Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
  • Halo 4 im Test: Gelungenes Erstlingswerk der neuen Halo-Macher

    Die Marke Halo macht eine schwierige Zeit der Veränderungen durch: Nach der Veröffentlichung von Halo: Reach haben sich die Serien-Erfinder Bungie zurückgezogen und ihre berühmteste Marke 343 Industries überlassen. Halo 4, der Beginn einer neuen Trilogie, ist das erste Projekt unter neuer Flagge. Warum das Abenteuer nichts an Halo-Feeling einbüßt und es jeden Cent wert ist, erfahrt ihr in unserem Test.

    An einem Halo darf man gar nicht zu viel verändern. Das hat Frank O'Connor, Brand Director bei 343 Industries, vor einigen Wochen während eines Vorschau-Besuchs zu uns gesagt. Nun, wo wir das Spiel selbst in der Redaktion haben und es von vorne bis hinten durchspielen konnten, können wir bestätigen: All zu viel hat 343 nicht verändert. Nur kleine Details machen die neuen Halo-Entwickler neu, im Großen und Ganzen aber bleiben sie der Bungie-Linie treu. Halo steht für schnelle Action, einen etwas distanzierten und trotzdem coolen Superhelden und eine mittlerweile ziemlich etablierte Story. Halo 4 passt perfekt in diese Linie.

    Forward Unto Dawn – Die Webserie zum Spiel

    Wer kann, sollte sich unbedingt die insgesamt fast 90-minütige Webserie Forward Unto Dawn anschauen. Sie beleuchtet die Ausbildung des UNSC-Offiziers Thomas Lasky zur Zeit des ersten Aufeinandertreffens der Menschheit mit der Allianz. Das epische Ende zeigt sein erstes Aufeinandertreffen mit Halo-Superheld Master Chief – und verleiht dem Start von Halo 4 eine persönliche und emotionale Ebene, die man ohne das Hintergrundwissen nur erahnen kann. Ihr könnt die Serie in voller Länge und in HD auf Youtube sehen.

    02:21
    Halo 4: Der geniale Launch-Trailer "Scanned"


    "Wach auf, John. Ich brauche dich!"

    Halo 4 im Gamezone-Test (4) Halo 4 im Gamezone-Test (4) Quelle: 343 Industries Exakt vier Jahre, sieben Monate und zehn Tage verbringt der Master Chief nach dem speziellen Ende von Halo 3, das nur Spieler auf der Schwierigkeitsstufe legendär gesehen haben, in einer Stasiskapsel auf der zerstörten Forward Unto Dawn. Seine letzten Worte zu Cortana damals: "Weck mich, wenn du mich brauchst." Sie braucht ihn.

    Was der Master Chief nach seinem Erwachen auffindet, hat selbst er sich nicht ausdenken können. Das eh schon beschädigte Schiff hat die Jahre im Weltall nicht gut überstanden. An allen Ecken und Enden fällt es auseinander und als wäre das nicht genug, überfallen Allianzkräfte das Schiff. Moment, zwischen Menschen und Allianz herrscht doch Frieden! Was sie an Bord suchen und in welch gefährliche Umgebung die Forward Unto Dawn getrudelt ist, gilt es in den folgenden fünf bis acht Stunden herauszufinden.

    Die Allianz soll in Halo 4 natürlich nicht der einzige Gegner bleiben. Die Blutsväter, eine längst in Vergessenheit geratene Spezies, erhebt sich und will auch einen Teil des großen Galaxis-Kuchens abhaben. Vor allem die Elitekämpfer der Blutsväter, die Promethean Knights, sind trickreich. Sie können Hilfsdrohnen herbeirufen, die sie heilen, mit einem Schild abschirmen oder mit einer eigenen Kanone beschützen. Während sich der Schwierigkeitsgrad von Halo bislang immer daran messen ließ, wie flink Gegner Geschossen und Granaten zur Seite ausweichen konnten, setzen Prometheaner auf eine zweite Fähigkeit: Sie können sich über kurze Distanzen teleportieren. Das ist wirklich hundsgemein, denn wenn sie lang genug hinter einer Deckung verschwinden, lädt sich ihr Schild wieder auf. Sie bleiben deshalb auch bis zum Schluss die knackigsten Gegner.

    Wer ist Mensch, der Maschine?

    Halo 4 im Gamezone-Test (12) Halo 4 im Gamezone-Test (12) Quelle: 343 Industries Im Kern bleibt Halo 4 zwar ein Sci-Fi-Actionabenteuer, zwischen den Zeilen menschelt es aber zwischen Master Chief, Commander Lasky von der Infinity und vor allem der KI Cortana. In emotionalen Zwischensequenzen geht es immer wieder auch um die Frage, wer nun Mensch und wer Maschine ist: Master Chief, der als Kind in einer Militäranlage zur perfekten Kampfmaschine umgepolt wurde und nie ein richtiges Leben hatte oder Cortana, die sich lebendiger fühlt, als eine KI es eigentlich sollte.

    Dieser Zwist entwickelt sich leider erst später im Spiel, der Anfang der Kampagne verläuft noch sehr unemotional und gradlinig: Da sind Gegner, schießen, neues Ziel suchen. Die letzten zwei Drittel der Geschichte entschädigen aber für alle Belanglosigkeiten, die man bis dahin überwinden muss. Gerade die Schlusssequenz, auf die wir aus Spoilergründen nicht näher eingehen wollen, hat etwas finales – da Halo 4 aber nur der Beginn der neuen Reclaimer-Trilogie ist, weiß man, dass Luft und Gegner für weitere Folgen gelassen werden.

    Großartig Neues sucht man vergebens

    Halo 4 im Gamezone-Test (5) Halo 4 im Gamezone-Test (5) Quelle: 343 Industries Die knapp achtstündige Reise durch das Weltall ist insgesamt eine tolle Erfahrung. Die Geschichte stimmt und stellt einen immer wieder vor unerwartete Überraschungen. Und das Gameplay ist unverändert: Wir ballern uns unseren Weg durch Covenant und Blutsväter, haben einen aufladbaren Schild und werfen mit Granaten um uns. In jeder Pore von Halo 4 atmet man Halo-Luft. Was in anderen Spielen vielleicht Grund für Verärgerung ist, wollen Fans der Serie gar nicht anders. Große Neuerungen sucht man deshalb auch vergeblich. Einige neue Waffen, vornehmlich aus dem Blutväter-Repertoire gibt es, außerdem trägt der Master Chief eine in Winzigkeiten veränderte Rüstung. Aber ansonsten bleibt alles beim Alten: Zwei Waffen und je zwei Granaten eines Typs kann man tragen, mehr gibt es nicht.

    Auch beim Aiming geht 343 Industries keine neuen Wege. Aktuelle Shooter machen es vielleicht mit unterschiedlichen Zielfernrohren und Iron Sights vor, Halo 4 bleibt seiner Historie aber treu: Der Master Chief schießt aus der Hüfte, eine Zielvorrichtung gibt es nur bei ganz wenigen Kanonen. Das macht den Titel auch weiterhin so wettbewerbstauglich: Es kommt weniger drauf an, welche Waffe ein Spieler im Multiplayer in der Hand hält, der Skill jedes Einzelnen entscheidet, wer stirbt und wer überlebt.

    Ein gelungenes Feature aus Halo: Reach übernimmt 343 Industries übrigens auch für Halo 4: Mit Zusatzmodulen lässt sich der Anzug des Chiefs noch weiter verbessern. Ein Jetpack oder Antriebsdüsen machen ihn beweglicher, das Hologramm lässt einen taktischer vorgehen. Neu sind ein Energieschild, das man vor sich hertragen kann und ein Geschützturm.

  • Halo 4

    Halo 4

    Publisher
    Microsoft
    Developer
    Microsoft
    Release
    06.11.2012
    Leserwertung
     
    Meine Wertung

    Es gibt 6 Kommentare zum Artikel

    Von Mersadion
    Das kommt von dem rumtrödeln. Hättest du mal die Story weggeklickt wie jemand anderer wärst du sogar auf ne 7 vorne gekommen.
    Von RIPchen


    Ich habe exakt 8:00:02 gebraucht. Diese 2 Sekunden am Ende ärgern mich schon sehr:)
    Von JannLee
    Dafür gibt es sogar ein Achievement! Meins kommt am Dienstag. Ich freu mich schon.
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 09/2015 PC Games Hardware 10/2015 PC Games MMore 09/2015 play³ 09/2015 Games Aktuell 09/2015 buffed 10/2015 XBG Games 12/2014 N-Zone 02/2015
    PC Games 09/2015 PCGH Magazin 10/2015 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
1033773
Halo 4
Halo 4 im Test: Gelungenes Erstlingswerk der neuen Halo-Macher
Die Marke Halo macht eine schwierige Zeit der Veränderungen durch: Nach der Veröffentlichung von Halo: Reach haben sich die Serien-Erfinder Bungie zurückgezogen und ihre berühmteste Marke 343 Industries überlassen. Halo 4, der Beginn einer neuen Trilogie, ist das erste Projekt unter neuer Flagge. Warum das Abenteuer nichts an Halo-Feeling einbüßt und es jeden Cent wert ist, erfahrt ihr in unserem Test.
http://www.gamezone.de/Halo-4-Spiel-5244/Tests/Halo-4-im-Test-Grandioser-Start-der-Reclaimer-Trilogie-1033773/
02.11.2012
http://www.gamezone.de/screenshots/thumb/2012/10/Halo_56_873_Shot_1.jpg
halo 4,shooter,microsoft
tests