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  • Galleon: Piraten-Märchen - Leser-Test von sinfortuna

    Galleon: Piraten-Märchen - Leser-Test von sinfortuna Ganz unabhängig vom persönlichen Geschmack steht im Fall von "Galleon" für die X-Box eines felsenfest: wir haben es mit einem sehr ungewöhnlichen Actionadventure zu tun. Betrachtet man sich die Stärken und Schwächen dieses Titels, welcher Wege fernab jeglicher Mainstream-Ware einschlägt, fällt eines ganz besonders auf: es ist genau umgekehrt als ursprünglich erwartet, soll heißen: ausgerechnet die Grafik und Akustik weist Defizite auf, hingegen Story, Spielwitz und Identifikation mit den Hauptfiguren teilweise großartig gelungen ist. Damit ist eigentlich auch schlagartig klar, was für eine Zielgruppe hier überhaupt in Frage kommt, meines Erachtens jedenfalls eine für die X-Box eher unübliche Spezies. Schade ist allerdings, dass der Mehrspielerspaß hier zu kurz kommt oder um genauer zu sein gar nicht berücksichtigt wurde, die Folge: sollten sich zwei (oder mehrere) Gleichgesinnte vor der Flimmerkiste einfinden, heißt es von Zeit zu Zeit das Joypad brav weiterzureichen.

    Worum es hier bei "Galleon" geht, wird nicht so schnell ersichtlich, denn wir finden eine sehr ungewöhnliche Mischung vor: im Grunde handelt es sich um eine Seeräubergeschichte, die allerdings wie ein Märchen erzählt wird, aber trotzdem Gefechte mit stark mythisch angehauchten (Fabel-)Wesen beinhalten. Im Blickpunkt des Geschehens steht der Pirat Rhama, der unermüdlich danach giert, Reichtümer anzuhäufen, praktisch nichts Anderes hat er im Sinn. Unser aktueller Auftraggeber - selbstverständlich dirigieren wir Rhama in der Folgezeit durch die Landschaft - ist ein skurriler Doktor namens Areliano, der auf der Suche nach erlesenen Heilkräutern ist und wir ihn dabei begleiten sollen. Es verschlägt uns auf eine hübsche Insel, wobei es uns zudem - um das romantische Flair perfekt zu machen - den Atem verschlägt, betrachten wir die nicht gerade unattraktive Tochter des ambitionierten Doktors. Ihr Name ist Faith. Fast blind vor Liebe (oder was auch immer) stolpern wir zunächst mehr schlecht als recht in das neue Abenteuer, um schließlich sehr jäh in die Realität zurückgeholt zu werden: ein sehr übler Scherge namens Jabez überfällt unser Schiff, die Lage erscheint aussichtslos. Wir ergreifen schließlich die Flucht und entkommen... fast alle, der Doktor bleibt letztlich auf der Strecke, er stirbt an den Folgen seiner schweren Verletzungen. Die hübsche Faith schließt sich uns augenblicklich an, sie kennt fortan nur noch eines: Rache.

    Nicht nur das Ambiente ist in "Galleon" äußerst ungewöhnlich, auch die Steuerung ist gewöhnungsbedürftig. Dies soll im vorliegenden Fall aber nicht heißen, dass sie misslungen oder unnötig verkompliziert wurde, nein, im Gegenteil, letztlich sehen wir ein, dass sie wirklich Sinn macht. Eine längere Eingewöhnungsphase ist allerdings Grundvoraussetzung: bringt also zunächst etwas Geduld mit. Wir lenken unseren Helden tatsächlich nur indirekt, was sich merkwürdig anhört, gestaltet sich folgendermaßen: je nachdem, wie wir die Perspektive ausrichten bzw. wohin wir die Kamera zeigen lassen, wendet sich Rhama der entsprechenden Richtung zu und läuft los. Des Weiteren existieren zwei verschiedene Tempi, die wir mit dem linken Analogstick bestimmen: es gibt den langsameren (sicheren) und den schnelleren (riskanten) Modus. Bei Letzterem solltet Ihr nicht gerade knifflige Passagen (Abgründe, schmale Stellen o.ä.) vor Euch liegen haben, ein Absturz wäre ansonsten quasi vorprogrammiert, da Rhama dann ohne Rücksicht auf Verluste (und auf sich selbst) nach vorne prescht. Innovativ sind demzufolge auch die Kämpfe: müssen wir uns eines akuten gegnerischen Angriffs erwehren, blicken wir im Optimalfall direkt in die Richtung der Position des Feindes, in der Regel werden auf diese Art und Weise die feindliche Attacken geblockt. Wie üblich für ein Actionadventure existieren schließlich auch noch Hüpfsequenzen, die es zu meistern gilt: hierbei ist es interessant, dass wir noch quasi im Sprung den "Landepunkt" bestimmen können, eben auch nach entsprechender Justierung der Kameraperspektive. Im Klartext: wir weisen unserer Hauptfigur die Stelle an, die wir für ihn vorherbestimmt haben und daraufhin (erst) setzt sich unser Freibeuter mit jenem Fokus in Bewegung. Ungewöhnlich, aber nicht uninteressant und zumal - nicht gerade unwichtig - ziemlich sauber umgesetzt. Die originelle Handhabung erfreut durch eine tadellose Kollisionsabfrage, trotzdem sind es gerade die Jump-and-Run-Abschnitte, die zuweilen knackig ausfallen bzw. einen echten Drahtseilakt darstellen. Der Schwierigkeitsgrad ist aber im Allgemeinen moderat, nicht zu leicht und nicht zu schwer, vor allem erfreulich selten unfair.

  • Galleon
    Galleon
    Publisher
    Confounding Factor
    Developer
    SCi Entertainment Group PLC
    Release
    06.07.2004
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Galleon
Galleon: Piraten-Märchen - Leser-Test von sinfortuna
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08.07.2007
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