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  • Grand Theft Auto 2: Lust auf Schere, Stein, Papier im Polizeirevier? - Leser-Test von X-Warrior

    Einer der Open-World Spielklassiker schlechthin ist das Gangsterspiel GTA 2, welches trotz seiner heute minimalistisch anmutenden Technik fast ausschließlich zu begeistern weiß.
    Das Spiel versetzt uns in die fiktive Metropole 'Liberty City', in der es von Verbrechern und schwer bewaffneten Gangs nur so wimmelt. Doch, wie es sich für die GTA-Reihe nun einmal gehört, übernehmen wir hier nicht die Rolle eines Gesetzeshüters, der die Stadt vom Verbrechen säubern will, sondern wir schlüpfen in die Haut eines namenlosen kleinen Fisches, der sich nach und nach bei den verschiedenen Verbrecherorganisationen in Liberty City hocharbeiten will. Wodurch er natürlich ein krummes Ding nach dem anderen dreht, um so die ohnehin schon überforderten Polizisten der Stadt weiter zu malträtieren.

    Unsere Stadt ist dabei in drei kleinere Stadtteile unterteilt, von denen alle angenehm groß ausgefallen sind, und, die sich obendrein völlig frei erkunden lassen. Ist man zu Spielbeginn noch auf den ersten der drei Stadtteile begrenzt, lässt sich jeder weitere Level durch das verdienen von insgesamt 500.000 $ freischalten. Neben den regulären Spielgebieten gibt es aber auch noch einige versteckte Bonuslevel freizuspielen. Diese werden dem Spieler zugänglich gemacht, sobald dieser eine bestimmte Anzahl, der in Liberty City großflächig verteilten "GTA 2-Symbole" eingesammelt hat.

    Damit das dafür benötigte Kleingeld auf unser Konto wandert, gilt es für diverse Gangs und Verbrecherorganisationen das Mädchen für alles zu spielen. Deren Aufträge werden dem Spieler allerdings nicht aufgezwungen, sondern können nach eigenem Ermessen an verschiedenen Telefonzellen angenommen werden. Während in einigen Missionen nur Gangmitglieder von A nach B transportiert werden müssen, wird an anderer Stelle schon mal ein Banküberfall oder ein Bombenanschlag vom Spieler erwartet. Zwar geht es in allen Aufträgen im Kern nur darum entweder der Polizei oder anderen Gangs eines auszuwischen, doch die einzelnen Aufgabenstellungen sind dabei doch recht abwechslungsreich ausgefallen und werden auch mit zunehmender Spielzeit nie langweilig.

    Um die verschiedenen Missionen erfüllen zu können braucht aber auch der beste Hobbyverbrecher eine entsprechende Ausrüstung. Im der Regel liegen direkt neben den Telefonzellen, an denen der Spieler seine Aufträge entgegennimmt, bereits ein Maschinengewehr und eine Rüstung griffbereit. Wem das noch nicht genug Feuerkraft ist sollte bei seinen Touren durch Liberty City schön die Augen offen halten, denn in den verwinkelten Straßen der fiktiven Stadt lassen sich auch weitere Waffen, wie beispielsweise Schrotflinten, Molotov-Cocktails, Granaten oder sogar Raketenwerfer finden.

    Eine Begrenzung, wie viele dieser Waffen auf einmal getragen werden können gibt's es in GTA 2 nicht, weshalb es nötig ist die eingesammelten Waffen regelmäßig mit den Tasten [Y] und [X] durchzuschalten.

    Sollte der Spieler es in, oder abseits, der Missionen allerdings zu bunt treiben und sollten zu viele unschuldige Bürger durch sein gesetzloses Treiben zu Schaden kommen, werden die ansässigen Gesetzeshüter natürlich früher oder später auf diesen Aufmerksam und versuchen ihn dingfest zu machen. Wird der Spieler von der Polizei verfolgt, erscheinen am oberen Bildschirmrand Köpfe von Polizisten, deren Anzahl anzeigt mit welchem Nachdruck der Spieler derzeit gesucht wird und wie die Polizei dabei vorgeht. Ist der Fahndungslevel noch recht niedrig, versuchen die Polizisten die Spielfigur lediglich K.O. zu schlagen und einzusperren. Steigert sich der Fahndungslevel allerdings weiter, reagiert die Polizei nicht mehr allzu freundlich dem Spieler gegenüber und eröffnet schon mal das Feuer auf ihn, oder setzt sogar Spezialkommandos, Geheimagenten und im letzten Spielgebiet auch die Armee darauf an Eure Spielfigur zu liquidieren.

    Da sowohl Polizei, als auch die später auftretenden Agenten und Spezialeinheiten, konsequent in Überzahl anrücken, ist es früher oder später unumgänglich den entstandenen Fahndungslevel wieder herabzusetzen, damit man wieder unbehelligt seines Weges gehen kann. Um dies zu bewerkstelligen lässt einem das Spiel in solchen Fällen zwei Möglichkeiten: Entweder durch den Abschluss eines Auftrages oder durch das umlackieren eines gestohlenen Wagens. In beiden Fällen wird der Fahndungslevel sofort wieder auf null gesetzt und die Gesetzeshüter lassen wieder von Euch ab.

    Während seiner Streifzüge durch die Großstadt muss der Spieler, neben dem Fahndungslevel, allerdings auch auf sein Verhältnis zu seinen potentiellen "Arbeitsgebern" achten. In jedem der drei Stadtteile sind jeweils drei untereinander verfeindete Gangs ansässig. Geht der Spieler gegen eine der Gangs vor, verschlechtert sich sein Ansehen bei dieser und deren Mitglieder werden ohne zu zögern das Feuer auf ihn eröffnen. Allerdings ist es ziemlich unmöglich es sich bei allen Gangs gleichzeitig zu verscherzen, denn deren Reaktionen funktionieren hierbei nach bestem Schere-Stein-Papier Prinzip. Soll heißen: Sinkt man bei einer Gang im Ansehen, wird man automatisch von deren Erzfeinden gemocht. Denn jede der Verbrecherorganisationen hat es genau auf eine andere Gang abgesehen und befürwortet somit natürlich Euer Vorgehen gegen deren Rivalen.

    Doch auch abseits der regulären Missionen gibt es Möglichkeiten Geld zu verdienen. Egal ob der Spieler gerade ein Auto klaut, einen Passanten angefahren hat oder gerade einen Haufen von verfeindeten Gangmitgliedern über den Jordan geschickt hat, für jede Handlung des Spielers, die in irgendeiner Form zerstörerisch ist, erhält dieser Geld. Das so "verdiente" Geld ist allerdings nicht nur ein Punktzahl-Indikator, der den Spielfortschritt innerhalb eines Spielgebietes angibt und so nach einiger Zeit den nächsten freigibt, sondern es lässt sich an einigen Stellen auch wieder Investieren.

    Hat sich der Spieler einen fahrbaren Untersatz unter den Nagel gerissen, lässt sich dieser in Werkstätten, die überall in der Stadt verteilt sind, mit verschiedenen Extras ausrüsten. Das bereits erwähnte lackieren sorgt dafür, dass die Polizisten nicht mehr nach dem Spieler suchen. Abgesehen davon lassen sich hier aber auch so lustige Extras wie beispielsweise eine Zeitbombe in den Wagen einbauen, die wenige Sekunden nach ihrer Aktivierung das Vehikel in die Luft fliegen lässt, einbauen. Oder wie wäre es mit der Möglichkeit, unter der Fahrt einen Ölteppich legen zu können, um Verfolger besser abzuschütteln?

    Allgemein bietet GTA 2 dem Spieler viele verschiedene Autos und Wagenmodelle, die sich stehlen und nicht zuletzt benutzen lassen. Von schwerfälligen und langsamen Transportern, über pfeilschnelle Edelkarossen bis hin zu mächtigen Militärpanzern, lässt sich in Liberty City alles finden und klauen was den Spieler bei seiner bevorstehenden Zerstörungsorgie in irgendeiner Form von A nach B bringen und ihm dabei hilfreich sein könnte.

    Das Fahrverhalten der verschiedenen Fahrzeuge ist dabei alles andere als ernstzunehmend ausgefallen und klar auf spaßige und unkomplizierte Action ausgelegt: Mit den [Pfeiltasten] lassen sich die Karossen herrlich unkompliziert durch die verwinkelte Stadt steuern, während sich eingebaute Extras mit einem simplen Druck auf [Strg] aktivieren lassen.

    Ein Kritikpunkt, den das Spiel allerdings über sich ergehen lassen muss betrifft das etwas unausgereifte Speichersystem. Zwar ist es durchaus eine Tradition der GTA-Reihe den Spielstand nicht während eines laufenden Spieles, sondern nur an vorbestimmten Örtlichkeiten in der Spielwelt, sichern zu können, doch im Gegensatz zu seinen Nachfolgern bietet der zweite GTA-Teil dem Spieler keine Kartenfunktion, mit deren Hilfe sich der Speicherpunkt leicht finden lassen würde. Stattdessen ist man vielmehr darauf angewiesen sich diese Örtlichkeit und den Weg dorthin selbst einzuprägen. Die Einzige Hilfestellung von Seiten des Spiels diesbezüglich sind TV-Vans, die sich mit unregelmäßiger Häufigkeit in den Straßen von Liberty City zeigen und deren Antenne konsequent auf den Speicherpunkt des aktuellen Spielgebietes ausgerichtet ist. Auf diese Weise lässt sich der Speicherpunkt dann doch recht schnell finden. Da sich diese TV-Vans allerdings nur zufällig zeigen, gibt es keine wirkliche Garantie, dass sich der Spieler auf diesen Luxus verlassen kann.

    Und genau hier hält GTA 2 einen nicht zu unterschätzenden Frustfaktor griffbereit: Es kann schon ziemlich auf die Nerven gehen, wenn man endlich einen schweren Auftrag geschafft hat, seinen Spielfortschritt sichern möchte, sich dafür aber erst einmal auf eine Odyssee quer durch die Stadt begeben muss, nur um einen dieser verdammten TV-Vans ausfindig zu machen. Weshalb es sinnvoller ist, sich hier einfach auf sich selbst zu verlassen und sich die Lage des Speicherpunktes anhand von markanten Örtlichkeiten und Gebäuden einzuprägen.

    Grafisch wird das Spiel aus einer klassischen Vogelperspektive dargestellt, was uns zwar einerseits einen angenehmen Überblick über die eigene Spielfigur und alles was um sie herum geschieht gibt, doch uns andererseits auch gerne mal mit Brücken oder hohen Gebäuden den Blick auf das eigentliche Spielgeschehen verwehrt - Ärgerlich, wenn sich die Gegner nicht mehr sehen und auf deren Aktionen nicht entsprechend reagieren kann. Glücklicherweise schienen sich die Entwickler dessen bewusst gewesen zu sein, weshalb es angenehm wenige Stellen in Liberty City gibt, die dem Spieler mit einer derartigen Bebauung Probleme bereiten.

    Abschließend lässt sich wohl sagen, dass der zweite GTA-Teil ein wirklicher Klassiker ist, der es nicht nur populär gemacht hat in die Rolle eines Anti-Helden, mit kriminellen Veranlagungen, zu schlüpfen und nicht nur die eigenen Nachfolger, sondern auch die heute heißgeliebten Open-World Spiele maßgeblich. Eigentlich ein Pflichtprogramm für jede Spielsammlung.

    Negative Aspekte:
    Bauwerke können den Blick auf das Spielgeschehen verhindern ; keine Kartenfunktion ; jede Art von zerstörerischem Verhalten wird belohnt (?)

    Positive Aspekte:
    Spielwelt lässt sich frei erkunden ; Missionen sind kein "Muss" ; jede Art von zerstörerischem Verhalten wird belohnt (^^)

    Infos zur Spielzeit:
    X-Warrior hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    GTA 2

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: X-Warrior
    8.0
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Steuerung
    7/10
    Sound
    8/10
    Gameplay
    9/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • GTA 2
    GTA 2
    Publisher
    Rockstar Games
    Developer
    DMA Design Limited
    Release
    01.01.1999

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GTA 2
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http://www.gamezone.de/GTA-2-Spiel-56119/Lesertests/Grand-Theft-Auto-2-Lust-auf-Schere-Stein-Papier-im-Polizeirevier-Leser-Test-von-X-Warrior-1010715/
01.05.2011
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/10/_pc_pcg_grand_theft_auto_2_-_front_1_.jpg
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