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  • Gunpey im Gamezone-Test

    Diesem Wonderswan-Klassiker fehlt schlicht die suchterzeugende Materie. Nett und gelungen, aber leider nicht mehr...

    Mit "Gunpey DS" erscheint wieder einmal ein klassisches Puzzlespiel, welche kombiniert mit beeinflussbarer Musik auch die audiovisuellen Sinne anspricht. Kein anderer als der "Meteos" und "Lumines" Entwickler Q Entertainment höchst persönlich zeigt sich wieder für einen solchen Genremix verantwortlich. Die Idee des Knobelabenteuers entsprang dieses mal aber nicht dem kreativen Kopf des REZ Erfinders Tetsuya Mizuguchi, es ist eine Schöpfung des namensgebenden GameBoy Erfinder Gunpei Yokoi, welcher den Titel ursprünglich mit dem Wonderswan in Japan verkaufte.

    Gunpey Gunpey Publisher Namco Bandai hat die Gunst der Stunde durchaus erkannt und verhalf dem Klassiker zu einer durchaus nachvollziehbaren Umsetzung, denn schlussendlich scheint die Touchscreensteuerung wie geschaffen für das Spiel. Wie üblich ist die "Spielwiese" durch einen rechteckigen Bereich abgegrenzt. Rings herum befinden sich ausschließlich Grafiken und vor allem einige Anzeigen bezüglich der Spieldauer und der derzeitigen Highscore. Grundsätzlich gilt es Linien zu erschaffen, welche vom linken Spielrand bis zum rechten reichen und sich dann in einer lückenlosen Formation schlussendlich auflösen, um wieder Platz für neue Blöcke zu schaffen. Diese werden kontinuierlich von unten in das Spielfeld nachgeschoben und füllen den Bereich nach und nach wieder auf. Ganz klassisch ist das Spiel mit einem "Game Over" beendet, sobald die Klötze wegen Überfüllung der Spielfläche den oberen Bildrand erreichen.

    Ihr müsst die verschiedenen Blöcke nun als so verschieben, dass sie sich zu einer lückenlosen Linie verbinden. Es gibt dabei vier verschiedene Arten von Spielsteinen, die entweder eine diagonale Line aufwärts bzw. abwärts bilden, oder einen Winkel mit einer Spitze nach oben oder unten aufweisen. Diese Blöcke schnappt ihr euch entweder mit dem Steuerkreuz und der X-Taste und bewegt sie hin und her, oder nutzt ganz einfach den Stylus und schiebt diese auf simpel Weise über den Touchscreen. Dabei lassen sich die Blöcke nicht mit den rechts oder links gegenüberliegenden Spielsteinen tauschen, ähnlich wie bei "Meteos" lassen sie sich nur in vertikaler Richtung bewegen.

    Der Clou der ganzen Sache ist aber nicht die Bildung einfacher Ketten, welche mit fünf einzelnen Blöcken schon möglich sind. Dafür gibt es standardmäßig nur 500 Punkte, was mehr oder weniger ein Hungerslohn für eure Mühen darstellt. Wer geschickt mit den Gegebenheiten umgeht, kann aus einer einzigen Line stark verzweigende Pfade schaffen oder im Zick-Zack über den Bildschirm wandern und somit gleich eine ganze Hand voll von Blöcken gleichzeitig vom Bildschirm fegen. Je mehr im selben Augenblick sich auflösen, desto mehr Bonuspunkte hagelt es. Zugleich werden auch Spezial-Attacken aktiviert, welche sich gegen euren Gegner richten. Mit einer bestimmten Anzahl an auf einmal zerstörter Blöcke drehen sich die Spielsteine des Kontrahenten um, seine Steuerung wird eingefroren, das Sichtfeld verkleinert oder ein spezieller Angriff eines jeden Charakters ausgelöst.

    Klassische Modivielfalt

    Gunpey Gunpey Die Auswahl ist recht üppig und zahlreiche Modi buhlen um die Gunst des Spielers, wirkliche Innovationen sucht man aber vergebens. Ganz klassisch schlägt man sich mit einem Zeit-, Endlos-, und Stufenmodus herum. Varianten, welche in jedem anderem einigermaßen akzeptablen Puzzelspiel ebenfalls vorzufinden sind. Wer es stattdessen auf das "Durchspielen" abgesehen hat - sofern man dies bei einem Knobel- bzw. Geschicklichkeitsspiel überhaupt in Erwägung ziehen kann - begibt sich in den so genannten Grenzen-Modus. Die Wahl des Charakter hat zumindest auf einen Spezialangriff eine Auswirkung, ansonsten könnt ihr dadurch zusätzlich bei einem erfolgreichen Durchlauf neue Figuren und einige kleine Extras freischalten. Ziel des Modus ist es, eine Reihe von Kontrahenten aus dem Weg zu räumen und als Sieger aus dem Turnier zu gehen.

    Auf dem Nintendo DS können die Puzzler immerhin einige Modi über zwei Screens hinweg spielen. Das wachsame Auge muss also die doppelte Arbeit verrichten, während ihr mit den Schultertasten die Bildschirme stets tauschen könnt. Auch an die geselligen Leute haben die Entwickler gedacht und einen Mehrspielermodus für bis zu zwei Teilnehmern integriert. Dieser ist aber leider, wie bei den meisten anderen Titel auch, nur mit der entsprechenden Anzahl an Spielmodulen ausführbar. Auch wenn die Auswahl an Modi nichts besonderes darstellt, der Umfang ist akzeptabel. Dennoch wird "Gunpey" keinen erfahrenen Spieler allzu lange bei Laune halten. Das Hauptproblem ist ein bescheidenes Spielprinzip, welches einzig allein mit dem Verschieben der Spielsteine viel zu wenig Tiefgang und Raffinesse bieten kann. Dem Titel fehlt schlicht die Suchtgefahr, welche von anderen Puzzlespielen oft ausgeht. Da können auch der umfangreiche Soundeditor und die eher als sinnlose Dreingabe zu betrachtende G-Tone-Gallerie nichts mehr reißen.

    Dennoch ein tolles audiovisuelles Erlebnis?

    Gunpey Gunpey Was aus dem Hause Q Entertainment kommt, hat normalerweise viel mit Musik zu tun. Sei es nun ein Puzzlespiel wie "Lumines", oder ein kurioses Weltraumabenteuer wie "Every Extend Extra" - die Entwickler um den Firmengründer Tetsuya Mizuguchi kombiniert die Genres stets mit Soundeffekten und gestalten dadurch ein ganz besonderes audiovisuelles Erlebnis. Der vorliegende Titel fällt aber aus dem Rahmen, da es sich nicht um keine Eigenentwicklung handelt, sondern um eine Umsetzung eines alten Klassikers. Die Spielmechanik ist simpel und die daraus resultierende Musik leider eher bescheiden. Jeder Charakter verfügt über eine eigene Spielstufe und somit auch einen eigenen Song, den er zum Besten gibt. Der Grundrhythmus plätschert aber eher im Hintergrund mit, während sich auflösende Blöcke in einige Soundfiles verwandeln und den Song anreichern. Auch wenn es sich um teils fetzigere Titel handelt, so wirklich mitreißend wirken die Melodien leider nicht. An ein "Lumines" kommt dieser Titel einfach nicht ran und steht auch irgendwie im Schatten von "Meteos", welches gar nicht mal so viel Wert auf den musikalischen Aspekt gelegt hat. Auch technisch präsentiert sich "Gunpey DS" eher simpel und eher bescheiden. Einfache und gezeichnete Grafiken sowie Charaktere in eher pastellfarbenen Tönen zieren die Spielflächen, während zumindest die Spielsteine optisch vielfältig daher kommen. Je nach Charakter sehen diese leicht anders aus und haben vor allem eigene Effekte, wenn sie sich auflösen. Letztendlich erfüllt die Grafik seinen Zweck, macht aber nicht wirklich viel her. "Gunpey DS" ist gewöhnlich und stellt im Gegensatz zu dem auch optisch durchdachten "Lumines" kein sonderlich ansprechendes Kunstwerk dar.

    Gunpey (NDS)

    Singleplayer
    6,8 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    6/10
    Sound
    6/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    7/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Einfaches Spielprinzip
    variable Hintergrundmusik
    simple Touchscreensteuerung
    ordentlicher Umfang an zugegeben ganz klassischen Spielmodi
    Schwaches Gameplay mit wenig Tiefgang
    zu simpel gestricktes Gameplay
    die Musik haut einen leider nicht vom Hocker
    visuell sehr einfach und simpel aufgebaut
    Mehrspielermodus wieder nur mit entsprechender Anzahl Module spielbar
  • Gunpey
    Gunpey
    Developer
    Q Entertainment
    Release
    30.03.2007
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Gunpey
Gunpey im Gamezone-Test
Diesem Wonderswan-Klassiker fehlt schlicht die suchterzeugende Materie. Nett und gelungen, aber leider nicht mehr...
http://www.gamezone.de/Gunpey-Spiel-5001/Tests/Gunpey-im-Gamezone-Test-991225/
02.04.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/04/gunpey_nds_02.jpg
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