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G.I. Joe: Geheimauftrag Cobra (NDS)

Release:
20.08.2009
Genre:
Action
Publisher:
Electronic Arts
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G.I. Joe: Geheimauftrag Cobra im Gamezone-Test

13.08.2009 12:30 Uhr
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Neu
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Mit der Version für den NDS bekommen wir die beste Spielumsetzung zum Film geliefert.

Mit G.I. Joe: Rise of Cobra (dt.: G.I. Joe: Geheimauftrag Cobra) läuft in diesem Jahr bereits die zweite "Spielzeugverfilmung" in den Kinos an, zudem die Transformers-Fortsetzung von Michael Bay erneut einen Erfolg an den Kinokassen für sich verbuchen konnte. Immerhin zählt Transformers: Revenge of the Fallen neben Harry Potter & der Halbblut-Prinz zu den kommerziell erfolgreichsten Filmen dieses Kinosommers. Bleibt abzuwarten wie sich die Eliteeinheit schlagen wird, welche ebenfalls auf eine lange Spielzeugtradition zurückblicken kann und speziell in den Achtziger Jahren zu einer äußerst verkaufsstarken Marke für Hersteller Hasbro heranreifte. Natürlich gibt es auch zu dieser Verfilmung entsprechende Videospielumsetzungen für die aktuelle Konsolengeneration welche die Fans abseits des Kinoabenteuers unterhalten sollen, doch weiß die Taschenattacke gegen die feindlichen Cobra-Truppen zu überzeugen?

Zu allererst sei erwähnt, dass die Nintendo DS Version des Spiels nicht von Double Helix, sondern von den Entwicklern aus dem Hause Backbone (Space Invaders Extreme) produziert wurde und sich auch spielerisch von den Versionen auf der Xbox 360 oder Playstation 3 unterscheidet. Der Spieler bekommt auf dem DS keine 3rd Person, sondern eine sehr klassische Vogelperspektive geboten, welche ein wenig an Shooter-Urgesteine wie Commando, Who Dares Wins oder Alien Syndrome erinnert.

Destro ist besiegt. Lang lebe der Cobra Commander

G.I. Joe: Geheimauftrag Cobra G.I. Joe: Geheimauftrag Cobra [Quelle: ] Die Geschichte des Spiels setzt unmittelbar nach den Geschehnissen des Kinofilms ein, weswegen es eigentlich ratsam ist diesen im Vorfeld anzuschauen. Wie dem auch sei, der Kampf der G.I. Joe Truppe gegen die Cobra und M.A.R.S. Organisation sind erfolgreich verlaufen, Widersacher Destro unschädlich gemacht und die böse Baroness inhaftiert. Dennoch ist die Gefahr nicht gebannt, denn der Cobra Commander plant die Waffentechnologie der M.A.R.S. Forschungseinrichtung zu verwenden um die Welt ins Chaos zu stürzen. Was auch sonst! Damit nicht genug, denn noch mehr Hiobsbotschaften erreichen General Hawk, welcher im Film von Dennis Quaid verkörpert wird. Die Baroness konnte dem angeblich ausbruchsicheren Gefängnis der Joes entfliehen und sinnt nun auf Rache. Aus dem fahrenden G.I. Joe MOBILE P.I.T. Hauptquartier heraus wird die Spezialeinheit also wiedereinmal mehr entsandt um die Pläne Cobras zu vereiteln und so die Welt zu retten. Aus diesem Einsatzfahrzeug heraus werden die Fußtruppen der Einheit von Breaker, sowie General Hawk immer wieder mit Missionszielen, Updates und sonstigen Informationen gefüttert, damit der Einsatz mit Erfolg zu Ende gebracht werden kann.

Ein Spielprinzip der "Alten Schule"

Eingeleitet durch ein ebenso "klassisches" Intro, welches nur aus Textbausteinen und Bildern besteht, werden wir am Anfang eingewiesen und mit den Kontrollen der Waffen vertraut gemacht. Der Rest wird meist "unterwegs" von Kommunikationsspezialist Breaker erklärt, bzw. Missions-Updates innerhalb der Level eingeblendet, wobei man meist nicht mehr zu tun hat als Dutzende von gegnerischen Einheiten über den Jordan zu jagen.

G.I. Joe: Geheimauftrag Cobra G.I. Joe: Geheimauftrag Cobra [Quelle: ] G.I. Joe: Geheimauftrag Cobra ist ein klassischer Shooter, bei dem geballert wird bis der Arzt kommt und dennoch hat man sich bemüht das grundlegend simple und äußerst lineare Gameplay etwas aufzuwerten. Um dies zu bewerkstelligen können Erfahrungspunkte gesammelt werden, indem man möglichst viele der Cobra-Truppen gekonnt aus dem Leben knallt und diese als Belohnung spezielle Symbole fallen lassen. Silberne Symbole bringen euch einen, goldene drei und grüne fünf Erfahrungspunkte, welche dafür sorgen, dass der Charakter eurer Wahl entsprechend "aufgelevelt" wird, wenn eine bestimmte Punktzahl erreicht wird. Dadurch erhöhen sich Attribute wie z.B. Schusskraft oder die Schnelligkeit des einzelnen Elitekämpfers, wobei dies automatisch geschieht und man keinen wirklichen Einfluss darauf hat, welche Eigenschaften man verbessern möchte. Anfangs hat man hierbei die Wahl zwischen den vier tapferen Recken Scarlett, Ripchord, Snake Eyes und Conrad "Duke" Hauser. Zu einem späteren Zeitpunkt des Spiels lassen sich zudem weitere Charaktere frei schalten, welche im Kampf gegen Cobra zum Einsatz gebracht werden können. Jeder der Charaktere hat zudem eine spezielle Fähigkeit, Primär- sowie Sekundärwaffen, wobei alle Kämpfer natürlich auch auf diverse Fahrzeuge zurückgreifen können, die entweder von G.I. Joe-Mitglied Wild Bill abgeworfen werden oder achtlos in der Gegend herumstehen. An speziellen Stellen im Spiel schwingt man sich zum Beispiel hinter das Steuer eines Mobats oder eines Armored Panthers und holzt rumpelnd durch die Gegnerscharen, welche mittels den MG-Geschützen und Raketenwerfern der jeweiligen Vehikel ausradiert werden.

Simple Steuerung ohne Touchscreen-Support

G.I. Joe: Geheimauftrag Cobra G.I. Joe: Geheimauftrag Cobra [Quelle: ] Leider findet der Touchscreen des DS keinerlei Verwendung, weswegen die Steuerung sehr klassisch gestrickt ist und die G.I. Joes ausschließlich mit Hilfe der Buttons bedient werden. Mit Hilfe des Steuerkreuzes lenkt man seine Mannen durch das Cobra-Kanonenfutter und nimmt diese mittels B-Button, welcher die Primärwaffe auslöst, unter Beschuss. Die Sekundärwaffe wird mit Hilfe der Y-Taste bedient, wobei ein Charakter wie der geheimnisvolle Snake Eyes nach betätigen des Y-Buttons sein Ninjaschwert auspackt und ordentlich Geschnetzeltes fabriziert. Insgesamt lässt sich die ganze Angelegenheit solide steuern, auch wenn sich die Steuerung hier und da etwas schwerfällig gestaltet, gerade wenn man ein Fahrzeug lenkt. Auch ist es etwas nachteilig dass man entweder laufen oder schießen kann, denn "Run and Gun" ist leider nicht möglich. Um dennoch nicht andauernd getroffen zu werden, kann man sich hinter Sandsäcken, Mauern und Barrikaden verschanzen und die Truppen von dort aus mit Blei vollpumpen. Eine spezielle Taste zum "Deckung suchen" gibt es nicht, denn bewegt man sich auf eine entsprechende Barrikade zu, taucht der Spielcharakter von selbst ab und kann nur getroffen werden, wenn er die Deckung zum feuern verlässt. Manchmal ist dies auch dringend nötig da Cobra natürlich mit allen Mitteln verhindern möchte, dass wir unser Ziel erreichen und dementsprechender Dauerbeschuss zum Tagesgeschäft gehört. Steckt man zu viele Treffer ein färben sich die Ränder des Spielbildschirms rot, weswegen man in solchen Situationen dringend eine Deckung aufsuchen sollte, um sich zu erholen, da es eine Energieleiste im herkömmlichen Sinn nicht gibt. Muss man dennoch ins Gras beißen, so gibt es hier freundlicher Weise diverse Checkpoints, so dass man nicht komplett von vorn beginnen muss, wie bei den Konsolenversionen.

Kein technisches Elitekommando

G.I. Joe: Geheimauftrag Cobra G.I. Joe: Geheimauftrag Cobra [Quelle: ] Grafisch reißt G.I. Joe: Geheimauftrag Cobra wahrlich keine Bäume aus und zeigt sich anstelle dessen von einer äußerst durchschnittlichen Seite. Die Vogelperspektive erinnert sehr an klassische 2D-Shooter aus den 80er Jahren, wobei hier ein paar 3D-Effekte zur Hilfe genommen wurden um das Szenario entsprechend aufzupeppen. Wirklich umwerfend ist aber sicherlich etwas anders, zumal die Animationen der Protagonisten recht dürftig sind. Würde man lediglich den Ingame-Charakter sehen und keinen Auswahlbildschirm zu Verfügung gestellt bekommen, welcher dem Spieler verrät um welches G.I. Joe-Mitglied es sich handelt, dann hätte man sicherlich Mühe die jeweiligen Kämpfer zu identifizieren. Auch die feindlichen Cobra-Truppen entstammen einmal mehr der berühmten "Videospiele-Gegner-Klonfabrik" und ähneln sich wie ein Ei dem anderen, doch angesichts des Spielprinzips ist dies nicht wirklich wild. Schließlich ist es bei einem derartig simpel gestrickten Shoot 'em Up egal was man umballert.

Musikalisch wird ebenso wenig Nennenswertes geboten. Das Spiel bietet keine Sprachausgabe und der eher belanglos intonierte Soundtrack plätschert fade vor sich hin. Die Sound FX zählen zwar nicht zu den schlimmsten der Videospielgeschichte, doch überzeugen können diese auch nicht. Der Sound von G.I. Joe: Geheimauftrag Cobra könnte im Duden auch unter dem Begriff "Durchschnittlich" zu finden sein, da er weder mitreißend noch grottenschlecht ist.

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13.08.2009 12:30 Uhr
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G.I. Joe: Geheimauftrag Cobra
G.I. Joe: Geheimauftrag Cobra im Gamezone-Test
Mit der Version für den NDS bekommen wir die beste Spielumsetzung zum Film geliefert.
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