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  • Golvellius: 32 Zeichen sind kein Passwort sondern eine Bürde - Leser-Test von Gonzo09

    Golvellius: 32 Zeichen sind kein Passwort sondern eine Bürde - Leser-Test von Gonzo09 Vor langer, langer Zeit, in einer einfacheren Welt hatte jeder von uns ein NES, damit er Zelda 1 und natürlich Super Mario spielen konnte. Meistens aber Zelda, schließlich waren wir RPG-Freaks. An einem warmen Sommertag in den wilden 80ern jedoch kam ein großes Unglück über das Land Hyrule. Seine Heimstatt, mein NES, gab seinen Geist auf und in meiner großen Verzweiflung kam mir ein fliegender Gebrauchtwarenhändler zu Hilfe, der mir für eine ausgesprochen geringe Zahl an Goldstücken ein Sega-Master anbot, so ungefähr mit den Worten : "Den Schrott will ja eh keiner, wollen doch sowieso alle Nintendo...". Diesem neuen Heim für ferne Welten lag dann der, wie alle Sega Master Spiele, ausgesprochen häßlich verpackte Titel Golvellius - The Valley of Doom vom Entwickler Compile anbei und nach einem etwas skeptischen Start war ich zurück in Hyrule. Das Land und die Prinzessin hießen jetzt zwar anders, der Held hatte grüne Haare, statt einer grünen Mütze aber ansonsten nahm ich das Spiel da auf, wo ich Zelda verließ.

    An einem Titel wie Golvellius erkennt man deutlich, wie populär das NES zu seiner Zeit war, denn hätte Compile seinen Titel für Nintendos Flagschiff veröffentlicht, wäre der Erolg sicher gewesen. Eine Fantasyhandlung um sieben verschwundene Kristalle, eine entführte Prinzessin und einen schwertschwingenden, noch nicht ganz adoleszenten Helden war der große Renner der Zeit und stand dem offensichtlichem Vorbild nicht nach. Der Held hieß Kelesis und um Prinzessin Mia zu finden, musste er sieben verschiedene Landstriche durchqueren, angefangen von grünen Wiesenlandschaften über orangefarbene Wüstenstriche bis hin zum düsteren Friedhof. Gescrollt wird auch bei Golvellius in der Oberwelt nicht, statt dessen schaltet der Screen um, sobald Kelesis den Rand erreicht. Die Welten sind recht umfangreich, so dass Kartenzeichner sich hier besser zurechtfinden, denn das Automapping ist sehr rudimentär. Das Wandern durch die Welt wird gelegentlich durch unüberwindbare Hindernisse erschwert, die es erfordern, zunächst einen bestimmten Gegenstand, meist in einem der Dungeons, zu finden. Diese Items machen den Helden dann stärker, schneller und besser und ebnen vielfach seinen Weg.

    Bevor es in den Dungeon geht, gilt es aber natürlich noch zahlreiche Oberweltfeinde zu erlegen. Dies geschieht mit einer simplen Steuerung, die beweißt, dass Pads mit zwei Tasten in den 80ern absolut ausreichten, denn auf beiden Tasten schlägt Kelesis mit dem Schwert zu und wer glaubt, dass sich diese beiden Schläge unterscheiden würden, lebt wohl in den wilden 90ern. Ein getötetes Viech bringt Goldstücke und manchmal auch ein wenig Heilung. Das Gold kann bei den verstreut lebenden Händlern ausgegeben werden, wobei man sich schon fragt, wie sich diese Infrastruktur in so offensichtlich feindlichen Abschnitten halten kann. Vielleicht verkaufen die Händler ja auch an Monster, wenn keiner guckt. Das wichtigste, wass es käuflich zu erwerben gibt, sind Kräuter. Sobald die Lebensenergie am Ende ist, benutzt Kelesis diese, um sich zu heilen. Leider hat man keinen Einfluss darauf, ob er das tut und wer nur sterben möchte, um das Passwort zu erhalten, denn anders bekommt man es nicht, muss erst seinen Kräutervorrat aufbrauchen. Genau wie das endlose Passwort mit seinen 32 Zeichen, ist dies nicht die beste Idee, die man in einem Spiel verbauen kann. Eine sicher bessere Idee ist die große Anzahl der versteckten Räume und Items auf der Oberwelt, denn in fast jedem Screen gibt es irgendwo etwas Verborgenes. Teilweise ist es offensichtlich, meist muss man sich schon ernsthaft anstrengen oder einfach Glück haben, den richtigen Stein zu schlagen oder ein bestimmtes Monster zu töten. Trotzdem motiviert das Wissen, dass es so viel zu entdecken gibt, ungemein danach zu suchen.

  • Golvellius
    Golvellius
    Publisher
    Sega
    Developer
    Compile
    Release
    09.02.2001
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Golvellius
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10.03.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2001/05/golvellius2.jpg
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