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  • Guitar Hero: Rocks the 80's im Gamezone-Test

    Hätte man nicht die schwierigen 80er Jahre gewählt, wäre es mit der Songwahl wesentlich einfacher gewesen.

    Mit "Guitar Hero" hat der ehemals kleine Hardware-Publisher Red Octan eine unglaubliche Erfolgswelle ins Rollen gebracht. Der zweite Teil gehörte zu den meistverkauften Playstation 2 Spielen des letzten Jahres und sorgte für einen ordentlichen Aufschwung im Bereich der Musikspiele. Mit "Guitar Hero - Rocks the 80s" schiebt Erfinder und Entwickler Harmonix zusammen mit Red Octan den nächsten Teil nach. Leider handelt es sich dabei eher um ein Addon, als um einen vollwertigen neuen Ableger. Warum das Schredden zu den Tracks der New Wave und Hair Metal Szene irgendwie seinen Reiz verliert, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Testbericht.

    Guitar Hero: Rocks the 80's Guitar Hero: Rocks the 80's Wie auch schon bei den Vorgängern ist auch "Guitar Hero - Rocks the 80s" im Bundle mit einer Gitarre, oder als einzelnes Spiel erhältlich. Mindestens 45-50 Euro müsst ihr aber durchaus auf den Tisch legen, sofern die Plastikklampfe schon vorhanden ist, andernfalls greift man schlicht zur großen Packung. Obwohl auch dieser Titel wieder den normalen Playstation 2 Controller unterstützt, sollte man tunlichst nicht auf die Gitarre verzichten. Die Peripherie vermittelt erst das richtige Gitarristen-Spielgefühl und sorgt für den altbekannten Spielspaß der Serie. Zugegeben, eine echte E-Gitarre lässt sich nicht durch dieses Stück Plastik ersetzen, die nachempfundene Gibson SG liegt aber gut in der Hand und ist einfach zu bedienen. Verschiedene Grifftasten, ein Anschlagsschalter als Saite und der Tremolo simulieren ein Stück musikalische Realität.

    Neonfarbiges Addon

    Guitar Hero: Rocks the 80's Guitar Hero: Rocks the 80's Harmonix tischt uns mit "Guitar Hero - Rocks the 80s" ein minimal verändertes "Guitar Hero 2" auf, wobei vor allem die Songs ausgetauscht wurden. Fern ab von der Musik findet sich aber auch eine passende Präsentation der Rockgeschichte. Schon die Firmenlogos nach Start des Spiels erinnern uns an die guten alten Zeiten der pixellastigen Videospiele der 80er Jahre. Die anschließenden Menüs vernebeln unsere Sinne wiederum mit typisch neonfarbenen Tönen. Nicht nur im musikalischen Sinne war dieses Jahrzehnt geprägt durch experimentelle und teils exzentrische Bewegungen, auch die äußere Form zeigte sich mehr als ungewöhnlich. Das fing bei den Haaren der Musiker an und endete bei der teils bunt ausgefallenen Kleidungen. All das findet ihr auch in diesem Ableger wieder, wenn Gevatter Tod mit cooler Sonnenbrille und Rocklegenden mit pinkfarbenen Outfits die Bühne betreten.

    Guitar Hero: Rocks the 80's Guitar Hero: Rocks the 80's In spielerischer Hinsicht hat sich aber seit der letzten Ausgabe von "Guitar Hero" rein gar nicht getan. Das kann man einerseits gut heißen, denn immerhin konnte das Spiel hier bei Gamezone satte 9 Punkte abstauben und gilt als einer der besten Musikspiele, die man in Europa bekommen kann. Hobbygitarristen der alten Schule ärgern sich aber über die mehr als innovationslosen Umsetzung des 80er Jahre Rock, da der Entwickler wirklich alle Kosten und Mühen gescheut hat. Kaum eingelegt, wird man sofort an den zweiten Teil erinnert. Das Gefühl, mit einem lieblosen Addon zum teuren Preis abgespeist zu werden, bekommt man kaum mehr los. Ihr durchlauft dieselbe Karriere mit den Haltepunkten in Bosten, Chicago und New York, bekommt altbekannte Zwischensequenzen zu sehen und habt es mit denselben Spielmodi zu tun. Immerhin bietet "Rocks the 80s" dadurch wieder einmal einen perfekt umgesetzten Übungsmodus und den äußerst unterhaltsamen Mehrspielermodus für bis zu zwei Spieler: Ein Gitarrist übernimmt die Lead-Gitarre, während der zweite Mann zum Beispiel den Bass zupft. Wer mehr über die Spielmodi und das Gameplay erfahren möchte, sollte sich den Test zu "Guitar Hero 2" nochmals zu Gemüte führen.

    Guitar Hero: Rocks the 80's Guitar Hero: Rocks the 80's Keine Innovationen kann man durchaus noch verkraften, ein abgespeckter Umfang zu einem höheren Preis ärgert aber sicherlich jeden Spieler. Im Gegensatz zum grandiosen Vorgänger bietet "Rocks the 80s" nur noch 30 Songs, die man innerhalb des Karrieremodus freischalten kann. Weiter Tracks sucht man vergebens und lassen sich auch nicht über den virtuellen Shop erwerben, wie man es noch aus den Vorgängern gewohnt war. Die wenigen Charaktere, ein paar neue Outfits sowie einige neue Klampfen trösten kaum über den Mangel an musikalischer Abwechslung hinweg. Sehr schade auch, dass es nicht einmal mehr die interessanten Videos gibt, welche einen Einblick in das Harmonix Studio boten und zeigten, wie der Titel zustande kam.

    Die 80er Jahre - eine unglückliche Wahl?

    Guitar Hero: Rocks the 80's Guitar Hero: Rocks the 80's Einen speziellen "Guitar Hero" Ableger mit einem ausgewählten Themengebiet zu veröffentlichen, ist durchaus eine gute Idee, auch wenn uns das stark an die Massenvermarktung von Singstar und Co. erinnert. Nur stellen wir uns wahrlich die Frage, warum man sich für die experimentellen 80er entschieden hat. Gut, ein Bon Jovi feierte in diesen Jahren seinen ersten großen Erfolg und es gab vor allem sehr variantenreiche Musikstücke, aber abgesehen davon überzeuge dieses Jahrzehnt keineswegs, was die Gitarrenmusik anbelangt. Da wären 70er und die 90er Jahre deutlich interessanter gewesen. So packte man nun einige bekannte und viele eher schwache Titel auf eine Disc und liefert einen Datenträger ab, welcher nur hart gesottenen "Guitar Hero" Fans und Anhänger des entsprechenden musikalischen Zeitalters zu empfehlen ist.

    Guitar Hero: Rocks the 80's Guitar Hero: Rocks the 80's Es tummeln sich aber durchaus einige interessante Songs in der Auswahl. Zu den eher poplastigeren und ruhigeren Songs zählen "I Ran (So Far Away)" oder der Song "18 And Life" von Skid Row. Aber vor allem Titel wie "Heat Of The Moment" oder "Turning Japanese" zeigen den starken Wandel der 80er Jahre auf. Dummerweise beschränkt sich die Auswahl an wirklichen Ohrwürmern auf ganz wenige Ausnahmen wie z. B. "Synchronicity II", so dass dieses Spiel nur selten wieder in das Playstation 2 Laufwerk wandern wird. Hinzu kommt einfach auch, dass die richtigen Powersongs fehlen. Pompöses Schlagzeug, überwältigender Gesang und harte Riffs findet man einfach zu selten, auch wenn die Scorpions mit "No One Like You" oder Dio mit "Holy Diver" ihr Bestes geben. Die 80er Jahre waren einfach auch sehr geprägt durch einen hohen bzw. schrillen Gesang, der sich irgendwie bei diesem Spiel nicht wirklich durchsetzen möchte. Es fehlt einfach das gewisse Etwas, wie auch der komplette Bereich Punk aus den Anfängen der 80er Jahre, auch wenn die Dead Kennedys mit "Police Truck" hier die Fahne hochhalten.

    Guitar Hero: Rocks the 80's Guitar Hero: Rocks the 80's Aber wir wollen die schwache Auswahl von "Rock the 80s" gar nicht mit der unglücklichen Wahl des Jahrzehnts begründen, denn auch wenn die Gitarrenmusik dem Synthie-Pop weichen musste, so gab es auch in den 80er Jahren einige Bands und Sänger, deren Namen auch heute noch bekannt sein dürften. Wo zum Beispiel sind die weltbekannten Jungs von AC/DC, die unter anderem mit "You Shook All Night Long" und "Heatseeker" Singles veröffentlichten. Auch keiner der zahlreichen Songs von Queen fand den Weg auf die Scheibe. Selbst wirklich markante Hits scheinen nicht zu existieren. Ein jeder grölt auch heute noch zu den Klassiker "Jump" von Van Halen, "Living On A Prayer" von Bon Jovi und "Eye Of The Tiger" von Survivor mit. Doch leider fanden diese Ohrwürmer nicht den Weg in diese 80er Sammlung. Solche Hits hätten das Spiel deutlich aufgewertet und vor allem tauglicher für die breite Masse gemacht. Aber wir geben durchaus zu, dass man eben mit den 80ern ein sehr schweres Jahrzehnt wählte, wo man Schwierigkeiten mit der Auswahl der richtigen Songs hat!

  • Guitar Hero: Rocks the 80's
    Guitar Hero: Rocks the 80's
    Publisher
    RedOctane
    Developer
    Harmonix Music Systems, Inc.
    Release
    07.2007

    Aktuelle Sonstiges-Spiele Releases

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Guitar Hero: Rocks the 80's
Guitar Hero: Rocks the 80's im Gamezone-Test
Hätte man nicht die schwierigen 80er Jahre gewählt, wäre es mit der Songwahl wesentlich einfacher gewesen.
http://www.gamezone.de/Guitar-Hero-Rocks-the-80s-Spiel-4946/Tests/Guitar-Hero-Rocks-the-80s-im-Gamezone-Test-991391/
09.08.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/08/gh80s10.jpg
tests