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  • Ghost Hunter im Gamezone-Test

    Zeigt den Dunstmännern und Ectoplasmen wo der nicht lizenzierte Nuklearbeschleuniger hängt!

    I aint afraid of no ghost!

    In Ghost Hunter schlüpft Ihr in die Rolle von Lazarus Jones, einem Detroiter Cop, der bei einer Routineüberprüfung eines Tatortes in eine waschechte Geistergeschichte hineingezogen wird. Im Keller des Hauses findet er eine monströse Maschine und entfesselt durch das Drücken eines falschen Knopfes jede Menge gruseliger Geister, welche auch noch seine Kollegin Anna ins Geisterreich entführen. Der gute Mann hätte sich wohl vorher mal "Ghostbusters" ansehen sollen, dann hätte er gewusst, dass man große Maschinen in dunklen Kellern lieber in Ruhe lassen sollte. Zu allem Übel hat sich auch noch einer der Geister in seinen Körper versteckt, als Gegenleistung ist er dafür in der Lage die schleimigen Dunstmänner mit bloßen Augen auszumachen. Sein blinder Passagier nennt sich "Astral" und ist eigentlich eine ziemlich hübsche Geisterdame, welche ihm beim Lösen vieler Rätsel behilflich sein wird. Eure Aufgabe ist klar: Alle Geister einfangen, die entführte Kollegin retten und dem Obergeist die Lichter auspusten.

    Spielerisch erfindet Ghost Hunter das Genre nicht neu, es gibt allerdings einige Feinheiten, welche man nur in diesem Spiel antrifft. Geschickt wechseln sich hierbei Passagen handfestster Shooter-Action mit entspannten Rätseleinlagen ab. Unser Held kann die bereits verstorbenen Bösewichte natürlich nicht einfach abballern, er muss sie mit einem Arsenal verschiedener Waffen schwächen, um sie dann mit seinem Geister-Diskus einzufangen. Sobald ein Geist mal mit dieser Flugscheibe in Kontakt geraten ist, könnt Ihr seine Lebensenergie sehen und ihn mit einigen Schüssen noch weiter beackern bis er schließlich vollautomatisch in die Falle gesaugt wird. Hört sich an wie eine Szene aus "Ghostbusters", spielt sich aber eher wie ein ganz normaler Shooter. Für Abwechslung ist aber auf alle Fälle gesorgt, mit Hilfe Eurer spektralen Freundin Astral könnt Ihr an unzugängliche Stellen schweben um dort simple Schalterrätsel zu lösen und damit den Weg für Lazarus frei zu machen. Astral lernt im Laufe des Spiels noch ein paar Fähigkeiten dazu und deshalb werden die Rätsel im späteren Verlauf schon etwas knackiger. Sinnloses herumprobieren ist allerdings selten nötig, das Spiel blendet Euch mögliche Aktionen grundsätzlich am unteren Bildschirmrand ein - somit wisst Ihr sofort ob sich eine Tür öffnen lässt oder ein Vorsprung erklettert werden kann. Die Level und die darin verstecken Rätsel sind schön abwechslungsreich inszeniert worden, immer dann wenn ihr vom Geisterfangen genug habt, gibt es mal wieder eine kleine Aufgabe für die grauen Zellen. Dabei fallen allerdings die teilweise recht langen Laufwege auf, hier hätten es auch etwas kürzere Strecken getan.

    Die Steuerung des Spiels ist sicherlich der größte Kritikpunkt und die Entwickler hätten hier einiges zu einer besseren Wertung beitragen können, wenn sie einfach die gesamte Kamera noch einmal neu programmiert hätten. Man ist eigentlich ständig mit den Fingern am rechten Analogstick und versucht das verdammte Ding irgendwie passend einzustellen. Dabei will die automatische Kamera doch nur nett zu uns sein und wechselt oftmals vollautomatisch die Perspektive. Genau dieses gut gemeinte Feature ist es, was einen letztendlich zur Weißglut bringt, denn die Kamera hat einfach ein bisher ungewohntes Eigenleben mit dem wohl kein Spieler richtig zurrecht kommen wird. Auch das Zielen in den Kämpfen funktioniert nur dann wirklich zufriedenstellend, wenn man sich nicht gleichzeitig bewegen muss. Gleiches gilt für den 1st-Person-Modus, in dem man sich leider überhaupt nicht bewegen kann und deshalb oftmals ein hervorragendes Ziel für feindliche Scharfschützen abgibt. Was allerdings die Unterstützung des Spielers angeht, überzeugt das Spiel, zumindest anfangs, auf ganzer Line: In einem kleinen Notizbuch findet man ständig wichtige Hinweise zum Spielverlauf und zur Bedienung. Später wurde mit diesen Texten leider etwas gespart und es kann schon mal passieren, dass man etwas länger im Dunklen tappt, bis man durch Zufall auf des Rätsels Lösung stößt.

    Wenn es um Charakterdesigns oder generell um Grafik geht, haben uns Sonys hauseigene Entwickler aus Cambridge schon mit "Primal" gezeigt was alles auf einer PS2 möglich ist. Ghost Hunter kann zwar kein so durchgängig ansprechendes und perfekt gestaltetes Design wie "Primal" bieten, setzt aber in Sachen Gesichtsanimationen noch einen drauf: Wer das Gesicht von Lazarus auf einem Fernseher mal gesehen hat, wird in Zukunft die Messlatte für solche Details um einiges höher legen. Alleine die Haut des Protagonisten ist so detailliert wie man es bisher nur aus computeranimierten Filmen her kennt - ja sogar die einzelnen Bartstoppel sind genauestens zu erkennen. Aber auch andere Charakterdesigns aus diesem Spiel sind absolute Spitzenklasse, so wird zum Beispiel der "Horror-Teddy" so schnell keinem mehr aus dem Kopf gehen. Alle Figuren bestechen durch eine enorm hohe Polygonanzahl und nahezu perfekte Texturierung. Die Umgebungsgrafik zeichnet sich vor allem durch wunderschöne Licht- und Schattenspielereien aus, kann aber auch mit hervorragenden Wassereffekten begeistern. Das Design der Areale ist allerdings recht unterschiedlich und dadurch wirkt das Spiel nicht so ganz aus einem Guss. Trotzdem wird man sehr schnell in den Bann dieses Grafikfeuerwerkes gezogen und sogar die technisch überlegene Xbox wird mit mindestens einem Auge neidisch auf dieses Spiel schielen. Mit dem Hauptcharakter Lazarus freundet man sich sehr schnell an, dies liegt nicht nur an seiner leicht tollpatschigen und dennoch coolen Art, sondern auch an seiner starken Ähnlichkeit mit Hollywoodstar Brad Pitt. Dieser Eindruck rührt natürlich auch daher, dass man für die hervorragende deutsche Lokalisierung auch Pitt's deutschen Synchronsprecher engagiert hat. Bei der musikalischen Untermalung des Geisterspektakel hat man sich stark an Silent Hill orientiert, düstere und schräge Geräusche aus der Unterwelt untermalen das Geschehen auf dem Bildschirm sehr passend.

    Ghost Hunter (PS2)

    Singleplayer
    8,4 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    erstklassiges Charakterdesign
    grafisch auf höchstem Niveau
    abwechslungsreiches Gameplay
    lange Spielzeit
    60Hz Mode
    Progressive Scan
    sehr grausame Kamerasteuerung
    lange Laufwege
  • Ghost Hunter
    Ghost Hunter
    Publisher
    Sony Computer Entertainment
    Release
    02.10.2003

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989621
Ghost Hunter
Ghost Hunter im Gamezone-Test
Zeigt den Dunstmännern und Ectoplasmen wo der nicht lizenzierte Nuklearbeschleuniger hängt!
http://www.gamezone.de/Ghost-Hunter-Spiel-3753/Tests/Ghost-Hunter-im-Gamezone-Test-989621/
03.12.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/12/gh_title.jpg
tests