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  • Grand Theft Auto Advance: Liberty City für die Hosentasche - der perfekte Reiseführer - Leser-Test von xilver

    Grand Theft Auto Advance: Liberty City für die Hosentasche - der perfekte Reiseführer - Leser-Test von xilver Nintendos Handheld kennt jeder, GTA auch. Und obwohl sich Rockstar, Konsolenmäßig, auf die XBox und die Playstation beschränkt, schickt die Skandalspieleschmiede ihr Vorzeigeobjekt nun schon zum dritten mal auf den Gameboy. Hat sich die Entwicklung auch gelohnt, oder ist Grand Theft Auto auch wieder nur eine sinnlose, billige Portierung eines Actionspiels auf den gar nicht mal so schlechten Gameboy, wie es schon bei Prince of Persia oder Splinter Cell passierte?

    Man erinnere sich, damals, als es noch kein voll-3D-gerendertes Liberty City gab, man seinen nur aus wenigen Pixel bestehenden Protagonisten wild umherballernd, fahrend, springend, laufend (...) durch die Pixelstadt jagen liess und reihenweise virtuelle Leben vernichtete, Autos schrottete und zwischendurch sogar mal etwas Musik in einem schmucken Sportwagen hören konnte. Mit anderen Worten: man erinnere sich an die ersten drei teile der Serie. Vor allem an GTA2, das auch schon für den Gameboy herauskam.
    Das gute alte GTA-Feeling kommt beim neuen Teil genau so auf, wie bei den Originalspielen. Zwar bleibt einem nur eine Stadt (wir erinnern uns, in GTA konnte man seinerzeit durch mehrere Metropolen metzeln) vorbehalten, aber die hat es in sich. Das Rockstar mittlerweile mit GTA-Titeln um sich wirft und in jedem eine andere Stadt zu finden ist, fällt dabei nicht negativ auf. Liberty City ist in der GBA-Variante, laut Hersteller, doppelt so groß wie die des 3D ablegers GTA3. Und reichlich geschmückt. In gar nicht mal so schlechter 2 1/2D Grafik sehen wir Gassen, Häuser, Autos und Pixelmännchen.
    2 1/2D? Ja. Diese eher Satierische bezeichnung für alte Spiele wie Pandemonium passt bei Grand Theft Auto Advance perfekt. Die Stadt ist ansatzweise in 3D gehalten, die häuser "drehen" sich, je nach aktueller Position. So sehen Sie das Haus mit den 3 Großen "X", das nahe ihres Versteckes steht, fast von allen Seiten, während Sie mit den Pixelkarren durch die gegend fahren.
    Diese wiederum sind eher nüchtern ausgefallen. Zwar können Sie die fahrzeuge komplett drehen, sowohl auf die Seite, was bei manchen Zusammenstößen passiert, aufs Dach, ebenfalls durch zusammenstöße, oder eben die angestammten Räder auf den Boden, aber hier hätte man noch einiges herausholen können. So sieht der dicke Monstertruck von oben genau so aus wie der geklaute Mini-Verschnitt in knallgrün. nur wenn sich die Kiste dreht, erkennen Sie das wahre reifenpotential ihres Gefährtes - was ihnen aber auch nicht viel bringt - die Autos fahren allesamt nahezu identisch, nur in der Geschwindigkeit gibt es hier und da Abstriche bzw. Aufschläge. Die Polizeiautos erkennen Sie am anfang des Spiels kaum und auch die generelle Ausbeute an verschiedenen Automodellen ist schwindelerregend gering. An sonsten ist alles beim alten geblieben: fahren Sie zu oft vor die Wand, Autos oder andere Im-Weg-Stehen-Sachen, gibt es erst weissen, dann schwarzen Rauch - ihr auto fährt auch schlechter - und letztendlich Feuer, welches dann letztendlich zur Explosion ihres Fahrzeuges führt - und Sie ins Nirvana befördert, sollten Sie das Auto nicht früh genug verlassen können. Auch das liegen auf dem Dach führt, wie schon damals, zur Explosion.
    Und wo wir schon bei Explosiv sind, kann auch passend die Story hier hinein verknüpft werden: diese kann einerseits als standard GTA-Kost angesehen werden, andererseits aber auch als frischen Wind in der Serie. Rockstar, bzw. Digital Eclipse hat sich nicht mehr Tommy Vercetties bedient, um die Stadt an den rand des totalen Bandenkrieges zu bringen, sondern einen neuen, unverbrauchten Charakter: Mike.
    Mike sieht in den - übrigens nur duch stille Bilder und Text erzählten zwischensequenzen erzählten - Zwischensequenzen aus, wie ein wandelnder Boxsack der Zurückschlägt. Und Mike hat ein Problem - wie sollte es in Liberty City auch sein: Er und sein Mentor/Freund Vinnie wollen aus LC fliehen um in irgend einer kleineren Stadt zu den Obergangstern aufzusteigen - weil sie in LC nicht ankommen. Dafür brauchen sie natürlich geld. Und so erledigt man, wie immer, minispielartig, Jobs, die größtenteils mit töten, Drogen, Huren und Autos zu tun haben. Und als genug Geld zusammen ist, geht Vinnie mitsamt dem Geld in einer Explosion in Flammen auf. Mehr wird nicht verraten. Die Story klingt also einerseits wieder nach dem guten alten "Ich brauche Geld und arbeite für die Mafia oder andere Banden um es zu bekommen"-Stil, hat aber diesmal einen wirklich gut ausgearbeiteten Hintergrund, vor dem Mike versucht, die Mörder seines Mentors zu finden.
    Leider hat dieser Hintergrund auch Schattenseiten: Die Dialoge, durch die man sich vor den Missionen lesen muss, kommen Aufgesetzt und übertrieben Heroisch darüber. So sagt uns zum beispiel Vinnie, das wir Geld brauchen um aus LC zu entkommen. Mike sagt dann mit seinem Boxsackgesicht nicht etwa "Und wie bekommen wir es?", wie es jeder gesunde Menschenverstand tun würde, sondern "Ich steh hinter dir, Vinnie. Du hast mich damals von der Straße geholt und mich zurück auf meine Füße gebracht". Auch ein anderes mal redet Mike mit seinem Kumpel 8-Ball, der ihn bittet ein Paket herumzufahren. Für Mike ist das mit einem "Ok" nicht gegessen, sondern er muss wieder heroisch werden: "Ja. Verdammt. Entschuldige ich kann für nichts garantieren wenn ich die Typen in die Finger bekomme die Vinnie auf dem Gewissen haben!". Das ganze ist übrigens nicht nur in der deutschen Version so, sondern auch in der englischen, die im Spiel natürlich auch, wie die spanische, französische und italienische Version enthalten ist.
    Diese dialoge sind nicht das einzige, das die Stimmung, die sonst recht gut im Spiel ist, sehr drückt: der Sound war ja noch nie eine Stärke von Nintendos handheld, auch wenn die Qualität reicht, um MP3-Musikstücke abzuspielen. Aber große Musikstücke brauchen platz, und die fehlt den Gameboy Advance Modulen einfach. So haben Sie im Spiel nicht gerade authentische Reifensounds, das Quietschen der Reifen ist eher mit dem lauten Zwitschern eines Heimischen Singvogels zu vergleichen und die Musik die aus dem Radio kommt klingt nicht grade professionell Komponiert. Was allerdings dem ganzen die Krone aufsetzt, ist die Tatsache, das die Entwickler anscheinend einen Punkt der GTA-Serie unbedingt übernehmen mussten: man kann den Polizeifunk mithören. Nur leider ist er auf dem GBA-Modul sehr schlecht rüberbekommen, alles was man hört ist ein Blechernes "MMMfffgh Brrrbl Gnnnrer Sth" durch die Lautsprecher des Gameboys - eher nervig als sinnvoll. Allerdings gibt es beim Sound auch Lichtblicke: Hupende Autos, Schrillende Polizei und Krankenwagen Sirenen und Waffen machen das Spiel wieder zu einem würdigen GTA-Ableger.
    Letztere sind übrigens wieder in schön großer Anzahl enthalten: 11 Aua-Maschinen und Gegenstände stehen ihnen zur verfügung, um in LC Tod und Schrecken zu verbreiten. angefangen bei Baseballschläger und Pistole bis hin zum Raketenwerfer und Molotowcocktail. Und auch das Auto kann eine Wirksame Waffe sein - allerdings wurde die gemeine "10 $ Pro totem Fußgänger" Funktion abgeschaltet, wie sie noch bei den Alten teilen vorhanden war. Motorräder oder Fahrräder gibts im Spiel übrigens nicht.

    Zum Fazit:
    Grand Theft Auto Advance ist ein guter Ableger der "Großen Brüder" der GTA-Serie. Das Feeling im Spiel selbst stimmt, auch wenn es teilweise sehr billig rüberkommt. Über die Grafik kann man in den meissten Punkten nicht meckern, die autos sind in ihrem "Auf-Vier-Rädern" Zustand um 360° drehbar. Auch die Waffenvielfalt und die verschiedenen effekte sowie die Missionen sind abwechslungsreich gestaltet. Einziger Kritikpunkt sind der Sound und die aufbereitung der an sonsten recht unterhaltsamen Story.
    Da das Spiel mittlerweile für 20 € zu haben ist, lautet die Empfehlung, sowohl an fans der alten GTA-Titel als auch an Freunde der 3D-Generation: Zugreifen, wenn auch etwas bedingt.

    Negative Aspekte:
    Strohdummer Potagonist der in den Dialogen den heroischen Helden spielt, Sound geht selbst auf dem GBA besser, wenig Autos, teliweise verwirrende Wege auf der Karte, wenig Automodelle in der Stadt unterwegs

    Positive Aspekte:
    Altes Feeling wieder da, riesige, lebendige Stadt, klasse Grafik, Motivierende Handlung/Waffensystem/Autoklau (etc) und einfach der Killer-Spaß-Faktor der GTA Reihe

    Infos zur Spielzeit:
    xilver hat sich 2-10 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Grand Theft Auto Advance

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: xilver
    8.0
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Steuerung
    9/10
    Sound
    4/10
    Gameplay
    10/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Grand Theft Auto Advance
    Grand Theft Auto Advance
    Publisher
    Rockstar Games
    Developer
    Digital Eclipse
    Release
    01.05.2005

    Aktuelle Action-Spiele Releases

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Grand Theft Auto Advance
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28.06.2006
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