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  • Gungrave: Gameplaygrave - Leser-Test von Kubrick

    Gungrave: Gameplaygrave - Leser-Test von Kubrick Das die Japaner in ihrer Unterhaltungsindustrie eine Schraube locker
    haben wissen wir ja alle schon seit "Biene Maja" aus den goldenen Kindertagen. Doch was in letzter Zeit an Spielen, Comics,
    Fernsehserien und tanzenden Kätzchenpuppen aus dem Land der
    aufgehenden Sonne zu uns rüberschwappt ist einfach unglaublich.
    Mit Gungrave für die PS2 haben wir einen guten Vertreter für die japanische Art der Unterhaltung: Alles auf den einfachsten Nenner
    bringen.

    Und der ist in diesem Fall:
    "Willst du schießen, dann richtig". Der Zombie Outlaw Gungrave
    kommt aus dem Grab zurück um für irgendetwas Rache zu nehmen,
    trifft auf irgendein Mädchen und auf irgendwelche obskuren Gestalten
    die er dann mit irgendwelchen Waffen, die er nie nachladen muss, in
    die ewigen Jagdgründe schickt. Soviel zur Story. Und wem das zu
    kurz ist der hat Pech gehabt, denn mehr wird auch im Spiel nicht
    preisgegeben. Aber warum verspürt man dann den kleinsten Anflug
    von Lust dieses Spiel zu spielen? Ganz einfach: Der Stil. In coolem
    Animestil werden wir mit schnellen Schnitten und schneller Freejazz
    Improvisation so lange mit Patronenhülsen und ballernden Waffen
    bombadiert bis uns in einem photoseptischen Krampfanfall der
    Speichel aus dem Mundwinkel rinnt. Und da hat das Spiel noch
    garnicht angefangen. Wer das Intro übersteht und jetzt alles cool findet
    was danach kommt, der ist bei diesem Spiel genau richtig. Geboten
    werden poetische Zwischensequenzen über Liebe und Tod, die so gut
    wie nichts aussagen, aber Esthetisch nicht zu überbieten sind.

    Ach ja, und dann war da noch ein Spiel... .
    Wir steuern den extrem coolen Zombie-Cowboy aus der Third-Person
    Perspektive durch 7 verschiedene Stages, von düsteren
    Häuserschluchten über düstere Häuserschluchten bis hin zu düsteren
    Häuserdächern um dann in einer psychodelischen LSD Welt, die wohl
    das innere eines menschlichen Körpers darstellt, einem gigantischen
    Kopf ohne Haut die Augen rauszuballern. Den Leuten die jetzt ein
    dickes Grinsen über ihr Gesicht wandern lassen und mit dem Courser
    über dem "Kaufen" Icon verharren sei folgendes gesagt: Es kommt
    noch besser! Gungrave hatte viele verschiedene Moves: Ballern,
    ballern und stylish ballern. Auf Knopfdruck wirft sich der Cowboy in
    Pose und sammelt so Punkte um schweres Geschütz aus dem Sarg zu
    holen den er auf dem Rücken (! ) trägt. Mit viel Glück peformt
    Gungrave auch epische "Super Moves" in denen von Stinger-Raketen
    bis Minigungewitter alles geboten wird was ein Anime-Sarg halt so
    hergibt. Die Moves Gungraves zu performen ist recht simpel. Umso
    länger man den Feuerknopf drückt, um so mehr tanzt der Zombie
    Cowboy elfengleich durch die Reihen seiner Gegner und lässt die
    Kugeln für sich sprechen. Drückt man einen anderen Knopf, und hat
    man genug Energie, performt man einen Special Move. Das Ziel - und
    Aufschaltsystem ist kaum der Rede werd, die einzige "Schwierigkeit"
    des Spiels liegt im timen der Ausweichmanöver um nicht zu oft
    getroffen zu werden. Ausserdem könnte man sagen das man auch
    etwas mit der Power für die Special Moves wirtschaften muss,
    ansonsten sind die spielerischen Elemente aber kaum der Rede wert.
    Was man in den knapp 5 Stunden Spielzeit tut ist einfach: Ballern was
    das Zeug hält. Den Finger nimmnt man nur in den
    Zwischensequenzen vom Feuerknopf, Rätsel und
    Erkundungspassagen fallen gänzlich weg. Am Ende jeder linearen
    Stage wartet japantypisch ein dicker Endgegner, die sind jedoch so
    verrückt designed das man nicht weiß ob man lachen, weinen oder
    sich fürchten soll. Oder alles gleichzeitig. Neben dem schon
    erwähnten Schädel ohne Haut ist über einen Boss mit einem Rad und
    einem gigantischen Arm als Körper bis hin zu einem gigantischen
    Fettsack der von Propellern in der Luftgehalten wird alles dabei.
    Jedoch sollte das geniale Design des Hauptcharakters und der
    Endgegner nicht über das Design der restlichen Gegner im Spiel
    hinwegtäuschen, das ist nämlich höchst eintönig. Auch im großen und
    ganzen bietet das extrem kurze Gungrave nur wenig Abwechslung.
    Ballern, ballern, ballern ist zwar ganz nett, aber nur einen Knopf
    drücken ist auf die Dauer doch etwas eintönig. Da kann auch die
    mittelmäßige pseudo Cellshading Grafik nichts mehr retten.

    Was bleibt ist die stylische Präsentation, das coole Charakerdesign
    und die Einsicht das "Gungrave" wohl ein besserer Anime geworden
    wäre als ein PS2 Spiel. Nippophile und Fans von
    aussergewöhnlichen Spielen sind mit Gungrave unter 30 Euro gut
    beraten. Der Rest sollte die Finger von dem Titel lassen, denn
    Gungrave ist kein gutes Spiel. Ohne den stylischen Animeeinschlag
    des Trigun Erfinders und ohne die japanoresken Verrücktheiten wäre
    dieser Titel keinen Pfifferling wert. Wirklich sehenswert sind wirklich
    nur die genialen Zwischensequenzen. Aber bald wird hierzulande ein
    Gungrave Manga und ein Film auf DVD erscheinen, also das Geld
    lieber dafür ausgeben.

    Negative Aspekte:
    Zu kurz, zu einfach, nicht besonders Anspruchsvoll, wirkt unfertig

    Positive Aspekte:
    Stylische Präsentation, durchgeknalltes Spielprinzip

    Infos zur Spielzeit:
    Kubrick hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Gungrave

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Kubrick
    7.2
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Steuerung
    8/10
    Sound
    8/10
    Gameplay
    6/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    6.9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Gungrave
    Gungrave
    Developer
    Red Entertainment
    Release
    29.11.2002
    Leserwertung
     
    Meine Wertung

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1000611
Gungrave
Gungrave: Gameplaygrave - Leser-Test von Kubrick
http://www.gamezone.de/Gungrave-Spiel-4990/Lesertests/Gungrave-Gameplaygrave-Leser-Test-von-Kubrick-1000611/
01.09.2004
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