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  • Harvest Moon: A wonderful Life - Have a Break, Have a Harvest - Leser-Test von Yggdrasill16

    Harvest Moon: A wonderful Life - Have a Break, Have a Harvest - Leser-Test von Yggdrasill16 Harvest Moon. Schon der Name allein lässt unweigerlich Entspannungsgefühle aufkommen. Muss man denn immer die Welt retten? Muss man denn immer Autos stehlen und als Lakai für das organisierte Verbrechen die Drecksarbeit für die großen Bosse erledigen? Wer sagt einem, dass man in grünem Dress und Zipfelmütze Prinzessinnen befreien oder als untersetzter Klemptner Killerpilze und mutierte Schildkröten besiegen muss? Manchmal braucht man einfach ne Pause.
    Sicher, die einen greifen in einem solchen Fall zu einem allseits bekannten Schokoriegel aber diejenigen, die das Videospielmilieu nicht verlassen wollen ziehen sich auf ihre Farm in die unkomplizierte, farbenfrohe Knuddelwelt von Harvest Moon zurück.
    Was ist Harvest Moon überhaupt? Eine Simulation? ein Rollenspiel? Meiner Ansicht nach kreiert die Serie ein Neues Subgenre: Die Lebenssimulation mit Rollenspielelementen. Nur anstatt euren Charakter zu entwickeln, stärker werden zu lassen und neue Fähigkeiten zu erlernen, seid ihr einfach mal alternativ unterwegs und levelt eure Gießkanne, eure Harke, eure Sichel oder Melkmaschine oder schließlich eure angebauten Feldfrüchte mit Dünger.
    Wer an dieser Stelle seinen ersten persönlichen "WTF?!" Moment hat, braucht gar nicht weiterzulesen. Ja, Harvest Moon ist eine Bauernsimulation, wo ihr die Welt einfach mal Welt sein lasst und euch statt euch zu prügeln oder zu stehlen viel lieber beschaulichen Aktivitäten wie Angeln oder Melken widmet, Aber genug der Vorrede, steigen wir ins Review ein.

    Jeder Bauer braucht eine Geschichte

    Natürlich hat auch Harvest Moon eine Rahmenhandlung spendiert bekommen. Diese ist allerdings kaum der rede Wert und lässt sich in wenigen Worten zusammenfassen. Ihr spielt einen eher unerfahrenen jungen Mann, der nach dem plötzlichen Tod seines Vaters dessen alte Farm geerbt hat und mit seinem besten Freund die Farm in Schuss halten soll.
    Der beste Freund eures Dads, Takkakura begrüßt euch, führt euch herum, schenkt euch eine Kuh und schon steht ihr da. Ohne große Umschweife geht's ans Werk, denn ein Bauernhof ist ja bekanntlich kein Ponyhof.

    Von wegen Urlaub

    Das Leben als Bauer ist hart. Und Harvest Moon schafft es, euch das trotz Knuddeloptik und Regenbogenwelt deutlich zu suggerieren.
    Am Anfang habt ihr sehr wenig Geld. Eine Hand voll Goldtücke, die nötigsten Werkzeuge und eine Kuh. Der Weg aus der Misere ist beschwerlich, aber es lohnt sich. Eure ersten Tage verbringt ihr im wesentlichen damit, eure Kuh zu pflegen, zu liebkosen und zu melken und Graß mit eurer Sichel zu schneiden, um so potenzielles Futter für das Vieh zu erlangen. Sicher ihr könnt euch Markenfutter kaufen, das erste durch den Verkauf der Milch verdiente Gold ist aber in Saatgut wesentlich besser investiert. Erntet ihr nämlich genug Feldfrüchte vernünftiger Qualität, könnt ihr euch neue Tiere wie Schafe, Hühner, neue Kühe und sogar eine Ziege anschaffen. Schafe geben Wolle ( mit unterschiedlicher Qualität) Hühner legen Eier und (sofern ihr einen Hahn dazu gesellt) auch befruchtete, sodass neue Kücken dazu kommen können. Schon bald werdet ihr merken, dass die Kasse so richtig klingelt. In regelmäßigen Abständen ( 2-3 mal in der Woche) bekommt ihr Besuch vom Händler Vaan, der euch nützliches Equipment wie zb eine Angel verkauft, mit der ihr Fische fangt, die euch wiederum Geld bringen. Ihr könnt sämtliche eurer Waren entweder an Vaan verkaufen oder ihr macht euren eigenen Stand auf und verkauft Feldfrüchte, Milch, Fisch, Wolle, Eier und später auch Butter und Käse. Macht ihr den Bewohnern Freundschaftspreise oder gar Geschenke werden sie anfangen euch zu mögen.
    Ganz bestimmte Bewohnerinnen werden sich gar in euch verlieben und ihr könnt heiraten und eine Familie gründen.
    Eine Familie will versorgt werden, also müsst ihr mit der zeit expandieren.
    Schade nur, dass die im Spiel angebotenen Geräte, wie beispielsweise die Käserei mit knapp 60.000 Goldstücken erst nach mehreren Jahren erschwinglich werden.
    Das liegt vor allem an den zahlreichen Nebenkosten. Eure Tiere werden krank, es beißen keine Fische oder ihr fahrt eine schlechte Ernte ein? Ihr habt eure Schafe vernachlässigt und als Dank geben sie Graue Wolle, die keinen Pfifferling wert ist? Und zu allem Überfluss verlangt euer Kind nach Spielzeug? Willkommen im Alltag von Harvest Moon.
    Es wird euch stellenweise nichts anderes Übrig bleiben, als nach getaner Feldarbeit noch als Archiologe in den Erzminen zu beschäftigen um zusätzliches Gold zu verdienen. Das Gute: Vielleicht findet ihr Golderz oder eine hübsche Münze, die eurer Frau gefällt, oder ihr pflückt ihr auf dem Nachhauseweg ein paar Blumen.

    Ein Endlosspiel mit verzeihbaren Fehlern

    Sicher, die Grafik und auch die Soundkulisse von HM ist wahrlich kein absoluter Genuß. Mitunter kantige Texturen, karge Animationen, triste Umgebungen und simple Animationen werdeneuch aber schlicht und einfach irgendwann nicht mehr stören.
    Selbst die HD(MI) verwöhnten Zocker werden sich, einmal vom Flair gepackt, als Baum- und Kuhknutscher wieder finden. Harvest Moon vermittelt einem gleichzeitig das Gefühl totaler Entspannung und sogleich etwas gleistet zu haben. Man freut sich wie ein Schneekönig, wenn die Erzeugnisse die heiß ersehnte "S" Qualität haben oder Die Schafe goldene Wolle hinterlassen oder man lehnt sich einfach zurück, spielt mit dem Sohnemann oder geht in der Dorfeigenen Bar einen Absacker trinken.

    We live in a beautiful world...

    Negative Aspekte:
    Technisch veraltet, sehr zeitintensives Gameplay und daher nichts für Zwischendurch, stellenweise Leerläufe im Tagesablauf, einige Unverschämt teure Gegenstände

    Positive Aspekte:
    Entspannung kommt an allen Ecken und Enden auf, Ist man einmal im Spielfluss kommt man nicht wieder heraus, liebenswerte Inszenierung

    Infos zur Spielzeit:
    Yggdrasill16 hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Harvest Moon: A wonderful Life
    Harvest Moon: A wonderful Life
    Publisher
    Ubisoft
    Developer
    Natsume
    Release
    24.03.2004

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Harvest Moon: A wonderful Life
Harvest Moon: A wonderful Life - Have a Break, Have a Harvest - Leser-Test von Yggdrasill16
http://www.gamezone.de/Harvest-Moon-A-Wonderful-Life-Classic-5563/Lesertests/Harvest-Moon-A-wonderful-Life-Have-a-Break-Have-a-Harvest-Leser-Test-von-Yggdrasill16-1009119/
01.12.2009
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/05/5000.jpg
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