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  • Guitar Hero 2 im Gamezone-Test

    Auch auf der Xbox 360 rockt das Spiel alles weg. Ein Pflichtkauf für alle Rocker und Fans der Gitarrenmusik!

    Vor gar nicht allzu langer Zeit brachten der Publisher Activision und der Musikspielspezialist Harmonix abermals die heimischen vier Wände mit "Guitar Hero 2" zum Beben. PS2-Rocker schnappten sich die Gibson SG (wenn auch nur ein Imitat), schmissen ihre geliebte Konsole an, drehten die Anlage auf und zupften voller Freude die Saiten ihrer Plastikgitarre. Beide Ableger der "Guitar Hero" Reihe sammelten nicht nur massig Auszeichnungen, sondern avancierten auch zum Kassenschlager. In den USA gehörte der zweite Teil zu den meistverkauften Playstation 2 Spielen des letzten Jahres. Dies aber nicht ganz zu unrecht, denn "Guitar Hero" überzeugt durch ein bisher unerreichtes Spielgefühl im Bereich der Instrumentensimulation, was dem superben Zusammenspiel zwischen Controller, den zu spielenden Noten und der daraus resultierenden Musik zu verdanken ist. Nun endlich erschien der zweite Ableger auch für die Xbox 360, das erste Musikspiel überhaupt für die neue Konsole von Microsoft. Die Wartezeit hat sich aber gelohnt, denn die Boxler müssen keine Abstriche machen und bekommen dazu auch noch tolle Extras geboten!

    Die schicke neue X-Plorer

    Kein "Guitar Hero" ohne eine passende Gitarre und wer sich nicht die Finger wund biegen möchte, sollte auch tunlichst auf die äußerst gewöhnungsbedürftige Padsteuerung verzichten. Die Xbox 360 Version bekommt ihr derzeit aber eh nur als dickes Paket inklusive einer edlen Gibson Gitarre - natürlich kein Original, sondern die Form in Plastik gegossen. Der Hersteller lehnte sich am zeitgemäßen Design der Konsole an und liefert mit der X-Plorer Imitation eine wesendlich modernere Gitarre ab. Diese ist passend in Weiß gehalten und wird über einen USB-Anschluss mit der Xbox 360 verbunden. Mittels des Tragegurts hängt man sich den Controller lässig um den Hals und muss ihn nicht ständig in den Händen halten. Am oberen Ende des Gitarrenhalses sind fünf farblich unterschiedliche Grifftasten angebracht, während mit der zweiten Hand die imaginären Saite angeschlagen wird, hier optimal durch einen Anschlagschalter simuliert. Ihr könnt dabei eine dem echten Gitarrenspiel ähnliche Bewegung ausführen und den Schalter von unten, als auch von oben betäten, was anschließend die gedrückten Grifftasten als gespielte Töne umsetzten wird. Am Ende ist noch ein Tremolo-Hebel angebracht, mit welchen gezogene Noten zusätzlich noch mit Soundverzerrungen und -anschwellungen aufgepäppelt werden.

    Die neue Gitarre liegt Dank ihrer modernen Form etwas anders in der Hand, so dass der Gitarrenhals eher leicht angehoben, anstatt waagerecht ausgerichtet wird. Dies verleitet den internen Neigesensor aber ab und an dazu, ungewollt auszulösen. Wird der Sensor aber bewusst gebraucht, so kommt es nicht selten vor, dass er leicht verzögert reagiert. Ansonsten ist die Hardware aber wieder sehr solide verarbeitet und funktioniert einwandfrei (Vorsicht: Die erste Serie hat noch Probleme mit dem Tremolo). Die Grifftasten wurden nicht wie beim Playstation 2 Pendant abgerundet - diese sind viereckig gehalten und wie die gesamte Gitarre etwas kleiner ausgefallen, reagieren aber dafür etwas präziser und schneller. Zusätzlich wurde für die Navigation im Dashboard der Guide-Button als auch ein Steuerkreuz in die Gitarre eingearbeitet. An der Seite könnt ihr bei Bedarf das Headset anschließen und mit Freunden labern. Manchmal scheint der Chat aber durch das Spiel ausgebremst zu werden, so dass einer von beiden Teilnehmern immer wieder nur bruchstückhafte Gespräche mitbekommt. Und wer ganz aufmerksam seine neue Hardware begutachtet, wird einen weiteren Anschluss finden. Derzeit wird dieser aber noch nicht verwendet, alle Anzeichen deuten aber auf die Unterstützung eines Pedals hin.

    Hier spielt die Musik

    Songliste der Xbox 360 Exklusivtitel:Billion Dollar Babies (Alice Cooper)Hush (Deep Purple)Dead! (My Chemical Romance)Life Wasted (Pearl Jam)Rock N Roll, Hoochie Koo (Rick Derringer)The Trooper (Iron Maiden)Salvation (Rancid)Possum Kingdom (Toadies)Drink Up (Ounce of Self)Kicked to the Curb (Noble Rot)


    Das Spielprinzip ist äußerst simpel und Dank der intuitiven Steuerung auch bestens für Anfänger geeignet. Wie bei den meisten Musikspielen üblich, werden zu spielende Noten angezeigt, welche hier aus der Tiefe des Bildschirmes in den Vordergrund laufen. Das Prinzip erinnert sehr stark an den Harmonix Klassiker "Amplitude": Beim Erreichen der Spielzone im unteren Bereich müsst ihr passend zu den auf dem Bildschirm farblich gekennzeichneten Tonzeichen die entsprechenden Grifftasten gedrückt halten und den Anschlaghebel "zupfen". Bei Akkorden wird noch etwas mehr Fingerfertigkeit von euch abverlangt, da hier nicht nur eine einzelne Note gespielt wird, sondern gleich zwei oder gar drei Grifftasten zu betätigen sind. Auf direkte Bewertungen eures Könnens müsst ihr nach wie vor verzichten, euer Gehör teilt euch aber Ausrutscher sofort mit. Jede nur geringfügig falsch gespielte Note bedankt sich mit einem kreischenden und surrenden Sound oder komplettem Versagen - Sympathien beim Publikum sammelt ihr damit sicherlich nicht, welches sich lautstark mit Pfiffen und Buhrufen beschweren wird!

    Guitar Hero 2 Guitar Hero 2 Gute Leistungen steigern dabei die Combo und sorgen für einen multiplikativen Faktor für die pro Note erhaltene Punkte. Jeder Fehlgriff dagegen unterbricht die Combo wieder. Wird eine Folge sternförmiger Noten komplett richtig gespielt, wird der Starpowerwert auf ein Maximum getrieben. Die Gibson X-Plorer registriert aufgrund eines internen Neigesensors ein Anheben des Gitarrenhalses, wenn auch etwas verzögert, womit die Starpower aktiviert werden kann. Ganz cool fordert ihr damit das Publikum auf, euch zu unterstützen. Die Antwort erfolgt mit einem lauten Gesang, Klatschen sowie einigen Rufen und das Rockkonzert wird zur Ekstase getrieben. Zudem sorgt die aktivierte Starpower für eine Verdopplung des Multiplikators und somit für zusätzliche Highscorepunkte.

    Guitar Hero 2 Guitar Hero 2 Es ist aber noch kein Meister vom Himmel gefallen und nicht jeder erlernt ein Instrument so leicht wie Mozart. Auch wenn es sich hierbei "nur" um eine Gitarrensimulation handelt, so müsst ihr dennoch ein Gespür für die Musik und den Rhythmus entwickeln. Gerade höhere Schwierigkeitsgrade fordern saubere Fingerarbeit, da man schnelle und vor allem koordinierte Bewegungen auf den Grifftasten ausführen muss. Gewisse Hilfen in Form so genannter "Hammer-On" oder "Pull-Off" Techniken steigern die Spielbarkeit und erinnern stark an ein echtes Gitarrenspiel. Im Vergleich zum ersten Ableger gehen diese auch etwas einfacher von der Hand, so dass auch schnelle Riffs mittlerweile spielbar werden. Ganz ohne Schweiß steigt ihr aber sicherlich nicht vom Underground-Gitarristen zur Metal-Ikone auf! Hartes Training ist angesagt, wobei ihr zugleich auch die Muskeln aufbauen müsst. Blutige Anfänger werden zu Beginn steife Knochen und Schmerzen in den Handgelenken bekommen, da sie das Gitarrenspiel vor allem unter extremen Bedingungen nicht gewohnt sind.

    Vom Training zur Tournee

    Guitar Hero 2 Guitar Hero 2 Hervorzuheben ist definitiv der neue Trainingsmodus. Wie auch beim ersten Teil könnt ihr dort alle Standardtechniken bis hin zu den komplexen Hammer-Ons und Pull-Offs anhand passender Lerneinheiten einstudieren. Hinzu kam nun ein spezieller Modus für ein explizites Training einzelner Songs. Viele Optionen ermöglichen eine individuelle Anpassung des Unterrichts, so zum Beispiel welchen Schwierigkeitsgrad, welche Gitarrenart und welchen Teil eines Songs ihr übernehmen wollt. Vor allem lässt sich die Spielgeschwindigkeit variieren. Wer ein Musikinstrument erlernt hat, kennt die übliche Prozedere: Zuerst wird eine Tonfolge ganz langsam einstudiert und erst später geht man in ein flotteres Tempo über. Gerade ein solches Training wurde von praktisch orientierten Spielern im Vorgänger noch vermisst, ist nun aber in "Guitar Hero 2" realisiert.

    Guitar Hero 2 Guitar Hero 2 Herzstück ist einmal mehr der umfangreiche Karrieremodus, in dem ihr eure eigene Band gründet und vom Gassenmusiker zur Rocklegende aufsteigt - passend dazu in der Garage und später dann in großen Hallen und sogar auf Festivals Konzerte gebt. Nach der Wahl des Charakters und einer euch angenehmen Gitarre könnt ihr noch den Schwierigkeitsgrad bestimmen. Mit nur drei oder vier Tasten lässt es sich recht einfach spielen, da die Hand auf den Grifftasten nie versetzt werden muss. Etwas schwieriger wird es aber ab dem vierten Schwierigkeitsgrad: Hier kommt nicht nur eine weitere Grifftaste hinzu, auch die zu spielenden Noten werden deutlich anspruchsvoller - die absolute Herausforderung für jeden Profigitarristen. Während der Karriere schaltet ihr Skins, Songs, Charaktere und weitere Extras für eingespielte Gagen im Laden frei und habt letztendlich eine Auswahl von etwas 70 Titeln. Im "schnellen Spiel" zählt allein das Können, was mit einer Highscore stilvoll auf einer Wand in der Toilette vermerkt wird. Wer nach der Karriere diesen Bereich betritt, stellt nun verwundert fest, dass die Rekorde global gehalten wurden und auch hier ersichtlich sind. Endlich reicht auch eine einmalige Eingabe des Namens, ihr müsst nicht wie beim ersten Teil nach jeder neuen Highscore eure Initialen eingeben.

    Zwei Gitarren - Doppelter Spielspaß

    Guitar Hero 2 Guitar Hero 2 Schon im Vorgänger wurde ein Mehrspielermodus für bis zu zwei Gitarristen angeboten. In einem so genannten "Face-Off" Duell hatte ein Jeder abwechselnd einen Part zu spielen, im Refrain wurden dann gemeinsam die Saiten gezupft. Größtes Manko an diesem Modus war die Soundausgabe, welche Dank unterschiedlicher Lautstärken nicht sonderlich optimal ausgefallen war. Sobald zwei Klampfen ihre Schwingungen von sich gaben, wuchs der Geräuschpegel stark an. Denselben Modus findet ihr auch in "Guitar Hero 2" mit einer entsprechend angepassten Soundausgabe. Endlich hört sich die Mucke nicht abgehackt und überdimensioniert an und macht auch akustisch deutlich mehr Spaß.

    Guitar Hero 2 Guitar Hero 2 Dennoch werden sich Musiker über den vermeintlich zu leichten Part des Gegenspielers aufregen und die Meinung vertreten, dass sie deutlich mehr Leistung gebracht haben, aber trotzdem als Verlierer dastehen. Die ultimative "Gitarpokalypse" steigt im neuen "Pro-Face-Off" Modus, in dem beide denselben Song mit den gleichen Noten spielen müssen. Hier kann sich keiner mehr über eine ungerechte Verteilung beschweren! Besonders gelungen ist der "kooperative Modus". Ihr seid eine Band und müsst das Publikum zusammen überzeugen. Sehr interessant sind dabei die unterschiedlichen Aufgaben, welche jeder der Spieler übernehmen muss. Einer spielt die Lead-Gitarre, während sein Partner für die Bass- oder Rhythmus-Gitarre zuständig ist. Dementsprechend hat jeder Spieler seine eigenen Noten, auf die er achten muss, wobei beide Klampfen eine gemeinsame Komposition ergeben. Die zu spielenden Muster sind auch hier perfekt an die Musik angepasst. Zusätzlich bringen eigene Koop-Rekorde ordentlich Motivation mit sich.

  • Guitar Hero 2
    Guitar Hero 2
    Developer
    Harmonix Music Systems, Inc.
    Release
    23.11.2006
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Guitar Hero 2
Guitar Hero 2 im Gamezone-Test
Auch auf der Xbox 360 rockt das Spiel alles weg. Ein Pflichtkauf für alle Rocker und Fans der Gitarrenmusik!
http://www.gamezone.de/Guitar-Hero-2-Spiel-4931/Tests/Guitar-Hero-2-im-Gamezone-Test-991243/
11.04.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/04/screen2_large_8__120531151457.jpg
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