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  • Goin' Downtown im Gamezone-Test

    McCorly hat bei den Frauen kein glückliches Händchen. Entweder sie brechen zusammen oder sie springen ihm aus dem Fenster.

    "Bei Frauen habe ich kein glückliches Händchen. Entweder sie brechen zusammen oder sie springen aus dem Fenster."
    (Jake McCorly, Polizist und Hauptcharakter in "Goin' Downtown")

    Spätestens seit "Overclocked" wissen wir, dass nicht etwa nur aus Frankreich, sondern bisweilen auch aus deutschen Landen vernünftige Adventures kommen können. Das Berliner Studio Silver Style ist auf dem Gebiet kein unbeschriebenes Blatt. "Everlight - Elfen an die Macht" dürfte mittlerweile allen Genre-Kennern ein Begriff sein. Und für "Simon the Sorcerer - Chaos ist das halbe Leben" erhielt das Team um Creative Director Carsten Strehse im letzten Jahr sogar eine Auszeichnung ("Bestes Kinderspiel 2007"). "Goin' Downtown" ist das jüngste Werk aus dem Hause Silver Style. Nur geht es diesmal nicht um Zauberlehrlinge und Elfen, sondern um ein Spiel in der Art von "The Moment of Silence" - so der Titel eines anderen, recht bekannten futuristischen Adventures, welches vor etwa vier Jahren erschien. Die Entwickler vollziehen damit einen Schwenk. Hin zu ernsteren Themen, nachdem ihre früheren RPG-Produktionen "Soldiers of Anarchy" und "The Fall - Last Days of Gaia", die allesamt vor dem Hintergrund eines Endzeit-Szenarios spielten, schon eine ganze Weile zurückliegen. Und so ist "Goin' Downtown" dann auch wieder mehr ein Spiel, das sich vornehmlich an die "erwachsenere" Zielgruppe richtet.

    Wiedersehen auf dem heißen Stuhl

    Goin' Downtown Goin' Downtown Für den Rest des Lebens an den Stuhl gefesselt zu sein, kann zur Qual werden. Vor allem dann, wenn es ein elektrischer ist und einem in Kürze 2.000 Volt durch die Adern schießen. Da fragt man sich in den letzten Minuten vor seinem Tode ganz sicher, was man alles falsch gemacht hat, ob es die Sache wirklich wert war und warum es so weit kommen musste. Wie lange die ganze Prozedur wohl dauern wird? Und ob es schmerzhaft ist? Aber im New York des Jahres 2072 bleibt wenig Zeit für solche Überlegungen. Denn das Leben dort ist hektisch und hart. Aufgrund des Elektro-Smogs prüft die Regierung gegenwärtig ein Handy-Verbot. Trinkwasser gehört mittlerweile zum Luxus, ebenso ein warmes Bad. Im Satteliten-TV läuft rund um die Uhr die Coolhalte-Show. In den Nachrichtensendungen wird die Öffentlichkeit immer wieder um Geduld gebeten, ggf. auch mit etwas Nachdruck - unter Androhung von Strafe. Und überhaupt: So schlimm sei die Lage doch gar nicht. Die Regierung tue alles Menschenmögliche, stünde ganz im Dienste des Bürgers. Und ja, es gibt noch die Todesstrafe. "Going' Downtown" beginnt mit einer Hinrichtungsszene auf dem elektrischen Stuhl. Hier nimmt die Geschichte ihren Anfang. Und hier wird sie später auch enden.

    Money, Money, Money

    Goin' Downtown Goin' Downtown Rückblick: Jake McCorly ist Polizist. Früher gehörte er mal zu den besten Cops in New York City. Doch das ist lange her. Spätestens seit dem Ableben seiner Frau Anie ist nichts mehr mit ihm los. Sein durch ihren Tod verursachter Zustand, der ihn langsam aber sicher an den Rand der manisch-depressiven Selbst-Kapitulation bringt, hat weitreichende Konsequenzen, nicht nur privat. Beruflich bekommt er kein Bein mehr an die Erde. Bei seinen Vorgesetzten steht er auf der Abschussliste. Denn seine Aufklärungsquote lässt zu wünschen übrig. Und das darf nicht sein im New York des Jahres 2072. Denn: Polizisten werden in dieser Zeit leistungsabhängig bezahlt. Mittlerweile reicht Jakes Geld nur noch für eine enge Single-Wohnung, wie sie inzwischen typisch für viele verarmte US-amerikanische Haushalte ist. Alles ist auf Funktionalität getrimmt. Die Toilette befindet sich gleich neben dem Küchenwaschbecken und der Teledoktor haut dem Großstadtmenschen auf Anforderung automatisch eine Spritze rein, die das Leben in diesem ganzen verkackten System vorübergehend etwas erträglicher macht. Vom Suff ist Jake zwar schon längere Zeit los, aber dafür muss er jeden Tag regelmäßig Pillen schlucken, was seine psychische und physische Stabilität kurzzeitig hebt - ohne die wirklichen Ursachen zu bekämpfen.

    Goin' Downtown Goin' Downtown Überhaupt regiert nur noch Geld die Welt. Wer jetzt womöglich meint, dies sei ja schon immer so gewesen, der kennt "Goin' Downtown" noch nicht. Denn im Szenario der Zukunft ist der Wert eines Menschen allein auf seinen finanziellen Status, auf seine Rolle als Steuerzahler beschränkt. Wer viel verdient und an den Staat entsprechend viele Abgaben leistet, genießt auch den vollen Schutz durch ihn. Wer dies nicht tut oder zur Gruppe der Niedriglöhner gehört, der ist für Politik und Regierung uninteressant und kann sehen, wo er bleibt. Hierin liegt auch der Hauptgrund dafür, dass von staatlicher Seite nichts gegen das mysteriöse Verschwinden einer ganzen Reihe von Prostituierten unternommen wird. Ein Vorgang, der die neugierige Öffentlichkeit seit einiger Zeit intensiv beschäftigt, nicht aber die verantwortliche Polizei. Die Damen sind urplötzlich wie von der Bildfläche verschwunden. Doch keiner verfolgt die Sache, auch wenn von offizieller Seite in den News-Kanälen das exakte Gegenteil behauptet wird. Verständlich: Immerhin handelt es sich ja hierbei nur um Dirnen, die zudem meist für Hungerlöhne - und nicht selten: steuerfrei - anschaffen gehen.

    Abflug einer Bordsteinschwalbe

    Goin' Downtown Goin' Downtown Eines schönen Morgens - Jake hat gerade seine obligatorischen Stehauf-Tabletten eingenommen - begegnet der Cop einer solchen Frau. In einer eher ungewöhnlichen Pose, nämlich auf einem Gehweg, auf dem kalten Pflaster unweit seiner Wohnung liegend. Keiner weiß, was mit der offenkundig ohnmächtigen, leicht bekleideten Schönheit geschehen ist. Sie selbst auch nicht. Vorübergehender Gedächtnisverlust - oder mehr? Jack kann das Mädchen mit Namen Rose zu Bewusstsein erwecken und einen geruhsamen Aufenthalt in seinem bescheidenen Apartment anbieten. Rose nimmt die Einladung gerne an, zumal sich Jake als Polizist zu erkennen gibt, der keine schlüpfrigen Absichten hegt. In seiner Wohnung angekommen, bittet Rose um ein Glas Wasser, legt sich danach hin und schläft kurz darauf ein. Auch Jake ratzt etwas später weg. Als er wieder aufwacht, ist sein weiblicher Gast verschwunden. Und das Zimmerfenster steht auf. Das Heulen der Polizeisirene vor dem Haus lässt Schlimmes erahnen. Ein Blick aus dem Fenster bringt fürchterliche Gewissheit: Da unten liegt Rose. Oder das, was von ihr übriggeblieben ist - nach einem Sturz aus dem 13. Stock. Sprang sie? Oder hat da jemand nachgeholfen? Und selbst, wenn sie aus eigenem Antrieb sprang - warum sollte sie? Die vor Ort anwesende Polizei kommt nach Sichtung der Leiche schnell zu dem Schluss, das es sich bei Rose um eine Sebstmörderin handelt und die Angelegenheit keiner weiteren Untersuchungen bedarf. Also muss es Jake, der von Anfang an ein seltsames Gefühl bei der Sache hatte, auf eigene Faust versuchen. Ohne offiziellen Auftrag wohlgemerkt. Denn auch sein unmittelbarer Vorgesetzter, ein Kriminalinspektor, den alle Edward nennen, hält die Beschäftigung mit dem Tod der Prostituierten für "wenig lukrativ".

  • Goin' Downtown
    Goin' Downtown
    Publisher
    The Games Company (DE)
    Developer
    Silver Style Studios
    Release
    23.05.2008

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Goin' Downtown
Goin' Downtown im Gamezone-Test
McCorly hat bei den Frauen kein glückliches Händchen. Entweder sie brechen zusammen oder sie springen ihm aus dem Fenster.
http://www.gamezone.de/Goin-Downtown-Spiel-4152/Tests/Goin-Downtown-im-Gamezone-Test-991794/
16.06.2008
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2008/06/634586_500x375.jpg
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