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  • Gears of War 3: Vorschau: Kampagne angespielt!

    Wir haben die Locust-Schnetzelei schon selbst anspielen können und uns im ersten Akt ausgetobt.

    Wenn Publisher Spiele mit Kettensägengewehren zeigen, kann es eigentlich nur ein guter Tag werden. So erst küzlich geschehen: Microsoft lud unsere Kollegen von Games Aktuell nach Hamburg, wo sie erstmals selbst Hand an den Singleplayer-Modus von Gears of War 3 legen durften - bislang hat man nur den Horde-Modus anspielen dürfen. Das erstaunliche ist, dass die bluttriefende Ballerei dieses Mal nicht nur unter der Ladentheke zu erstehen ist, sondern eine USK-Freigabe ab 18 Jahren bekommen hat. Für uns Grund genug zu überprüfen, ob Gears of War 3 noch genauso cool ist, wie früher, oder ob es das USK-Siegel vielleicht für versteckte Schnitte gab.

    Gears of War wie es leibt und lebt: Mit dem Lancer in der Hand säbeln und ballert sich ein Team von Soldaten durch hordenweise Gegner, aus denen ganz gerne auch mal literweise Blut tropft. Was Gears of War 3 groß von seinen Brüdern unterscheidet - wir wissen es nicht so recht! Was wir aber wissen, ist folgendes: Die Solo-Kampagne erstreckt sich über fünf Akte, die jeweils wiederum in Kapitel unterteilt sind - und den kompletten ersten Akt haben wir in knapp 2,5 Stunden für euch durchgespielt.

    Und weil wir vor Ort nicht nur Eindrücke sammeln konnten, sondern auch ein Gameplay-Video mitgebracht haben, findet ihr das etwas weiter unten im Text. Das enthält nicht nur jede Menge Infos, sondern auch nie zuvor gesehene Spielszenen. Klickt am besten auf den "HD"-Button, um das Video in einer High-Definition-Auflösung zu genießen.

    Was uns gefallen hat

    Action satt

    Was Gears of War schon immer ausmachte, war das Gameplay. Hinter einer Deckung verschwinden, die Schergen ins Visier nehmen und ab geht die Post: Diesen perfekten Dreiklang der Shooter-Action beherrscht Gears of War 3 mit einer Selbstverständlichkeit, die kein anderer Genre-Vertreter vorweisen kann. Im Vergleich etwa zu Warhammer 40K: Space Marine spielt sich alles wie runder, griffiger und spaßiger. Zudem sind die Kampfschauplätze perfekt designt und auf die jeweilige Gegneransammlung abgestimmt. Man tut nichts anderes, als hundertweise Widersacher abzuballern - und trotzdem motiviert jedes Gefecht wieder aufs Neue! Hinzu kommen überraschende Skript-Sequenzen und bombastische Bosskämpfe. Wer die beiden Vorgänger mochte, der wird also auch hier glücklich.

    Hochglanz-Inszenierung

    Weil das Studio Epic mit der Unreal Engine 3 einen hauseigenen Spieleunterbau hat, kann man natürlich einiges erwarten. Schicke Texturen, atemberaubende Panoramen, krachige Effekte - an der Grafik des Spiels gibt es wenig auszusetzen. Allerdings muss man sagen, dass der Wow-Effekt dieses Mal ausbleibt. Gears of War 3 sieht sehr gut, aber eben nicht überragend aus. Ein Killzone 3 beispielsweise ist optisch noch mal wuchtiger und imposanter. Auch die Zwischensequenzen hinterlassen (trotz diverser Ruckler in der frühen Beta-Fassung) einen hervorragenden Eindruck. Klasse: Ihr könnt die Sprache des Spiels umstellen und so zwischen der englischen Originaltonspur und der ebenfalls sehr ordentlichen deutschen Synchro wählen. Und damit auch jeder die Story kapiert, erklärt ein entsprechendes Video die Geschehnisse aus den beiden Vorgängern.

    Große Modi- und Optionsvielfalt

    Die Solo-Kampagne ist nur ein kleiner Teil des Komplettpakets, das Gears of War 3 bietet. So könnt ihr mit maximal drei Kumpels gemeinsam den Koop-Modus bestreiten und die Story so im Team erleben. Außerdem lässt sich die sogenannte Arcade-Option zuschalten. Dann werden sämtliche Abschüsse und Aktionen mit Punkten belohnt - was dem kooperativen Geballer eine zusätzliche Wettbewerbs-Komponente verleiht. Und auch der beliebte Horde-Mehrspieler wurde nochmals aufpoliert. Horde 2.0 bietet nun beispielsweise die Möglichkeit, Abwehrgeschütze und Mauern zu errichten, um die anrückende Feinde zu behindern. Und dann wäre da ja noch die "Beast"-Spielart: Hier übernehmt ihr die Rolle der Bösen Locust und kämpft gegen immer stärker werdende Söldnertrupps.

    Perfekt ausbalanciertes Waffenarsenal

    Ob Schrotflinte, Lancer-Gewehr samt Kettensäge oder Boomshot-Granatenwerfer: Die Wummen in Gears of War 3 sehen martialisch aus, klingen fies und spielen sich herrlich unterschiedlich. Jedes Offensivwerkzeug hat seine Berechtigung, keine Knarre wirkt deplatziert. Zudem ist das Trefferfeedback abermals prima gelungen. Ebenfalls sehr cool: In einigen Levels stehen nun sogenannte Silverback-Kampfanzüge herum. Diese erinnern an Mechs und sind mit einer verheerenden Bordkanone ausgestattet.


    Was uns bei Gears of War 3 gestört hat:

    Arg seichter Schwierigkeitsgrad

    Epic hat das Spiel laut eigener Aussage absichtlich vereinfacht! Die Stufe "Normal" ist nun selbst für Einsteiger kaum noch eine Herausforderung. Den untersten der vier Härtegrade ("Casual") könnte wohl auch ein Schimpanse einhändig durchzocken. Wirklich knackig wird's erst bei "Hardcore" und "Insane" - wobei Letztgenannter erst nach dem Beenden der Kampagne zur Verfügung steht. Wir finden diese Verweichlichung des Spiels befremdlich und auch falsch - denn vor allem im Koop-Modus erscheint Gears of War 3 so fast schon zu simpel.

    Plumpe Charaktere, hölzerne Dramaturgie, banale Story

    Klar, von einem Gears of War kann man nicht die feine Charakterzeichnung eines Shakespeare-Werks erwarten - aber das, was Epic hier in Sachen Dialoge und Figuren abliefert, ist doch arg dämlich. So muss man beispielsweise eine ganze Mission lang die völlig beknackten Monologe von Augustus Cole ertragen. Der dunkelhäutige Muskelberg brüllt ständig derart klischeehaften Nonsens ("Hohoho!", "Yieehahh!", "The Cole Train is coming!") dass man versucht ist, Friendly-Fire zu aktivieren ... Überhaupt wird hinsichtlich der Story wieder mal das Niveau eines Chuck-Norris-Streifens geboten: Eine entstellte Rebellenanführerin mit russischem Akzent? Check! Ein Held, der in gleisendem Gegenlicht seinen Schmerz zum Himmel schreit? Check! Ein zwielichtiger General mit Maximal-Schnauzbart? Check! Eine sexy Söldnerin, deren Klamottenbudget nur für ein paar knappe Fetzen gereicht hat? Die Antwort könnt ihr euch ja denken!

    Keinerlei entscheidende Innovationen

    Dass Gears of War 3 im Kern eine reinrassige Dauer-Ballerei ist? Geschenkt! Nichtsdestotrotz hätten wir uns ein paar relevante Neuerungen gewünscht! Vor allem die Steuerung hätte eine Generalüberholung vertragen können - denn immer noch muss man vor jedem Hindernis erst mal in Deckung gehen, bevor sich Mister Fenix hinüber wuchten kann. Einziger nennenswerter Feature-Zugang: Drückt ihr beim Zielen auf den linken Stick, so wird der entsprechende Gegner markiert - und eure KI-Kumpane nehmen diesen nun verstärkt unter Feuer. Wirklich notwendig war die Anwendung dieser Taktik aber während unseres Probespiels nie. Zudem tut sich Epic nach wie vor schwer, Abwechslung in das Nonstop-Geschieße zu bringen. Fast schon peinlich: An einer Stelle wird der Weg von einem Metallschrank versperrt, den ihr per Gabelstapler wegschieben müsst - allerdings ist das besagte Möbelstück gerade mal 1,5 Meter hoch! Warum die Herren Supersoldaten da nicht einfach drüber kraxeln, ist uns ein Rätsel.

    Austauschbare, wenig erschreckende Monstergegner

    In Gears of War 3 bekommen es Marcus Fenix & Co mit einem neuen Gegner zu tun: den Lambent! Hinter dem seltsamen Namen stecken Locust, die zu fiesen Megamonstern mutiert sind. Dummerweise sieht das Getier aber arg öde und wenig erschreckend aus: Gelb glühende Schwachpunkte, verzerrte Fratzen, schleimige Tentakel - das haben wir schon in Dutzenden anderen Spielen gesehen. Wir gehen übrigens davon aus, dass die überraschende USK-Freigabe mit den Lambent zu tun hat. Denn das Mutantenpack sieht wirklich nur noch im Entferntesten nach menschlichen Gegnern aus - und macht das Massenmorden somit offenbar weniger jugendgefährdend. Ob die Prüfer allerdings auch die teils völlig geschmacklosen Exekutions-Moves (Stichwort: "Stiefel zermatscht Kopf") zu Gesicht bekommen haben, wagen wir zu bezweifeln.

    Quelle: www.gamezone.de

  • Gears of War 3
    Gears of War 3
    Publisher
    Microsoft
    Developer
    Epic Games
    Release
    01.01.2012
    Es gibt 19 Kommentare zum Artikel
    Von Matt1980
    @RIPchenOk, dass leuchtet ein.Schade, dass man dann nur auf ein solch schwaches Preview zurückgreifen kann...
    Von RIPchen
    Gamezone war angemeldet für das Event in Hamburg und hat kurz davor dann eine Absage von Microsoft bekommen.…
    Von Matt1980
    Kentyx hat folgendes geschrieben:Master Ogrish hat folgendes geschrieben:Schön dass ihr den Text 1:1 von Cynamite habt…
    • Es gibt 19 Kommentare zum Artikel

      • Von Matt1980 Erfahrener Benutzer
        @RIPchen
        Ok, dass leuchtet ein.
        Schade, dass man dann nur auf ein solch schwaches Preview zurückgreifen kann...
      • Von RIPchen ehemaliger Redakteur
        Zitat
        Master Ogrish hat folgendes geschrieben:

        Schön dass ihr den Text 1:1 von Cynamite habt.
        Gamezone war angemeldet für das Event in Hamburg und hat kurz davor dann eine Absage von Microsoft bekommen. Begründung: "Ist ja schon jemand vom Verlag da..." Wir wurden also wieder ausgeladen, weil…
      • Von Matt1980 Erfahrener Benutzer
        Kentyx hat folgendes geschrieben:

        Master Ogrish hat folgendes geschrieben:

        Schön dass ihr den Text 1:1 von Cynamite habt.

        ==================================================

        PC Games Hardware, Videogameszone und GamesAktuell haben dasselbe Preview.

        ++++++++++++++++++

        Gut das ihr das erwähnt.
        Dann weiß ich gleich mal, dass welche Meinungen mir prinzipiell erstmal vollkommen egal sind, da sie ja eh vom gleichen Redakteur stammen.
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Gears of War 3
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15.08.2011
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