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  • Haegemonia: Legions of Iron im Gamezone-Test

    In nicht mehr allzu ferner Zukunft wird die Menschheit beginnen das All zu kolonisieren. Zuerst wird man dem Mond eine feste Station spendieren, quasi als Sprungbrett ins All, um daraufhin die näheren Planeten in Angriff zu nehmen. Die Projekte dafür verschlingen unglaubliche Summen, nur um wenigen Menschen den Aufenthalt außerhalb der Erde zu ermöglichen. Doch es wird ein rentables Geschäft, denn bereits mit der Besiedlung des Mars setzt eine nicht vorhersehbare Entwicklung ein. Je weiter sich die Menschheit im Al ausbreitet, desto mehr stagniert die Forschung und Wissenschaft auf der Erde, fast so als wären sie alle Faul und Fett geworden. Gut 90% der wissenschaftlichen Erkenntnisse werden von den Forschern in den Kolonien erbracht, fast nichts mehr kommt vom Heimatplaneten der Menschen, die sich auf ihre erbrachten Leistungen berufen, wie die Finanzierung der ersten Kolonien. Wer allerdings etwas auf sich hält, hat die Erde schon längst verlassen und unterstützt die Kolonien mit seinem Wissen und Können. So spaltet sich die Menschheit langsam aber sicher in zwei Kategorien auf, nämlich diejenigen die auf der Erde blieben und dort mehr oder weniger dahinvegetierten, sowie die Marsianer und die zugehörigen Kolonien im Raum. Die Herrschenden beider Parteien sahen diese Entwicklung mit immer größerem Unbehagen, denn der aufkeimende Konflikt schien unweigerlich zu einem Krieg zu führen. So beschloss man eine Konferenz einzuberufen, mit dem Ziel die Menschheit wieder zu vereinen. Doch schon am ersten Tag stellte sich die Unmöglichkeit des Unternehmens heraus, da beide Parteien nicht bereit waren etwas von ihrer Macht einzubüssen. So dauerte es keine 48 Stunden bis die Konferenz abgebrochen und für gescheitert erklärt wurde. Die marsianischen Botschafter machten sich auf den Rückweg zum roten Planeten, als sie aus dem Hinterhalt angegriffen und die Flotte vernichtet wird. Obwohl die Erdregierung jedwede Verantwortung von sich weist, allerdings auch nicht eindeutig dementiert etwas mit dem Abschuss zu tun zu haben, erklärt die Marsregierung der Erde den Krieg.

    Dies ist die Ausgangssituation in die wir als Spieler von "Haegemonia" geraten, wahlweise auf der Seite der Erdlinge oder der Marsianer, denen beiden eine eigene Kampagne gewidmet ist. Dabei sind die ersten Missionen wie ein Tutorial gestaltet, welche uns in das Interface und die grundlegende Bedienung einführen. Dieses gestaltet sich ähnlich wie wir es schon aus "Homeworld" kennen, in dem wir uns ebenfalls in einer pseudo 3D Umgebung frei bewegen können, die in Wirklichkeit aber auch nur zwei Dimensional ist mit einer gewissen Tiefe. Die grundlegenden Mechaniken hinter der Forschung und dem Schiffsbau kennen wir schon aus ähnlichen Games, es gilt also erst bestimmte Technologiebäume zu erforschen um entsprechende Maschinen bauen zu können. Gleiches gilt für die Schiffe und ihre Ausrüstung. Auch die Funktion der Starmap ist nicht neu, welche dazu dient die Übersicht zu bewahren und Wurmlöcher zu benutzen. Was also hebt diesen Titel von ähnlichen Games des Genres ab?

    Es ist die Grafik bzw. die gesamte Präsentation des Games, welche einen vom ersten Augenblick an fasziniert. Bei einer Auflösung jenseits der 1024x768 Pixel erstrahlt der Weltraum so schön und bunt wie er in Wirklichkeit wahrscheinlich nicht einmal aussieht. Besonders die perfekten Planeten fallen ins Auge, welchen man nicht ansieht aus welchen Teilen sie zusammengefügt wurden, dafür immer schön Rund sind und mit einem Tageswechsel beim Umfliegen aufwarten wie in Mami Natur kaum besser hingebracht hätte. Doch auch die Raumschiffe, Stationen, Asteroiden und Weltraummonster entsprechen grafischen Meisterwerken und sehen einfach wunderbar aus. Fast schon überflüssig zu erwähnen, dass sich diese ganze grafische Pracht völlig Ruckelfrei und bar aller Fehler auf dem Schirm präsentiert, so wie man es von einem High-End PC mit entsprechender Software erwartet.

    Ebenfalls sehr gelungen ist die Soundkulisse, welche selbstverständlich mit den diversesten Waffengeräuschen aufwartet, die man allerdings nur hört wenn man die Kamera entsprechend nah heran bringt, viel Funkverkehr bietet und uns fast ständig mit angenehm klassischen Sphärenklängen beschallt. Die ideale Soundkulisse also für ein stundenlanges Spiel.

    Das Gameplay hingegen gibt sich mitunter etwas langwierig, da sich so manche Mission schon recht in die Länge zieht oder nicht immer klar ist worin denn nun das genaue Missionsziel besteht. Lautet der Befehl z.B. "Handelsschiff vor der Venus abfangen", sich aber vier Handelsschiffe auf dem Weg zur Venus befinden, bleibt nur noch das Probieren welches denn nun gemeint ist. Dafür besitzt das Spiel insgesamt 25 Missionen die man durchaus als gelungen bezeichnen darf, da man sich als eingefleischter Echtzeitstratege von solchen Kleinigkeiten kaum abschrecken lässt. Auch kann man schon zu Beginn die Marsianer spielen, man muss also nicht erst die Kampagne der Erdlinge in Angriff nehmen.

    Leider kämpft die Engine, trotz ihrer grafischen Pracht und der tollen Story mit einigen groben Bugs, die hoffentlich mit einem demnächst erscheinenden Patch behoben werden. In der Testphase passierte es mehrmals, dass wir uns auf dem Desktop wiederfanden, obwohl wir nur das Flottenmenü aufrufen wollten. Ein erneutes Starten des Spiels lies sich danach nicht mehr durchführen, ein Reboot war angesagt. Auch hat das Programm ganz offensichtlich Startschwierigkeiten, denn ein Doppelklick auf das Icon löste zwar irgendetwas aus, führte aber nicht zum Programmstart. Lediglich der CD-Launcher war in der Lage das Spiel korrekt zu starten. Dabei sollte man den Resourcenhunger dieses Titels nicht unter den Tisch fallen lassen, woraus sich mitunter extreme Ladezeiten ergeben, denn bis die empfohlenen 256 MB RAM vollgeschaufelt sind dauert es schon eine Weile.

    Haegemonia: Legions of Iron (PC)

    Singleplayer
    8,8 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    10/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Spitzengrafik
    vorbildliches Interface
    großes Universum
    Leichte Schwächen im Missionsdesign
    einige Bugs im Programmcode
    deswegen vor dem Kauf auf den Patch warten
  • Haegemonia: Legions of Iron
    Haegemonia: Legions of Iron
    Publisher
    Ubisoft
    Developer
    Digital Reality
    Release
    11.2002
    Leserwertung
     
    Meine Wertung

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988952
Haegemonia: Legions of Iron
Haegemonia: Legions of Iron im Gamezone-Test
http://www.gamezone.de/Haegemonia-Legions-of-Iron-Spiel-5125/Tests/Haegemonia-Legions-of-Iron-im-Gamezone-Test-988952/
19.11.2002
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/12/haegemonia_pcgames003.jpg
tests