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  • God of War Collection: Volume 2 - Zwei Mini-Schnetzel-Burger bitte - Leser-Test von alpha_omega

    All derer, die geglaubt hatten, man könne den Gott des Krieges des Videospieluniversums nicht eben so grandios auf einer tragbaren Konsole darstellen, wie auf der Playstation 2, sahen sich spätestens nach dem ersten Auftritt von Kratos auf Sony's Playstation Portable getäuscht. Mit den Titeln God of War: Chains of Olympus sowie God of War Ghost of Sparta, welche in den Jahren 2008 und 210 erschienen, sorgten die Macher von Ready at Dawn, dass der Antiheld auch auf dem Handheld eine fantastische Performance ablieferte. Nachdem Sony bereits im Vorjahr mit der God of War Collection eine HD-Sammlung der beiden Erstwerke auf der Playstation 3 veröffentlichte, sollten die bis dato exklusiven PSP-Ports in diesem Jahr ebenfalls als Collection zusammen auf der PS3 erscheinen. Als riesengroßer Fan der Serie kam ich natürlich auch an dieser Sammlung, welche mit dem einfachen Namen God of War Collection II versehen wurde, nicht vorbei. Ob die Umsetzung vom kleinen Handheld auf den großen Bruder gelungen ist, erfahrt ihr nun im nachfolgenden Artikel. Rollen wir dabei noch einmal schnell und bündig die beiden Abenteuerreisen auf, welche sich im speziellen mit Kratos Vergangenheit und auch seiner Familie beschäftigten.

    God of War 0.5 - Chains of Olympus

    Chains of Olympus erschien wie gesagt im Jahre 2008 und somit erst nach der Veröffentlichung von Teil eins und zwei. Die Storyplot beschäftigt sich allerdings noch vor der Zeit des ersten Teiles, in dem Kratos noch nicht zum Kriegsgott aufstieg und brav seinen Dienst für Ares, Zeus und Athene ablieferte, damit die Götter des Olymps ihn endlich von seinen Alpträumen aus seiner düsteren Vergangenheit befreien. Als Kratos nach einer gewonnen Schlacht gegen die Perser mal wieder auf eine Erlösung hofft, die ihm Athene nicht gewährt, stürzt kurze Zeit später Helios Wagen vom Himmel und Morpheus Nebel versetzt den Olymp in einen Tiefschlaf. Nun ist Kratos der einzige, der herausfinden kann, wer für diesen Zustand die Verantwortung trägt, doch bemerkt er bald, dass eben jene Mission ihn zu einer Person führt, die immer noch in seinem Herzen flammt. Das Spiel startet dabei ähnlich pompös wie jeder andere Teil der Serie. In der Schlacht von Attika müssen wir nicht nur einen tosenden Perserboss in die Knie zwingen, sondern auch einen riesigen Basilisken den wir wie jeden größeren Boss mit den bekannten Minispielchen bestehend aus Quicktime-Events in die Knie zwingen müssen.

    Kurz danach betreten wir Helios Tempel und auch ein Ausritt in den Hades bleibt uns mal wieder nicht erspart. Im Gegensatz zu den ersten beiden Teilen auf der PS2, präsentieren sich die einzelnen Areale und Komplexe nicht ganz so großflächig wie man dies vorher gewohnt. Doch erwarten uns sämtliche Features wie das Tauchen unter Wasser, die Waffenupgrades der Chaosklingen und magischen Kräften wie beispielsweise der flammende Efret, sowie die zahlreiche und kreative Gegnervielfalt. Aufgrund des etwas eingeschränkten Leveldesigns ist auch der Rätselanspruch noch geringer als dies ohnehin schon der Fall ist. Ein paar Hebel hier umdrehen, eine Leiche da auf den Schalterpult legen sowie ein kleines Lichtspielrätsel sind nicht viel für den verwöhnten Fan von Action Adventure. Doch dafür erhalten wir neben Thors Hammer, mit den wir speziell störrische Türen einschlagen können, auch Helios Schild, mit dem wir nicht nur neue Wege öffnen, sondern auch diesen als prima Abwehr für Bogenangriffe nutzen können. Trotz der zahlreichen Begegnungen mit Medusen, Gorgonen und einfachen Höllensoldaten sollte man kaum länger als fünf Stunden, im normalen Schwierigkeitsgrad, benötigen. Dass ist relativ kurz, doch warten neben fünf Herausforderungen der Götter ja auch noch ein weiterer Teil auf der Blu Ray Disc, zudem wir nun kommen.

    God of War 1.5 - Ghost of Sparta

    Ghost of Sparta erschien im vergangen Jahr und ist somit derzeit der aktuellste Teil der Serie, nachdem die Hauptstory mit dem dritten Teil der Trilogy God of War 3 abgeschlossen war. Die Geschichte handelt zeitlich zwischen dem ersten und zweiten Teil, Kratos hat Ares besiegt und kostet nun die volle Macht eines Kriegsgottes aus. Neben seinen Alpträumen seiner Vergangenheit, quält ihm zudem eine weitere offene Frage, und zwar die seines Bruder Deimos. Dieser wurde nämlich als kleiner Junge entführt und unser damals noch eher schmächtige, aber stolze und angriffslustige Spartaner musste tatenlos dabei zusehen. Um herausfinden was mit Deimos geschah, begibt sich Kratos nach Atlantis. Nach einem heftigen Kampf mit Skylla, einem gigantischen Meeresungeheuer, welches wie alle Charaktere und Wesen aus der griechischen Mythologie entsprang, wird Atlantis erschüttert und versinkt im Meer. Mal wieder hat sich Kratos bei einem Gott, in diesem Falle Poseidon unbeliebt gemacht, doch was kümmert es ihn. Er hat ein weiteres Puzzle-Teil zum Weg des Geheimnisses um seinen Bruder gefunden. Die Reise führt uns anschließend auf die Insel Kreta, ins Aroania-Gebirge oder auch in Kratos Heimat Sparta, wo er aber nicht nur als gebührender Held und neuer Kriegsgott gefeiert wird, sondern auch sich Kritikern gegenüber sieht, die noch immer Ares die treue halten.

    In eben jenem Abschnitt erhalten wir übrigens nicht nur Kratos alte Waffen, einen Sperr und ein Schild, sondern durchstreifen die sehr hübsch gestaltete Stadt aus einer Second-Person Kamera, die uns den Marktplatz, das Gefängnis oder auch ein Freudenhaus zeigen, in dem wir, wie in jedem Teil der Serie, ein wenig Spaß mit dem weiblichen Geschlecht haben können. Ansonsten merkt man dem Spiel deutlich an, dass es erst nach dem dritten Teil der Serie veröffentlicht wurde. Einige Gameplay-Elemente wie zum Beispiel Theras Feuer - welches unsere Klingen entflammen lässt, wir somit mal wieder geheime Türen öffnen oder auch Gegner verbrennen können - oder auch die Kletterpassagen - die dank Kantenclimbing etwas abwechslungsreicher ausfallen als noch in Chains of Olympus - sowie die gigantisch großen Truhen, in denen wir die Upgrades für Lebenskraft, Magie und Feuer erhalten, deuten daraufhin. Zwar hat sich auch in diesem Teil der Serie am Gameplay absolut nichts grundlegendes geändert, doch dafür bekommt man bei Ghost of Sparta den einen oder anderen Überraschungseffekt mehr geboten als beispielsweise in Chains of Olympus. Die Spielzeit hält sich dagegen in etwa die Waage, doch spendiert uns Ghost of Sparta gleich drei Götter-Herausforderungen mehr, als sein PSP-Vorgänger-Titel.

    Von der Konsole auf den Handheld - und wieder zurück

    Der Sprung von der PSP auf die Playstation 3 ist in optischer Hinsicht auf den ersten Blick sehr gut gelungen. Die Bildrate läuft stets flüssig mit 60 FPS und von Tearing oder anderen grafischen Mängeln ist kaum etwas zu spüren. Die vielen tollen architektonischen Bauwerke, die hübsch gestalteten Innenräume sowie das stimmige Gefühl, welches wir Unterwasser optisch serviert bekommen, wirken auch nach der technischen Umsetzung auf HD-Optik sehr einladend. Doch merkt man vor allem Chains of Olympus, welches "damals" eine kleine technische Revolution im Handheld-Bereich darstellte, dann doch ein wenig das Alter an. Charakter-Modelle, speziell in den Ingame-Cutszenen wirken sehr kantig und altbacken und auch die eine oder andere Landschaft schaut eher wie eine zusammengeschusterte Theaterkulisse aus. Weitaus Detailreicher zeigt sich dagegen Ghost of Sparta, allein die deutlich mehr funkelnden Orbs belegen dieses Argument. Doch auch die einzelnen Areale, die wie immer mit teilweise atemberaubenden Kamerafahrten ihre ganze Pracht entfalten sowie neue Animation von Kratos unterstreichen den Beleg, dass die Macher stets bemüht sind, jeden neuen Teil der Serie noch besser aussehen zu lassen, als den ohnehin schon guten Vorgänger.

    Die Bedienung hingegen wurde fast komplett vom Handheld übernommen, doch habe ich hier einen kleinen Kritikpunkt anzumerken. Zwar ist es uns möglich, in den PS3-Versionen wieder auf den Hechtsprung mittels rechten Analogsticks, der natürlich auf der PSP fehlt, zurückzugreifen, doch leider vergaß man irgendwie, dass der PS3-Controller ja auch zwei hintere Richtungstasten hat. Ok, bei Chains of Olympus fällt dies nicht weiter ins Gewicht, aber dass man bei Ghost of Sparta die magischen Kräfte wie in der Handheld-Version mittels Richtungstasten aktivieren muss, ist schon ein wenig schade. Somit bin ich gezwungen, den linken Analogstick los zu lassen, was speziell bei der wie immer nicht ganz präzisen Kampfkamera, die nicht selten etwas ungünstig zum Gegner positioniert ist, in der Hitze des Gefechts zu Problemen führen kann. Der Sound hingegen besticht wie immer durch seinen grandiosen Orchersoundtrack sowie die beste deutsche Synchronisation, die es aktuell gibt. Doch auch hier habe ich persönlich speziell bei Chains of Olympus kleine Patzer, in Form von Soundaussetzern feststellen müssen. Im Kampf gegen den Basilisken verstummte der Ton dann komplett, kurze Zeit später stürzte meine Konsole komplett ab.

    Pling pling pling - You have earned a lot of Trophies

    Ein zusätzliches Feature und wahrscheinlich auch ein Kaufargument für viele Spieler, die bereits beide God of War Teile auf der PSP gezockt haben, sind natürlich die Trophäen, welche die Macher jeweils beiden Spielen mit einbauten. Leider war man hier nicht allzu kreativ, die meisten Erfolge bekommt man quasi im Vorbeigehen, sprich wenn wir das Spiel einfach nur durchspielen. Ansonsten gilt es 50 Satyrn die Kehle durchzuschneiden, alle Upgrades zu finden oder beide Spiele auf schwer durchzuspielen, was allerdings im Vergleich zu God of War 3, nicht all so schwer ist. Leider schaffte auch die eher unsägliche 1000.Hit Kombo den Sprung in die Trophäenliste, die tolle Speedrun-Trophy, die es im ersten Teil gab und welche speziell bei der ohnehin schon kurzen Spieldauer beider Titel sehr motivierend gewesen wäre, wurde hingegen nicht berücksichtigt. Alles in allem wird man für beide Platin-Pokale in etwa 15 bis 25 Stunden, je nach Können des Einzelnen, beschäftigt sein.

    Fazit
    Wer bis dato nicht in den Genuss der beiden PSP-Ableger von God of War gekommen ist, sei es aufgrund der nicht vorhandenen Konsole oder aus zeitlichen Mangel, macht mit einem Kauf der God of War HD-Collection II für die Playstation 3 absolut nichts verkehrt. Die Portierung vom Handheld auf die HD-Konsole ist recht gut gelungen, die Grafik läuft stets flüssig und das Gameplay macht immer noch genau so viel Spaß wie im ersten Teil, obwohl ich Verschleißerscheinungen nicht ausschließen möchte. Doch trotz der positiven Aspekte gibt es auch ein wenig Kritik. Bei der Bedienung ließ man die hinteren Schultertasten komplett unbelegt, die Trophäen hätten ruhig noch etwas kreativer ausfallen können und außerdem verzeichnetet ich ein paar Soundaussetzer, sodass ich persönlich die erste God of War Collection als die bessere von beiden ansehen würde und dies nicht nur wegen der Spielzeit, die dort doppelt so hoch ausfällt. Das Beste kommt hingegen zum Schluss und das ist die Tatsache, dass wir zwei weitere spannende und perfekt inszenierte Abenteuer von Kratos auf einer Blu Ray Disc erhalten, und das in HD-Optik.

    Negative Aspekte:
    Teilweise Soundaussetzer, Chains of Olympus wirkt trotz HD optisch etwas altbacken, Trophäen nicht allzu kreativ, hintere Schultertasten wurden leider nicht mit eingebunden

    Positive Aspekte:
    Zwei tolle GoW-Ableger auf einer Disc, wie immer packend inszenierte und spannende Story, flüssige Bildrate, alle bekannten deutschen GoW-Synchronsprecher an Bord, superber Orchestersoundtrack

    Infos zur Spielzeit:
    alpha_omega hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    God of War Collection: Volume 2

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: alpha_omega
    8.2
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Steuerung
    8/10
    Sound
    9/10
    Gameplay
    8/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    8.4/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • God of War Collection: Volume 2
    God of War Collection: Volume 2
    Publisher
    Sony
    Developer
    Sony
    Release
    16.09.2011
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

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1011030
God of War Collection: Volume 2
God of War Collection: Volume 2 - Zwei Mini-Schnetzel-Burger bitte - Leser-Test von alpha_omega
http://www.gamezone.de/God-of-War-Collection-Volume-2-Spiel-4099/Lesertests/God-of-War-Collection-Volume-2-Zwei-Mini-Schnetzel-Burger-bitte-Leser-Test-von-alpha-omega-1011030/
30.12.2011
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2011/10/GodOfWarCollection2__6_.jpg
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