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GTA San Andreas (XB)

Release:
09.06.2005
Genre:
Action
Publisher:
Take-Two Interactive
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GTA San Andreas: GTA San Andreas - Leser-Test von Drummer92

05.12.2010 19:56 Uhr
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Neu
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Ihr kennt wohl ziemlich sicher diese Spielereihe: die berühmt, berüchtigte Videospielserie GTA, ausgesprochen Grand Theft Auto. Ich habe mir sagen lassen, dass dies so viel bedeutet wie Autoklau. Der Autoklau ist nur eines von vielen Markenzeichen, was diese Reihe auszeichnet. 1997 ging es los mit GTA 1. Und so ging es weiter, man hatte fast schon das Gefühl, ein Teil ist besser als der andere. Angelangt ist man inzwischen bei GTA IV, wobei zwischen dem eben genannten und dem dritten Teil auch noch ein paar Spiele dieser Reihe einzuordnen sind. Zurecht wird wohl GTA IV als der bisher beste GTA- Teil gehandelt und er ging auch sehr häufig über den Ladentisch. Doch auch ein anderer schlug wie eine Bombe geradezu ein- die Rede ist von GTA San Andreas. Soweit mir bekannt ist, ist das Spiel auf der PS2 immer noch nach immerhin mittlerweile fast 5,5 Jahren in den Top Ten der beliebtesten Spiele. Wir widmen uns an dieser Stelle jedoch der Xbox- Fassung. Im Gegensatz zu den PC und Xbox- Spielern hatten die PS2- Spieler schon früher das Vergnügen, dieses Spiel erwerben zu können.

Einfache Story

Alle, die es gerne eher unkompliziert mögen, können sich an dieser Stelle schon einmal freuen. Die Handlung ist nicht schwer zu verstehen und trotzdem hat sie doch so ihre einen oder anderen Reize. Wir gehen zurück in das Jahr 1992 und treffen dort auf Carl Johnson, von seinen Freunden aber kurz CJ genannt. Unser Protagonist kehrt zurück nach Los Santos. Der Anlass dafür ist allerdings alles andere als ein freudiger: Seine Mutter ist erschossen worden und CJ findet das als einen günstigen Zeitpunkt, sich nach fünf Jahren mal wieder in seinem Viertel und damit seiner Heimat zu zeigen. Doch das Schicksal meint es noch härter mit unserer Figur. Seine Gang ist außeinandergebrochen, nichts ist mehr, wie es einmal war und die Ballas- Mitglieder setzen ihnen ganz schön zu. Noch dazu ist sein Bruder Sweet anfangs ziemlich wütend auf ihn: Er wirft ihm vor, dass er sich in den letzten fünf Jahren, in denen er weg war, praktisch nicht um seine Familie gekümmert hat. CJ hat sowohl das Begräbnis seiner Mutter wie auch das seines Bruders verpasst. Da kann man Sweet in gewisser Weise auf alle Fälle verstehen, warum er so drauf ist. Hilfe bekommt CJ von verschiedenen Personen, wie zum Beispiel seinem alten Kumpel Big Smoke. Doch schon bald muss CJ auch erkennen, dass nichts so ist, wie es auf den ersten Blick vielleicht erscheinen mag. Ich möchte euch an dieser Stelle nicht mehr verraten, aber ich garantiere euch, es macht Spaß, die Story mitzuverfolgen. Man sollte, wenn man einigermaßen gut aufpasst, auch mitkommen.

Durchgedrehte Personen

Wundert euch nicht, wenn ihr mehr als nur einmal über den Charakter der verschiedenen Personen euch amüsiert und darüber lacht. Nach meiner Meinung sind die Personen in San Andreas die verrücktesten und abgedrehtesten Personen in der gesamten GTA- Reihe. Das ist schon wirklich einfach nur noch ein Wahnsinn, wie sie sprechen und über was. Außerdem scheint es bei ihnen normal zu sein, wenn einer jemandem vorschlägt, dass sie beide jetzt gehen sollten und dabei dieser jemand mit einem Schimpfwort nebenbei auch noch bezeichnet wird, welches eigentlich nur auf Frauen ausgelegt ist. Was ich also meine ist zum Beispiel der Satz: "Let's go, .........(Schimpfwort)", welcher einmal in dem Spiel fällt. Wir bei uns sagen ja wohl so etwas, wie "Lass uns gehen, Alter". Bei San Andreas ist dies eben noch ein eigenes Kaliber. Besonders Ryder, auch ein Freund von CJ, ist sehr verrückt in seinem Handeln und Sprechen. Ständig raucht er irgendein bestimmtes Zeug, findet es normal, seine Freunde auch mal nebenbei mit Schimpfwörtern zu etwas aufzufordern und der auch sogar in einer Szene kurz als etwas benebelter aufgrund seines Konsums von Gras gezeigt wird. Dazu dann auch noch das Große etwas an schwarzem Humor, der so gut wie niemals zu kurz kommt. Auch das Wort, welches mit dem Buchstaben F beginnt und aus vieren besteht, kommt zur Genüge in dem Spiel vor. Was ich auch noch anmerken möchte ist, dass es auch mal vorkommt, dass etwas gesagt wird und ich wundere mich dann darüber, wie wenig im Englischen gesagt wurde und wie viel dies im deutschen bedeutet. Generell also einfach diese Jugendsprache hat es wirklich in sich. San Andreas hat ja eigentlich einen ernsten Hintergrund, aber dieser wird so veralbert, dass man es auch mal nicht unterdrücken kann, doch einmal zu lachen. Das macht San Andreas im positiven Sinne so aus.

Die Musik

Sie kommt garantiert auch nicht zu kurz. Es gibt genügend Radiosender und jeder bietet wirklich Abwechslung pur. Es ist auch nicht nur ein Musikstil vorhanden selbstverständlich, sondern natürlich mehrere. Es werden auch nicht immer nur Lieder gespielt, sondern auch mal zwischendurch gesprochen, aber das ist auch gut so, damit man nicht nur am Ende zugedröhnt wird. Wenn es jemand trotzdem nicht mehr aushält, hat er auch die Möglichkeit das Radio während dem Fahren auszuschalten und einmal die Ruhe zu genießen. Und für diejenigen unter euch, die all die Radiosender schon glauben auswendig zu kennen- schließlich wiederholen sie sich ja irgendwann einmal- , gibt es die Möglichkeit, eigene Lieder in das Spiel hinein zu importieren. Und da sind dann auch logischerweise keine Grenzen gesetzt, man kann alles abspielen lassen, was man will. Der Radiosender für eigene Musik lautet "User Track Player". Löblich ist auch, dass es überhaupt keine Schwierigkeiten bereitet, die eigenen Lieder in das Spiel zu bringen, das ist wirklich kinderleicht.

Spiellänge

Es ist auf alle Fälle eines der Spiele, mit denen man ungefähr 100 Stunden sich beschäftigen kann. Es gibt nämlich einiges zu tun in San Andreas. Nicht nur die Hauptmissionen warten darauf, erfüllt zu werden. Auch andere Missionen können erledigt werden, wie zum Beispiel Taximissionen. Eure Aufgabe ist es hierbei, Fahrgäste so schnell wie möglich zum Zielpunkt zu fahren. Auch gibt es Krankenwagen- und Feuerwehrmissionen, die es zu erledigen gilt. Bei den Krankenwagenmissionen rate ich euch, diese in einem Dorf zu machen, damit ihr nicht so weit fahren müsst, um die Patienten abzuholen. Ich meine mich zu erinnern, dass ihr im Laufe der Story zu einem solchen Dorf gelangt. An Hauptmissionen mangelt es auf keinen Fall. Ich weiß gar nicht, wie viele es insgesamt von dieser Sorte sind, aber es sind mit Sicherheit für jeden genügend. In die Länge kann man das Spiel auch noch, indem man sich die Städte einmal von oben aus anschaut- also von einem Flugzeug aus. Ihr könnt sogar mit einem Art Learjet in die Lüfte euch begeben, das macht dann schon einen großen Spaß. Und auch einen richtigen Flughafen könnt ihr vorfinden, ja sogar mehrere.

Sehr große Spielwelt

Schon bei GTA 3 oder auch GTA Vice City waren die beiden Welten jeweils wirklich ziemlich groß und ließen kaum Wünsche kommen. San Andreas setzt noch einmal einen drauf und bietet drei Städte auf. Zum einen Los Santos. In dieser Stadt sind wir auch zuerst, als ja CJ zurückkehrt. Dann gibt es San Fierro. In diese Stadt kommen wir als zweites. Und dann noch Las Venturas. Angelehnt sind diese drei Städte an die realen Los Angeles, San Francisco und Las Vegas. Diese Städte bieten hervorragende Innenstädte, in denen wirklich viel los ist. Es gehen Menschen auf der Straße und es fahren viele, viele Autos herum. Wenn Menschen verletzt am Boden liegen, dann kommt sogar auch mal der Krankenwagen vorbei und macht eine Wiederbelebung. Neben den Schnellstraßen gibt es dann aber auch die Berge, die man sehen kann. Man fährt natürlich also auch mal nicht durch Städte, kann, wie es einem gerade beliebt, einfach mal ein bisschen im Wald herumlaufen oder aber auch herumfahren, das ist jedem selbst überlassen.
Außerdem kann CJ auch schwimmen, was einen nicht zu unterschätzenden Vorteil mit sich bringt. Man kann mit Booten fahren oder aber auch tauchen und da macht ihr so ein paar tolle Entdeckungen. Es ist nämlich so, dass ihr unter Wasser ein paar Tieren begegnet, wie zum Beispiel Schildkröten. Selbstverständlich sollte man von diesen nicht eine sehr gute Intelligenz erwarten, aber es ist einfach nett anzuschauen, an was dabei alles gedacht wurde.

Abwechslungsreiche Missionen

Vielleicht sollte ich in diesem Falle einfach einmal ein paar Beispiele bringen, um euch zu zeigen, dass es wirklich nicht immer nach dem Schema geht: Fahre zum Zielort, steige aus und erledige eine gewisse Anzahl von Gegnern. So ist es nämlich nicht nur. Einmal müsst ihr fahren, während eure Homies reihenweise Drive- bys machen. Ein anderes Mal sind eure Tauchkünste gefragt. Und wieder ein anderes Mal versucht ihr euch als Dieb. Es gibt sogar eine Mission, in der ihr in ein gerade startendes Flugzeug fahren müsst- und zwar mit einem Motorrad. Die Missionen bestehen also nicht immer nur aus dem einen Ziel, dass man bestimmte Personen ausschalten muss, sondern sie können auch noch andere Dinge beinhalten.

Auch etwas ganz nettes, was es noch von meiner Seite zu erwähnen gilt, ist die Tatsache, dass es bei San Andreas möglich ist, ein Videospiel zu spielen. Man spielt also in einem Videospiel ein Videospiel. Klingt komisch, ist aber so. Ich bin zuletzt auf eine Art Weltraumspiel gestoßen. Meines Wissens gibt es auch noch ein anderes Spiel, welches man in einer Bar spielen kann. Natürlich dürft ihr euch nicht zu viel davon erwarten, aber es ist auf alle Fälle ein netter Zeitvertreib und macht viel Spaß, das einmal auszuprobieren.
Das Intro erinnert einen sofort an die GTA- Reihe und somit dauert es überhaupt nicht lange, sich wieder in diese Welt einzufinden. Los geht das Ganze damit, dass CJ am Flughafen von Los Santos ankommt. Doch schon bald wird er von den Polizisten Tenpenny, Pulaski und Hernandez aufgegriffen und des Mordes an den Polizisten Pendelbury beschuldigt, welchen CJ natürlich nicht begangen hat. Die Sprache, die Musik, die kurz einmal vorkommt und auch die berühmte Gang- Atmosphäre kommen hier sehr schön zum Ausdruck. Damit könnte ich auch gleich schon den nächsten positiven Punkt nennen, nämlich die Atmosphäre. Diese typische Begrüßung der Gangmitglieder, dass man zuerst sich gegenseitig in die Hände klatscht und sich kurz umarmt. Mir kommt es so vor, zumindest am Anfang des Spiels ist das auf alle Fälle so, dass niemand auf die Frage des anderen antwortet, wie es denn einem gehe. Stattdessen fragt man jenen genau dasselbe, nur beantwortet dieser die Frage auch nicht. Das sind zwei Markenzeichen von den Charakteren, doch noch nicht alles. Zwei Dinge, die die Atmosphäre im wesentlichen unterstützen. Und natürlich noch viele andere Punkte, die dazu beitragen.

Skill-System

Man kann durchaus behaupten, dass San Andreas auch einen Hauch von Rollenspielen durchaus hat. Dafür gibt es nämlich einige Argumente, die ich mal unter dem Punkt Skill-System zusammenfasse. Man kann CJ seinen eigenen Haarschnitt verpassen und da gibt es wirklich einiges an Auswahl, nicht nur drei oder vier, sondern schon mehrere. Auch könnt ihr ihn mit Tatoos ausstatten. Das eigentliche Skill- System ist aber, dass CJ viele Eigenschaften hat. Das fängt damit an, dass man sehen kann, wie gut er durchtrainiert ist bis hin, wie gut sein Lungenvolumen ist, wenn es um das Tauchen geht. All diese Dinge kann man natürlich beeinflussen. Um Muskeln aufzubauen, schicken wir Carl in ein Fitnessstudio und um das Lungenvolumen zu verbessern, tauchen wir einfach ein bisschen im Fluss und beobachten das Leben unter Wasser. Auch gibt es Fahrzeugskills. Je länger wir Motorrad oder Fahrrad fahren, desto sicherer wird unser Protagonist mit dem jeweiligen Fahrzeug. Ihr seht also, es ist auf alle Fälle ein bisschen Rollenspielflair vorhanden und das zur Genüge.
Vielleicht sollte auch noch erwähnt werden, dass es sogar möglich ist, Autos zu tunen. Das Praktische daran ist, dass man dieses Auto dann auch speichern kann und zwar in seiner eigenen Garage. Noch dazu habt ihr ziemlich schnell Zugriff auf das Tunen, da nämlich die zugehörige Mission eher an den Anfang anzusiedeln ist. Experimentieren und die ein oder andere zusätzliche Spielstunde ist da auf alle Fälle garantiert.

Die Nachteile des Spiels

Vier Dinge möchte ich dann doch ankreiden, die jedoch schnell abgehandelt sind. Zum einen ist es so, dass es nicht ganz so einfach ist, San Andreas auf der Xbox zu spielen. Mir kommt es so vor, dass es am PC doch etwas leichter ist, besonders wenn es um das manuelle Zielen geht. Eventueller Frust kann also vorprogrammiert sein.
Das zweite ist, dass es manchmal ein bisschen dauert, bis der Ladevorgang abgeschlossen ist. Sei es nun, wenn CJ aus seinem Haus geht und der Ort geladen werden muss oder wenn wir eine Mission beginnen wollen und diese erst geladen werden muss. Das dauert länger als am PC.
Der dritte Punkt ist nur sehr winzig: Es ist nicht möglich, in San Andreas die Waffe nachzuladen. Da ich aber so gut wie keine Situation kenne, in der ich mir dachte, wie schön es doch wäre, wenn ich nachladen könnte, ist dieser Punkt für mich so gut wie zu vernachlässigen.
Und das letzte ist die Steuerung. Sie hat ihre guten und schlechten Seiten. Wenn es um das Fahren geht, ist sie auf alle Fälle gut. Aber wenn es um die Koordination geht, wir uns einmal schnell umdrehen müssen im Gefecht und zielen wollen auf eine bestimmte Person, dann kann das durchaus auch mal Schwierigkeiten bereiten und es klappt nicht alles so, wie man es eigentlich will.

Fazit

Bevor ich euch jetzt noch weiter zurede mit vielen Fakten, komme ich jetzt lieber an dieser Stelle einmal zum Fazit. Und das ist schnell abgehandelt: Die anfangs noch für einen vielleicht eher alt vorkommende Grafik ist schnell vergessen und bringt sogar auch mal ein Lächeln auf das Gesicht des Spielers. Freiheit ist garantiert in San Andreas. Und es gibt sogar einen Koop- Modus auf der Xbox. Die Sequenzen vor den einzelnen Missionen sind einfach nur noch einzigartig und all die Personen schließt man schnell in sein Herz, weil sie einfach nur noch sehr komisch herüberkommen. Man macht sicherlich keinen Fehler, wenn man sich dieses Spiel zulegt. Selbst wenn man nach einer gewissen Zeit keine Lust mehr hat, die Story weiterzuspielen, gibt es noch genügend anderes zu erledigen, wie zum Beispiel in Erfahrung zu bringen, was man denn alles in San Andreas so entdecken kann. Und wer keine Höhenangst hat, kann ja auch mal sich von einem Hochhaus oder Flugzeug stürzen und den Fallschirm öffnen.

Negative Aspekte:
teilweise längeres Laden, Steuerung beim Koordinieren, kein Nachladen möglich, Frust kann vorkommen

Positive Aspekte:
einfache Story, verrückte Personen, Radiosender, eigene Musik möglich, sehr lange Spiellänge und große Spielwelt, abwechslungsreiche Missionen, motivierendes Intro, Atmosphäre, Skill-System, Tuning möglich, Videospiele spielen, Billiard, Jugendsprache

Infos zur Spielzeit:
Drummer92 hat sich 100+ Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

Spielspaß Singleplayer

Wertung von:
Drummer92

9.5
Gamezone
Spielspaß-Wertung
9/10
Spielspaß Multiplayer
-
Grafik
8/10
Steuerung
8/10
Sound
10/10
Gameplay
10/10
Erfahrener Benutzer
Moderation
05.12.2010 19:56 Uhr
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05.12.2010
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