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  • Grom: Terror in Tibet! im Gamezone-Test

    Inzwischen kann man sich über den Nachschub an klassischen Klick&Point Adventures wahrlich nicht mehr beschweren. Nach "Syberia" und "Runaway" ist nun mit "Grom - Terror in Tibet" ein weiteres aktuelles Adventure zu haben das in klassischer Manier bedient werden will, dabei aber kein bisschen Alt aussieht. Um der Sache trotzdem etwas an Geschwindigkeit zu verpassen, besitzt "Grom" ein Echtzeit-Kampfsystem, welches so manchem RPG gut zu Gesicht stünde. Doch bevor wir uns in technischen Einzelheiten verlieren beginnen wir lieber ganz von Vorne.

    Colonel Grom ist ein Mensch mit Prinzipien. Prinzipiell versucht er soviel Gewinn wie möglich aus allem zu schlagen. Dies macht er meist gemeinsam mit seinem Freund Petr, mit dem er von Stadt zu Stadt zieht. Verschlagen hat es ihn in diese staubige Gegend eigentlich nur weil er den Geistern seiner Vergangenheit, wie er seine Erinnerungen zu nennen pflegt, entfliehen möchte. Diese Geister kommen in der Regel in braunen Uniformen daher und schmücken sich mit verdrehten Sonnenrädern. Nie hätte er geglaubt, dass diese Menschen eines Tages bis zu ihm nach Tibet vordringen würden, bis er eines ihrer Luftschiffe am Himmel sah. Niemand glaubte ihm und die britischen Soldaten hatten nur Gelächter für ihn über. Keiner ahnte zu diesem Zeitpunkt was die deutschen Soldaten wirklich im Schilde führten, denn ihre Anwesenheit war kein Zufall, sie waren auf der Suche nach etwas ganz bestimmten. Der Sagen nach nämlich soll irgendwo in Tibet die verlorene Stadt des Königs Arjuna verborgen liegen, in der man die zwölf mysteriösen Waffen des Königs vermutet, von denen schon eine einzige stark genug ist um ganze Länder zu zerstören. Diese Waffen suchen die Nazis und es liegt an Colonel Grom und seinem treuen Begleiter die Welt vor der Gier der Nazis zu schützen.

    Schon im einleitendem Tutorial bemerkt man das etwas vom bekannten System abweichende Spielprinzip. So beginnen wir schon mit zwei Charakteren die Geschichte welche beide direkt von uns gesteuert werden können. Zudem kann man jedem der Charaktere eine gewisse Grundhaltung befehlen, wie Schützen oder Angreifen, an die er sich hält wenn er nicht selektiert wurde. Befehlen wir Petr zum Beispiel er solle in die Hocke gehen und nur angreifen um sich zu verteidigen, können wir Grom vorschicken während er von Petr Feuerschutz bekommt. Die Kämpfe nämlich laufen in Echtzeit ab, es agieren also alle Charaktere gleichzeitig, die nicht selektierten ihren Einstellungen nach und der Selektierte je nachdem welchen Befehl wir ihm zuklicken. Ein zusätzliches Rätselelement entsteht noch dazu durch den Umstand, dass Petr genauso wie Grom und auch das Maultier eine eigene Tasche besitzen. Die Gegenstände in diesen Taschen können zwischen den Mitgliedern der Gruppe frei getauscht werden, vorausgesetzt der Platz reicht noch. Dies betrifft nicht nur die normalen Ausrüstungsgegenstände sondern auch die Waffen, Munition und Heilmittel, wie Verbandskästen oder Zaubersteine. Es empfiehlt sich also die Waren vernünftig unter den Parteien aufzuteilen, da es wenig Sinn macht Grom die Schrotmunition tragen zu lassen wenn Petr das Schrotgewehr besitzt, da man im Kampf meist nicht auch noch die Zeit hat die Waren untereinander auszutauschen. Doch auch mit den Händlern ist es so eine Sache, denn nicht jeder ist uns sympathisch. Alte Freunde von Petr zum Beispiel sollte man auch mit ihm verhandeln lassen und nicht mit Grom, der leicht aus der Haut fährt und damit schon so manches Geschäft ruiniert hat. Dafür ist Grom wesentlich geschickter und macht sich schneller Freunde, indem er hilft entlaufenes Getier wieder einzufangen oder Kaputtes zu reparieren.

    Die Entwickler haben es also wunderbar geschafft den Echtzeitkampf in ein normales Klick&Point-Adventure zu integrieren, ohne das typische Feeling zu verlieren. Dafür konnten im Game recht überraschende Wendungen eingebaut werden, welche entstehen wenn man "zufällig" zwei Banditen in die Arme läuft an die man sich besser von hinten herangeschlichen hätte. Da bereits der Tod eines Mitgliedes das Spielende mit sich bringt, sind beide Spielfiguren gleich wichtig, trotz ihrer unterschiedlichen Veranlagung. Selbst das Maultier ist unabdingbar und kann deswegen an einem sicheren Ort abgestellt werden.

    Das Game präsentiert sich durchgehend in gelungenem Comiclook in den sich die Charaktere hervorragend einbinden. Trotz ihrer 2D Vorlage werden Höhenunterschiede oder Vorsprünge ins Game mit einbezogen, Figuren können also hinter Felsen oder Häusern Deckung nehmen und je höher ihr Standpunkt ist desto weiter sehen sie und umso genauer können sie zielen. Die Kamera nimmt dabei immer dieselbe Stellung über dem Geschehen ein und versucht die beiden Hauptdarsteller wenn möglichst immer in der Bildmitte zu halten. Demzufolge kann man immer nur einen bestimmten Umkreis um die Zwei beobachten, da sich die Kamera nicht weiter verschieben lässt. Bei noch nicht erkundeten Arealen macht dies durchaus Sinn, da man kaum Lokalitäten kennen kann die man noch nicht betreten hat, kennt man (z.B.) die Stadt aber schon auswendig, wäre es ganz nett gewesen die Kamera an diese Orte hin bewegen zu können, da man so mitunter auf der Suche nach bestimmten Dingen die zwei armen Kerle Meter für Meter von einem Ende der Map zum anderen Ende dirigieren muss. Der Vorteil dieser Mechanik allerdings ist, dass man seine Protagonisten nie aus den Augen verlieren kann.

    Die Steuerung ist so einfach wie genial geworden. Sämtliche Funktionen können mit der Maus ausgelöst werden ohne auch nur eine einzige Taste auf dem Keyboard zu benötigen. Dabei ist im Normalbetrieb von dem Interface kaum etwas zu sehen, bis auf die Köpfe der Charaktere am oberen Bildschirmrand, inkl. des Maultiers. Mit Klick auf diese kann man entsprechender Person (oder Tier) die gewünschte Waffe zugeordnet werden, von der Faust bis zum Gewehr, oder der mitgeführte Rucksack geöffnet werden. Weitere Möglichkeiten verstecken sich hinter einer drehbaren Uhr, welche erscheint sobald man den Mauszeiger mit gedrückter Taste über eine unbenutzte Stelle am Schirm schiebt. Diese dient dazu direkte Befehle an den entsprechenden Charakter zu senden, wie Angreifen, Verteidigen, Hinlegen oder Aufstehen.

    Das i-Tüpfelchen zur gesamt gelungenen Präsentation liefert die Soundkulisse, die sich dezent im Hintergrund hält aber nie zum erliegen kommt. Immer gibt es etwas im Hintergrund zu hören während sich unsere beiden Hauptdarsteller miteinander unterhalten oder einfach nur ihres Weges gehen. Musik wird sparsam und gezielt eingesetzt, meist in den Zwischensequenzen um die Spannung zu steigern oder um den Eindruck eines bestimmten Ortes zu verstärken. Schade, dass nicht alle Gespräche mit Stimmen unterlegt sind, teilweise gibt es die Konversation nur zum mitlesen.

    Grom: Terror in Tibet! (PC)

    Singleplayer
    8 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Wunderbar integriertes Echtzeit-Kampfsystem
    stimmige Gesamtpräsentation
    gelungener Comiclook
    Nur manche Gespräche wurden synchronisiert
    teilweise nur Textausgabe
  • Grom: Terror in Tibet!
    Grom: Terror in Tibet!
    Publisher
    cdv Software Entertainment AG (DE)
    Developer
    Rebelmind
    Release
    01.2003

    Aktuelle Rollenspiel-Spiele Releases

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    Cover Packshot von Candle Release: Candle Daedalic Entertainment
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989007
Grom: Terror in Tibet!
Grom: Terror in Tibet! im Gamezone-Test
http://www.gamezone.de/Grom-Terror-in-Tibet-Spiel-4732/Tests/Grom-Terror-in-Tibet-im-Gamezone-Test-989007/
02.12.2002
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/02/ACFD09.jpg
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