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  • Ground Control 2: Operation Exodus im Gamezone-Test

    Echtzeittaktik vom Feinsten: Hier stimmt nicht nur die Grafik, sondern auch das Gameplay!

    Nicht nur grafisch ein echter Hammer!

    Ground Control 2 spielt ca. 200 Jahre nach den Ereignissen des ersten Teils und handelt vom Konflikt zwischen der Northern Star Alliance (NSA) und der terranischen Allianz. Die Allianz überrascht die freiheitsliebende NSA mit einem vernichtenden Angriff auf deren Zivilbevölkerung, bei dem sie von einer normalerweise friedlichen, außerirdischen Spezies unterstützt wird. Ihr müsst nun herausfinden, warum die so genannten Vironen sich plötzlich in den verbitterten Kampf einmischen und die hinterhältige Allianz ein für alle Mal zurückschlagen. Die Story von Ground Control 2 hört sich vielleicht etwas klischeebeladen an, sie kommt aber durch eine prächtige Inszenierung, beeindruckende Videos und hervorragend ausgearbeitete Charaktere richtig gut rüber und lässt euch spätestens nach der fünften Mission so richtig mitfiebern. Besonders Captain Jacob Angelus, General Warhurst und Dr. Alice McNeal wachsen einem schnell ans Herz und es macht einfach mal wieder Spaß ein Spiel dieses Genres zu spielen, bei dem die einzelnen Figuren nicht nur ein vom Krieg gezeichnetes Gesicht, sondern auch eine Hintergrundgeschichte zu bieten haben.

    Die Entwickler von Massive Entertainment sehen ihr Spiel weniger als Vertreter der Echtzeitstrategie, sondern vielmehr als ausgewachsene Echtzeittaktik. Obwohl man Ground Control 2 auch locker mit Größen des beliebten Genres der Echtzeitstrategie verwechseln könnte, überrascht es doch mit angenehm überraschenden Eigenarten: Wie schon im Vorgänger gibt es auch in diesem Teil keine Ressourcen und auch keinen Basisbau, sondern das Spielprinzip dreht sich ganz stark um den effektiven Umgang mit den verfügbaren Einheiten. An dieser Stelle kommt die große Neuerung im Vergleich zum Vorgänger ins Spiel: Ihr seid nun nicht mehr auf eine zu Beginn fest vorgegebene Truppe angewiesen, sondern könnt fast jederzeit Verstärkung anfordern. Die kommt auch ziemlich fix per Dropship angesegelt und wird mit so genannten Beschaffungspunkten (BP) bezahlt. Diese Punkte sind also so etwas Ähnliches wie eine klassische Ressource, werden allerdings nur durch das Erledigen von Feinden und das Erobern von strategisch wichtigen Positionen auf der Karte verdient. Auch solltet ihr das Dropship nicht beliebig oft rufen, denn umso häufiger man Verstärkung anfordert, um so teuer wird. Dafür darf man aber auch das anfangs eher unscheinbare Dropship mit zahlreichen Waffen und Rüstungen bestücken, um es somit gegen feindliche Angriffe sicherer zu machen oder es später sogar gezielt gegen die lästigen Widersacher einsetzen zu können.

    Auch muss man sich manchmal die Verfügbarkeit des Landeschiffs erst erarbeiten, denn in Ground Control 2 dreht sich alles um die so genannten Siegpositionen und die Lanzezonen: Wenn man lange genug mit seiner Truppe auf einer Siegposition verharrt, wechselt selbige die Farbe und bringt zudem noch ein nettes Sümmchen BP's auf Konto. Mit den etwas größeren Landezonen verhält es sich ebenso, nur sind sie die einzige Möglichkeit die lebenswichtigen Verstärkungen ins Kampfgebiet bringen zu können und sollten deshalb grundsätzlich von einem kleinen Spezialkommando bewacht werden. In der Einzelspielerkampagne sind die Landezonen und Siegpositionen sehr oft wichtiger Gegenstand des Missionsdesigns, im Mehrspielermodus geht es grundsätzlich um das Erobern und Halten dieser Stellungen, denn ohne einer gut gesicherten Landezone wird man sehr schnell überrannt und hat danach kaum noch eine Chance das Blatt wenden zu können.

    Das Spiel setzt also ganz klar auf den taktisch klugen Umgang mit den zur Verfügung stehenden Einheiten, erlaubt aber auch so manche Fehlentscheidung des Hobby-Feldherren auszubügeln, indem man Verstärkung per Funk bestellen kann. Die NSA hat insgesamt 15 verschiedene Einheiten im Angebot und selbstverständlich gilt auch hier der gute alte Grundsatz, dass jede Einheit im Kampf bestimmte Stärken und Schwächen hat. Ein ganz besonders taktisches und ziemlich innovatives Element kommt allerdings durch die Innovation des alternativen Feuers ins Spiel: Nahezu jede Einheit kann per Tastendruck in den alternativen Modus versetzt werden und verändert dadurch ihre kämpferischen Fähigkeiten enorm: Aus einem Raketen-Laster wird somit kurzerhand ein mobiles Schutzschild gegen die feindliche Artillerie oder aus einem ganz normalen Soldat ein hocheffektiver Raketenwerfer. Bis man alle Stärken und Schwächen der Einheiten sowie deren verschiedene Feuermodi einmal erforscht hat, vergeht schon eine gewisse Zeit und dies sorgt wiederum für jede Menge Abwechslung und Motivation. Das sich Höhenunterschiede, Wetterverhältnisse und üppige Vegetation auf die Sicht- und Schussreichweite der Einheiten auswirken, ist bei Ground Control 2 natürlich selbstverständlich. Genauso wie der starke und taktisch wichtige Einbezug der Gebäude, in denen ein paar gut postierte Scharfschützen ganze Kampfverbände aufhalten können. Einzig und allein die künstliche Intelligenz des Spiels wird manchmal zum Ärgernis, denn nicht immer bewegen sich alle Einheiten gleichmäßig auf dem besten Weg zum gewünschten Ziel. Da kann es, ganz nach alter "Command & Conquer-Tradition", schon mal passieren, dass die ein oder andere Einheit völlig unverständliche Routen durch das feindliche Gebiet nehmen möchte, weshalb man öfters dazu gezwungen ist, manuell mit der einigen Zusatzklicks nachzuhelfen. Der PC-Stratege von heute ist diesen Umstand mittlerweile nur zu gut gewohnt, weshalb dieses Manko auch nicht sonderlich schlimm ist, es nur eben bei einen so durchweg gelungenem Spiel ganz besonders deutlich auffällt.

    Die abwechslungsreich gestalteten Missionen werden fast immer mit einem kurzen Briefing in Echtzeitgrafik eingeleitet, dabei sorgen neben der fantastischen Grafik ganz besonders die Gespräche zwischen dem General und Captain Angelus für jede Menge Atmosphäre. Man hat während dieser Missionen endlich mal wieder das gute Gefühl, eine richtig spannende Geschichte spielerisch mitzuerleben und ist aufgrund der anspruchsvollen Aufgaben auch ständig gefordert. Haupt- und Nebenziele werden auf einem kleinen Übersichtsbildschirm angezeigt, durch die ausgeprägte und wendungsreiche Story gilt es hier sehr oft ein paar wichtige Änderungen und Ergänzungen nachzulesen. Auch gibt es hin und wieder eine Mission nach dem Stealth-Prinzip, hier muss man unbemerkt mit einer Handvoll Scharfschützen in feindliche Basen eindringen. Nachdem man die Kampagne der NSA abgeschlossen hat, geht es direkt im Anschluss mit den Missionen der Vironen weiter, welche nochmals für so manche Überraschung gut ist: Diese Aliens haben zwar recht ähnlich einsetzbare Einheiten wie die NSA, einige davon lassen sich jedoch während des Einsatzes miteinander verschmelzen, was wiederum völlig neue und bessere Einheiten aus ihnen werden lässt. Dank des überaus innovativen Verschmelzungsfeatures bringt die Kampagne der Vironen nochmals eine Menge Abwechslung ins Spiel und man findet schnell Gefallen daran, die einzelnen Vor- und Nachteile der Einheiten ganz neu zu entdecken. Schade nur, dass man das terranische Imperium nicht als dritte Rasse spielbar gemacht hat, genügend interessante Einheiten hätte Kaiserin Vlaana allemal zu bieten gehabt.

    Kommen wir nun zu dem Absatz, auf den ich mich schon die ganze Zeit gefreut habe: Der obligatorischen Bewertung der technischen Umsetzung, insbesondere der Grafik. Die ist nämlich bei Ground Control 2 wirklich sensationell ausgefallen und man kann sich als Spieler an den wunderschön anzusehenden Wasserflächen und Himmeltexturen gar nicht genug satt sehen. Aber auch die Partikeleffekte fliegen einem hier alle Nase lang um die Ohren, weshalb besonders in den Kämpfen ein regelrechtes Feuerwerk entsteht. Unser großes Lob für die Entwickler dieser mehr als leistungsfähigen Grafikengine könnte aber auch auf die etwas andere Kamerasteuerung zurückzuführen sein: Ihr habt zwar die Möglichkeit das Spielgeschehen auf die klassische Weise, also mit Blick von oben, zu erleben, jedoch entfaltet das Spiel seine wahre Pracht erst dann, wenn man die virtuelle Kamera komplett selbst in die Hand nimmt. Dies verlangt gerade zu Anfang einiges an Fingerspitzengefühl, wenn man jedoch die Tastenbelegung in ein für Egoshooter übliches Layout transformiert hat, geht das Ganze recht einfach von der Hand und man kann sich an der enorm detaillierten und wirklich zukunftsweisenden Optik erst richtig erfreuen. Obwohl Ground Control 2 über ein paar wirklich schöne Renderfilmchen verfügt, ist es eher die Echtzeitgrafik die einen so begeistert und gerade während der kurzen aber schönen Zwischensequenzen in Spielegrafik sitzt man schon mal mit offenen Mund vorm Rechner.

    Doch nicht nur die Grafik ist hervorragend ausgefallen, auch die musikalische Untermalung bedarf besonderer Erwähnung, denn die gebotenen Stücke sind alles andere als Standardgedudel und sorgen für einiges an glaubhafter Atmosphäre. Genau wie die hervorragenden Sprecher der deutschen Version: Zwar hat man gerade zu Beginn des Spiel noch das unangenehme Gefühl, als kämen die Sprecher nicht so richtig aus sich heraus, doch spätestens nach den ersten paar Missionen tauen die Damen und Herren so richtig auf und man ist schließlich doch von ihrem verbalen Können überzeugt. Lediglich das genretypische Problemchen mit den nervenden Befehlsbestätigungen ist auch hier wieder vorhanden und obwohl die Kommentare der Einheiten ganz gut gelungen sind, wird man schon bald zum virtuellen Lautstärkeregler greifen.

    Ground Control 2: Operation Exodus (PC)

    Singleplayer
    9 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    9/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    wunderschöne Grafik
    tolle Story
    sehr taktisches aber dennoch actionreiches Gameplay
    umfangreiche Kampagne
    alternativer Feuermodus
    atmosphärische Musik
    inklusive Missionseditor
    auch als Special Edition mit tollem Making-Of erhältlich
    Probleme bei der Wegfindung
    Terraner nicht spielbar
    nervende Befehlsbestätigungen
  • Ground Control 2: Operation Exodus
    Ground Control 2: Operation Exodus
    Publisher
    Vivendi
    Developer
    Massive Development
    Release
    18.06.2004

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989913
Ground Control 2: Operation Exodus
Ground Control 2: Operation Exodus im Gamezone-Test
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http://www.gamezone.de/Ground-Control-2-Operation-Exodus-Spiel-4755/Tests/Ground-Control-2-Operation-Exodus-im-Gamezone-Test-989913/
17.06.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/06/groundcontrol1-alternativ1.jpg
tests