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  • Gun Metal: Letzte Hoffnung der Menschheit - Leser-Test von sinfortuna

    Gun Metal: Letzte Hoffnung der Menschheit - Leser-Test von sinfortuna Sehr unterhaltsame und extrem actionreiche, dafür aber auch ziemlich anspruchslose Ballerspiele sind Euer Ding? Ihr düst gerne mit einem Kampfjet über den Wolken, liefert Euch dabei packende Luftgefechte oder stapft mit einem mächtigen Mech per pedes durch die Walachei? Dann - aber auch nur dann - kommt "Gun Metal" für die Microsoft X-Box für Euch als Spaßtitel in Frage. Schätze ich jedenfalls. Keinesfalls haben wir es aber hier mit einem Top-Hit zu tun und dies obwohl die Optik prächtig gelungen ist und hier wirklich aus allen Rohren geballert werden darf. In erster Linie vermisse ich hier einen Multiplayermodus schmerzlich, dazu ist mir der Spielverlauf zu streng linear, die Pseudo-Hintergrundstory sehr trivial, der Anspruch mangels taktischer Elemente bei diesem Ballerspektakel generell nicht sehr hoch und die Sprachausgabe eher lachhaft. Das alles führt dazu, dass wir es insgesamt nur mit einem leicht überdurchschnittlichen Game für die X-Box zu tun haben.

    Die banale Story ist jedenfalls schnell erzählt: unser Heimatplanet, die gute alte Erde, liegt in Schutt und Asche, wurde durch außerirdische Eindringlinge total verwüstet und bietet seit jeher nur noch ein sehr trauriges Bild. Die Folge ist, dass die Menschenrasse sich nach dem Planeten Helios aufmachte, um dort ihr mehr oder weniger zivilisiertes Leben fortführen zu können. Doch auch hier will einfach keine Ruhe einkehren, die Aliens scheinen wie versessen darauf zu sein, den Menschen den endgültigen Todesstoß versetzen zu können. Dafür haben sie in der Tat schweres Geschütz aufgefahren, um nicht zu sagen nette Todesmaschinen wie pfeilschnelle Kampfjets, riesige Schlachtschiffe, frei schwebende Panzerfahrzeuge und schließlich auch topp ausgebildete Fußsoldaten, die wahrlich nicht lange fackeln. Wie so oft scheint die Lage nahezu aussichtslos und die Menschheit hält letztlich nur noch eine einzige Trumpfkarte in der Hand. In diesem Fall ist es das Projekt "Gun Metal" (wodurch sich die Frage nach der Namensgebung dieses X-Box-Titels erübrigt haben sollte), welches quasi als Endprodukt einen hochtechnologisierten Kampfmech mit gewaltigen Ausmaßen und einer enormen Feuerkraft aufweisen kann, dessen Hauptaufgabe natürlich darin besteht, Tod und Verderben über die Alien-Brut zu bringen. Mit dem Mech namens "Havoc" machen wir uns natürlich schleunigst auf, unser Vorhaben in die Tat umzusetzen, ruckzuck nehmen wir Platz in der einige Meter hoch gelegenen Pilotenkabine und marschieren los. Als Superheld machen wir das Ganze "selbstverständlich" fast im Alleingang, versteht sich, in den vierzehn Missionen, die uns erwarten, bleibt jedenfalls kein Auge trocken bzw. lacht das Action-Herz nahezu unentwegt.

    Als nicht gerade unwesentliches Special ist es zudem möglich, den riesigen Mech quasi per Tastendruck in einen Kampfjet zu verwandeln, mit dem wir uns mächtig zur Wehr setzen und die heranrauschenden extraterrestrischen Feinde in ihre Einzelteile zerschießen. Netterweise stehen uns vier sehr unterschiedliche und zudem außerordentlich durchschlagskräftige Waffengattungen zur Verfügung, zwischen denen naturgemäß freudig hin- und hergewechselt werden darf. Maschinengewehr, Raketenwerfer, Napalm-Bombe und Ionenkanone sind nur einige der im Laufe des Spiels zur Auswahl stehenden kleinen Nettigkeiten, auf die wir zurückgreifen dürfen. Eine minimale (aber wirklich nur minimale) taktische Komponente kommt dadurch ins Spiel, dass wir insbesondere bei den Spezialwaffensystemen (im Gegensatz zur MG-Bordkanone beispielsweise) nur über einen begrenzten Munitionsvorrat verfügen, so dass wir in diesem Punkt zumindest etwas haushalten sollten. An speziellen Generatoren wie auch in vereinzelten Städten, denen wir im Laufe der Kampagne einen Besuch abstatten, lassen sich die überlebenswichtigen Vorräte aber auffrischen. Etwas weniger prickelnd - bzw. für den wahren Action-Fan wahrscheinlich eine willkommene Herausforderung - ist die Tatsache, dass wir bei der Bewältigung unserer Missionen unter einem permanenten Zeitdruck stehen: die gewaltig hohe Anzahl an feindlichen Panzern und Kampfjets arbeiten sich unermüdlich nach vorne und somit immer näher ran an unseren Verteidigungswall, diese Angriffsbemühungen müssen unbedingt rechtzeitig zurückgeschlagen werden, ansonsten heißt es definitiv "Game Over". Überhaupt sind wir primär - ja eigentlich fast nur - mit Defensivaktionen zu Gange, schließlich verteidigen wir den Planeten Helios, nur darum soll es gehen. In der Regel gilt es, bestimmte Örtlichkeiten oder besondere Objekte zu beschützen: haben wir tatsächlich sämtliche Panzer und Jäger des Feindes zerbröselt, warten mitunter riesige Schlachtschiffe der Aliens auf uns, denen wir teilweise minutenlang einheizen bzw. aus allen Rohren (und Waffensystemen) ballern, bis diese (hoffentlich) vernichtet sind. Fans des ungebremsten Dauerfeuers kommen hier voll auf ihre Kosten, hier wird pausenlos geballert und dies möglichst reaktionsschnell und zielgenau, einzig und allein darum geht es.

  • Gun Metal
    Gun Metal
    Publisher
    Rage Games
    Developer
    Rage Games
    Release
    27.06.2002
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Gun Metal
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01.07.2006
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