Eine solide Spielesammlung für den gemütlichen Abend mit der ganzen Familie.
Was tun, wenn der Papa am Sonntag mal wieder müde im Sessel sitzt, die Mutter Luft-Kochlöffel-Schwingen betreibt und die Schwester gelangweilt aus dem Fenster guckt? Dann wird es Zeit für euch die Familie vor dem TV zusammenzutrommeln, die Wii anzuschmeißen, den Familienmitgliedern eine Wii-Mote in die Hand zu drücken und den "Hasbro Familienspieleabend" zu spielen. In wie weit dann die allgemeine Laune damit gehoben werden kann, haben wir mal für euch erspielt.
Virtuelles Gesellschaftsspiel
Habt ihr früher noch die Spielpackung aus dem Schrank geholt, reicht es heute meist aus eine Konsole - in diesem Fall Nintendos Wii - anzumachen. Mit "Hasbro Familien-Spieleabend" bekommt ihr neben klassischen Versionen bekannter Gesellschaftsspiele auch deren Abwandlungen serviert. Dabei müsst ihr, wie bei den antiken Vorbildern auch, alles tun, damit ihr als Gewinner aus einer Spielrunde hervorgeht. Dabei befindet sich das Spielbrett bzw. das jeweilige Spielgeschehen auf dem TV-Bildschirm und mit der Wii-Mote werden die benötigten Befehle erteilt. Ob ihr allein oder zu zweit, dritt oder gar viert - alle Varianten sind möglich - los legt, bleibt euch überlassen.
Klassik goes Technik
Hasbro: Familien-Spieleabend
"Schiffe versenken" (auch bekannt als "Flottenmanöver"), "Vier gewinnt", "Yahtzee" (oder auch "Kniffel"), "Boggle" (Wörter würfeln bzw. finden - eine Abart von "Scrabble") "Sorry!" und "Sorry! Sliders" ("Mensch-ärgere-dich-nicht und eine Untervariante davon) geben sich die Ehre. Je nachdem wie ihr spielen wollt, könnt ihr die genannten Spiele in der bekannt-klassischen Version spielen. D.h. die Regeln, wie man sie auch von den Brettspielkollegen kennt, sind die Grundlage. Allerdings müsst ihr bei der Videospielversion um einiges schneller sein - vor allem wenn ihr gegen den Computer im Einzelspiel antretet. Denn nicht nur der Computergegner ist fix in allem was er tut, auch die Zeit, die stets gegen euch läuft, tut ihr übriges. Dank der Spiele-Aufmachung sollte es allerdings kein Problem für euch sein, in den jeweiligen Spielen den Sieg auf eure Seite zu ziehen. Wollt ihr die Gesellschaftsspiele einmal anders spielen, bietet euch die "Hasbro" Sammlung zu jedem der sechs Games verschiedene Abarten. Im Menü selbst sind einige Varianten vorgegeben oder ihr bestimmt eure eigenen Modi. Hierfür habt ihr verschiedene Regeln, die ihr dann für das jeweilige Spiel zugrunde legen könnt. Damit kreiert ihr dann eure ganz eigenen Spielversionen.
Alleinunterhalter für die Party
Hasbro: Familien-Spieleabend
Eines lässt sich nicht leugnen: Auch eine virtuelle Gesellschaftsspiele-Sammlung ist nicht dafür gemacht, dass man sich damit allein unterhält. Wie der Name schon sagt, macht es in einer Runde einfach mehr Spaß und so spielt auch die "Hasbro" Sammlung ihren Vorteil ganz klar im Bereich Mehrspieler aus. Je nachdem für welche Art Mehrspieler ihr euch entscheidet, bekommt ihr das übliche Spielprinzip geboten oder aber eine Party-Variante. Im herkömmlichen Sinne spielt ihr die genannten Spiele im Wechsel - so wie man es eben auch von den Brettspielvorlagen kennt. Bei der Partyversion gibt es die Klassiker mit abgewandeltem Regelwerk und sie zeigen sich euch als Minispielchen. Kurze, schnelle Runden stehen dabei im Vordergrund. Während die normalen Spiele gemäß Regelwerk nach Erreichen eines bestimmten Ziels zu Ende sind und ein Sieger feststeht, können die Partyspiele beliebig gehalten werden. Wollt ihr euch lange unterhalten, entscheidet ihr zu Beginn des Spiels für eine langes Match; Soll es nur mal ein wenig Geplänkel zum kurzen Zeitüberbrücken sein, entscheidet ihr für einen kurzen Lauf.
Zweckmäßig, nicht überragend
Hasbro: Familien-Spieleabend
Wer Flair, Übersicht und einfache Handhabung sucht, sollte nicht unbedingt zu "Hasbro"s Spielesammlung greifen. Einfach, zweckmäßig, aber durchaus mit Sinn fürs Detail dürft ihr farbenfrohe Level und Einrichtungen erwarten. Im Hintergrund gehalten erwarten euch Räumlichkeiten wie z.B. ein Wohnzimmer, in dem dann auch das Spielgeschehen stattfindet. Bei "Yahtzee" beispielsweise bekommt ihr einen mit rotem Filz ausgespannten Spielbereich serviert, dazu den Würfelbecher und ein Ablagebereich, wo ihr benötigte Würfel für das Spiel sortieren und halten könnt. Immer mit dabei ist "Mr. Kartoffelkopf" (bekannt aus "Toy Story"), der euch durch die Spiele begleitet. Sprachausgabe dürft ihr aber keine erwarten; Vielmehr trötet, prustet oder jauchzt er immer mal wieder zwischenrein. Dazu gibt es wenig wechselnde Musik, die in allen Spielen gemächlich mit plätschert. Auf jeden Fall passend und stimmig sind die eigentlichen Spielgeräusche geworden. Egal ob die Würfel im Becher aneinander schlagen oder die farbigen Chips "Vier gewinnt" in das Raster geworfen werden.
In Sachen Handling werden weder Einsteiger noch Könner vor große Probleme gestellt. Zum Spielen wird die Wii-Mote benötigt und jedes Gesellschaftsspiel hat einfache Befehle, die zum Erreichen des Erfolgs ausgeführt werden müssen. Hilfsweise wird vor jedem Spielbeginn eine kurze Erläuterung eingeblendet, was ihr zu tun habt. Ärgerlich ist leider die finale Umsetzung der Befehle, denn hier werdet ihr leider recht häufig mit Ungenauigkeit konfrontiert. Gerade bei Zeitdruck ist das mehr als ärgerlich.
