Halo 4 von 343 Industries ist das erste Halo, das nicht von Bungie stammt (9) [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Wir haben auf der E3 einen ersten Blick auf Halo 4 werfen können. Dieser vierte Teil der Xbox-Exklusivserie wird derzeit von 343 Industries entwickelt und ist das erste Spiel der Reihe, das nicht von Bungie entwickelt wird. Die Kampagne spielt fünf Jahre nach den Ereignissen von halo 3 auf der Forerunner-Welt Requiem. Ein Teil unserer Präsentation im Singleplayer kennen Fans auch von der Bühnenpräsentation während der Microsoft Pressekonferenz. Auf dem Weg zur Absturzstelle der Infinity begegnet der Master Chief zuerst einer Reihe schwacher Gegner, die am liebsten in Rudeln in Nah- und Fernkampf angreifen: Promethean Crawler. Es folgt der an einen Käfer erinnernde Promethean Knight, der Watcher aus seinem Rücken startet. Das sind fliegende Drohnen, die Granaten in der Luft auffangen und den Knight mit einem Schutzschild vor Angriffen beschützen. Außerdem können sie Crawler herbeirufen.
Der Master Chief sammelt in der Demo die Forerunner Light Rifle auf. Das Gewehr verschießt entweder einzelne Patronen oder kurze Feuerstöße mit drei Geschossen. Es gibt eine Zoom-Funktion, um genauer zielen zu können. Mit der Knarre im Arm trifft unser Held auf den Nightlancer, einen sehr agilen Feind, der sich über das Schlachtfeld teleportiert und eine sehr schnelle Ansturm-Fähigkeit besitzt. Bei ihm finden wir eine Scattershot-Schrotflinte, deren Schüsse von der Umgebung abprallen, was gefährliche Querschläger erzeugt. Sie ist besonders in engen und geschlossenen Räumen wirkungsvoll. Zum Abschluss der Szene aktiviert der Master Chief eine neue Fähigkeit, die Promethean Vision, mit der man Gegner im Nebel oder sogar durch Wände hindurch an ihren Silhouetten erkennt (auch im Mehrspielermodus!).
Die orange glühenden Gegner sind allesamt nicht-organische Formen von künstlicher Intelligenz. Man schießt also auf Bits und Bytes. Die kurzen Ausschnitte aus der Kampagne gefallen uns gut. Die Grafik ist spekatuklär, es kommt schnell eine tolle Dschungel-Atmosphäre auf. Das neue Gegnerdesign finden wir äußerst interessant. Zusammen ergibt das einen hervorragenden Ersteindruck, doch viel mehr als auf der Präsentation haben auch wir nicht gesehen.
Koop-Modus statt Firefight
Für Fans von Koop-Ballerei haben die Entwickler einen eigenen Modus programmiert, der den Firefight-Mode ablöst. Im Spartan-Modus übernimmt jeder Spieler einen zu Beginn erstellten Spartan-Soldaten auf dem Infinity-Raumschiff. Die Koop-Handlung spielt sechs Monate nach dem Ende von Halo 4. Jede Woche wollen die Entwickler die Story in diesem Koop-Modus durch die Veröffentlichung einer eigenen CGI-Serie weiterspinnen, die zusammen mit jeweils fünf Missionen pro Veröffentlichung eine Episode bilden. Diese Episoden werden für Xbox Live Goldmitglieder kostenlos sein. Die schiere Menge wundert uns aber: Schaffen es die Entwickler tatäschlich, jede Woche neue, kostenlose und vor allem in den Halo-Kanon passende Episoden nachzuliefern? Das ist eine mutige Ankündigung, wie wir finden.
Halo 4 von 343 Industries ist das erste Halo, das nicht von Bungie stammt (3) [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Eine Spartan-Mission können wir vor Ort anspielen. Es geht darum, eine Ausgrabungsstätte der Ceovenant zu erforschen und nach einem mysteriöen Artefakt zu suchen. Vor dem Start darf man natürlich seinen Soldaten anpassen, indem man aus verschiedenen Loadouts wählt. Die Art der Bewaffnung lässt sich zudem nach jedem virtuellen Ableben aufs Neue ändern – beim Respawn wählt man einfach einen Mitspieler, der gerade nicht kämpft, als Wiedereinstiegspunkt. In der Mission ging es dann erstmal gegen Grunts und Elites, die beide optisch leicht angepasst wurden. Nach einer Weile kamen die neuen KI-Aliens dazu. Dadurch dass sie sich ziemlich schnell und unvorhersehbar bewegen, ändern sie das vertraute Kampfgefühl auf dezente Weise. Sie kommen uns auch deutlich aggressiver als die Covenant vor. Bei den Missionszielen gibt es einen guten Mix aus Wegpunkten folgen, Knöpfchen drücken und ein Ziel gegen Angreifer verteidigen. Insgesamt fühlt sich Spartan Ops ganz anders an als Firefight: Statt immer wieder die gleichen Levels zu absolvieren und seine Taktiken zu perfektionieren, bekommt man in Halo 4 ja jede Woche neue Inhalte vorgesetzt, die Story und das Meistern der neuen Aufgaben steht hier im Vordergrund. Cool: Die Koop-Episoden kann man auch allein spielen, eignet sich somit auch als neuer Solo-Content. Natürlich kann man die Kampagne auch wieder im Vierer-Koop durchspielen. Diese Tatsache bleibt von dem neuen Spielmodus unangetastet.
Die üblichen Mehrspielermodi
Die gängigen Mehrspielermodi der Serie fasst Halo 4 als "War Games" zusammen. Diese finden an Bord der Infinity in einem Holodeck statt, anders als die Koop-Einsätze, bei denen es sich um echte Auseinandersetzungen handelt. Wir konnten den neuen Modus Infinity Slayer anspielen, eine neue Version des Slayer-Modus (Team-Deathmatch). Darin verdienen Spieler durch Abschüsse Punkte, mit denen sie Supportpakete anfordern können, die das Raumschiff Infinity abwirft. Diese enthalten zufällige Waffen und Power-Ups, die zum Beispiel die Geschwindigkeit oder den Schaden eines Spartans erhöhen. Ebenfalls neu ist "Regicide", bei dem ein Spieler der König ist – durch Abschüsse erhöht er sowohl seinen Punktestand als auch das Kopfgeld, das auf ihn ausgesetzt ist. Erledigt ein anderer Spieler den König, bekommt er das Kopfgeld und wird selbst König.
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Beim Hands On können wir jedoch nur Infinity Slayer spielen. Das Ziel ist es, mit dem eigenen Team 600 Punkte zu erreichen. Die Support-Pakete können wir zwar kein einziges Mal selbst anfordern (ob wir wohl einfach zu schlecht waren?), dafür haben das aber die Teamkameraden erledigt. Nach wie vor sprintet der Charakter, wie aus dem Vorgänger bekannt, mit Druck auf den rechten Stick. Die Waffensounds hat 343 Industries verändert, sie klingen jetzt ein wenig tiefer, realistischer und weniger nach "Peng, Peng"-Laserschüssen. Außerdem sind die Armor Abilites sehr cool, wir mochten besonders das "durch Wände sehen" der Promethean Vision.
Während einer weiteren Präsentation gab man uns einen Ausblick auf einige der neuen Maps: Haven ist eine Stadt über den Wolken mit sehr luftiger, geschwungener Architektur. Auf Adfrift, einer sehr kleinen Karte, ballert man sich durch die engen Gänge eines Bergbauraumschiffs. Die größte gezeigte Karte war Longbow, auf der es in einer Winterlandschaft vor allem um den Vehikelkampf geht.
Erstmals in der Spielreihe: Perks an Bord
Bekannt aus Halo Reach sind die Armor Abilites. Die gibt es auch wieder in Halo 4, dazu gehören unter anderem das Jetpack, verbesserte Schilde und die Promethean Vision aus dem Solomodus. Dazu gibt es noch sogenannte "Tacitcal Packages": Diese passiven Perks geben beispielsweise mehr Feuerkraft, Schildenergie oder lassen einen unbegrenzt lange Sprinten. Die Zeiten, in denen alle Spieler gleiche Voraussetzungen beim Spiel hatten, sind damit vorbei. Egal ob in War Games oder Spartan Ops: Der Charakter sammelt natürlich Erfahrungspunkte, steigt im Level auf und schaltet so immer stärkere Ausrüstung und optische Besonderheiten frei.







Nur weil einer mehr Zeit, bzw. keine sonstiges Leben hat, kann man gegen den nur verlieren. So was ist zum reiern!