Das Farmer-Imperium lockt abermals mit umfangreichem Gameplay und Spielmöglichkeiten.
Anfang 2008 beehrte uns Rising Star Games mit dem ersten Wii-Abenteuer auf dem Bauernhof und überzeugte vor allem mit einem ordentlichen Spielumfang. Über anderthalb Jahre danach steht nun endlich der nächste Teil der "Harvest Moon" Reihe und zugleich auch der erste wirklich exklusive Ableger für Nintendos Flagschiff in den Händler Regalen. Mit "Baum der Stille" wird ein gewohntes Konzept serviert, welches mit kleinen Änderungen und Erweiterungen zu überzeugen versucht. Im Angesicht des Schweißes ackerten wir auf dem Hof, fanden die große Liebe und führten ein gemütliches Leben! Ob dieses erfüllend war oder doch was zu beanstanden ist, lest ihr im Folgenden.
Harvest Moon: Baum der Stille
Das lockere und unbeschwerte Leben eines Farmers dürfte durchaus der Traum zahlreicher Naturfreunde sein, die sich gerne tagtäglich mit Tieren und Pflanzen beschäftigten. Dies dachte sich der neue Held, welcher übrigens nun auch wieder eine Dame sein darf, sicherlich auch, als er den Prospekt des Bürgermeisters der Waffelinsel durchlas. Schnurstracks macht sich das putzige Kerlchen auf den Weg und schippert zur angegebenen Insel, um ein völlig neues Leben anzufangen. Doch der aufbrausende Sturm sorgt nicht nur für Magenbeschwerden, der Frischling wird für ein paar Tage gar direkt ans Bett gefesselt. Fürsorglich umsorgen ihn aber seine neuen Nachbarn und schon bald darf man die extrem weitläufige Insel sowie das gemütliche Städtchen erkunden und sämtlichen Bewohnern "Guten Tag" sagen.
Der Acker und das Vieh
Harvest Moon: Baum der Stille
Nach einem kleinen Intermezzo mit einigen Teilzeitjobs auf der Nachbarsfarm, in gewissem Maße das Tutorial der Grundbedürfnisse, übergibt der Bürgermeister seinem neuen Mitbewohner ein Grund mit einem schicken Holzhäuschen - den Ort dürft ihr natürlich noch bestimmen. Ob euch nun die frische Meeresluft lockt, oder das gemütliche Zusammensein in der Nähe des Städtchens, das bleibt vollkommen euren Wünschen überlassen. Spielerisch hat sich nicht wirklich viel getan, was die Fans sicherlich begrüßen werden. Als unerfahrener Farmer steht man kurzerhand auf dem eigenen Hof, muss mit tagelanger Schweißarbeit einen florierenden Betrieb aufbauen und somit das Überleben auf der beschaulichen Insel sichern. Mit nur wenigen Münzen in der Tasche, einer kleinen Grundausrüstung an Werkzeugen im Schrank und einigen Büchern im Regal steht man quasi mit leeren Händen da.
Harvest Moon: Baum der Stille
Dabei wird der komplette Tagesablauf eines Bauern abgedeckt. Früh morgens fällt man schlaftrunken aus dem Bett, begibt sich an den Briefkasten für die neue Post und kümmert sich vor allem um die Tierchen. Ihr dürft sogar Exoten wie Seidenraupen und Strauße züchten oder einige Enten halten. Deren Eier sind eine Delikatesse und bringen somit ordentlich Zaster ein. Auch Ziegen könnt ihr euch zulegen, die aber genauso gefräßig wie Kühe oder Pferde daher kommen und erst nachdem sie etwas ausgewachsen sind auch wirklich ordentlich Milch abgeben. Letzteres wird wie vieles für die Weiterverarbeitung genutzt, so dass nicht nur rohe Milch, sondern auch Käse zum Beispiel zu Geld gemacht werden kann.
