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  • Guitar Hero II im Gamezone-Test

    Guitar Hero rockt erneut das Haus! Wer hier nicht mitgrölen und mitsteppen kann, hat keinen Sinn für gute Musikspiele!

    Es ist gerade einmal knapp über ein halbes Jahr her, als PS2-Rocker die Showfläche betraten und die virtuellen Saiten zupften. Schon im Mai 2006 überzeugte "Guitar Hero" durch ein bisher unerreichtes Spielgefühl im Bereich der Instrumentensimulationen, was vor allem der superben Umsetzung zwischen Controller, den zu spielenden Noten und der daraus resultierenden Musik zu verdanken ist. Auch wenn manch einer noch qualvoll mit hammerharte Riffs zu kämpfen hat und diese einstudiert, steht nun seit einigen Tagen der Nachfolger des grandiosen Gitarrenspiels in den Läden. Einen Quantensprung sollte und will man gar nicht erwarten, dennoch liefert der Musikspezialist Harmonix eine nun perfektionierte Software ab, um die kein Hobbyrocker herum kommen wird!

    Eine Gibson SG gefällig?

    Neben einer normalen Version ohne zusätzlichem Controller ist "Guitar Hero 2" wieder einmal mit einer stilecht der Gibson SG nachempfundenen Gitarre als großes Bundle erhältlich. Dieses mal präsentiert sich der Controller in einer schicken roten, aber matten Farbe und unterscheidet sich somit optisch vom Vorgängermodell. Wer also noch eine zweite Klampfe benötigt (für dieses Spiel definitiv!) oder gar noch keine besitzt, sollte unbedingt einige Moneten zusätzlich dafür auf den Tisch legen. Ohne der E-Gitarre kommt bei diesem Spiel wahrlich keine Freude auf, obwohl auch das normale Pad zur Steuerung verwendet werden kann. Das gute Stück sieht aber nicht nur optisch ansprechend aus und kann mit beigelegten Stickern aufgemotzt werden, sie liegt auch optimal in der Hand. Rocker mit großen Pranken werden sich evtl. wieder an das kleine Format gewöhnen müssen, sonderlich voluminös ist sie nämlich nicht ausgefallen.

    Das schicke Paket mit Gitarre Das schicke Paket mit Gitarre Mittels des Tragegurts hängt man sich den Controller lässig um den Hals und muss ihn nicht ständig in den Händen halten. Am oberen Ende des Gitarrenhalses sind fünf farblich unterschiedliche Grifftasten angebracht, während mit der zweiten Hand die imaginären Saite angeschlagen wird, hier optimal durch einem Anschlagschalter simuliert. Ihr könnt dabei eine dem echten Gitarrenspiel ähnliche Bewegung ausführen und den Schalter nach unten, als auch nach oben betäten, was anschließend die gedrückten Grifftasten als gespielte Töne umsetzten werden. Am Ende ist noch ein Tremolo-Hebel angebracht, mit welchem lang gezogene Noten zusätzlich noch mit Soundverzerrungen und -anschwellungen aufgepäppelt werden. Die SG ist, wie auch beim Vorgänger, technisch einwandfrei umgesetzt und bestens auf das Spiel abgestimmt!

    Hier spielt die Musik

    Die zu spielenden Noten Die zu spielenden Noten Das Spielprinzip ist äußerst simpel und Dank der intuitiven Steuerung auch bestens für Anfänger geeignet. Wie bei den meisten Musikspielen üblich, werden zu spielende Noten angezeigt, welche hier aus der Tiefe des Bildschirmes in den Vordergrund laufen. Das Prinzip erinnert sehr stark an den Harmonix Klassiker "Amplitude": Beim Erreichen der Spielzone im unteren Bereich müsst ihr passend zu den auf dem Bildschirm farblich gekennzeichneten Tonzeichen die entsprechenden Grifftasten gedrückt halten und den Anschlaghebel "zupfen". Bei Akkorden wird noch etwas mehr Fingerfertigkeit von euch abverlangt, da hier nicht nur eine einzelne Note gespielt wird, sondern gleich zwei - neuerdings auch drei - Grifftasten zu betätigen sind. Auf direkte Bewertungen eures Könnens müsst ihr verzichten, euer Gehör teilt euch aber Ausrutscher sofort mit. Jede nur geringfügig falsch gespielte Note bedankt sich mit einem kreischendem und surrenden Sound oder komplettem Versagen - Sympathien beim Publikum sammelt ihr damit sicherlich nicht, welches sich recht schnell lautstark mit Pfiffen und Buhrufen beschweren wird!

    Gute Leistungen steigern dabei die Combo und sorgen für einen multiplikativen Faktor für die pro Note erhaltenen Highscorepunkte. Jeder Fehlgriff dagegen unterbricht die Combo wieder. Wird eine Folge sternförmiger Noten komplett richtig gespielt, wird der Starpowerwert auf ein Maximum getrieben. Die Gibson SG registriert aufgrund eines internen Neigesensors ein Anheben des Gitarrenhalses, womit die Starpower aktiviert werden kann. Ganz cool fordert ihr damit das Publikum auf, euch zu unterstützen. Die Antwort erfolgt mit einem lauten Gesang, Klatschen sowie einigen Rufen und das Rockkonzert wird zur Ekstase getrieben. Zudem sorgt die aktivierte Starpower für eine Verdopplung des Multiplikator und somit für zusätzliche Highscorepunkte.

    Schon etwas härtere Kombinationen Schon etwas härtere Kombinationen Es ist aber noch kein Meister vom Himmel gefallen und nicht jeder erlernt ein Instrument so leicht wie Mozart. Auch wenn es sich hierbei "nur" um eine Gitarrensimulation handelt, so müsst ihr dennoch ein Gespür für die Musik und den Rhythmus entwickeln. Gerade höhere Schwierigkeitsgrade fordern saubere Fingerarbeit, da man schnelle und vor allem koordinierte Bewegungen auf den Grifftasten ausführen muss. Gewisse Hilfen in Form so genannter "Hammer-On" oder "Pull-Off" Techniken steigern die Spielbarkeit und erinnern stark an ein echtes Gitarrenspiel. Im Vergleich zum Vorgänger gehen diese auch etwas einfacher von der Hand, so dass auch schnelle Riffs mittlerweile spielbar werden. Ganz ohne Schweiß steigt ihr aber sicherlich nicht vom Underground-Gitarristen zur Metal-Ikone auf! Hartes Training ist angesagt, wobei ihr zugleich auch die Muskeln aufbauen müsst. Blutige Anfänger werden zu Beginn steife Knochen und Schmerzen in den Handgelenken bekommen, da sie das Gitarrenspiel vor allem unter extremen Bedingungen nicht gewohnt sind.

    Vom Training zur Tournee

    Hervorzuheben ist definitiv der neue Trainingsmodus. Wie auch beim ersten Teil könnt ihr dort alle Standardtechniken bis hin zu den komplexen Hammer-Ons und Pull-Offs anhand passender Lerneinheiten einstudieren. Hinzu kam nun ein spezieller Modus für ein explizites Training einzelner Songs. Viele Optionen ermöglichen eine individuelle Anpassung des Unterrichts, so zum Beispiel welchen Schwierigkeitsgrad, welche Gitarrenart und welchen Teil eines Songs ihr übernehmen wollt. Vor allem lässt sich die Spielgeschwindigkeit variieren. Wer ein Musikinstrument erlernt hat, kennt das übliche Prozedere: Zuerst wird eine Tonfolge ganz langsam einstudiert und erst später geht man in ein flotteres Tempo über. Gerade ein solches Training wurde von praktisch orientierten Spielern im Vorgänger noch vermisst, ist nun aber in "Guitar Hero 2" realisiert worden.

    Karriereanfang im Keller Karriereanfang im Keller Herzstück ist einmal mehr der umfangreiche Karrieremodus, in dem ihr eure eigene Band gründet und vom Gassenmusiker zur Rocklegende aufsteigt - passend dazu in der Garage und später dann in großen Hallen und sogar auf Festivals Konzerte gebt. Nach der Wahl des Charakters und einer euch angenehmen Gitarre könnt ihr noch den Schwierigkeitsgrad bestimmen. Mit nur vier Tasten lässt es sich recht einfach spielen, da die Hand auf den Grifftasten nie versetzt werden muss. Etwas schwieriger wird es auf dem vierten und letzten Schwierigkeitsgrad: Hier kommt nicht nur eine weitere Grifftaste hinzu, auch die zu spielenden Noten werden deutlich anspruchsvoller - die absolute Herausforderung für jeden Profigitarristen. Während der Karriere schaltet ihr Skins, Songs, Charaktere und weitere Extras für eingespielte Gagen im Laden frei und habt letztendlich eine Auswahl von über 55 Titeln. Im "schnellen Spiel" zählt allein das Können, was mit einer Highscore stilvoll auf einer Wand in der Toilette vermerkt wird. Wer nach der Karriere diesen Bereich betritt, stellt nun verwundert fest, dass die Rekorde global gehalten wurden und auch hier ersichtlich sind. Endlich reicht auch eine einmalige Eingabe des Namens, ihr müsst nicht wie beim ersten Teil nach jeder neuen Highscore eure Initialen eingeben.

    Zwei Gitarren - Doppelter Spielspaß

    Schon im Vorgänger wurde ein Mehrspielermodus für bis zu zwei Gitarristen angeboten. In einem so genannten "Face-Off" Duell hatte ein Jeder abwechselnd einen Part zu spielen, im Refrain wurden dann gemeinsam die Saiten gezupft. Größtes Manko an diesem Modus war die Soundausgabe, welche Dank unterschiedlicher Lautstärken nicht sonderlich optimal ausgefallen war. Sobald zwei Klampfen ihre Schwingungen von sich gaben, wuchs der Geräuschpegel stark an. Denselben Modus findet ihr auch in "Guitar Hero 2" mit einer entsprechend angepassten Soundausgabe. Endlich hört sich die Mucke nicht abgehackt und überdimensioniert an und macht auch akustisch deutlich mehr Spaß.

    Kooperatives Gitarrenspiel Kooperatives Gitarrenspiel Dennoch werden sich Musiker über den vermeintlich zu leichten Part des Gegenspielers aufregen und die Meinung vertreten, dass sie deutlich mehr Leistung gebracht haben, aber trotzdem als Verlierer dastehen. Die ultimative "Gitarpokalypse" steigt im neuen "Pro-Face-Off" Modus, in dem beide denselben Song mit den gleichen Noten spielen müssen. Hier kann sich keiner mehr über eine ungerechte Verteilung beschweren! Besonders gelungen ist der "kooperative Modus". Ihr seid eine Band und müsst das Publikum zusammen überzeugen. Sehr interessant sind dabei die unterschiedlichen Aufgaben, welche ein jeder Spieler übernehmen muss. Einer spielt die Lead-Gitarre, während sein Partner für die Bass- oder Rhythmus-Gitarre zuständig ist. Dementsprechend hat jeder Spieler seine eigenen Noten, auf die er achten muss, wobei beide Klampfen eine gemeinsamen Komposition ergeben. Die zu spielenden Muster sind auch hier perfekt an die Musik angepasst. Zusätzlich bringen eigene Koop-Rekorde ordentlich Motivation mit sich.

  • Guitar Hero 2
    Guitar Hero 2
    Developer
    Harmonix Music Systems, Inc.
    Release
    23.11.2006
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http://www.gamezone.de/Guitar-Hero-2-Spiel-4931/Tests/Guitar-Hero-II-im-Gamezone-Test-991046/
23.11.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/11/GH2_15.jpg
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