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  • Ghost Vibration: Langeweile statt Gänsehaut - Leser-Test von sinfortuna

    Ghost Vibration: Langeweile statt Gänsehaut - Leser-Test von sinfortuna Schon des Öfteren erzählte ich Euch von einem Videospiel aus einem Genre, welches erst in den letzten Jahren neu definiert bzw. überhaupt erst gegründet wurde, regelmäßig fällt da der Name "Survival Horror". Vornehmlich Kracher wie Resident Evil und Silent Hill waren dafür verantwortlich, dass dieses Genre eine weltweite Beachtung fand. Hier geht es deutlich in Richtung "Project Zero", in dem bekanntlich der subtile Horror dominant war. Dies bringt natürlich mit sich, dass auch andere Hersteller davon profitieren wollen und so schmeißen auch diese zahlreiche Titel jenes Genres auf dem Markt. An die Klasse ihrer Vorbilder reichten diese aber nie heran, oft herrschten Klassenunterschiede bzw. Welten lagen dazwischen. Atari wollte mit "Ghost Vibration" für die Sony Playstation 2 auf sich aufmerksam machen, so geschehen im Jahr 2003. Das ist ihnen auch prächtig gelungen, allerdings in negativer Hinsicht. Denn letztlich stürzt dieses Actionhorrorspiel in beängstigend tiefe Regionen, befindet sich am Rande der Bezeichnung als Videospiel-Müll. Dass kein Multiplayerspaß berücksichtigt wurde, ist hier ironischerweise somit fast schon ein Vorteil, denn somit quält sich nur ein Spieler durch dieses wenig berauschende Abenteuer. Lediglich die halbwegs annehmbare Präsentation rettet dieses PS2-Game vor dem totalen Absturz.

    Im Blickpunkt des Geschehens steht jedenfalls ein Held namens George, der sich der Jagd nach Geistern verschrieben hat. In einer gewaltig großen Villa scheint es zu spuken, so dass sich der gute George seine Freundin Alicia krallt und sich mit ihr auf die Socken in Richtung jenes Anwesens macht. Da Geisterwesen traditionell mit Maschinengewehr und Granatwerfer nur schlecht beizukommen ist, greift unser Protagonist zu einer an einem Kabel befestigten Harpune ("Spirit Gun" genannt), mit welcher er die Gespenster fixiert und anschließend einsaugt. Durch das Kabel wird ihnen praktisch die Energie entzogen, so oder so ähnlich müsst Ihr Euch das vorstellen. Das allein ist ja gar nicht einmal so verkehrt, es hapert allerdings gewaltig am Spielverlauf, wie Ihr unschwer schon nach wenigen Minuten, spätestens nach einer halben Stunde feststellen werdet, schätze ich. Die Handlung an sich ist extrem banal, bietet im weiteren Verlauf null Highlights und zieht uns zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise in ihren Bann. Die gewünschte dichte Spielatmosphäre wird zudem nicht erreicht, doch dazu an anderer Stelle noch mehr.

    Eines der Hauptprobleme ist der streng lineare Spielverlauf. Auch nicht die winzigste Möglichkeit besteht, von der vorgegebenen Route abzuweichen. Nach und nach müssen die Räumlichkeiten im Landhaus abgeklappert werden, auch die Reihenfolge, in der das geschieht, lässt keinerlei Spielraum. Das allein ist zwar nicht sonderlich toll, doch trotzdem können sich daraus (manchmal) richtig spannende und abwechslungsreiche Abenteuer entwickeln. Im vorliegenden Fall ist dies allerdings nicht der Fall. Lediglich die Perspektive darf gewechselt werden (wenn wir einen Geist erblicken, wird in die Egoansicht umgeschaltet, ansonsten betrachten wir das Geschehen in der sogenannten Third-Person-Perspektive), von einer überaus dynamischen Kameraführung möchte ich aber nicht gerade sprechen. Fast schon grotesk mutet nämlich die Art der Fortbewegung an und jetzt kommt's: wir bewegen uns vorwärts. Und zwar nur vorwärts. Wie bitte? Ja, richtig gelesen, es gibt keinerlei Möglichkeit, sich rückwärts zu bewegen. Einen Schritt nach vorne gegangen und es gibt keine Möglichkeit der Korrektur. Letztere ist allerdings kaum vonnöten, denn an neuralgische Stellen, an denen wir Aktionen von entscheidender Bedeutung tätigen müssen, kommen wir nicht vorbei.

  • Ghost Vibration
    Ghost Vibration
    Publisher
    Atari
    Developer
    Artoon
    Release
    21.05.2003
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Ghost Vibration
Ghost Vibration: Langeweile statt Gänsehaut - Leser-Test von sinfortuna
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20.12.2006
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