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  • Haunting Ground im Gamezone-Test

    Die eher sanfte Form des Horrors: Hier wird nicht geballert, sondern im richtigen Moment im Schrank versteckt.

    Die Kinos werden derzeit von einer wahren Flut der Horrorfilme überschwemmt (The Ring 2, Hide and Seek, The Amityville Horror) doch auch die Zocker dürfen sich gruseln. Nachdem Nintendos Gamecube erst kürzlich von Capcom mit dem Vorzeigespiel "Resident Evil 4" versorgt wurde, bekommt nun Sonys Playstation 2 ordentlich was auf die Gänsehaut. "Haunting Ground" heißt der Exklusivtitel, welcher allerdings in eine andere Kerbe schlägt als die beliebte Zombie-Reihe. Hier geht es sehr viel subtiler zu und damit ihr nicht so alleine seid, steht euch als interessantes neues Feature ein mutiger Vierbeiner tatkräftig zur Seite. Ob sich die viel versprechenden Ideen auch in der Praxis bewährt haben, wurde von uns ausgiebig untersucht.

    Ins kalte Wasser geworfen - die Storyline

    Alone in the Dark Alone in the Dark Wer anhand der Überschrift nun vermutet, dass es um ein Mädchen geht, welches aus einem Brunnen gekrabbelt kommt, der hat eindeutig zuviel "The Ring" geschaut. Der Spieler wird bei Haunting Ground allerdings zu Beginn erst einmal ins kalte Wasser geworfen, denn ohne euch lange mit irgendwelchen Umständen vertraut zu machen, wacht ihr sogleich mitten in einem düsteren Schloss auf und habt erstmal keinerlei Ahnung, was eigentlich los ist. In der Rolle der schüchternen Fiona findet ihr euch zunächst in einem Käfig wieder und habt nur fragmentartige Erinnerungsschnipsel eines schlimmen Autounfalls im Kopf. In immer wiederkehrenden, kurzen Visionen seht ihr eure Eltern vorne im Auto sitzen, dann plötzlich ein Knall und splitterndes Glas. Mehr wisst ihr allerdings nicht und was es mit diesem mysteriösen Schloss auf sich hat oder wie ihr überhaupt hierher gekommen seid, bleibt ebenfalls im Bereich des Unerklärlichen. Mit einem spärlichen Stofftuch bekleidet macht ihr euch nun also auf den Weg, um nach und nach immer mehr Licht ins Dunkel zu bringen und aufzuklären was geschehen ist. Eben Mal was anderes, als diese 08/15-Standard-Stories: Virus bricht aus, alle sind verseucht, die Stadt wird von Zombies oder anderen Mutationen bedroht und nur ihr könnt die Menschheit noch retten... und so weiter. Haunting Ground bietet also eine unheimlich spannende Story, mit sehr viel Potential, doch leider wird diese im Laufe des Spiels häufig ein wenig langatmig, ja fast schon langweilig erzählt. Oftmals passiert über längere Zeit einfach nichts Spektakuläres, was einen wieder gebannt an den Bildschirm fesseln würde.

    Debilitas, euer größter "Fan"

    Debilitas Debilitas Da Fiona das Glück ja allem Anschein nach gepachtet hat, bleibt es nicht ihre einzige Sorge, dass sie in dem merkwürdigen Schloss gefangen gehalten wird. Dummerweise gibt es da noch so einige interessante Bewohner. Auf den Gängen dreht nämlich Riesenbaby Debilitas seine Runden. Dieser Kerl ist vom Charakter eigentlich nicht unbedingt als böse einzustufen, doch leider hat er das, was im Kopf sein sollte, nur in den Armen. Er ist übermäßig groß und sehr stark, geistig jedoch äußerst beschränkt, was in bestimmten Momenten sogar dazu führt, dass er keine Kontrolle mehr über seinen Körper hat. Als absoluter Puppenfanatiker reizt ihn der Anblick von Fiona so sehr, dass er all seine Puppen vergisst und nur noch das schüchterne Mädel besitzen will. Ihr werdet also immer wieder auf ihn treffen und sobald dies geschieht sollten die Beine in die Hand genommen werden. Traut seinem treudoofen Blick bloß nicht, denn wenngleich die Absicht nicht bösartig sein mag, so stellt er auf jeden Fall eine tödliche Bedrohung für euch dar. Da Debilitas jederzeit hinter einer Ecke hervor kommen kann, entsteht ein dauerhafter Druck, sodass ihr euch nie wirklich sicher fühlen könnt. Das wirkt sich natürlich auch recht positiv auf die Atmosphäre aus. Insgesamt ist diese aber eher subtil: Mal von den Begegnungen mit Debilitas abgesehen, gibt es eigentlich die meiste Zeit kaum Action.

    Solid Snake goes Horror?

    Immer schön verstecken Immer schön verstecken Ihr streift also durch das Schloss, findet hier einen Schlüssel, löst dort ein Rätsel und erkundet das weitläufige Terrain. Ähnlich wie in "Project Zero" kommt ihr gänzlich ohne Pumpgun, Handgranaten oder Raketenwerfer aus. Eure einzige, Waffe ist Hewie (im nächsten Abschnitt mehr dazu). Im Grunde steht ihr also mit leeren Händen da (abgesehen von einigen Gegenständen, mit denen ihr Feinde kurz ablenken könnt) und sollt euch nun gegen Gefahren wie Debilitas beweisen. Unmöglich? Nicht ganz! Fans von Spielen wie "Splinter Cell" oder "Metal Gear Solid" wissen was zu tun ist, wenn der Feind zu stark wird: Verstecken! Glücklicherweise sind im ganzen Anwesen Betten, Schränke oder andere Gelegenheiten vorhanden, die euch als sicherer Unterschlupf dienen können. So blöd Debilitas auch sein mag, aber wenn ihr euch direkt vor seinen Augen unter ein Bett verkriecht, wird er euch natürlich auch finden. Das gilt auch dann, wenn ihr immer wieder am selben Ort Schutz sucht. Bekommt euch der bärige Koloss tatsächlich in die Finger, dürft ihr erstmal schwarzsehen. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn in solchen Situationen gerät Fiona total in Panik, was ihr daran bemerkt, dass sich die Umgebung nach einigen Verletzungen schwarz-weiß färbt und alles verzerrt und verschwommen wirkt. Noch dazu fällt das arme Mädchen immer wieder hin und ihr Zustand wird zunehmend schlechter bis sie dann irgendwann den Löffel abgibt und ihr den Satz "Acta est fabula" (sinngemäß: "geschehen ist geschehen!") bestaunen dürft. Eine Energieleiste ist leider nicht vorhanden, sodass ihr genau auf ihre Bewegungen achten müsst, um dadurch auf den aktuellen Zustand schließen zu können.

    Fiona und Hewie - ein süßes Duo

    Die beiden Helden Die beiden Helden Nach kurzer Spielzeit macht ihr Bekanntschaft mit dem Schäferhund Hewie. Er ist mit einem Draht an einen Baum gefesselt und als Tierfreund helft ihr ihm natürlich aus der Klemme. Das dankt euch der süße Kläffer damit, dass er nun Bodyguard spielt und Fiona nach allen Kräften beschützt und ihr nicht mehr von der Seite weicht. Doch so ganz ohne euer Zutun geht das leider oft etwas in die Hose. Daher müsst ihr genaue Befehle erteilen. Erst dann apportiert Hewie sonst unerreichbare Gegenstände, kriecht durch irgendwelche Löcher, um einen blockierten Weg zu räumen oder setzt sich auf Schalter, um einen Mechanismus auszulösen. Natürlich ist er auch in brenzligen Situationen ungeheuer nützlich. Auf Kommando beißt Hewie ganz gerne mal kräftig zu. Das setzt eure Widersacher leider nicht außer Gefecht, verschafft aber die eine oder andere Sekunde für die Flucht, was über Leben oder Tod entscheiden kann. Doch auch Hunde haben so ihre Launen: Es kommt daher hin und wieder vor, dass Fionas tierischer Freund einfach nicht gehorchen will. Damit sich das wieder verbessert, müsst ihr in solchen Momenten mit ihm schimpfen. Hat er etwas gut gemacht, dürft ihr ihn natürlich auch loben und streicheln. Die Idee mit Hewie ist wirklich sehr interessant und bringt Abwechslung in den Spielfluss. Man hätte es auch noch etwas mehr ausweiten können, aber insgesamt kann man mit diesem innovativen Feature ganz zufrieden sein.

  • Haunting Ground
    Haunting Ground
    Developer
    Capcom
    Release
    28.04.2005

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Haunting Ground
Haunting Ground im Gamezone-Test
Die eher sanfte Form des Horrors: Hier wird nicht geballert, sondern im richtigen Moment im Schrank versteckt.
http://www.gamezone.de/Haunting-Ground-Spiel-5627/Tests/Haunting-Ground-im-Gamezone-Test-990246/
02.05.2005
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/05/hauntingground_12.jpg
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