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Gothic 2 (PC)

Release:
15.09.2008
Genre:
Rollenspiel
Publisher:
JoWooD Entertainment AG
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Gothic 2: Angriff der Riesendrachen - Leser-Test von badtaste

03.10.2003 14:10 Uhr
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Neu
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Gothic 2: Angriff der Riesendrachen - Leser-Test von badtaste [Quelle: ] Gut 2 Jahre nach Piranha Bytes erstem Rollenspielhit "Gothic" steht nun auch Teil zwei in den Läden. Er besticht durch geniale Grafik- und Soundeffekte, eine schier unendlich große Welt und unglaubliche Interaktion mit der Umgebung.

Wo der erste Teil aufhörte, fängt der zweite an - nach der Besiegung des Schläfers "beamt" Xardas, der Dämonenbeschwörer euch in seinen Turm, denn die Gefahr ist noch nicht komplett gebannt. Nach dem Fall der magischen Barriere bedrohen nun riesige Drachen das Land. Um diese Drachen zurückzuschlagen, ist ein besonderes Artefakt nötig - das Auge Innos. Dieses muss der Held nun finden. Doch bis zum Erhalt des Artefaktes ist es ein weiter und schwieriger Weg...

Seid ihr erst einmal aus Xardas' Turm heraus, seht ihr auch schon die unglaublich realistische Welt von Gothic 2. Schafe weiden auf den großen, grünen Wiesen, die Grashalme bewegen sich im Takt mit dem Wind und unzählige Monster warten nur darauf, euch zu töten. Die harmlosesten sind hierbei noch die Goblins, Wölfe oder Blutfliegen, die mit ein paar Hieben niedergeschlagen sind. Mehr aufpassen sollte man jedoch bei den größeren Monstern, z. B. Orks, Snappern oder den riesigen Drachen. Mit jedem besiegten Monster bekommt ihr Erfahrungspunkte. Nach z. B. 3000 gesammelten Punkten steigt ihr ein "Level" auf und habt eine bestimmte Anzahl von Lernpunkten zur Verfügung. Diese könnt ihr z. B. in der Stadt einlösen. Hier könnt ihr lernen, besser mit dem Schwert umzugehen oder besser mit dem Bogen treffen zu können. Für Diebe bietet sich der Taschendiebstahl, das Schlösser knacken und das Schleichen an, für angehende Magier ist wohl die Magie der beste Weg. Außerdem könnt ihr das schmieden erlernen. Damit könnt ihr eure eigenen Schwerter schmieden und dann verkaufen. Ebenfalls könnt ihr Tränke brauen oder Tiere ausnehmen. Das Charaktersystem nicht so komplex wie es im ersten Moment scheint. Je geschickter ihr z. B. seid, desto schneller könnt ihr mit dem Schwert zuschlagen. Wo wir auch schon bei den Waffen sind. Über hundert verschiedene Waffen findet ihr im Königreich Khorinis. Von der Axt bis zur Keule, dem Schwert oder dem magischen Bogen ist alles vertreten. Für Zaubersprüche wie z. B. den Feuerball sind Schriftrollen nötig. Diese findet ihr ebenfalls in der Umgebung oder ihr kauft am riesigen Marktplatz in Khorinis eure Waren ein. Hier gibt's dann auch etwas zu essen, Käse, Wurst oder Pilze und natürlich auch Waffen. Doch um erstmal in die Stadt zu kommen, müsst ihr euch dieser anschließen. Dafür müsst ihr eine Vielzahl an Aufgaben erledigen. Magier schließen sich dem Kloster an und richtige Kämpfer den Söldnern. Die Aufgaben, die euch erwarten sind denkbar einfach: Meistens müsst ihr nur etwas besorgen und zu einem der NPC's bringen. So z. B. möchte ein Händler sein Geld zurück, dass ihm die Frau vom Bogner schuldet. Also schnell zum gegenüberliegenden Haus gesprintet. Hier habt ihr die Möglichkeit die Frau niederzuschlagen, um so an das Geld zu kommen. Sieht dies eine der Stadtwachen, müsst ihr euch vor Lord Andre verantworten und eine Geldstrafe zahlen. Also drohen wir ihr einfach und schon haben wir das Geld. Bringen wir dieses nun dem Händler, sind wir um Erfahrungspunkte und etwas Gold reicher.
Besonders zu erwähnen ist die hervorragende KI der NPC's. So gehen die Stadtbewohner Tag für Tag ihrem Tagesablauf nach. Sie stehen morgens um 7 Uhr auf, fegen erstmal die Straße, essen, plaudern, gehen abends in die Bar und dann um 23 Uhr ins Bett. Greift ihr z. B. eine Wache an, könnt dann aber entkommen, nützt es nicht viel. Denn die Wache merkt sich eure Tat und wird euch beim nächsten mal wieder attackieren. Hat sie euch niedergeschlagen knöpft sie euch erstmal die Waffe und euer Gold ab... Solltet ihr mal kein Gold dabei haben, verabschiedet sich die Wache z. B. mit den Worten "Du Arme Wurst! Hast ja nichtmal Gold dabei! ". Jeder wichtige Charakter hat außerdem einen Namen, wobei die meisten Stadtbewohner einfach nur mit "Bauer" oder "Stadtbewohner" gekennzeichnet sind.
Bei einigen Aufträgen müsst ihr durch die Wildnis streifen. Klar, dass hier allerlei Monster hausen. Das Verhalten der Tiere ist ebenfalls ähnlich der Menschen. Kommt ihr ihnen zu nahe, knurren sie euch erstmal an, haut ihr dann nicht am, greifen sich euch an. Sollte z. B. ein Ork zu stark für euch sein, versucht doch mal ihn in die Stadt zu locken... Die Wachen werden sich schon darum kümmern ;-)
Wer jedoch denkt, er kommt mit einer Bauernkleidung um 'nem Holzstock gegen den Ork an, hat sich getäuscht. Für diese Exemplare ist schon einge gewisse Ausrüstung nötig. Außerdem bringt es nicht viel, einfach drauf los zu rennen und dem Ork ein paar Schwerthiebe zu geben. Man sollte den Hieben des Orks ausweichen oder versuchen sie zu blocken. Nur dann ist ein Sieg sicher.
Die Steuerung ist Piranha Bytes wie auch im Vorgänger sehr gut gelungen. Fast wie in Teil eins bewegt ihr euch, schlagt zu und wählt eure Waffen aus. Mit einem Druck auf Tab seht ihr euer Inventar, M zeigt euch die Karte und C den Charakterbildschirm. Steht ihr vor einem Gegner, visiert ihr ihn mit gedrückter linker Maustaste an und schlagt mit W, S, A und D zu. S ist dabei zum Blocken gedacht.
Die Soundeffekte sind geworden, wie man sie besser nicht machen könnte. NPC's unterhalten sich, Vögel zwitschern und das Unterholz im Wald raschelt verdächtig.
Ebenfalls die Grafik lässt so ziemlich keine Wünsche mehr offen. In den dichten Wäldern scheint die Sonne durch die Baumspitzen, Blätter fallen von den Bäumen und die Landschaften sehen extrem real aus. Auch der Tag-/Nachtwechsel wurde perfekt umgesetzt. So geht die Sonne langsam unter und nachts könnt ihr im Wald nur noch mit einer Fackel etwas sehen. Auch die Gesichter der NPC's sind perfekt animiert. Besonders die enorme Weitsicht überzeugt. So könnt ihr von Xardas' Turm schon fast in's drei Kilometer entfernte Khorinis blicken.

Fazit:
Spieler von Ultima 9 oder sogar des Vorgängers von Gothic zwei, Gothic eins, sollten sich dieses Spiel auf jedenfall zulegen. Es erzählt die Geschichte des Helden weiter, hat eine schier unendlich große Welt, liefert unglaublich gute Grafik und Soundeffekte und macht wochenlang Spaß. So lange braucht man auch, um wirklich alles in der Gothic-Welt zu erkunden.

Negative Aspekte:
Nichts

Positive Aspekte:
Fast unendlich große Welt, geniale Grafik, tolle Soundeffekte, leichte Steuerung

Infos zur Spielzeit:
badtaste hat sich 100+ Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

Spielspaß Singleplayer

Wertung von:
badtaste

9.2
Gamezone
Spielspaß-Wertung
9/10
Spielspaß Multiplayer
-
Grafik
9/10
Steuerung
9/10
Sound
9/10
Gameplay
10/10
Benutzer
Moderation
03.10.2003 14:10 Uhr
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