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  • Headhunter: Redemption - Dezente Ernüchterung - Leser-Test von sinfortuna

    Headhunter: Redemption - Dezente Ernüchterung - Leser-Test von sinfortuna Fällt man ein Urteil über "Headhunter Redemption" für die Microsoft X-Box, so dürfte eine Bezeichnung den Nagel auf den Kopf treffen: solide Durchschnittsware. Damit ist zwar nicht alles, aber einiges gesagt hinsichtlich dessen, was wir von diesem Titel - der im Übrigen auch für die Playstation 2 erschien und nahezu identisch ist - erwarten können. Lediglich Fans genau solcher Actionspiele kommen auf ihre Kosten, alle Anderen werden nicht viel vorfinden, was sie zu einem engagierten Durchzocken bewegen könnte. Keineswegs haben wir es mit einem todlangweiligen Spiel zu tun, doch von einem X-Box-Titel aus dem Jahr 2004 erwarte ich einfach mehr: sowohl in Sachen Gameplay als auch der Handhabung, in beiden Bereichen hapert es. Zusätzlich negativ zu bewerten ist die Tatsache, dass ein Multiplayermodus gänzlich fehlt, weder offline noch online dürfen sich mehrere Gleichgesinnte austoben. Das ist erstaunlich und enttäuschend und im Grunde für einen Actiontitel via X-Box-Live eigentlich ein Muss. Spannend ist das Actionspektakel aber trotzdem, keine Frage, doch insgesamt muss einfach mehr kommen. Wer Headhunter für den Dreamcast von Sega kennt - so wie ich - wird sich ernüchtert abwenden, da bin ich mir doch ziemlich sicher.

    Geblieben sind bei "Headhunter Redemption" wenigstens die anspruchsvollen Rätsel und deftigen Schießeinlagen, womit wir dann auch quasi die beiden stärksten Pluspunkte genannt haben. Erwähnt werden sollte dann vielleicht noch die fortwährend angenehm dichte Spielatmosphäre, die sich trotz der dezent enttäuschenden Präsentation - dazu gleich noch mehr - breit macht. Jack Wade ist unser Protagonist und geht dem Beruf eines Kopfgeldjägers nach, was angesichts der Namensgebung dieses Titels nicht sonderlich überraschen dürfte, schätze ich. Die Story spielt gut zwei Jahrzehnte nach dem ebengenannten ersten Teil und zwar zu einer Zeit, in der es für einen Großteil der Bevölkerung ziemlich düster aussieht. Während die "Upper Class" und die Mittelschicht ein vergleichsweise angenehmes Leben führen, sieht es für die Unterschicht zappenduster aus, sie sind sozusagen aus dem öffentlichen Leben verstoßen worden, leben quasi als Aussätzige und fristen demzufolge ein sehr trostloses Dasein. Mitleid ist aber (natürlich) ein Fremdwort, vielmehr müssen wir den kriminell veranlagten gesellschaftlichen Abschaum regelmäßig auf sehr uncharmante Art und Weise die Grenzen aufzeigen oder besser gesagt diesen schlichtweg eliminieren. Protagonist ist aber diesmal nicht Mr.Wade himself, sondern ein Kind der Straße und zwar in Person von Leeza, die von unserem Kopfgeldjäger aufgepäppelt wird. Ab und an wechseln wir die Hauptfigur, überwiegen sind wir jedoch als junges Fräulein unterwegs und geben dem feindlichen Gesocks Saures.

    Das Spielprinzip ist schnell durchschaut: wir betreten in der Regel düstere Räumlichkeiten, pirschen uns vorsichtig nach vorne, gehen in Deckung und verschaffen uns zaghaft einen ersten Überblick. Oft ist es ratsam, angesichts der feindlichen Überzahl einen Gegner möglichst lautlos nach dem anderen abzumurksen, mitunter eröffnen wir aber in zentraler Position das Feuer und bauen in solchen Momenten voll und ganz auf den Überraschungseffekt. Nach erfolgreichem Prozedere halten wir nach nützlichen Gegenständen wie beispielsweise Munition oder Key Items Ausschau, durchwühlen die sterblichen Überreste der frisch Verblichenen und sind stets auf der Suche nach geheimen Codes, ohne die es an bestimmten Stellen bzw. Terminals einfach nicht weitergeht. Ab und an ist ein gutes Timing beim Überwinden von Hindernissen oder Überspringen von Abgründen gefragt, diese sind aber 8zum Glück) rar gesät. Eine nützliche Übersichtskarte leistet uns wertvolle Dienste, so dass wir die Feinde in der Regel observieren können, bevor wir zuschlagen und uns ansonsten auch eher selten verlaufen. Die Knobeleinlagen zwischendurch haben es allerdings in sich, was für ein Actionspiel ganz sicher eher ungewöhnlich ist, aber durchaus ein sehr positives Merkmal darstellt. So grasen wir die nähere Umgebung auf der Suche nach wichtigen Infos mit unserem Scanner ab oder absolvieren teils richtig knifflige Kombinationsaufgaben. Insgesamt ist der Schwierigkeitsgrad in mittleren Gefilden anzusiedeln, etwas zeit speziell für die Rätsel solltet Ihr aber bereit sein zu investieren. Ungeduldige Zeitgenossen sollten sich somit vorgewarnt fühlen.

  • Headhunter: Redemption
    Headhunter: Redemption
    Release
    25.08.2004

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Headhunter: Redemption
Headhunter: Redemption - Dezente Ernüchterung - Leser-Test von sinfortuna
http://www.gamezone.de/Headhunter-Redemption-Spiel-5692/Lesertests/Headhunter-Redemption-Dezente-Ernuechterung-Leser-Test-von-sinfortuna-1006400/
25.08.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/08/headhuntertitel_120531122211.jpg
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