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  • Guilty Gear: Dust Strikers im Gamezone-Test

    Mutig geht man neue Wege und lehnt sich ein wenig bei "Super Smash Brothers" an. Eine gute Entscheidung?

    Heutzutage muss immer alles schöner, schneller und besser sein. Die Grafik kann gar nicht gut genug sein und der Sound muss fetzen. Doch nicht in jedem Genre ist das so. Obwohl auch die Beat'em'Ups den Sprung in die dreidimensionale Welt ganz gut überstanden haben und solche Ableger wie "Tekken", "Dead or Alive" oder "Virtua Fighter" sehr viele Fans haben, gibt es auch noch den treuen Stamm der Retro-Prügler. Die klassischen 2D Beat'em'Ups gelten bei vielen als die einzig wahren Prügelspiele und genau aus diesem Grund gibt es auch heute noch einige Games mit diesem vermeintlich altmodischen Stil. Eines davon ist "Guilty Gear". Nun erscheint der neuste Ableger der Serie auf Nintendos DS. In 2D, allerdings mit neuen Spielelementen. Ob diese eine Bereicherung darstellen oder eher schädlich für den guten Ruf sind, haben wir für euch in Erfahrung gebracht.

    Klassisches Spielprinzip ade!

    Guilty Gear: Dust Strikers Guilty Gear: Dust Strikers Bislang erfreute sich die Guilty Gear Serie großer Beliebtheit. Sie etablierte sich als solider 2D-Prügler und hat zahlreiche Fans, welche die Spiele rund um Ky Kiske, Venom, Bridget und Co. verehren. Wer keine neuen Ideen entwickelt und einem immer wieder das nahezu identische Spielprinzip auftischt, der läuft natürlich Gefahr, dass die Serie irgendwann zerrissen und als innovationsarm bezeichnet wird. Daher hat man sich für den Nintendo DS etwas ganz besonderes einfallen lassen. Man hält zwar weiter am Stil des Spiels fest und belässt alles in 2D-Optik, doch das klassische Kampfsystem wurde völlig über den Haufen geworfen. Gekämpft wird jetzt nicht mehr nur von links nach rechts (bzw. rechts nach links), sondern in allen erdenklichen Himmelsrichtungen - oben, unten, links, rechts. Doch wie muss man sich das vorstellen?

    Guilty Gear goes Super Smash Brothers?

    Guilty Gear: Dust Strikers Guilty Gear: Dust Strikers Bei dieser Überschrift, wird der ein oder andere die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Guilty Gear und Super Smash Brothers hatten bislang etwa soviel gemeinsam wie Fischbrötchen und Salami-Pizza - also so gut wie gar nichts. Doch Fans seien zunächst ein wenig beruhigt. Es ist nicht so, dass nun plötzlich bunte Knuddelwesen durchs Bild huschen oder wilde Gefechte mit Feuerblumen, Baseballschlägern oder glitzernden Sternenstäben ausgetragen werden müssen. Es geht vielmehr um die Art des Kämpfens und den Aufbau der Arena. Gewöhnliche 2D Beat'em'Ups funktionieren in der Regel so, dass man auf einer Ebene kämpft. Diese hat meist keine weiteren Plattformen, auf die man mal eben springen kann, denn es geht ja um den Kampf an sich und nicht um wildes Herumhüpfen. Das ist bei "Guilty Gear Dust Strikers" nun definitiv anders. Die Arenen erstrecken sich über beide Screens des Nintendo DS und sind daher mit mehreren Stockwerken versehen. Das hat die Konsequenz, dass die Kämpfe nicht mehr so stark auf direkte Konfrontation ausgelegt sind, sondern nun auch viel Raum zur Flucht bieten. Hat man einige Treffer einstecken müssen, so zieht man sich zurück und versucht aus der Ferne weiterzukämpfen und seinen Gegner auf Distanz zu halten. So wirklich gelingen wird aber auch das nicht, aber man kann sich auf die Suche nach Power-Ups machen. Ja, richtig gelesen: Power-Ups! Allerdings nicht die Klassiker wie Bananenschalen oder Schildkrötenpanzer, sondern solche Dinge wie Bomben, Blitze, Fleisch, Frost und andere Nettigkeiten. Diese kleinen Kampfverstärker tauchen wahllos irgendwo auf den beiden Bildschirmen auf und können eingesammelt werden. Immer nur einer auf einmal. Um den Gegenstand zu aktivieren muss ein Symbol auf dem Touchscreen angetippt werden. Mitten im Eifer des Gefechts. Dann wird der Kontrahent vereist, durch die Kraft der Bomben oder Blitze verletzt oder aber die eigene Energie wieder ein wenig aufgefrischt. Es ist jedoch ziemlich ärgerlich, wenn man seinen Gegenspieler ordentlich bearbeitet hat und dieser dann mal eben Energie tanken geht und die Verletzungen, die man ihm mühevoll zugefügt hat, wieder verheilen.

    Vier Kämpfer, zwei Screens - Hektik!

    Guilty Gear: Dust Strikers Guilty Gear: Dust Strikers In den verschiedenen Modi kommt es häufig vor, dass man nicht nur einen Kämpfer besiegen muss, sondern gleich drei Stück. So ist es beispielsweise im Story-Modus. Nachdem ein kurzer und extremst belangloser Smalltalk zwischen den Kämpfern geführte wurde (so nach dem Motto: "Oh was machst denn du hier? Keinen Schritt weiter, wir müssen nun kämpfen!") stürzen sich dann vier Leute ins Gefecht, hüpfen über zwei Bildschirme, schlagen wahllos aufeinander ein und wissen irgendwann gar nicht mehr wo unten und oben ist. Im Gegensatz zu den normalen Spielen der Guilty Gear Serie sind Special Moves relativ einfach auszuführen. Oft reichen einzelne Tasten oder simple Kombinationen, was irgendwie den Spaß schmälert, denn so ist es nichts besonderes mehr, spektakuläre Aktionen auszuführen. Doch dafür treffen diese mehr aus Zufall und Glück als aus Können. Die Kämpfer rasen so schnell über die Bildfläche, dass man im Grunde gar kein Ziel hat, auf das man sich richtet, sondern orientierungslos irgendwo ins Leere prügelt, mit der Hoffnung, dass mal jemand in die Attacke rennt. Sobald man sich auf einen Gegner konzentriert hat, ist dieser auch schon wieder weg. Es sei denn man hat ihn in die Ecke gedrängt, aber selbst da findet kein ernsthafter Kampf statt. Eigentlich reicht es, die ganze Zeit wild auf die Knöpfe zu hämmern. Dies kann man auch mit menschlichen Freunden tun - jedoch nur dann, wenn jeder das Spiel besitzt. Neben den gewöhnlichen Modi gibt es auch noch die Robo Ky Factory. Hier baut man sich seinen Kämpfer nach den eigenen Wünschen und stattet ihn mit den Fähigkeiten der anderen Charaktere aus. Insgesamt erstreckt sich die Schar der Kämpfer über mehr als 20 Stück. Natürlich sind all die bekannten Gesichter wieder mit dabei.

    Die schrecklichen Minigames

    Auf dem DS ist es keine Seltenheit, dass in ein Spiel auch kleinere Minigames integriert werden. Prinzipiell ist das ja auch eine nette Idee, doch leider nicht, wenn diese kleinen Spielchen so aussehen, wie bei "Guilty Gear Dust Strikers". Man lässt Delfine durch Ringe hüpfen, welche man mit dem Stylus zuvor platzieren muss, rubbelt Dreck von einem Jojo, fängt herunterfallende Noten auf oder spielt eine extrem primitive Variante von Billard. Hier hat man wirklich alles falsch gemacht. Die Ideen sind total bescheuert, die Steuerung nicht optimal und der Schwierigkeitsgrad vernichtend, sofern man einen Rekord erzielen möchte. Was man sich dabei wohl gedacht hat, denn diese Spielereien hätte man dem Spiel besser nicht auch noch angetan.

    Die Technik - ein Lichtblick

    Guilty Gear: Dust Strikers Guilty Gear: Dust Strikers Es ist traurig, aber die Technik ist so ziemlich das Einzige, was nicht total mies ist. Die Charaktere sind hübsch anzusehen und flüssig animiert. Auch der ein oder andere Level kann sich sehen lassen. Leider gibt es da ein Problem. Durch den hektischen Spielablauf bekommt man davon so gut wie gar nichts mit. Man hat keine Zeit zum Verschnaufen und die Grafik auf sich wirken zu lassen. Sehr schade, denn so kommt man nur schwer in den Genuss der Grafik. Erfreulicherweise hat man auch in Sachen Sound ganz gute Arbeit geleistet. Die rockigen Metal-Sounds erzeugen eine ganz besondere Stimmung und wissen zu gefallen. Sie passen hervorragend zum Stil des Spiels und tragen viel zur Atmosphäre bei.

    Guilty Gear: Dust Strikers (NDS)

    Singleplayer
    6,3 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    6/10
    Gameplay
    5/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Mehr als 20 Kämpfer (bekannte Gesichter)
    hübsche Grafik
    guter Sound
    Schreckliche Minigames
    katastrophales Gameplay
    Vierer-Kämpfe sind ein einziges Durcheinander
    mehrstöckige Arenen lassen die direkte Konfrontation vermissen
    man schlägt mehr in die Luft als auf die Gegner
    Power-Ups sind unnötig und machen alles nur noch konfuser
    Steuerung durch das Kampfsystem hilflos überfordert
  • Guilty Gear: Dust Strikers
    Guilty Gear: Dust Strikers
    Publisher
    Majesco
    Developer
    Arc System Works
    Release
    24.07.2007
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Guilty Gear: Dust Strikers
Guilty Gear: Dust Strikers im Gamezone-Test
Mutig geht man neue Wege und lehnt sich ein wenig bei "Super Smash Brothers" an. Eine gute Entscheidung?
http://www.gamezone.de/Guilty-Gear-Dust-Strikers-Spiel-4911/Tests/Guilty-Gear-Dust-Strikers-im-Gamezone-Test-991393/
10.08.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/08/512NBM3TC9L__SS400_2.jpg
tests