Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Headhunter: Redemption im Gamezone-Test

    Jack Wade übernimmt dieses Mal nur die Rolle eines Statisten der Leeza X. ins Geschäft der Headhunter einführt

    Jack Wade bekommt Nachwuchs

    In der Zukunft nach dem großen Beben hat sich die Menschheit in zwei Teile gespalten. Während die eine Hälfte an der Oberfläche lebt, in gläsernen Prachtbauten und alle Annehmlichkeiten genießt die einem die Zivilisation bieten kann, fristet die andere Hälfte ihr Dasein im Untergrund, in den Höhlen die durch das große Beben entstanden sind. "Above" und "Below" werden die beiden Welten genannt, wovon die eine von den Konzernen abhängig ist und sich die Bürger durch Medienmanipulation und Überwachung Untertan macht, und die andere nichts anderes darstellt als den Abfall der aus Above nach unten fällt. Doch da bevorstehende Chaos wurde nicht von der Unterwelt ausgelöst, sondern von der Opposition, einer Untergrundorganisation mit noch nicht ganz klarem Ziel.

    Leeza X. Leeza X. Wer bereits den Vorgänger auf der Dreamcast oder der PS2 gespielt hat, erinnert sich sicher noch an Jack Wade und sein Motorrad, mit dem wir im Namen der Regierung für Recht und Ordnung sorgten, oder zumindest das was der Konzern dafür hielt. Er ist dieses Mal auch wieder mit von der Party, übernimmt aber inzwischen leicht angegraut die Aufgabe Leeza X. in das Geschäft der Headhunter einzuführen, dessen Rolle auch dem Spieler zukommt. Wir steuern also nicht mehr unseren bekannten Helden sondern schlüpfen in die Person von Leeza X. die fortan an der Seite von Jack Wade ihr Geschäft erlernt und ganz ohne Motorrad auskommen muss.

    Neben diesem Rollentausch hat sich auch auf der Seite des Gameplays viel getan, nicht immer zur Freude von uns Spielern. Denn irgendwie gehörte das Motorrad zum festen Bestandteil eines Headhunter, welches in diesem Spiel komplett wegrationalisiert wurde, gerade noch in den Cutscenes kommt es vor. Stattdessen wird uns ein Spiel geboten mit recht hohem Adventure-Anteil, denn kaum eine Türe lässt sich auf Anhieb öffnen und verlangt erst einmal das lösen diverser Logikrätsel. Denn auch wenn wir beispielsweise eine Codekarte erhalten haben, muss diese erst noch geknackt werden bevor wir sie benutzen können. Auch Reaktoren lassen sich nicht einfach ein- oder ausschalten, erst will die zugehörige Schaltung gefunden werden und dann gibt es noch irgendwelche Verteiler einzustellen oder zu zerstören, je nach gestellter Aufgabe. Zwischen diesen Aufgaben trifft man natürlich immer wieder auf die Vertreter der Opposition, deren Argumente nicht immer ganz nachvollziehbar sind, ihre Meinungsverstärker dafür umso besser funktionieren. Umso enttäuschender, dass wir uns selbst mit einem der umständlichsten Zielsysteme herumschlagen müssen welches je in ein Videospiel gefunden hat. Derweil kann man sich in einem Adventure durchaus erlauben den Spieler nicht selber Zielen zu lassen, da dies die Figur selbst übernimmt, so aber wie man das Zielfeature in diesem Game umgesetzt hat ist es kaum brauchbar. Es verlangt nämlich von uns die rechte Schultertaste zu ziehen (bei der PS2 die R1-Taste) damit Leeza Ziel aufnimmt. Dies tut sie aber nicht augenblicklich und flott, nein, sie beginnt erst ihren Gegner einzukreisen. Das Fadenkreuz beginnt sich also langsam um den Gegner zu drehen bis es endlich zentriert ist und wir den Feuerknopf drücken können. Bis dahin ist der Gegner meist schon auf wenige Meter an uns herangekommen und gibt uns in aller Ruhe den Gnadenschuss. So richtig zum tragen kommt das miserable Zielsystem erst bei mehreren Gegnern, den Leeza ist schlicht nicht in der Lage es mit mehr als einem Gegner gleichzeitig aufzunehmen. Derweil besitzt sie einige gut gemeinte Stealth-Fähigkeiten, wie das Schauen um eine Ecke ohne gesehen zu werden. Das man dafür ganze vier Finger benötigt scheint den Entwicklern nicht aufgefallen zu sein, oder sie haben zu viele davon. Um Leeza nämlich an die Wand zu drücken müssen wir die linke Schulter ziehen (bei der PS2 die L2-Taste) und halten, damit sie auch den Gegner um die Ecke aufs Korn nimmt gilt es den linken Stick nach Außen zu drücken, womit wir aber noch nicht in der Lage sind zu schießen (obwohl das Fadenkreuz schon munter auf dem Gegner tänzelt). Erst wenn wir zusätzlich die rechte Schulter ziehen begibt sich Leeza aus ihrer Deckung und kann endlich mit einem Druck auf die Schusstaste ihre Waffe abfeuern. Damit man um eine Ecke schießen kann muss man also die linke und die rechte Schulter ziehen, den linken Stick nach Außen halten und die A-Taste drücken, umständlicher ging es einfach nicht mehr und langsamer ebenfalls nicht. Bei allem guten Glauben an die Spieleentwickler, aber hat denn niemand gemerkt wie umständlich die Steuerung ausgefallen ist und das man sich damit nicht gegen mehrere Gegner gleichzeitig wehren kann?

    Blick durch die IRIS Blick durch die IRIS Um den vielen gebotenen Rätseln leichter auf die Spur zu kommen besitzen wir von Anfang an die sogenannte IRIS, ein optisches Gerät mit der Fähigkeit bestimmte Gegenstände zu analysieren. Blicken wir durch die IRIS werden Dinge wie Türen, Terminals oder zerstörbare Wände hervorgehoben und mit einem Kommentar versehen. Dieser enthält meist recht sinnvolle Hinweise zu dem Objekt, wie den benötigten Zugangslevel oder warum was noch nicht funktioniert. Eine im Grunde ganz gelungene Idee, wenn da nur nicht der Zwang wäre sie unbedingt benutzen zu müssen. Denn selbst wenn wir bereits wissen, dass es eine labile Schraube gibt die man einfach zerschießen kann, ist Leeza doch nicht in der Lage das Objekt anzuvisieren solange wir es nicht analysiert haben. Erst wenn wir mit der IRIS besagte Schraube "analysiert" haben, lässt sie sich auch zerstören. Das zwingt einem natürlich jeden Raum mit der IRIS abzusuchen, da ansonsten wichtige Dinge schlicht nicht ausgelöst werden können.

    Neben diesen Problemen mit der Steuerung und dem Interface kämpft man auch das ganze Spiel über mit dem viel zu klein ausgefallenem Inventory. Nicht einmal zwei große Medipacks auf einmal kann man mitnehmen und obwohl man ständig unter Munitionsarmut leidet ist es nicht möglich mehr davon mitzunehmen. Umso unverständlicher wenn sich Leeza wegen des angeblich zu vollem Inventory weigert ein Medipack aufzunehmen aber noch fleißig Munition für ausgerechnet die schwächste Waffe einsammeln kann.

    Alles glänzt und funkelt Alles glänzt und funkelt Grafisch gleichen sich die Xbox und die PS2-Version wie ein Ei dem anderen, mit dem Unterschied, dass die PS2 eine offensichtlich niedrigere Framerate bietet als die Xbox. Ansonsten jedoch ist auf den ersten Blick nicht zu erkennen um welche Version es sich handelt. Denn das Gezeigte bewegt sich auf gutem PS2-Niveau, schöpft also die Fähigkeiten einer Xbox nicht im geringsten aus und ist durch die Bank mit einem etwas übertriebenem Glanzeffekt überzogen. Dieser sorgt dafür, dass wir gerne am Boden liegende Gegenstände übersehen, besonders die von den Gegnern verlorene Munition ist nur schwer zu erkennen. Schade, dass auch die Animationen unserer Akteure nicht gerade realistisch ausgefallen sind, ganz im Gegenteil läuft Leeza im Schleichgang wie eine Parodie auf Charlie Chaplin. Da man sich das Schleichen aber in den meisten Fällen sparen kann und man offensiv viel schneller ans Ziel gelangt, muss man sich ihren staksigen Schleichgang auch nicht allzu oft geben. So nebenbei gibt sich auch die Kamera alle Mühe uns das Leben so schwer wie nur möglich zu machen. Lösen wir uns von der Wand dreht sich beispielsweise die Kamera um 180 Grad und zeigt natürlich in die absolut falsche Richtung. Mitunter kann man sich des Gefühls nicht erwehren, als wäre Leeza Kamerascheu und drückt sie absichtlich immer von sich weg. Derweil ist ihr Charakter ansonsten recht gut gelungen und sie wirkt tatsächlich wie ein Sarah Conner Verschnitt, was sicherlich auch an ihrer gelungenen englischen Synchronstimme liegt.

    Cutscene mit Jack und Leeza Cutscene mit Jack und Leeza Womit wir bei der Soundkulisse angelangt wären, die uns, wie bereits erwähnt, eine nur englische Sprachausgabe bietet die durch deutsche Untertitel komplettiert wird. Da die englischen Sprecher ihre Arbeit aber recht gut erledigen und auch die Musikuntermalung sehr gut zum Spiel passt und für eine entsprechende Atmosphäre sorgt, darf man die Soundkulisse als gelungensten Part dieses Spiels bezeichnen. Denn bis auf die kurzen Tonaussetzer beim Nachladen gibt sie sich keine Blöße und alle Mühe für Stimmung zu sorgen. Besonders die harten Waffensounds können gefallen, die dem Subwoofer so richtig Zucker geben.

    Bleibt auf der technischen Seite noch zu sagen, dass uns die Xbox-Version einen 50 Hertz Mode ebenso bietet wie optional den 60 Hertz PAL-Mode, den man sich bei der PS2 komplett gespart hat. Diese Version läuft ausschließlich auf 50 Hertz.

    Headhunter: Redemption (XB)

    Singleplayer
    6,8 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    5/10
    Gameplay
    7/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Harte Waffensounds
    gelungene Musikuntermalung
    mitunter kommt sogar Headhunter-Feeling auf
    Zu kleines Inventory
    misslungenes Zielsystem
    nicht konfigurierbare Steuerung
    üble Kameraführung
    umständlich zu bedienendes Interface
    kein 60 Hertz-Mode (PS2)
  • Headhunter: Redemption
    Headhunter: Redemption
    Release
    25.08.2004

    Aktuelles zu Headhunter: Redemption

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von Iron Man Release: Iron Man Sega , Secret Level
    Cover Packshot von Jurassic: The Hunted Release: Jurassic: The Hunted
    Cover Packshot von Jak and Daxter: The Lost Frontier Release: Jak and Daxter: The Lost Frontier Sony Computer Entertainment , High Impact Games
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 12/2016 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 12/2016 SpieleFilmeTechnik 11/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
989982
Headhunter: Redemption
Headhunter: Redemption im Gamezone-Test
Jack Wade übernimmt dieses Mal nur die Rolle eines Statisten der Leeza X. ins Geschäft der Headhunter einführt
http://www.gamezone.de/Headhunter-Redemption-Spiel-5692/Tests/Headhunter-Redemption-im-Gamezone-Test-989982/
30.08.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/08/TV2004082614375200.jpg
tests