Harvest Moon: Geschichten zweier Städte im 3DS-Test: Ganz ordentlicher Titel ohne große Neuerungen
Harvest Moon: Die Geschichte zweier Städte für Nintendo 3DS im Test. (1) [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Diese 3DS-Fassung wird in Japan nicht mehr erscheinen, aber dort kam Anfang des Jahres mit Harvest Moon: A New Beginning ohnehin ein eigenständiger Ableger für den 3DS in den Handel, der im November auch in Nordamerika erhältlich sein soll. Ein europäischer Release-Termin ist leider noch nicht bekannt und daher werfen wir lieber mal einen Blick auf den 3DS-Ableger von Harvest Moon: Geschichten zweier Städte.
Die beiden Städte
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Wie der Name des "neuen" Harvest Moon-Ablegers schon vermuten lässt, sind bei diesem Titel zwei Städte mit von der Partie, nämlich die Ortschaften Bluebell und Konohana. Diese waren früher durch einen Tunnel, der direkt durch den zwischen den Städten liegenden Berg führt, verbunden und sie pflegten ein gutes, nachbarschaftliches Verhältnis. Allerdings stritten die Dörfer darüber, wer nun die besseren Gerichte kochen könne und als der Streit immer schlimmer wurde, brachte die Erntegöttin den Tunnel zum Einsturz und so treffen sich die beiden Ortschaften heute nur noch zu ihren regelmäßigen Kochwettbewerben. Und genau in diese Gegend dürfen wir uns nun bei Harvest Moon auf dem 3DS begeben und in einer der beiden Städte eine Farm betreiben.
Bevor es aber ans Werk geht, müssen wir zu Beginn uns noch zwischen einem Jungen und einem Mädchen als spielbaren Charakter entscheiden und anschließend steht mit der Wahl der Stadt noch eine nicht weniger wichtige Entscheidung an. Die beiden Städte sind schließlich durchaus unterschiedlich, denn während Bluebell eine europäische Stadt ist, handelt es sich bei Konohana um eine japanische Ortschaft. Dies zeigt sich dabei nicht nur durch unterschiedliche Hintergrundmelodien oder eine etwas andere Aufmachung der Häuser, sondern auch bei der Farmarbeit selbst.
In Bluebell steht nämlich die Arbeit mit Tieren auf der Farm im Vordergrund, während in Konohana eher Pflanzen oder Getreide angebaut werden und entsprechend führen die örtlichen Händler auch die jeweiligen hierfür benötigten Artikel. Daher sollte man also durchaus nach seinem eigenen Schwerpunkt wählen, damit man nach Möglichkeit nicht allzu oft den etwas weiteren Weg in die benachbarte Stadt zurücklegen muss. Grundsätzlich ist es aber selbstverständlich möglich, in beiden Städten sowohl der Viehzucht, als auch dem Ackerbau nachzugehen. Da man im Spiel ohnehin in die andere Stadt umziehen kann, ist dies ja keine endgültige Entscheidung.
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Ansonsten erwartet uns bei Harvest Moon aber natürlich wieder die gewohnte Kost der Reihe, die uns zu Beginn ausführlich erläutert wird. Wir beginnen auf einer letztlich verlassenen Farm, die wir nun mit viele Fleiß und ohne nennenswerte finanzielle Mittel wieder aufbauen und zum Laufen bringen sollen. Mit den anfangs vorhandenen und nötigsten Gerätschaften können wir dann auch gleich loslegen. Die ersten Felder werden vorbereitet, anschließend mit Saatgut bestückt und von nun an regelmäßig mit der Gießkanne mit Wasser versorgt. Einige Tage später dürfen wir dann endlich ernten und die Erzeugnisse können wir entweder zum Verkaufen in die Box packen oder selbst behalten. Für eine kleine Stärkung zwischendurch sind Lebensmittel bei Harvest Moon schließlich nicht verkehrt, denn jede körperliche Betätigung verringert unsere Energieleiste ein wenig und gerade an Tagen, an denen wieder besonders viel zu erledigen ist, kann dies schnell zu einem Problem werden. Wer nicht umkippen möchte, der sollte also hin und wieder eine Mahlzeit zu sich nehmen.
Die Lebensmittel können wir in der eigenen Küche zubereiten und so allerlei Gerichte auf den Tisch zaubern. Dabei können wir nicht nur mit den verschiedensten Zutaten in der Küche experimentieren, sondern anschließend auch an den regelmäßig stattfindenden Kochwettbewerben teilnehmen und unser jeweiliges Dorf zum Sieg führen. Zu Beginn des Spiels ist unser Kochbuch jedoch kaum mit Rezepten gefüllt und so müssen wir die meisten Gerichte selbst durch Ausprobieren herausfinden. Sofern uns ein entsprechendes Gericht gelungen ist, wird dieses aber im Kochbuch eingetragen und so können wir dieses nach und nach füllen. Gerade das Experimentieren mit den vielen Zutaten und Hilfsmitteln in der Küche macht großen Spaß und lockert den Alltag auf der Farm sicherlich auf.
Allgemein gibt es wie immer sehr viel abseits der eigentlichen Farmarbeit zu entdecken. Wir können Freundschaften schließen, unzählige Aufgaben der Dorfbewohner erfüllen oder auch einen Partner finden. Wenn man sich darauf einlässt, wird man jedenfalls für unzählige Stunden beschäftigt sein und gerade die Aufgaben der Bewohner motivieren ungemein. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass man für das Erledigen der Aufgaben mitunter sehr schöne Belohnungen abstauben und man so seltene Zutaten oder neue Gerätschaften ergattern kann.
Die 3DS-Möglichkeiten
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Sehr interessant ist natürlich, welche Vorteile die 3DS-Fassung bietet, gerade auch, weil diese ja über ein Jahr nach der ursprünglichen Version für den DS und zudem nur im Westen erschienen ist. Neben dem 3D-Effekt, der bei Harvest Moon ganz nett zur Geltung kommt, dürfen sich die 3DS-Besitzer so über die StreetPass-Möglichkeit freuen, die das Tauschen von Objekten mit anderen Spielern ermöglicht. Eine nette, aber in der Praxis eher unspektakuläre Angelegenheit. Unspektakulär ist dabei auch das exklusive Minispiel für den 3DS, bei dem wir unsere eigenen Tiere mit Hilfe des Touchscreens streicheln dürfen. Eher langweilig und auf Dauer nicht wirklich unterhaltsam.
Wie bei der DS-Fassung, dürfen sich die 3DS-Besitzer noch über die Mehrspielermöglichkeiten freuen. Wahlweise lokal oder online, dürfen wir hierbei mit bis zu drei weiteren Spielern gemeinsam ans Werk gehen. Für ein paar Spiele mit Freunden zwischendurch bestimmt ganz interessant, aber langfristig ebenfalls wenig motivierend.
Liebevolle Grafik, hübscher Sound
Wie gewohnt erwartet uns bei diesem Harvest Moon-Teil wieder eine richtig liebevolle Optik, die mit vielen Details und insbesondere der knuffigen Aufmachung überzeugen kann. Für 3DS-Verhältnisse wird die Grafik sicher niemanden vom Hocker hauen, aber immerhin ist diese ein wenig besser als auf dem DS und für eine spätere Portierung auf den neuen Handheld geht das unterm Strich auf jeden Fall in Ordnung.
Beim Sound macht der Titel ebenfalls eine gute Figur und weiß mit den passenden und schönen Hintergrundmelodien zu gefallen. Auf eine Sprachausgabe müssen wir allerdings komplett verzichten und dafür mit den bekannten Textfeldern vorlieb nehmen. Kein großer Kritikpunkt, aber in Zukunft wäre eine schöne Sprachausgabe möglicherweise doch wünschenswert.
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