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  • Geist im Gamezone-Test

    Dieses packende Action-Adventure aus der spektralen Egosicht sollte man nicht als Egoshooter missverstehen.

    Körper und Geist sind manchmal eben doch keine Einheit: In Nintendos paranormalem Shooter-Exkurs "Geist" dürft ihr Umwelt und Gegenspieler als übernatürliches Schreckgespenst unsicher machen.

    Geist Geist Als John Raimi von der CR-2, einer Elitetruppe für Terrorismusbekämpfung, nach Südfrankreich gerufen wird, ahnt er noch nicht, was ihn dort erwartet. Als Spezialist für biologische und chemische Bedrohungen soll er dort die umstrittenen Forschungen der Volks Corporation untersuchen und ein paar Daten aus dem Zentralcomputer sicherstellen. Doch als die Einsatztruppe von der Privatarmee des Konzerns überrascht wird, gerät John in Gefangenschaft und erlebt kurz darauf das Unvorstellbare: Die Forscher spannen ihn in eine gigantische Apparatur und feuern auf seinen Körper mit einer mysteriösen Strahlenkanone. Kurz darauf löst sich Johns Seele von seinem Körper. Doch wirklich tot ist der Ärmste noch lange nicht, das eigentliche Abenteuer beginnt nämlich jetzt erst...

    Ein besitzergreifendes Erlebnis

    Geist Geist Als spektrale Spukgestalt hat man natürlich nur sehr begrenzte Möglichkeiten mit der Welt der Lebenden zu interagieren. Auch John Raimi muss erst einmal die Spielregeln der unwirklichen Geisterwelt kennen und verstehen lernen. Dabei hilft ihm Gigi, ein kleines Mädchen, das anscheinend ebenfalls den Forschungen des verrückten Alexander Volks zum Opfer gefallen ist und als Geist ihr Dasein in der riesigen Forschungseinrichtung fristet. Sie bringt ihm die ersten spirituellen Geistertricks bei und zeigt ihm, wie er von Personen und Gegenständen Besitz ergreifen kann. Womit wir auch schon beim zentralen und wichtigsten Spielelement von "Geist" angelangt wären: Ihr wolltet schon immer mal wissen, wie es sich anfühlt ein Telefon zu sein? Oder ein Laptop? Oder vielleicht sogar ein Papagei? Als Geist dürft ihr in so ziemlich jeden Gegenstand schlüpfen, auf den ihr trefft und einige davon haben sogar äußerst praktische Eigenschaften. So kann man sich als Munitionskiste selbst in die Luft sprengen, oder als Maschinengewehr mit feindlichen Soldaten kurzen Prozess machen. Eine Spur schwieriger wird die feindliche Übernahme von Menschen, da diese zuerst ordentlich erschreckt werden müssen. Auf diesem Gebiet sind Geister natürlich absolute Experten und so kann man die schreckhaften Lebenden in Form eines rumpelnden Getränkeautomaten oder explodierenden Feuerlöschers sehr schnell einschüchtern. Hat die entsprechende Person erst einmal die Hosen voll, steht der paranormalen Besitzergreifung nichts mehr im Wege.

    Mehr Action-Adventure als Egoshooter

    Geist Geist In "Geist" ist es von entscheidender Bedeutung mit dem richtigen Körper zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Der übernommene Forscher kommt beispielsweise problemlos durch die zahlreichen Netzhaut-Scanns, während ein gut ausgerüsteter Wachmann deutlich besser an einem einen Trupp schießender Soldaten vorbeikommt. Auch als Ratte ist man fein raus, wenn man mittels eines Gangsystems in der Wand ganz einfach an einer verschlossenen Türe vorbei krabbelt. Manche der so genannten "Wirte" geben kurz nach der Übernahme noch einen Teil ihrer jüngsten Erinnerungen preis, womit man in der Regel einen guten Hinweis auf das weitere Vorgehen bekommt. Denn viele der Aufgaben in "Geist" sind ziemlich knifflig ausgefallen und können nur durch einen geschickten Wechsel zwischen verschiedenen Körpern und Räumen gelöst werden. Einige Gegenstände sind beispielsweise nur mit Hilfe einer ganz bestimmten Person zu erreichen und die wiederum kann nur auf eine ganz bestimmte Art ausreichend erschreckt werden.

    Geist Geist Ihr seht schon: In "Geist" geht es viel mehr um das Lösen von Rätseln, als um das Erledigen von Gegnern. Die Shooter-Anteile des Spiels sind sogar vergleichsweise selten und viele dieser Abschnitte lassen sich außerdem auch friedlich lösen. Kommt es dann aber doch mal zum actiongeladenen Feuergefecht, zeigt das Spiel seine Schwächen: Das Zielen auf die nur wenig intelligenten Feinde geht vergleichsweise ungenau von der Hand und auch die Animationen der zu Boden gehenden Widersacher sind mehr als unrealistisch. Hinzu kommen ein unerschöpflicher Munitionsvorrat und ein Waffengeräusch, das definitiv nicht zu den gezeigten Schießprügeln passt. Wer also schon immer ein Fan von Spielen war, bei denen es möglichst laut und unkompliziert knallt, der könnte vom ungewöhnlichen Geister-Gameplay dieses Spiels enttäuscht sein. Vielleicht ist ein solches Manko aber auch auf die Firmenpolitik von Nintendo zurückzuführen, schließlich ist das Traditionsunternehmen nicht gerade als Shooter-Produzent bekannt geworden. Die USK wird's auf jeden Fall freuen, denn in "Geist" nimmt man deutlich mehr feindliche Körper in Besitz, als dass man sie mit Waffengewalt aus dem Weg räumt.

    Abwechslungsreiche Unterhaltung

    Geist Geist Spielerische Abwechslung ist auf jeden Fall genügend geboten, da die Entwickler bis in den letzten Level immer wieder neue Gegenstände und Personen mit völlig neuen Fähigkeiten und Eigenschaften verteilt haben. Zudem sorgt es bis zu Letzt für ein dickes Grinsen, wenn man einem weiteren, ahnungslosen Gegner den Schreck seines Lebens einjagen konnte. Absolute Höhepunkte stellen die Kämpfe gegen die knackigen Endgegner dar: Hier wird zwar meist ziemlich viel geballert, allerdings ist auch dabei jede Menge Köpfchen gefragt. Die Angriffsmuster der Bildschirm füllenden Monster müssen erst mal einstudiert und in eine passende Angriffsstrategie umgesetzt werden. Nur dann hat man eine gute Chance den Kampf erfolgreich zu beenden, denn einfach sind viele dieser Burschen nun wirklich nicht.

    Geist Geist Über das ca. 10-stündige Soloabenteuer hinaus werden die wahren Fans des Spiels wohl genug mit den zahlreichen Sammelobjekten zu tun haben. Überall in den weitläufigen Einrichtungen der Volks Corporation haben die Entwickler Bonusobjekte versteckt, welche wiederum nach und nach neue Inhalte für den Mehrspielermodus freischalten. Dort könnt ihr es dann mit bis zu vier Spielern in drei verschiedenen Spielmodi krachen lassen. Vorrangig geht es dabei natürlich darum, möglichst viele Wirte zu übernehmen und diese auf den Mitspieler loszulassen. Im Jagd-Spielmodus wiederum dürfen sich angehende Geisterjäger mit umgebauten Protonenbeschleunigern auf die herumschwirrenden Spukgestalten stürzen.

    Die Technik: Nur eine nebelhafte Erscheinung

    Geist Geist An manchen Stellen dreht die Grafik von "Geist" so richtig auf: Da kommen verschiedene Unschärfe- und Zeitlupeneffekte zum Einsatz und bringen so richtig Stimmung in die anfangs noch befremdliche Geisterwelt. Doch begibt man sich ermal auf Erkundungstour durch die langen Gänge und Räume der Forschungseinrichtung, wird man schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Die Animationen sind teilweise sehr dürftig und alles andere als flüssig ausgefallen, zudem wird das Spielgeschehen sehr häufig von deutlichen Rucklern und manchmal sogar Tonaussetzern erschüttert. Da hätten die Programmierer von N-Space noch etwas mehr Sorgfalt und Feintuning walten lassen sollen - schließlich sind die alten "Metroid Prime"-Spieler eine deutlich schönere und flüssigere Optik gewohnt. Besser sieht es da schon mit dem Sound aus: Die sphärischen Klänge, welche man in der Geisterform zu hören bekommt, sind äußerst gut gelungen und auch die kurzen Musikstücke in den Actionsequenzen passen sehr gut zum Geschehen auf dem Bildschirm. Vertont wurde das Ganze gekonnt in Englisch, allerdings stehen auch optionale deutsche Untertitel zur Verfügung.

    Geist (GC)

    Singleplayer
    8 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    höchst innovatives Besitzergreifungs-Feature
    abwechslungsreiches Gameplay
    spannende und gut erzählte Story
    packende Boss-Kämpfe
    Bonusgegenstände zum Sammeln
    gute Hintergrundmusik
    grafisch nur Durchschnitt
    teilweise sehr starkes Ruckeln
    Shooter-Abschnitte schlecht umgesetzt
    maue Gegner-KI
    ungenaues Zielsystem
    schlechte Waffengeräusche
  • Geist
    Geist
    Publisher
    Nintendo
    Developer
    n-Space Inc.
    Release
    01.10.2005
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990438
Geist
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http://www.gamezone.de/Geist-Classic-3429/Tests/Geist-im-Gamezone-Test-990438/
11.10.2005
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/10/TV2005101013415400.jpg
tests