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  • Harry Potter: Quidditch-Weltmeisterschaft im Gamezone-Test

    Pünktlich zur Release des fünften Buches von Harry Potter brachte uns nun EA ein passendes Spiel auf den Markt. Mit "Harry Potter: Quidditch Weltmeisterschaft" präsentiert man aber keinen weiteren Adventure Ableger des Zauberlings!

    Des Magiers Zeitvertreib

    Eher interessierte die Programmierer ein Sport, welcher so nur in den Büchern von J.K. Rowling existiert. Kenner werden anhand des Spieltites den Sport schon erkannt haben, es geht um Quidditch, die Sportart Nummer 1 unter dem magischen Volk. Viele Fans werden sich natürlich fragen, wie man diesen Sport mit dem doch etwas komplizierten Regelwerk auf den Konsolen bzw. dem PC umgesetzt hat. Vor allem wird die Frage aufkommen, ob es überhaupt je wirklich realisierbar ist! Diese und die Frage, wie gelungen das Spiel tatsächlich ist, soll im folgenden geklärt werden.

    Auch wenn es um den Zauberersport geht sei allen Nichtmagiern (bzw. auch Muggels) mal gesagt, dass auch sie sich schnell in das Spiel einfinden werden. Einzig allein das Regelwerk bereitet etwas Kopfschmerzen. Doch nach einigen Minuten auf dem Spielfeld wird man sich schnell in das Spielprinzip einfinden. Dafür sorgt vor allem auch der gute Überblick während eines Matches. Doch erst mal zum Anfang der Geschichte, denn erst einmal sollte man den Sport selber definieren. Quidditch könnte man als eine Mischung zwischen den nicht-magischen Sportarten Fußball, Basketball und Eishockey bezeichnen. Gespielt wird auf bzw. besser gesagt über einem ovalen Feld, das 160 Meter in der Länge und 60 Meter in der Breite misst. Zwei Teams mit je sieben Spielern werden um den Sieg kämpfen, wobei die Schlacht auf Besen ausgetragen wird. Gespielt wird mit insgesamt vier (!!!) Bällen, wobei das Hauptaugenmerk während des gesamten Spieles auf den größten Ball, den Quaffel, gelegt wird. Wie in Fußball müssen die drei Jäger des Teams sich den Ball zuspielen bzw. zuwerfen, damit durch die gegnerische Abwehr kommen um anschließend den Quaffel durch einen von drei weit oben in der Luft angebrachten Ringen zu werfen. Gar nicht so einfach, da diese von dem so genanten Hüter bewacht werden. Im Grunde kann man den Hüter mit einem Torwart zum Beispiel in Fußball vergleichen. Dieser umfliegt die drei Ringe und achtet darauf, dass der Gegner keinen Quaffel hindurch werfen kann, ansonsten Punktet der dieser und erhält für den Treffer ganze zehn Punkte.

    Die beiden so genanten Treiber sind für zwei Bälle mit den Namen Klatscher zuständig. Diese Klatscher sind widerspenstige und gefährliche, sowie verzauberte Bälle, welche mit einer hohen Geschwindigkeit durch die Luft sausen und versuchen, die Spieler vom Besen zu hauen. Darum besitzen die zwei Treiber je einen Schläger, mit dem sie die Klatscher weg hauen und so zum einen die eigenen Mitspieler schützen und zum anderen die Anderen angreifen können. Der letzte und vor allem kleinste Ball, der Goldene Schnatz hat die Größe einer Wahlnuss. Für diesen Ball ist einzig allein der letzte Spieler des Teams zuständig, der Sucher. Da der Ball sehr klein und vor allem sehr flink ist, wird es für den Sucher nicht einfach, ihn zu fangen. Doch das ist seine Aufgabe, denn wenn er den Schnatz in seinen Händen hat, ist das Spiel zu Ende und er bekommt für sein Team zusätzlich nochmals 150 Punkte. Natürlich kann man so auch mit den vielen Punkten einen vermeintlichen Rückstand nochmals aufholen und so als Sieger aus dem Match gehen. Doch wie gesagt, es ist nicht einfach den Schnatz zu sehen und es dauert bisweilen sogar Stunden, bis einer der beiden Sucher auf dem Quidditch Feld zum ersten Mal zuschlagen können.

    Wie man anhand dieser Beschreibung des Sports Quidditch schon sehen kann, ist dieser schwer umzusetzen. Doch EA hatte da so einige Ideen, wie man aus dem gegebenen Material ein gelungenes Spiel basteln kann. Startet der Spieler ein Match, wird er die Rolle der Jäger übernehmen und wie in jeden normalen anderen Sportspiel den Ball zuwerfen und versuchen, Tore zu machen. Natürlich gehört auch die Abwehr dazu, sprich man muss im Gegenzug den Gegnern den Ball abnehmen, wenn dieser auf die eigenen Ringe zustürmt. So hat man im Spiel die Kontrolle von drei Feldspielern, welche übrigens leichter von der Hand geht, als man anfänglich denken mag. Auch wenn man durch die Luft fliegt, verhält sich die Steuerung des Spielers nahezu wie bei einem Sportspiel auf dem Boden, sprich man muss nicht zusätzlich zu den Richtungen auch noch nach oben oder untern fliegen. Dies geschieht mehr oder weniger automatisch und erleichtert den Spielaufbau erfreulicherweise ungemein. Natürlich fliegen die Feldspieler überall umher und der Ball kann auch mal nach unten Fallen, doch mit einer entsprechenden Bewegung des linken Sticks folgt der angewählte Spieler dem Quaffel.
    Da man nun nur drei Spieler direkt steuern kann und somit auch nur mit einen einzigen Ball von vieren hantiert, hat man sich weitere Möglichkeiten einfallen lassen. Durch ein gelungenes und erfolgreiches Spiel, vor allem durch Passkombinationen (welche mit einigen Tastekombis ausgelöst werden) bekommt der Spieler mit der Zeit diverse Bonis. So kann man schon nach relativ kurzer Zeit das Ausweichen anwenden oder in der Defensive schnell Angreifen. Kurz darauf bekommt man die Möglichkeit, kurzzeitig die Steuerung einer der Treiber zu übernehmen und anschließend dürfen dann sogar Spezialmoves durchgeführt werden. Was der Spieler während eines Matches zu den normalen Spielzügen ausführen kann, wird unter seiner Punkteanzeige mit den jeweiligen Symbolen der Tasten angezeigt. Kann man nun Treiber ins Spielgeschehen bringen, wird kurzzeitig die Steuerung des Klatschers übernommen und man kann diesen direkt auf den Gegner zusteuern. Vielleicht hat man Glück und trifft sich, dann dürfte der Quaffel wieder in der eigenen Mannschaft sein. Unter den Spezialmoves versteht man diverse spektakuläre Aktionen, welche oftmals mit Torszenen enden. Gelingt es dem Spielern, einen solchen Move auszuführen (welcher erst mal freigeschalten werden muss, dazu später mehr), wechselt das Spiel aus dem aktuellen Geschehen in eine Videosequenz, in der man die Saltos, coole Pässe oder Schläge mit Besen in der Luft bewundern kann. Als Krönung gibt es sogar Teamattacken, bei denen alle drei Treiber auf das Tor des Gegners zustürmen. Diese Szenen sind schön animiert und tragen zur allgemeinen Abwechslung bei. Hat man einmal einen Boni verbraucht, muss man eben diesen wieder durch ein erfolgreiches und vor allem schönes Spiel wieder dazu gewinnen und kann sie wieder ausführen. Durch eben diese Möglichkeit, wird das Spielprinzip von Quidditch Weltmeisterschaft aber stark von einer Simulation abgelenkt, viel mehr kann man das Spiel unter den Arcardegames oder Fungames einordnen. Vergleichbar wäre das Spielprinzip ein wenig mit "Sega Soccer Slam".

    Nun fehlt uns im Spiel noch der letzte Ball, der goldene Schnatz. Auch auf diesen wird man die Jagd eröffnen können. Während des Spieles bekommt man durch gute Aktionen neben den Bonis auch Punkte für die Schnatzleiste, welche am oberen Bildrand angezeigt wird, dazu. War man erfolgreich, steigt diese schnell an, bekommt man dagegen eine Klatsche nach der anderen sinkt diese wieder leicht. Aber auch beim Gegner steigt diese Anzeige an. Sobald sich beide Anzeigen treffen, verlässt das Spiel das Geschehen und wechselt zum Sucher über denn dann wurde der Schnatz gesichtet. Nun ist es am Spieler, hinter diesem herzufliegen. Abermals zahlt sich ein positives Spiel aus, denn dann hat man eine wesentlich größere Turboanzeige. Hat man dagegen schlecht gespielt und wenig Kombinationen ausgeführt, hat man weniger Turbo zur Verfügung. Auch hier hat man die Steuerung recht simpel gehalten so dass man schnell einen Erfolg feiern kann.

    Insgesamt wirkt das Gameplay anfangs noch etwas langweilig, doch mit der Zeit kann es durchaus überzeugen. Entstanden ist ein recht spaßiges Spiel, welches absolut nicht auf Realismus setzt, sondern einfach auf Spaß. Die unterschiedlichen Spziealbewegungen und Aktionen sorgen dafür, dass "harte" Action an den Tag gelegt wird und der Spieler Schadensfroh letztendlich Punkten kann. Doch wird man mit Quidditch Weltmeisterschaft dann doch nicht ganz zufrieden gestellt. Startet man das Spiel zum ersten Mal, kann man sich nur für einen Schaukampf und den Weg nach Hogwarts entscheiden. Schaukampf entsprich einem schnellen und freien, einzelnem Spiel. Geht man nach Hogwarts, muss man erst mal ein Turorial erledigen, bevor man alle Moves ausführen darf. Nebenbei gilt es dann natürlich den Hauspokal zu gewinnen. Nur wer als Sieger aus der Runde geht, darf an der WM teilnehmen. Doch schnell beginnt das Spiel spaß zu machen, schnelle Pässe, spektakuläre Ausweichmanöver und anschließende tolle Torszenen wechseln sich pausenlos ab und erzeugen ein unglaublich schnelles und arcardelastiges Spiel. Doch leistete sich EA nun einen folgeschweren Fehler. Denn eben in dem Moment, in dem der Spieler richtig gut wird und endlich mal gelungene Spielzüge auf den Bildschirm zaubert, versagt die Künstliche Intelligenz der Gegner. Unausgereift wie diese ist, kommt man ohne Probleme durch die Abwehr hindurch und punktet. Selbst nachdem man Hogwarts hinter sich gelassen hat und die Weltmeisterschaft bestreitet, bekommt man in den seltensten Fällen Schwierigkeiten mit dem Sieg. Auffallend auch, dass man mit immer wiederkehrenden Aktionen den Gegner auch immer wieder aus schalten kann. Das mindert natürlich den Spielspaß, vor allem wenn man sich in das Spiel eingefunden hat und eigentlich mal richtig gut spielt. Ganz toll ist es dann auch, dass man nirgends einen Schwierigkeitsgrad einstellen kann. Hat man nun aber einen Freund dabei, den man für das Spiel begeistern kann, kommt der übliche und durch viele andere Funtiteln bekannte Spaß auf. Ein menschlicher Gegner ist einfach unberechenbar und somit hat man es endlich auch mal schwer, durch die Abwehr hindurch zu kommen. Just in diesem Moment entfaltet das Spiel sein volles Potenzial.
    Auch wenn es alleine mit der Zeit dann etwas öde wird, hat der Spieler dennoch vieles zu tun. Denn auf unterschiedlichster Weise kann man verschiedene Quidditch-Karten bekommen. Über 100 davon gilt es zu finden. Die Karten sind der Schlüssel zum vollständigen Erlebnis im Spiel, denn nur durch diese kann man die unterschiedlichen Spezialmoves frei schalten und bekommt auch weitere Rennbesen, welche ausgewählt werden können. In den Optionen des Spieles, der Umkleide, hat man Einsicht in seine Sammlung, kann sich die Karten anschauen und findet die Aufgabenstellungen. So gilt es jedes einzelne Team im eigenen Stadium zu besiegen, mit jedem Team Weltmeister zu werden und viele weitere und durchaus abwechslungsreiche Aufgaben werden auf den Spieler warten.

    Jedes Team hat natürlich auch sein eigenes Heim, in dem es spielen wird. Die Australier verkriechen sich zwischen den staubigen, rotbraunen Felsen, die Deutschen spielen auf einem Spielfeld, welches von Tannenbäumen umsäumt wird und die Mannschaft aus dem Norden fühlt sich mit Eis und Schnee wohl. So hat jedes einzelne Stadium seine eigene Merkmale und sieht vor allem komplett anders aus. Des weiteren weisen diese viele Details wie Springbrunnen, einzelnen Steinen, Blumengärten oder auch Häuser auf und bereichern somit die Optik. Eigentlich wurde das Spiel wunderschön ausgearbeitet, die Texturen sind nicht von schlechten Eltern und durch die Präsentation wird bestens das Flair der Bücher bzw. der Filme von wieder gegeben. Gefallen können auch die Animationen der Spieler, welche sich nach einem gelungenen Treffer natürlich riesig freuen und Saltos auf dem Besen machen oder sonst eine Pose von sich geben. Leider fällt eine Widerholung dieser relativ schnell auf und trägt dazu bei, dass man doch eine Taste zum Abbrechendrückt und einfach mit dem Spiel weiter macht, statt sich die ansonsten gelungenen Posen an zu schauen. Des weiteren begeistert das Spiel durch nette Lichteffekte (vor allem im Stadium der spanischen Mannschaft) sowie einigen Wettereffekten. Schnee und Regen gehört nämlich genauso dazu wie der sonnige Alltag. Insgesamt geht die Präsentation in Ordnung und vermag zu Begeistern, wenn diese auch nicht optimal ist.
    Weniger überzeugt aber die soundtechnische Untermahlung des Geschehens. Während die diversen Effekte und Geräusche noch durchwegs als gelungen bezeichnet werden können, enttäuscht das Publikum und vor allem die Kommentatoren. Die Fans scheinen sich nicht unbedingt auf das Spiel zu konzentrieren und klingen die meiste Zeit über ziemlich monoton. Die Sätze der Kommentatoren sind auch nicht immer die Besten. "Sie sieht immer wo ihre Mitspieler sind und bringt einen sicheren Pass", ein netter Kommentar, welcher aber ziemlich unpassend ist, wenn ich gerade den Ball direkt in die Hände der Gegner gespielt habe. Solche Schnitzer passieren relativ häufig und somit wird das Geschehen auf dem Spielfeld nicht wirklich gelungen kommentieret. Dann natürlich das übliche Manko, dass diese Kommentatoren einfach zu wenig auf Lager haben und nach kurzer Spielzeit sich die Satzwiederholung einstellt. Für Fans sei noch gesagt, dass einer der Kommentatoren Ludo Bagman darstellt, eine recht bekannte Persönlichkeit aus den Harry Potter Büchern. Ansonsten wird das Spielgeschehen während eines Matches mit recht netten und gelungenen Melodien (angepasst an die Stadiumumgebung) untermalt, was zwar ungewöhnlich für ein Sportspiel ist, aber dennoch zu einer gelungenen Atmosphäre beitragen kann.

    Harry Potter: Quidditch-Weltmeisterschaft (XB)

    Singleplayer
    7,5 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    7/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Quidditch absolut gelungen umgesetzt mit einer einfachen und dennoch fordernden Steuerung
    Harry Potter Flair und somit auch Bonus für das Spiel
    Schlechte KI der Gegner
    zu einfacher und konstanter Schwierigkeitsgrad, den man nicht selber regulieren kann
    Wieder einmal tolle Kommentatoren!
  • Harry Potter: Quidditch-Weltmeisterschaft
    Harry Potter: Quidditch-Weltmeisterschaft
    Publisher
    Electronic Arts
    Release
    11.2003

    Aktuelles zu Harry Potter: Quidditch-Weltmeisterschaft

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Harry Potter: Quidditch-Weltmeisterschaft
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http://www.gamezone.de/Harry-Potter-Quidditch-Weltmeisterschaft-Spiel-5531/Tests/Harry-Potter-Quidditch-Weltmeisterschaft-im-Gamezone-Test-989563/
14.11.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/11/TV2003111415452600.jpg
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