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  • Hearts of Iron 2: Doomsday - Der 2. Weltkrieg einmal ganz anders - Leser-Test von Superjojo

    Hearts of Iron 2: Doomsday - Der 2. Weltkrieg einmal ganz anders - Leser-Test von Superjojo Ihr habt genug von oberflächlicher Kindergartenstrategie? Ihr habt es satt dass immer der die Schlachten gewinnt, der mehr Einheiten ins Feld führt? Ihr habt keine Lust mehr, vorgegebene Missionen abzuklappern und nach 10 Stunden den Abspann zu sehen? Dann solltet ihr euch das folgende Review zu Gemüte führen, denn möglicherweise enthält es die Lösung für euer Problem: "Hearts of Iron 2"! Ein neben Genreveteranen wie Age of Empires eher unscheinbarer Titel, der es allerdings faustdick hinter den Ohren hat!

    Der 2. Weltkrieg einmal anders
    "Hearts of Iron 2" spielt im 2. Weltkrieg. "Nicht schon wieder!" wird der ein oder andere stöhnen, doch ich kann euch beruhigen: Dieser Titel hebt sich stark von der restlichen WW2-Strategie-Masse ab. Das Spiel kennt nur einen Modus. Hier wählt ihr zunächst einen Startzeitpunkt aus, zwischen 1936 und 1945 gibt es 6 verschiedene Szenerien, die mit original Landesgrenzen und politischen Bedingungen einsetzten. Nun könnt ihr euch ein Land aussuchen. Hierbei habt ihr die Auswahl zwischen über 180 original Ländern und Staaten, vom Deutschen Reich und den USA über schwächere Staaten wie Brasilien oder Spanien bis Nepal und El Salvador ist alles vertreten. Dann klickt ihr auf "Spiel starten" - und seid frei. Das Spiel gibt euch keine Vorgaben, keine Missionen, keine Ziele. Ihr könnt tun was ihr wollt. Beispiel: Ihr beginnt mit Deutschland, seid aber eher friedlich gestimmt? Dann könnt ihr euch natürlich auch auf die Seite der Alliierten schlagen und den Krieg verhindern oder ganz anders verlaufen lassen. Hierbei fallen vor allem die historischen Events positiv auf, die einen angenehm realitätsnahe Würze in das Spiel bringen, ohne den Spieler zu irgendetwas zu nötigen - denn ihr habt fast immer mehrere Optionen, auf ein Event zu reagieren. So könnt ihr 1938 auf die Annexion Österreichs drängen, oder darauf verzichten, um so eure Beziehungen zu den westlichen Mächten aufzuwerten. Die Weltkarte, die maßstabsgetreu ins Spiel integriert wurde zählt knapp 2700 Land- und Seeprovinzen und bietet somit allerlei Boden (und Wasser) für Eroberungen getreu dem Motto des Spiels: Zu Lande, zu Wasser und in der Luft.

    Diplomatie, Wirtschaft und Forschung
    Während sich viele "klassische" Strategietitel wie "Empire Earth" oder "Age of Empires" auf ein Minimum an Diplomatie begrenzen oder diese gar ganz aussparen, hat man "Hearts of Iron 2" mit einem Feuerwerk an Möglichkeiten ausgestattet: Allerlei Bündnisse, Verträge, Handelsoptionen und Genehmigung sind möglich, ihr könnt andere Staaten durch einen Krieg zu eurer Marionette machen oder den militärischen Oberbefehl an euch nehmen, sollte das Land Teil eures Bündnisses sein. Auch die politische Verwaltung des eigenen Staates profitiert von diesem Facettenreichtum, neben Reglern wie Demokratie/Autokratie, Wehrpflicht/Berufsherr oder Interventionist/Isolationist, die die Attribute eures Landes bestimmen kann der Spieler die 10 Mitglieder seines Regierungskabinetts jederzeit austauschen, um Minister zu wählen, die andere Boni bieten. Hierbei fällt zum ersten Mal auf, dass die Entwickler eine Menge Liebe fürs Detail an den Tag legten, als sie (laut Verpackung) rund 12.500 original Generäle und Minister mit Foto und kleiner Info ins Spiel integrierten. Bei Deutschland findet man dann auch bekannte Namen wie Hitler oder Himmler, bei denen das Foto allerdings weggelassen wurde.
    Auch der wirtschaftliche Part kann sich dieser Vielschichtigkeit rühmen und wartet mit einem mir bis dato unbekannten Wirtschaftssystem auf: Der Spieler baut im ganzen Land Fabriken, die zusammen den Industrieklassewert (kurz: IK) ausmachen. Wird nun etwas produziert, muss man nicht die Fabriken direkt bemühen, sondern produziert quasi allgemein, wobei jede Einheit einen gewissen IK-Wert auslastet. Dieser wird dann belegt und ist für die Dauer der Produktion gebunden. Ist die Division oder Flotte fertig gestellt, sind die IK wieder anderweitig verwendbar. Hierbei muss man allerdings auch Acht geben auf die anderen Bedürfnisse des Volkes, denn Konsumgüter für das Volk tragen ebenso wie Nachschubgüter für die Truppen dazu bei, dass keine Unruhen aufflammen. Das Sortiment der produzierbaren Einheiten ist hierbei wieder sehr schmuck und kennt neben jeder Menge Einheitstypen (Beispiele: Gebirgsjäger, Marineinfanterie, Infanterie, Fallschirmspringer, leichte Panzer, mittelschwere Panzer, schwere Panzer, Panzerabwehrkanonen, Flaks, Pioniere, Militärpolizei, Kavallerie, mechanisierte Division, HQ, und viele mehr...) auch jede Menge original Typen, die man im Lauf des Spiels erforschen kann. Zum Beispiel unter den Flugzeugen finden sich jede Menge Originalmodelle wie etwa die Focke & Wulf-Reihe oder die Messerschmitt-Maschinen, die dem ganzen noch mehr Authentizität verleihen.
    Womit wir auch schon bei der Forschung wären: Jedes Land verfügt über mehrere Techteams mit unterschiedlichen Qualitäten. Deutschland etwa zählt Firmen wie Krupp und MAN oder Forscher wie Werner von Heisenberg oder Doktrin-Spezialist Heinz Guderian zu seinen Stärken. Geforscht wird nun immer projektweise, wobei man sich in einem Technologiebaum bewegt, in dem man sich immer weiter vorarbeitet. Hierbei ist besonders die Geheimwaffenabteilung interessant, die dem Spieler nach langen Jahren auch Technologien wie Atombomben oder Interkontinentalraketen preisgibt.

  • Hearts of Iron 2: Doomsday
    Hearts of Iron 2: Doomsday
    Publisher
    Deep Silver (DE)
    Release
    07.04.2006
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Hearts of Iron 2: Doomsday
Hearts of Iron 2: Doomsday - Der 2. Weltkrieg einmal ganz anders - Leser-Test von Superjojo
http://www.gamezone.de/Hearts-of-Iron-2-Doomsday-Spiel-5720/Lesertests/Hearts-of-Iron-2-Doomsday-Der-2-Weltkrieg-einmal-ganz-anders-Leser-Test-von-Superjojo-1004920/
21.08.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/12/2781.jpg
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