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  • Gene Troopers im Gamezone-Test

    Die Gene Troopers nehmen uns mit auf einen Trip in die tiefsten Abgründe der deutschen Sprachausgabe.

    Es gibt Spiele, in denen kommt einem alles bekannt vor. Das beginnt mit der Geschichte um irgendwelche Außerirdische die nichts Besseres zu tun haben als an unserem Körper herumzubasteln, geht über die präsentierten Gameplay-Elemente, welche sich aus Vorwärtsschießen und bisschen Autofahren zusammensetzen, und endet noch nicht mit der verwendeten Soundkulisse, welche zum großen Teil aus bekannten Waffengeräuschen, nicht ernstzunehmenden Maschinensounds und der schlimmsten Synchronisation dieses Jahres besteht. Doch wollen wir den doch vorhandenen guten Ansätzen nicht vorgreifen und stürzen wir uns vorurteilsfrei in dieses, etwas holprig ausgefallene Abenteuer.

    Wer hat meine Gene geklaut?

    Außerirdische basteln gerne an Menschen herum Außerirdische basteln gerne an Menschen herum Es beginnt wie es schon so oft begann, wir befinden uns festgeschnallt in einer Art Vorrichtung zur Verbesserung der Kampfeigenschaften unseres Körpers, wissen eigentlich überhaupt nicht worum es geht, sind aber klar genug bei Verstand um zwischen Freund und Feind unterscheiden zu können. Demnach ist dieser seltsame Kerl, der eben unsere Kammer sprengt, wohl ein Freund, weswegen wir lieber den anderen mit blanken Fäusten niederschlagen. Wie sich herausstellt war das die richtige Entscheidung, denn dieser Kerl und das Mädchen welches ihn begleitet sind hinter demselben Ding hinterher wie wir selbst auch. Nämlich hinter einem außerirdischen Artefakt, dessen Funktion sich uns noch nicht so ganz erschließt.

    Viele Farben, wenige Details Viele Farben, wenige Details Was nun folgt ist vor allen Dingen bunt und schrill. Bereits in den Innenräumen des Forschungslabors aus dem wir entfliehen müssen, wird nicht mit Farben gespart und wir machen die erste Erfahrung mit der wirklich schlecht ausgefallenen deutschen Sprachausgabe. Denn zum einen sprechen die Charaktere dermaßen an der aktuellen Situation vorbei, dass man meinen könnte sie haben einfach nur die auf dem Blatt vorhandenen Sätze abgesprochen, und zum anderen ist das was sie sagen oft so sinnfrei, dass es schon wieder lustig ist. Denn ist man im ersten Augenblick über Aussagen wie: "Ich bin ein Fremder auf der Suche nach meiner Tochter. Wie geht's weiter?" noch erstaunt, kann man Augenblicke später schon darüber lachen. Doch auch das vergeht einem recht schnell, denn die Geschichte die das Spiel zu erzählen versucht birgt wirklich genug Potenzial in sich um ein spannendes Spiel daraus zu stricken, die Umsetzung aber ging total daneben. Und das liegt nicht nur an den mitunter an den Wahnsinn grenzende Gespräche, sondern auch an der holprigen Erzählweise. Eben standen wir noch mitten im Dschungel vor einer Mauer, schwubbs befinden wir uns im nächsten Augenblick im inneren eines Gebäudes und führen Gespräche mit unseren eigentlich abhanden gekommenen Kameraden. Doch wäre sich das Spiel selbst nicht treu, würden uns diese Gespräche auch nur irgendetwas erklären, ganz im Gegenteil lassen sie uns oft ratlos ob es Geschehenen zurück. Denn Konversationen a la "Wir müssen in die Schlucht", "Ja, aber wir müssen schnell sein", "Gut, dann gehe ich eben" erklären einem nicht einmal im Ansatz, weshalb sich unsere Begleiterin nun aus dem Staub machte. Vielleicht weil sie Angst vor Schluchten hat? Vor außerirdischen Artefakten oder einfach nur vor schlechten Videospielen? Nein, wahrscheinlich waren es die schrecklichen Stimmen der Außerirdischen, die sich anhören wie ein Rudel Erwachsener die auf Kindergarten machen. Denn diese geben Geräusche von sich wie es kein Fünfjähriger besser könnte. Da wird gebrabbelt, gesabbert und gegluckert, gerade so als kämen die Aliens frisch aus der Bar.

    Ich bin fremd hier, wie geht's weiter?

    Die außerirdischen Frösche Die außerirdischen Frösche Apropos schlecht: Wäre das Spiel nicht mit so vielen technischen Makeln belegt, könnte man durchaus von einem ganz eigenem, wenn auch recht trashigem, Stil sprechen. So aber kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Gene Troopers ein recht schlampig programmierter Titel ist, denn es liegt am Spieler darauf zu achten keine "bösen Stellen" zu betreten, aus denen es kein Entkommen mehr gibt. Denn bereits eine abschüssige Kante oder zwei nebeneinanderliegende Objekte können genügen unseren Charakter auf ewig festzuhalten. Besonders bei den Fahrzeugen kommt dieser Umstand zu tragen, weswegen einem scheinheilig vor der ersten Fahrt ein Infofenster eingeblendet wird, welches einem erklärt mit welcher Taste wir den Wagen zurücksetzen können. Moment mal! Weshalb sollte man ein Fahrzeug in einer großen frei befahrbaren 3D-Welt Zurücksetzen müssen? Ganz einfach, weil die Welt so schlecht designt wurde, dass man tatsächlich an allen möglichen Stellen hängen bleiben kann. Damit man trotzdem weiterspielen kann gibt es die Zurücksetzen Funktion, welche unseren Wagen einfach einige Meter hinter dem aktuellen Standpunkt vom Himmel fallen lässt, woraufhin wir meistens die Fahrt fortsetzen können. Ähnlich wie den Fahrzeugen geht es unseren virtuellen Begleitern wenn wir einen Lift benutzen. Entweder fallen sie in vorauseilender Gehorsamkeit den Schacht hinab noch ehe wir den Knopf gedrückt haben, oder sie warten treudoof vor der Lifttüre und materialisieren sich auf geheimnisvolle Weise neben uns wenn wir das Ziel erreicht haben. Der lästigste technische Glitch aber verbirgt sich hinter den verschluckten Geräuschen. Besonders unsere eigene Waffe gibt nur dann Töne von sich wenn alle anderen gerade ruhig sind, doch ist das grundsätzliche Problem schlicht, dass ständig Soundsampels verschluckt werden.

    Professionelle Würfelstapelung

    Die Cyber-Hand Die Cyber-Hand Bei all den Mankos haben wir noch überhaupt nicht die speziellen Fähigkeiten unseres virtuellen Charakters erwähnt. Denn die Umbauarbeiten an seinem Körper haben auch etwas positives, nämlich unsere Greifhand. Mit ihr können wir wie in Half Life Gegenstände heben, bewegen und wegschmeißen. Leider nur macht das Spiel nicht viel Gebrauch von dieser Funktion, gerade mal ein paar Kisten gibt es an bestimmten Stellen wegzuheben oder geschickt aufeinander zu stapeln. Daneben können wir noch auf diverse Sonderfunktionen, wie die Nachtsicht oder einen besonders kräftigen Handkantenschlag zurückgreifen, für deren Funktion wir aber genug Gene eingesammelt haben müssen. Diese verlieren die niedergestreckten Gegner und wollen wie in Fable nach dem Kampf eingesammelt werden. Welche der einzelnen Eigenschaften wir mit den Genen aufpowern bleibt uns überlassen. Ebenfalls aufgepowert wird unsere Gesundheit, und zwar völlig automatisch sobald wir uns in Deckung befinden. Gene Troopers verwendet also dasselbe Health-System wie auch Halo, weswegen es keine Healthpacks oder ähnliches zum Einsammeln gibt. Sehr schön in diesem Zusammenhang, dass man tatsächlich an jeder Position im Spiel speichern kann, und man nach dem Laden auch exakt an diesem Punkt weiterspielt und nicht auf irgendwelche Checkpoints angewiesen ist.

    Gene Troopers (XB)

    Singleplayer
    5,2 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    6/10
    Sound
    4/10
    Steuerung
    6/10
    Gameplay
    5/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Havok-Physik-Engine
    Charaktere und Fahrzeuge können an diversen Stellen hängen bleiben
    Soundsampels werden verschluckt
    unterirdisch schlechte und mitunter sinnfreie deutsche Sprachausgabe
    viele Gameplay-Elemente geklaut und schlecht umgesetzt
  • Gene Troopers
    Gene Troopers
    Developer
    Playlogic
    Release
    27.10.2005

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von I Expect You To Die Release: I Expect You To Die
    Cover Packshot von Watch Dogs 2 Release: Watch Dogs 2 Ubisoft , Ubisoft
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990612
Gene Troopers
Gene Troopers im Gamezone-Test
Die Gene Troopers nehmen uns mit auf einen Trip in die tiefsten Abgründe der deutschen Sprachausgabe.
http://www.gamezone.de/Gene-Troopers-Spiel-3500/Tests/Gene-Troopers-im-Gamezone-Test-990612/
10.01.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/01/TV2006011010434500.jpg
tests