An dieser Stelle ein Kurzreview zu God of War 3 für die Playstation 3, das die Trilogie um Videospielikone Kratos beenden soll, die im jahre 2005 auf der Playstation 2 begann.
Story
Die geschichte von God of War 3 setzt genau da an wo der zweite Teil aufhörte. Ergo empfiehlt es sich daher natürlich, zumindest den zweiten Teil gespielt zu haben. Da die beiden Vorgänger nun aber auch in Europa im HD-Gewand für die PS3 neu aufgelegt werden führt da eigentlich kein Weg mehr dran vorbei. Nach dem üblen Cliffhanger von Teil 2 sind jetzt die Götter des olymp dran Kratos' blutige Rache zu spüren. Aber ob hier tatsächlich sein Abenteuer endet? Die Story glänzt zwar nicht gerade mit unglaublichen Wendungen, dafür ist diese aber episch inszeniert und somit ein würdiger Abschluss für einen unglaublich brutalen Rachefeldzug im alten Griechenland.
Design
Eines hat die Serie immer ausgemacht: Ihre ausgereifte Technik, die die Playstation 2 und auch Playstation Portable an ihre technischen grenzen trieb und diese grafisch komplett ausgereizt hat. Auch God of War 3 sieht dementsprechend fantastisch aus, die Licht und Schatteneffekte sind der Wahnsinn, die Schauplätze tatsächlich monumental riesig, was durch die Kamerafahrten noch mal verstärkt wird. Die Charakteremodelle sind ebenfalls unglaublich detailliert. Wermutstropfen sind ein paar wenige unglückliche Animationen und eine stellenweise etwas unkonstante Bildrate. Dennoch gehört God of War 3 auf jeden Fall zur absoluten Oberklasse in Sachen Grafik, auch wenn es Uncharted 2 nicht ganz das Wasser reichen kann. Die Sprachausgabe ist sehr professionell, es macht eigentlich kaum einen Qualitatsunterschied aus, wenn ihr statt des Originaltons auch die deutsche tonspur laufen lasst. Die Musik wirkt sehr dynamisch und trägt zur epischen atmosphäre bei.
Gameplay
Im Vergleich zu den Vorgängern gibt es kaum neues beim Gameplay, man verlässt sich ganz auf altbewährtes. Die brutalen Kämpfe mit ihren fatalen Kombos stehen hier klar im Fokus, einige nette Moves und Möglichkeiten sind dazugekommen und fügen sich wunderbar in den Spielverlauf mit ein. Besonders rasante Szenen und Finishing Moves werden mit Quick-Time Events gelöst, die hier logisch auf dem Bildschirm eingeblendet werden und der Tastenbelegung auf eurem Gamepad entsprechen. Einfallsreiche, pompös in Szene gesetzte Bosskämpfe sind oftmals nur mit der richtigen Taktik zu schaffen. Da heißt es beobachten, schwachstelle erkennen und dann effektiv zuschlagen! Das ganze macht schon eine Menge Spass, geht leicht von der Hand auch wenn die Kamera da nicht immer mitspielt. Dies liegt daran, dass die Perspektive das Geschehen oftmals etwas zu nah oder zu weit entfernt von der Spielfigur einfängt. Aber auch hier gilt: Meckern auf höchstem Niveau! Im Laufe des etwa 10stündigen Einzelspieler-Abenteuers findet ihr viele Waffen und Fähigkeiten, die ihr mittels Orbs sogar aufwerten dürft. Diese werden entweder von Feinden hinterlassen oder ihr müsst Kisten dafür öffnen. Rote stehen für Erfahrungspunkte, grüne Orbs für Lebensenergie, blaue für Magie. Aber nicht nur Waffen dürfen aufgewertet werden sondern auch die Leisten für Lebenskraft, Magie und Ausdauer. Für Abwechslung sorgen die leichten Rätseleinlagen, die sich allerdings zu keinem Zeitpunkt mit denen aus Darksiders messen können. Neben allerlei Kistenschieberei gibt es auch Kurioses, etwa wenn Kratos um eine Plattform zu senken Hunde durch ein Portal treten muss. Ein kleiner Guitar Hero Abschnitt ist ebenso dabei.
Fazit:
Lange Rede, kurzer Sinn: God of War 3 ist genau das geworden, was sich so viele erhofft haben: Eine bildgewaltige Kampforgie mit einer Mischung aus den besten Action-Adventures der letzten Zeit. Jeder, aber auch wirklich jeder der etwas für Action übrig hat muss zugreifen.
Negative Aspekte:
müsste man mit der Lupe suchen...
Positive Aspekte:
Im Prinzip alles
Infos zur Spielzeit:
Ash Evil Dead hat sich 2-10 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.






