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  • Gauntlet: Der Urahn gibt sich die Ehre - Leser-Test von denjuandemarco

    Gauntlet: Der Urahn gibt sich die Ehre - Leser-Test von denjuandemarco Jetzt bin ich bei einem echten Mega-Klassiker angelangt, welcher womöglich den Jüngeren unter uns gar nichts mehr sagt, zumindest, was die "steinalten" Versionen angeht. Doch selten traf der Begriff "Meilenstein der Videospielgeschichte" so gut zu wie hier bei "Gauntlet". Entstanden ist die Gauntlet-Saga einst in den Spielhallen, wie so oft bildete auch hier der Spielautomat der 80er das Vorbild für die später erschienenen Games für die heimischen Spielkonsolen. Das Außerordentliche an dem damaligen Atari-Spielautomaten war nämlich das Feature, dass Ihr zu viert gleichzeitig in den Kampf ziehen konntet, was natürlich für mächtig Laune sorgte, allerdings auch für seinerzeit nahezu chronisch leere Portemonnaies. Uuh. Folgerichtig erschienen zahlreiche Versionen Ende der 80er Jahre für das uralte Nintendo (NES) und Segas Master System und das Mega Drive, in den 90er Jahren dann für Nintendos Gameboy und das N64, Segas Dreamcast und Sonys Playstation sowie in den letzten Jahren zu Beginn des neuen Jahrtausends auch für Nintendos Gamecube, Sonys Playstation 2 und last but not least Microsofts X-Box. Kaum ein Videospielsystem wurde ausgelassen, so dass man in diesem Fall wirklich von einer weltberühmten Saga sprechen kann, schätze ich. Da ich gerade dabei bin, die guten alten Games für das Supernintendo und Segas Mega Drive zu beschreiben, dürfte es Euch wenig überraschen, dass ich mir nun "Gauntlet 4" für das Mega Drive ausgesucht habe, um Euch damit nun im Folgenden mächtig nerven zu können. Also dann nix wie los und hinein ins Spielvergnügen aus den Anfängen der 90er Jahre.

    Story und Spielverlauf

    Bei der MD-Version dieses Klassikers haben wir es mit einem Actionspiel zu tun, welches aber netterweise auch einige Rollenspielelemente aufzuweisen hat. Trotzdem ist die Geschichte an sich natürlich keineswegs mit denen von reinen Rollenspielen zu vergleichen, denn der Schwerpunkt liegt hier bei "Gauntlet 4" eindeutig in der Action. Die Grundzüge des Urahns (dem Spielautomaten) wurden hier erfeulicherweise weitestgehend übernommen, so dass Ihr demzufolge tatsächlich die Möglichkeit habt, mit bis zu vier menschlichen Mitspielern gleichzeitig an den Start gehen zu können. Dieses Feature stellt auch heute noch, gut 12 Jahre später, ein Novum dar und war seinerzeit natürlich absolut gefragt. Kennern von "Gauntlet" dürften die Charaktere nur allzu gut bekannt vorkommen, denn sämtliche vier wackeren Helden sind mit denen jener Version aus der damaligen Spielhölle identisch.
    Zunächst haben wir es mit Thor zu tun, bei dem allein schon der Name vermuten lässt, dass es sich eher um eine Art robustes Kerlchen handeln dürfte. Thor ist in der Tat ein sehr muskulöser Krieger, der zwar naturgemäß nicht der Allerschnellste ist, aber über einen ordentlichen Bums verfügt. Thyra ist eine ebenfalls sehr mutige Kriegerin, als Walküre ist sie für eine Frau vergleichsweise kräftig, allerdings kann sie sich nicht mit den Kräften von Thor messen, was wenig verwunderlich sein dürfte. Doch dafür ist sie wesentlich flinker auf den Beinen und stellt somit eine eher ausgewogene Kämpferin dar. Ganz anders sieht es bei Questor aus, er ist weiß Gott kein Koloss, doch besticht er durch seine extrem gute Wendigkeit und ist zudem blitzschnell. Natürlich kommen auch Freunde der Magie hier nicht zu kurz und daher gesellt sich als vierter spielbarer Charakter auch noch Merlin hinzu. Er ist selbstverständlich Zauberer und demnach von der physischen Konstitution deutlich schwächer als seine drei Begleiter. Doch verfügt er als Zauberer über sehr effektive Magiesprüche, besonders die Feuerbälle erweisen sich im weiteren Verlauf der Geschichte als äußerst effektiv. Klar ist, dass er einem direktem Feindkontakt möglichst aus dem Weg gehen sollte, ansonsten würde er unweigerlich den Kürzeren ziehen, meistens zumindest.
    Eure abenteuerliche Reise führt Euch durch weitverzweigte Dungeons, wobei Euer Missionsziel primär im Finden des Ausgangs liegt. Aus den zahlreichen Monstergeneratoren strömen leider Gottes nahezu unentwegt fiese Individuen, welche Euch einfach nicht in Ruhe lassen wollen und Euch das Leben schwer machen. Um dieser Flut an heranströmenden Monstern Einhalt gebieten zu können, müsst Ihr unbedingt jene Generatoren zerstören, woraufhin sich dann nach und nach das Kampfszenario etwas lichtet und zumindest kurzzeitig fast so etwas wie Entspannung sich breit macht, eine trügerische Ruhe einkehrt. Leider ist es nicht damit getan, die auftauchenden Gegner zu zertrümmern, denn Ihr solltet tunlichst jegliche Art von Körperkontakt mit Euch feindlich gesinnten Zauberern, Geistern und sonstigen Dämonen vermeiden. Durch eine Berührung mit jenen Feinden würdet Ihr lebenswichtige Gesundheitspunkte verlieren, was aber im allgemeinen Kampfgetümmel immer wieder vorkommt und eigentlich unausweichlich ist. In den tiefen Gewölben lauern aber nicht nur Feinde auf Euch, denn es liegen außerdem zahlreiche Gegenstände weit verstreut herum, auf die Ihr natürlich besonders scharf seid. Das Auffinden solcher Items ist oft von elementarer Bedeutung, denn ab und an ist ein Schlüssel vorzufinden, welcher Euch Zutritt zu einem geheimen Raum verschafft. Des weiteren findet Ihr sehr nützliche Gegenstände, welche Euch beispielsweise Lebensenergie zurückgeben oder Euer Magierepertoire gehörig auffrischen.
    Das Interessante ist unter anderem bei "Gauntlet 4" für das Mega Drive, dass Ihr zwischen verschiedenen Spiel-modi wählen könnt. Im Battle-Modus könnt Ihr Euch gegenseitig das Leben schwer machen und so versucht Ihr zum Beispiel, Euch mit bis zu vier menschlichen Mitspielern gleichzeitig ganz humorlos gegenseitig zu eliminieren oder den ein oder anderen Mitspieler zumindest zu einem bestimmten Ausgang hin drängen zu können. Dass dieses Prozedere gerade zu viert mächtig Spaß machen kann, können sich die Meisten von Euch eventuell vorstellen. An das Original angelehnt ist der Arcade-Modus, indem Ihr Euch als Einzelspieler einen Weg möglichst schnell durch die tiefen Kellergewölbe bahnt. Besonders interessant für mich war der Quest-Modus, welcher erfreulicherweise auch RPG-Elemente zu bieten hat. In diese entscheidet Ihr Euch zunächst für einen der vier anwählbaren Charaktere, wobei ich selbstverständlich sowohl den Krieger und die Walküre als auch den Hexer und den Elfen ausprobierte. Nachdem Ihr einen Level erfolgreich bewältigt habt, seht Ihr Euren Score, aus welchem Ihr ersehen könnt, wie schnell Ihr gewesen seid, wie viel Schaden Ihr genommen habt und wie viel Punkte Ihr insgesamt für Eure Leistung erhaltet. Nach und nach erklimmt Eurer Held einen Level nach dem anderen, denn schließlich gewinnt Ihr auf Eurer Reise durch die Dungeons ordentlich an Erfahrung.
    Allerdings ist der Quest-Modus auch mit Abstand der schwerste von allen, da Ihr diesen nur als Einzelspieler absolvieren könnt und nichtsdestotrotz enorm viele Feinde auftauchen. Jedenfalls ist für jeden etwas dabei, der Einzelspieler vergnügt sich beispielsweise eben im rollenspiellastigen Quest-Modus, für mehrere Mitspieler gleichzeitig bietet der Battle-Modus enorm hohen Spielspaß. Insofern ist für reichlich Abwechslung gesorgt. Kritik ist hier trotzdem angebracht, denn fairerweise muss ich auch erwähnen, dass (besonders nach heutigen Maßstäben) es im Spielverlauf selber phasenweise doch recht monoton abläuft. Besonders als Einzelspieler nutzt sich die anfangs euphorische Stimmung immer mehr ab, denn so schrecklich viel Neues bzw. unglaublich Innovatives wird Euch in den Dungeons selber nicht geboten. Ihr metzelt und brutzelt alles, was sich bewegt und bei Drei nicht auf den Bäumen ist, nieder und werdet mit der Zeit immer kräftiger. Danach brutzelt und metzelt, metzelt und brutzelt und brutzelt und metzelt Ihr alles platt, was sich Euch in den Weg stellt. Und Ihr werdet nach und nach stärker. Hmm. Ich hoffe, es ist Euch klar geworden, worauf ich hinaus will. Ist klar, denke ich. Demzufolge war es für mich schon von großer Bedeutung, dass der Schwierigkeitsgrad gerade im Quest-Modus derart hoch angesetzt (aber niemals unfair) ist, dass ich oft mit nur Hängen und Würgen das Ziel bzw. den Ausgang erreichte. Dafür war ich dann aber mächtig glücklich und erfreute mich daran, dass meine Heldenfigur zusehends stärker und stärker wurde. Trotz alledem sind spielerische Längen mit von der Partie, was zudem ein Vorankommen erschwert, da ich zumindest zuweilen Konzentrationsschwächen aufwies und allzu schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wurde. Ohne das Vorhandensein der (zugegebenermaßen nur zarten) Rollenspielelemente hätte ich "Gauntlet 4" womöglich nicht durchgespielt.

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