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  • Ghost Vibration im Gamezone-Test

    Küss mich, ich bin ein Geist

    Spätestens seit Silent Hill und Resident Evil sind Horror-Adventures ein fester Bestandteil des Spieleangebots für Konsolen. Dabei fällt auf, dass besonders in diesem Genre mit Innovationen nicht gespart wird, da sich die besagten und auch die nicht aufgeführten Titel mitunter doch sehr voneinander unterscheiden, auch wenn sie alle das Ziel haben den Spieler in eine möglichst dustere und gruselige Welt zu entführen. Aktuellstes Beispiel hierfür ist Fatal Frame, in unseren Breitengraden wohl eher unter dem Titel Project Zero bekannt, bei dem man mit einem magischen Fotoapparat den Geistern Einhalt gebieten muss und so auf jedwede Waffe im herkömmlichen Sinn verzichten kann.

    Einen ähnlichen Weg geht Ghost Vibration aus dem Hause Atari, welches wie eine Mischung aus Project Zero und dem Ghostbuster Themas wirkt. Unser Akteur nämlich ist mit einer Spear-Gun ausgerüstet, die mit ihrem auf den Rücken geschnallten Tank schon sehr an die Ausrüstung der Ghostbuster erinnert. Auch die Funktion der Waffe, die wie eine Harpune funktioniert über deren Kabel wir den Geistern die Energie entziehen können, bis sie sich kraftlos in Wohlgefallen auflösen, scheint diese Vorlage entnommen zu sein. Eigentlich fehlt nur noch das Feature die Strahlen -Verzeihung- natürlich die Seile nicht kreuzen zu dürfen. Gespielt wird dabei immer im Wechsel zwischen der 3rd-Person und der 1st-Person Ansicht. Letztere wird benötigt um die Waffe bedienen zu können und sie erlaubt es auch als einzige in jede beliebige Richtung zu blicken. In der 3rd-Person nämlich ist die Kamera an festen Stellen montiert, ähnlich wie wir es aus Resident Evil kennen, allerdings ist der Bewegungsspielraum unseres Charakters extrem eingeschränkt. Dieser kann sich nämlich ausschließlich auf den vorgefertigten Bahnen bewegen und keinen Zentimeter davon abweichen. Das bedeutet in der Praxis, dass der linke Analogstick ausschließlich nach Vorne bewegt werden kann, alle anderen Richtungen des Sticks sind mit keiner Funktion belegt. Man kann sich also nicht einmal einen Schritt zur Seite geschweige denn zurück bewegen. Dafür muss man sich keine Gedanken über das Fortkommen machen, denn unsere Spielfigur geht automatisch dorthin wo es der Storyverlauf verlangt. Etwas dünn wird das Gameplay dadurch aber schon, denn dem Spieler bleibt nichts anderes zu tun als den Stick nach vorne gedrückt zu halten bis der nächste Geisterauftritt erfolgt. Ist es soweit wechselt man schnell in 1st-Person Sicht und schießt die Geister mit der Harpune ab. Damit dies nicht zu einfach ist, überhitzt die Harpune nach drei Sekunden, so dass man kein Dauerfeuer abgeben kann und sich praktisch die Energie der Geister herauspulsen muss. Da diese im Verlauf des Games natürlich immer stärker und schneller werden, kann sich so mancher Kampf schon etwas hinziehen.

    Die gebotene Grafik ist technisch nicht schlecht umgesetzt worden, allerdings für ein Horror-Adventure etwas zu bunt und hell ausgefallen. Das beginnt mit den Charakteren selber, genannt George und Alicia, die beide einen extrem überzogenen Kussmund besitzen und sehr kindgerecht wirken, besonders George mit seiner Drahtantenne und der Tröte auf dem Kopf wäre in einem Disney Game besser aufgehoben, und setzt sich fort im Design des Herrenhauses, welches nur bedingt für gruselige Stimmung sorgt, so dass sich die herumschwirrenden Geister schon alle Mühe geben müssen um beim Spieler eine Gänsehaut zu erzeugen. Da diese noch dazu schon ziemlich bald ihr Pulver verschossen haben, da die klassischen Erschreckmomente schon im ersten Kapitel leidlich ausgekostet werden, schleicht sich sehr schnell eine gewisse Routine beim einfangen der Gespenster ein. Kein Wunder also, dass Publisher Atari lieber von einem Action als von einem Horror-Adventure spricht. Da es aber kaum Rätsel zu lösen gibt und die Wege der Figuren absolut festgeschrieben sind, bleibt auch vom Adventure nicht mehr viel über. Dafür kann man dem Game zugute halten, dass es auch für die jüngeren Gemüter ab 12 Jahren geeignet ist, ohne Albträume beim Nachwuchs befürchten zu müssen.

    Die Soundkulisse hingegen ist wirklich gruselig gelungen und wurde auch herrlich ins Game integriert. So gibt es Geister die man praktisch nicht sehen kann, ihre Anwesenheit wird nur durch diverse Geräusche verraten, erst mit dem Ghost-Visor kann man sie lokalisieren. Die Gespräche laufen sehr Lippensynchron und in klarem Schulenglisch ab, wurden also nicht ins Deutsche synchronisiert. Ebenso die Untertitel, die nur in englischer Sprache vorhanden sind. Ohne Englisch Kenntnisse also entgeht einem einiges von der Story, spielbar ist das Game trotzdem.

    Die Steuerung hätte einfacher kaum mehr ausfallen können, was auch daran liegt, dass man den eigenen Charakter sowieso nur in die vorbestimmte Richtung bewegen kann. Daneben benötigt man nur eine Taste zum Wechsel zwischen Lauf- und Schuss-Modi, sowie die zwei Feuertasten für die Harpune und die alternative Shotgun, welche aber erst mit Geisterenergie aufgeladen werden will. Mit ihr ist es aber nicht möglich die Geister zu erschießen, was etwas wiedersinnig wäre, stattdessen kann man sie damit einen Augenblick festnageln, um mit der Harpune besser zielen zu können. Bleibt noch die vierte Taste übrig, auf der man heftig herumklopfen darf wenn die Harpune überhitzt ist, woraufhin sie schneller abkühlt. Dabei hätte ich fast vergessen die einzige benutzte Schultertaste zu erwähnen, welche dazu dient in der 1st-Person View die Ansicht schneller zu drehen. Hier wäre es praktischer gewesen einen 180° Schwenk einzubauen, da jeder dritte Geist natürlich genau hinter einem lauert.

    Ghost Vibration (PS2)

    Singleplayer
    6,6 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    5/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Auch für jüngere Spieler geeignet
    super einfache Steuerung
    Charaktere gehen nur auf vorbestimmten Wegen
    die Atmosphäre ist kaum gruselig
    das Gameplay wirkt wie aus Project Zero und den Ghostbusters zusammengeklaut
  • Ghost Vibration
    Ghost Vibration
    Publisher
    Atari
    Developer
    Artoon
    Release
    21.05.2003

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989281
Ghost Vibration
Ghost Vibration im Gamezone-Test
http://www.gamezone.de/Ghost-Vibration-Spiel-3802/Tests/Ghost-Vibration-im-Gamezone-Test-989281/
21.05.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/07/1_ego.jpg
tests