, tritt mit seinen Hufeisen spezielle Türen auf oder verschiebt Gegenstände mit seinen heftigen Tritten.

    Ausgangspunkt unserer Reise ist das Ogerlager, welches wir vor und nach Beendigung der insgesamt sechs verschiedenen Missionen aufsuchen werden. Die einzelnen Levels führen uns dabei in die aus dem Film bekannten Locations wie beispielsweise den Drachenturm, einen Sumpfgebiet oder in ein Bauerndorf. Das Spielgeschehen bekommen wir dabei aus einer Art isometrischen Kameraperspektive im Rollenspielstil ala Diablo präsentiert. Die Bedienung ist kinderleicht, leidet aber hin und wieder an nicht immer optimalen Kameraführung. Ebenfalls gibt es in den zumeist gut designeten Levels immer wieder Zauberspiegel, welcher uns kurzzeitig in die Zeit zurückspringen lässt, als die Welt von Shrek noch in Ordnung war. Im Oger-Stützpunkt ist es uns dann erlaubt, eingesammeltes Geld gegen wertvolle Upgrades einzutauschen. Eben jene Aufrüstungen wie verbesserte Hufeisen des Esel, lassen sich dann wiederum neue Gebiete zu erforschen und nach Schätzen und geheimen Objekten zu forschen. Somit gibt es also auch nach Vollendung des Storymodus noch genügend Gründe, noch einmal durch die einzelnen Welten abzugrasen, speziell um die relativ einfache Platintrophäe abzustauben.

    Ebenfalls unterschiedlich fallen die einzelnen Kampftechniken unserer vier Freunde aus, sodass die Gegner entweder auf Shreks Fäuste treffen, die Klingen vom Kater und Fiona kreuzen und auf Esels harten Sturkopf treffen. Außerdem besitzt jeder Charakter einen Spezialangriff, mit dem er die Gegner kurzzeitig ablenken kann. Zwar fallen auch diese Angriffe rein optisch gesehen unterschiedlich aus und sorgen speziell zu Beginn für Heiterkeit doch ist die Wirkung stets die Selbe. Die recht eintönig verlaufenden Kämpfe, die speziell unter dem sehr dünnen Kampfsystem leiden, schneiden demzufolge auch nicht nur annähernd so gut ab, wie die vielen kleinen Rätsel. So gilt es unter anderen Hexentöpfe mit Zutaten wie Kröten und Echsen zu füllen, mit einem Floß durch ein von Meeresstrudeln umgebenes Gewässer zu durchqueren oder auch in düsteren Katakomben nach gefangenen Oger-Kameraden zu suchen. Der sehr leichte Schwierigkeitsgrad sowohl was die Kämpfe, als auch die Knobelaufgaben betrifft, richtet sich eher an die Zielgruppe, wie kleine Kinder oder jung gebliebene Casual-Gamer, die sich dem Mythos Shrek nicht entziehen können. Kleine Medipacks in Form von kleinen Herzen findet man an jeder Ecke und falls einer der vier Protagonisten wirklich einmal vor Erschöpfung den Geist auf gibt, wechselt man einfach den nächsten ein und schon geht die Schlacht ohne Mühe weiter. Noch einfacher und auch spaßiger ist hingegen der Mehrspielermodus, doch dafür dürfte dieser noch weniger Zeit in Anspruch nehmen, als der Solopart, den ich auf ca. 6 Stunden schätzen würde.

    So grundsolide wie Gameplay, präsentiert sich auch die Technik. Die im Comicstil gehaltene Grafik offenbart nur ganz wenige kleine Schwächen - wie zum Beispiel einige matschige Texturen sowie die eher hölzern wirkenden Animation, die speziell bei den Gegnern zu beobachten sind - überzeugt dafür mit einer gelungenen Farbauswahl und stellenweise tollen Lichteffekten. Der Sound überzeugt in erste Linie durch ruhige und zur Atmosphäre passende Melodien. Doch leider verzichtete man bei der Synchronisierung auf die originalen Stimmen aus dem Film, was wirklich schade ist, da viele bekannte deutsche Sprecher, wie etwa die deutsche Stimme von Eddie Murphy, im Film zu hören waren. Und dennoch kann man die deutsche Vertonung als recht ordentlich beschreiben.

    Fazit. Für immer Shrek für die Playstation 3 richtet sich vor allem an die ganz junge Zockergemeinde, so viel steht fest. Zu leicht erscheinen die Rätsel - die allerdings dank der guten Aufgabenverteilung und den individuellen Fähigkeiten unserer vier Freunde durchaus Spaß machen können - und zu simpel und eintönig verlaufen die Raufereien mit Hexen, Rittern und Piraten sowie dem einen oder anderen Endboss. Vielleicht war es Absicht, dass man bei der Präsentation ein wenig mit genaueren Angaben der Story geizte, um potenzielle Spieler, die den Film noch nicht gesehen haben, dazu animieren, die dazu passende Blu-ray zu kaufen, welche übrigens jetzt genauso preiswert zu erwerben ist, wie das dazugehörige Videospiel. In Sachen Optik und Akustik reißt Shrek mit Sicherheit keine Bäume heraus, die Grafik ist niedlich und die Vertonung hört sich auch ohne der Synchronbesetzung aus dem Film recht ordentlich an. Größter Pluspunkt des Spieles ist jedoch ganz klar der kooperative Mehrspielermodus, bei dem wahlweise jederzeit bis zu vier Spieler gleichzeitig aktiv am Spielgeschehen teilnehmen können. Doch auch alleine gibt es nach Beendigung des Storymodus noch einiges zu entdecken, sodass man insgesamt bis zu zehn Stunden gut unterhalten werden dürfte. Wer sich dem Charme von Shrek, Esel und Co nicht entziehen kann, und sich von dem sehr einfachen Schwierigkeitsgrad nicht unterfordert fühlt, kann bei diesem Lizenztitel wahrlich keinen groben Fehlgriff landen.

    Negative Aspekte:
    Für Core-Gamer eindeutig zu leicht, Kämpfe verlaufen zu monoton, schwaches Kombosystem, Einleitung der Geschichte fällt ein wenig dünn aus

    Positive Aspekte:
    Zielgruppengerechter Schwierigkeitsgrad, individuelle Fähigkeiten der einzelnen Charakter, clevere Aufgabenverteilung, spaßiger Koop-Modus für vier Spieler, solide Präsentation

    Infos zur Spielzeit:
    alpha_omega hat sich 2-10 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Für immer Shrek: Das grosse Finale

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: alpha_omega
    7.1
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Steuerung
    7/10
    Sound
    7/10
    Gameplay
    7/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Für immer Shrek: Das grosse Finale
    Für immer Shrek: Das grosse Finale
    Publisher
    Activision Blizzard
    Release
    18.06.2010
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
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08.12.2011
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