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  • Gladius: Kräftemessen in der Antike - Leser-Test von sinfortuna

    Gladius: Kräftemessen in der Antike - Leser-Test von sinfortuna Das Genre der Strategiespiele dürfte sich auf dem PC deutlich eher zu Hause fühlen als auf Videospielkonsolen. Dies gilt nicht erst seit gestern, sondern war eigentlich schon immer so. Ab und zu verirrt sich aber doch ein Titel in die Konsolenwelt, so geschehen im Fall von "Gladius", welches sowohl für die X-Box von Microsoft, als auch für die Sony Playstation 2 erschien. Ich berichte Euch nun über die X-Box-Fassung. Das allein ist aber keineswegs der Hauptgrund dafür, diesen X-Box-Titel als bemerkenswert zu bezeichnen, vielmehr kann man diesem Game eine durchaus beachtliche Qualität bescheinigen. Zwar muss man zugeben, dass nur eine ganz bestimmte - und daher auch vergleichsweise kleine - Zielgruppe für dieses Strategieepos in Frage kommt, doch für diese sich aller Voraussicht nach ein wahrlich nicht zu unterschätzender Suchtfaktor breit machen dürfte. Zwar bleibt der Multiplayerspaß leider außen vor, doch angesichts des außergewöhnlich großen Spielumfangs, der engagierte Zocker an die 100 Stunden-Grenze treiben dürfte, kann sich über die Spieldauer wahrlich nicht beklagt werden, schätze ich.

    Fälschlicherweise wird "Gladius" ab und an als Rollenspiel oder zumindest RPG-Strategie-Titel bezeichnet, doch grundsätzlich dominieren taktische Überlegungen ganz eindeutig, die zarten RPG-Elemente sind zwar nicht von der Hand zu weisen, spielen in diesem Fantasy-Abenteuer der Antike aber eine untergeordnete Rolle. Das im Mittelpunkt stehende Aufleveln alleine spricht noch nicht für ein RPG, hier bei "Gladius" spielen Story, Dialoge und der Identifikationsgrad mit sehr unterschiedlichen Protagonisten so gut wie gar keine Rolle. Im Zentrum des Geschehens stehen nahezu ausschließlich unzählige rundenbasierte Kämpfe in einer römischen Arena, praktisch nur um diese geht es. Nachdem wir in einem stimmungsvollen Intro auf den Konflikt zwischen den Nationen Nordagh und Imperia aufgeklärt werden, haben wir die Qual der Wahl, was die beiden zur Verfügung stehenden Hauptcharaktere angeht: erfreulicherweise bieten sowohl Held Valens als auch Heldin Ursula einen eigenen Handlungsstrang, was ambitionierte Spielernaturen dazu verleiten könnte, dieses ohnehin extrem umfangreiche gleich zweimal durchzuspielen. Nicht schlecht. In seiner Funktion als Krieger für das Imperium strebt der gute Valens mit einem Freund den Aufbau einer Gladiatorenschule an, Ursula hingegen möchte zusammen mit ihrem Bruder Licht ins Dunkel bezüglich des mysteriösen Geheimnisses ihre eigenen Geburt bringen.

    Das Gameplay an sich ist jedoch bei beiden Protagonisten gleich, in erster Linie sind wir scharf darauf, unzählige fremde Städte zu besuchen, um dort in den Kampfarenen unsere kämpferischen Qualitäten unter Beweis zu stellen. Besonders scharf sind wir dabei auf die zu gewinnenden Erfahrungspunkte und natürlich auch ein jeweils nettes Sümmchen an (mehr oder weniger) Kleingeld, welches wir uns im Erfolgsfall einsacken dürfen. Darüber hinaus gibt es Zertifikate zu ergattern, die uns erst den Zugang zu fortgeschritteneren Wettkämpfen ermöglichen. Dort gibt es dann traditionsgemäß mehr Erfahrungspunkte und deutlich mehr klingende Münze zu verdienen, allerdings wird es naturgemäß auch wesentlich schwerer, versteht sich. Unterbrochen werden die zahlreichen Gladiatorenkämpfe durch Auseinandersetzungen mit Feinden, während wir (relativ arglos) durch die Gebiete streunen. Wie eingangs erwähnt, geht es in den rundenbasierten Kämpfen nicht um reaktionsschnellen und zielgenaue Aktionen, Hektik herrscht hier - im Vergleich zu Echtzeit-Kämpfen - nicht vor. Dies mag dem Einen schmecken, dem Anderen hingegen nicht, ist eben Geschmackssache. Ich begrüße Rundenstrategie jedenfalls sehr. Diese Kämpfe erledigen wir aber keinesfalls alleine, sondern wir greifen mit zunehmender Spieldauer auf eine immer größerer werdende (und vor allem uns treu ergebene) Armee zurück. Je nach Talent bzw. Charakterwerten agieren wir vergleichsweise schnell oder langsam, selbstverständlich sind zudem Kraft und Ausdauer, Verteidigungsstärke und Geschicklichkeit ausschlaggebend dafür, wie die Kämpfe verlaufen. Wichtig: bevor es so richtig losgeht, müsst Ihr Euch aufgrund der Komplexität der Handhabung auf eine etwas längere Eingewöhnungsphase gefasst machen, als Ihr es möglicherweise erwartet hattet. Den Genre-Interessierten wird das vielleicht egal sein, alle Anderen sollten sich darüber aber von Anfang an im Klaren sein.

  • Gladius
    Gladius
    Developer
    LucasArts
    Release
    25.11.2003
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Gladius
Gladius: Kräftemessen in der Antike - Leser-Test von sinfortuna
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22.01.2007
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