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  • Galleon im Gamezone-Test

    Auf der Suche nach dem heiligen Kraut...

    Eigentlich ist es ja überhaupt nicht bewiesen, ob unser Held Rhama Sabrier aus den Niederlanden stammt, oder woher sonst seine Vorliebe für das seltsam duftende Kraut kommt. Derweil zwingt man ihm die Aufgabe eigentlich auf, das seltsame Gewächs zu finden welches gar wunderbar funkelt und geheimnisvolle Kräfte in sich birgt. Denn eigentlich ist er ja nur dem Scharm der rothaarigen Faith erlegen, der er einfach keinen Wunsch abschlagen kann. Als dann auch noch ihr Vater hinterrücks ermordet wird, sind die Schicksale von Rhama und Faith fest miteinander verbunden. Doch wie immer im richtigen Leben hält die Zweisamkeit nicht lange, und die freche Mihoko gesellt sich zu unseren beiden Helden, die eins ganz besonders gut kann, nämlich Rhanma unter Wasser zu beatmen, was sie gerne und oft macht, schon allein um Faith damit zu ärgern.

    Doch bevor wir uns in den Einzelheiten der Geschichte verlieren erst einmal eine Übersicht über das allgemeine Gameplay welches uns Galleon bietet. Denn im Grunde handelt es sich dabei um einen ganz regulären Plattformer der sich aber von seinen Verwandten durch die fast schon perfekte Steuerung abhebt, worauf wir gleich näher eingehen werden, sowie einer Grafik die man nur noch veraltet nennen kann, so polygonarm und niedrig aufgelöst geben sich die spielbaren Welten. Denn bereits das Intro lässt erkennen was uns im Spiel geboten wird, viele niedrigst aufgelöste Texturen und dazu passende ebenso polygonarme Objekte die vor Kanten und Ecken nur so strotzen. Das Wasser sieht aus wie eine bemalte Folie und die Charaktere selbst wirken im Grunde auch nicht besser. Wenn, ja wenn da nicht ihre herrlichen Animationen wären, die den eckigen Figuren fast schon wieder so etwas wie Leben einhauchen. Denn so eckig und von den Proportionen unnatürlich die Charaktere auch aussehen mögen, sie sind sie doch wunderbar animiert. Wo unser Held Rhama noch einen schön übertriebenen coolen Gang an den Tag legt, wackelt Faith verführerisch mit ihrem Hinterteil und lässt auch ihre weiteren weiblichen Reize spielen. Allen Charakteren gemein ist, dass sie richtig Stufen steigen können, wobei sie wirklich jede Stufe mit ihren Füssen berühren und nicht eine unsichtbare Schräge hinauf- oder hinuntergleiten. Auch wenn sie Leitern greifen, Türen oder Lucken öffnen, immer geschieht das physikalisch korrekt. Mit seinen Anteil daran hat die innovative Steuerung, die einem zwar zu Beginn noch etwas zu schaffen macht, da sie sich an keinen bekannten Standard hält, einem aber schon nach kurzer Zeit gestattet schnell und vor allem sicher zu agieren. Denn anders als bei Lara Croft aus derselben Feder hat man sich bei Galleon für eine komplett neue Steuerung entschieden die ganz ohne manuelle Kameranachführung auskommt. Zurecht werdet ihr euch fragen ob das funktionieren kann, schließlich hat man ja schon einiges an Erfahrung gesammelt mit den vermaledeiten Verfolgerkameras. Ja, es kann, sehr gut sogar. Und wie immer lag die Lösung näher als man meinen möchte. Bei Galleon hat man nämlich darauf verzichtet den Charakter "direkt" zu steuern, stattdessen dreht man die Kamera in die gewünschte Richtung und Rhama richtet sich nach dieser aus. Auf diese Weise haben wir immer im Blickfeld was wir sehen wollen, selbst wenn er leicht schräg steht. Denn in dem Augenblick wo wir ihm einen Bewegungsbefehl mit dem linken Analogstick geben, läuft er genau in die Richtung in die wir blicken und nicht die in die er selbst schaut. Dies kann er zudem in zwei Geschwindigkeiten, der langsamen und sicheren sowie der schnellen und gefährlichen. Gemeint ist damit nichts anders als der Umstand, dass unser Held im langsamen Gang nirgendwo abrutschen kann. Egal ob es sich um schmale Felsvorsprünge oder stehende Holzstumpen handelt, nie besteht die Gefahr versehentlich abzurutschen und in die Tiefe zu fallen. Wie schön wäre es gewesen, hätte schon Lara über diesen Mechanismus verfügt.
    Neben den Sprungeinlagen darf man in Galleon auch viele Piraten und andere böse Buben verdreschen, wozu uns neben den Fäusten auch allerlei Schlag- und Hiebwaffen zur Verfügung stehen. Neben den normalen Hieben verfügen wir über einen ganz speziellen Rundumschlag der dazu dient uns mehrere gleichzeitig angreifende Feinde vom Leib zu halten. Zusätzlich besteht noch die Möglichkeit Kombos zu erzeugen, wozu es genügt im richtigen Moment die X-Taste ein zweites Mal zu drücken. Den eingesteckten Schaden können wir mit den gefundenen Pilzen heilen oder wir bitten Faith um Hilfe, die eine gelehrte Heilerin ist. Allerdings benötigt sie um ihre magischen Kräfte wieder aufzufüllen möglichst viele Feuerraupen, um die wir uns kümmern müssen. Im Kampf hingegen ist sie uns kaum hilfreich, weswegen sie sich auch gleich zurückzieht wenn es zu Handgreiflichkeiten kommt. Für solche Fälle gibt es Mihoko, die Rhama nicht nur unter Wasser beatmen kann, sondern auch so richtig hinlangt wenn es vonnöten ist. Doch auch unser dritter Begleiter, der starke Bosun, hält sich nicht zurück wenn es darum geht Backpfeifen auszuteilen. Meist jedoch benötigen wir ihn nur um die Rätsel zu lösen für die ein zweiter Mann nötig ist, um zum Beispiel zwei Schalter gleichzeitig bedienen zu können.

    Die erzählte Geschichte zieht sich über insgesamt sieben Inselreiche und fiel recht spannend aus und hält auch so manche Überraschung für uns bereit. Sehr schön eingefangen hat man dabei das typische Südseeflair, was auch an der verwendeten Musik liegt. Doch auch die lustigen Sprüche unserer Charaktere tragen ihren teil dazu bei. Schade, dass die einfache Grafik den ansonsten schönen Eindruck immer wieder zunichte macht. Denn auch wenn manche Abschnitte durchaus gelungen sind, bewegen wir uns meist doch durch karge Landschaften die ihre eckige Herkunft nicht verbergen können. Moderne Filter sucht man vergeblich, gerade mal wenn die Sonne durch das Geäst blinzelt werden zaghaft leichte Spiegeleffekte eingesetzt und auf trockenem Untergrund hinterlassen wir tatsächlich so etwas wie Staub. Viel mehr aber wird uns nicht geboten.

    Die Soundkulisse beschallt uns entweder mit den bereits erwähnten Südseeklängen, meist jedoch gibt sie sich sehr ruhig und bis auf unsere Charaktere und einigen Hintergrundgeräuschen gibt es nicht viel zu hören. Allerdings darf man nicht unerwähnt lassen, dass die deutschen Synchronstimmen recht gut ausgefallen sind, auch wenn sich die Lippen der Sprecher nicht ganz synchron bewegen, was sie bei englischer Sprachausgabe schon machen.

    Galleon (XB)

    Singleplayer
    7 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    5/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    7/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Gelungene Story
    nett animierte Charaktere
    gute deutsche Synchronsprecher
    einmalige Steuerung
    die beste Verfolgerkamera aller Plattformer
    Veraltete Grafik
    viele stille Passagen
    nur bekannte Spielelemente
    sehr einfaches Kampfsystem
    mitunter Clipping-Fehler
  • Galleon
    Galleon
    Publisher
    Confounding Factor
    Developer
    SCi Entertainment Group PLC
    Release
    06.07.2004

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Galleon
Galleon im Gamezone-Test
http://www.gamezone.de/Galleon-Spiel-3033/Tests/Galleon-im-Gamezone-Test-989949/
12.07.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/07/TV2004071216275000.jpg
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