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  • Hearts of Iron: Ritt der Walküre - Leser-Test von BigJim

    Hearts of Iron: Ritt der Walküre - Leser-Test von BigJim Die schwedische Entwicklungsschmiede Paradox Entertainment machte erstmals mit der Hardcore-Strategie EUROPA UNIVERSALIS auf sich aufmerksam. Seither gilt Paradox als Garant für Echtzeitstrategien mit hohem spielerischen Anspruch. Anders als EU widmet sich Hearts of Iron jedoch nicht dem napoleonischen Zeitalter, sondern dem Zeitraum zwischen 1936 und 1946, also der Vorkriegsära, dem Zeiten Weltkrieg und der unmittelbaren kurzen Nachkriegszeit.

    Die Ähnlichkeiten mit EUROPA UNIVERSALIS sind unverkennbar. Man kennt sie ja mittlerweile, jene dröge Darstellung der 2D-Weltkarten, die fummelige Steuerung (obwohl jetzt etwas überschaubarer als noch in EU) mit ihren zahlreichen Menüs und Textfenstern und die unzureichenden Tutorials, die längst nicht alles erklären. Selbst das 70seitige Begleithandbuch erläutert nicht alle Funktionen und Möglichkeiten und ist zudem noch in Miniaturschrift abgefasst. Wer bisher noch keine Brille trug, wird diese spätestens jetzt beim Studium des Packungsinhaltes benötigen. Auf dem Monitor stellen sich bei maximaler Auflösung (1280x1024) dieselben Probleme ein. HEARTS OF IRON wirkt dann zwar relativ scharf, nur leider sind die Textbotschaften in den kleinen Fenstern so kaum noch zu erkennen. Der Sound gibt sich für meinen Geschmack stellenweise zu aufdringlich. Zwar untermalen die Wagner-Klänge ("Ritt der Walküre") unsere imperialen Gelüste irgendwie passend, aber auf Dauer geht einem das musikalische Pathos ziemlich auf den Zeiger. Glücklicherweise ertönen zwischendurch auch ruhigere Klänge. Sonst fällt die Geräschkulisse aber sehr bescheiden aus. Nur gelegentlich ist etwas Gefechtslärm zu vernehmen. Sprecher gibt es nicht.

    HEARTS OF IRON beinhaltet drei Kampagnen, die jeweils bestimmte Zeiträume umfassen (1939/40, 1941-1946, 1936-1946); hinzu kommt ein Szenario-Editor, welcher der Modifikation und dem Erstellen eigener Feldzüge dient. Natürlich kann man auch im Multiplayer gegen menschliche Gegner antreten. Kernstück dieser Echtzeitstrategie ist jedoch zweifellos der Einzelspielerpart.

    Aufgabe des Spielers ist es, seine Nation an die politische Machtspitze des europäischen Kontinents zu führen. Das geht natürlich nicht auf leisen Sohlen, sondern erfordert ein expansives Vorgehen. Die spielerischen Teilbereiche lassen sich grob in Wirtschaft, Politik/Diplomatie, Forschung und Militär einteilen. Selbstverständlich besteht eine starke Abhängigkeit zwischen diesen Faktoren (z.B. Waffenentwicklung und Militär), drum wirken alle Bereiche irgendwo zusammen. So existieren entsprechende Technologie-, Regierungs-, Verwaltungs-, Produktions- und Militärbildschirme, die uns mit einer gewaltigen Fülle von Daten und Details versorgen. Gerade in der ersten Zeit kann dies beim Spieler zu Irritationen, Frust und Überforderung führen. Wer sich für HEARTS OF IRONS entscheidet, sollte also neben viel (Einarbeitungs-)Zeit auch eine gehörige Portion Geduld mitbringen.

    Eine globale Weltherrschaft ist theoretisch möglich, aber nicht unbedingt erstrebenswert. Denn umso größer unser Machtbereich, desto schwieriger ist dieser zu überschauen. Daher darf es bereits als Erfolg gewertet werden, wenn wir zunächst die angrenzenden Länder und Provinzen ergattern. Für jede eroberte Region gibt's Geld, dass der Spieler vorzugsweise in seine Wirtschaft steckt. Deutschland war und ist vergleichsweise arm an Rohstoffen. Was liegt also näher, vor allem die Gebiete mit entsprechenden Ressourcen (z.B. Öl und Kohle) zu besetzen. Meist gelingt dies nur auf militärischem Weg. Allerdings können wir in bestimmten Fällen auch (Wirtschafts-)Bündnisse schließen und Abkommen treffen, um dasselbe Ziel zu erreichen. Die Diplomatie macht's möglich.

    Dennoch wird oft genug gekämpft. Zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Die Heereskorps, Luftwaffenverbände und Seestreitkräfte werden dabei auf der Karte durch Symbole gekennzeichnet. Alle damals verfügbaren Einheiten stehen zur Verfügung, angefangen von Infanteriedivisionen, über Bomberstaffeln bis hin zu U-Boot-Flottillen. Geländer- und Wetterbedingungen zählen dabei nicht weniger als Truppenstärke und die Fähigkeiten der jeweiligen Befehlshaber bzw. Kommandeure.

    In Sachen Spielumfang und strategischem Tiefgang verdient HEARTS OF IRON besonders gute Noten. Leider ist die technische Umsetzung (Grafik/Bedienkomfort) zu dürftig, das Spielprinzip zu komplex, um eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen zu können.

    Negative Aspekte:
    unzeitgemäße Grafik, für Gelegenheitsspieler zu komplex

    Positive Aspekte:
    strategische Spieltiefe, enorme Handungsfreiheit, Einheitenvielfalt, lange Spielzeit

    Infos zur Spielzeit:
    BigJim hat sich 100+ Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Hearts of Iron
    Hearts of Iron
    Publisher
    Koch Media
    Release
    01.04.2003
    Leserwertung
     
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Hearts of Iron
Hearts of Iron: Ritt der Walküre - Leser-Test von BigJim
http://www.gamezone.de/Hearts-of-Iron-Spiel-5717/Lesertests/Hearts-of-Iron-Ritt-der-Walkuere-Leser-Test-von-BigJim-1005055/
13.09.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/04/ACF152A.jpg
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