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  • Heaven & Hell im Gamezone-Test

    Mit "Heaven & Hell" präsentiert uns Eigelb eines der lustigsten Gott-Games bisher.

    "Heaven & Hell - live and let die" nennt sich selbst ein Gott und Teufel-Simulator. Dabei entfaltet die Echtzeit-Strategie Simulation, die auf den ersten Blick wie "Die Siedler" mit einem kräftigen "Populous" Touch aussieht, ein ganz eigenes Gameplay, welches komplett ohne aufwendige und langwierige Aufbauphasen auskommt und den Fokus ganz auf das Bekehren der Bevölkerung legt. Da das ganze Game mit nicht wenig Humor gewürzt ist, dürfte es nicht nur die Zeugen Jehovas ansprechen, sondern alle Spieler die nichts gegen etwas Sarkasmus haben und auch mal über sich selbst lachen können. Denn die verwendeten Mechanismen im Game könnten mitunter direkt aus dem Leben gegriffen sein und wirken genau deswegen so lustig und motivierend.

    Anders als bei vergleichbaren Titeln also liegt es nicht in der Hand des Spielers Dörfer, Städte oder gar Armeen aufzubauen, stattdessen führt er eine Handvoll Propheten durchs Land dessen Aufgabe es ist die Menschen zum Guten zu bekehren, oder wenn wir die andere Seite vertreten sie eben von der Macht des Teufels zu überzeugen. Für diese Aufgabe stehen uns verschiedene Propheten mit jeweils verschiedenen Möglichkeiten zur Verfügung. Der erste Prophet ist Taufliab der Täufer, er ist ein Wanderprediger wie er im Buche steht. Seine Hauptaufgabe besteht darin mit viel Blahblah den Leuten den Kopf zu verdrehen und von seiner göttlichen Macht zu überzeugen. Um auch ab und zu etwas auf den Putz zu hauen und Eindruck zu schinden ist er in der Lage einen heiligen Regenbogen über den Dörfern entstehen lassen zu können, was natürlich gewaltig Eindruck bei der einfachen Bevölkerung schindet. Noch mehr Eindruck macht die Engelserscheinung, die zwar auch mehr Manna kostet, dafür aber umso effektiver ist. Besagtes Manna erhält man von den bekehrten Menschen, deren Häuser in wahre Mannamaschinen umgewandelt werden können, insofern die Bewohner auch entsprechend gläubig sind. Der zweite Prophet ist Kamelliab der Händler, er ist Hauptsächlich für den Warenverkehr zwischen den Dörfern zuständig. Seine wichtigste Aufgabe besteht darin Wege zwischen den Ansiedlungen zu bauen, damit die göttlichen Waren unbeschadet transportiert werden können. Um mehr kümmert er sich kaum, weswegen er meist erst etwas später im Spiel so richtig zum tragen kommt. Wesentlich wichtiger ist da schon Hauliab der Krieger, welcher als einziger in der Lage ist aus den Bürgern Soldaten zu rekrutieren. Mit ihnen kann er befreundete Propheten schützen, Ungläubige verprügeln und die himmlischen Chöre erklingen lassen. Diese geben seinen Kämpfern soviel Glauben, dass sie bis aufs Blut kämpfen und ihre Propheten verteidigen. Den einzigen Baumeister im Bunde repräsentiert Bailib der Architekt. Er ist in der Lage Vergnügungsstätten zu bauen. Diese senken nicht nur die Bekehrungsschwelle der umgebenden Bevölkerung sondern ziehen auch die Bewohner aus den Nachbardörfern an, was ein ideales Werkzeug ist um den Gegner zu schwächen, da man ihm so die Bevölkerung abziehen kann ohne einen einzigen Soldaten zu benötigen. Der fünfte Prophet schließlich ist Antilib der Querulant, der eigentlich nur einen einzigen Existenzzweck besitzt, nämlich das Beckehren feindlicher Einheiten zu Einsiedlern. Diese entstehen normalerweise nur wenn ein Prophet seine ganze Energie verbraucht hat und er beschließt seinen Job an den Nagel zu hängen, woraufhin er sich ein Fass überstülpt und in die Einöde geht. Antilib nun macht sich dieses Wissen zunutze und bequatsch die feindlichen Krieger so lange bis sie demoralisiert mit einem Fass um die Hüften in die Wüste gehen. Da solche Einsiedler der Dorfgemeinschaft nichts mehr nützen, kann man sie als regierender Gott oder Teufel durch die Himmelspforte oder den Höllenschlund werfen und bekommen dafür eine Handvoll Manna.

    Damit dürfte das Gameplay klar sein, welches den Spieler zur Übermacht über eine Gruppe von Propheten erhebt die über das Land ziehen und der Bevölkerung ihren Glauben aufzwingen wollen. Dabei kann man sich des hervorragend präsentierten Spielwitzes nicht entziehen, der entsteht wenn unser Wanderprediger vollmundig von seinem Glauben erzählt während die Unschlüssigen noch staunend zuhören und die Ungläubigen in den hinteren Reihen von den Soldaten verkloppt werden. Den ebenfalls anrückenden Prediger der Gegenpartei schickt man derweil einen Blitzzauber entgegen und kann sich sodann am neu entstandenen Einsiedler erfreuen, während man die Häuser der Bekehrten in wahre Mannafabriken umwandelt.
    Geboten wird uns neben der Kampagne auch einzeln spielbare Karten sowie ein Zufallsgenerator für immer neue Landschaften. Doch auch für das Spiel in Gesellschaft hat man gesorgt und einen recht vorbildlichen Multiplayer-Part integriert, der nicht nur zwei Spielern erlaubt gegeneinander zu spielen, sondern auch mehrere Spieler pro Seite (Gut und Böse) erlaubt. In diesem Falle können dann mehrere Zocker über das Wohl und Weh eines Volkes entscheiden.

    Der Spielspaß eines solchen Games steht und fällt natürlich mit dem gebotenen Interface. Dieses wurde in Heaven & Hell wirklich vorbildlich umgesetzt und stellt einen vor keinerlei Probleme. Die eigenen Propheten können per Klick auf den teilweise doch recht großen Karten gefunden und angesprochen werden, die spezifischen Fähigkeiten werden daraufhin in einem eigenen Auswahlfenster angezeigt und die Propheten zeigen sich erstaunlich willig bei der Ausführung der Befehle. Die nicht vorhandene Zoomfunktion vermisst man im Game selbst kaum, da man meist innerhalb eines Dorfes agiert welches ca. die Größe des Bildschirmes einnimmt. Navigieren kann man schnell und unkompliziert per eingeblendeter Minimap, welche auch als Zielgeber für unsere Propheten agiert, wenn wir sie in ein anderes Dorf befehligen.

    Vom Grafischen her begeistert "Heaven & Hell" durch seine knuffige und reich detaillierte Grafik und den liebevollen Animationen der einzelnen Akteure. Immer hat man das Gefühl den Spaß mitzuerleben den die Grafiker bei der Erstellung der Figuren hatten. Schon deren Anblick alleine genügt um ein Lächeln auf das Gesicht des Spielers zu zaubern, wenn sie mit ihren dicken Knubbelnasen durch das Dorf schlurfen und ihrer Arbeit nachgehen, den Propheten zuhören oder sich gar in gläubige Fanatiker verwandeln mit weißen Kutten und den irgendwoher bekannten K... K... Kapuzen. Irgendwie ist es auch kaum mehr an Sarkasmus zu übertreffen, wenn man in der Mitte des feindlichen Dorfes seinen Propheten postiert, er sich den Mund fusselig redet und um ihn herum unsere Soldaten die Ungläubigen verdreschen, was in bester Asterix-Manier realisiert wurde, man also nur eine Staubwolke mit ab und zu auftauchenden Armen und Beinen zu Gesicht bekommt. So wird und wurde eben schon immer der Glaube in die Welt gebracht. Setzt man dann noch eine der gespielten Seite entsprechende Vergnügungsstätte neben das Dorf, werden die Parallelen zur Realität unübersehbar.

    Heaven & Hell (PC)

    Singleplayer
    8,6 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Sehr gelungenes Interface
    liebevoll gestaltete Charaktere und Grafiken
    hoher Wiederspielwert
    gelungener Multiplayer-Part
    sehr humorige Umsetzung des Themas
    Nicht für Zeugen Jehovas geeignet
  • Heaven & Hell
    Heaven & Hell
    Publisher
    cdv Software Entertainment AG (DE)
    Developer
    Eigelb
    Release
    25.07.2003

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989313
Heaven & Hell
Heaven & Hell im Gamezone-Test
Mit "Heaven & Hell" präsentiert uns Eigelb eines der lustigsten Gott-Games bisher.
http://www.gamezone.de/Heaven-und-Hell-Spiel-5733/Tests/Heaven-und-Hell-im-Gamezone-Test-989313/
13.06.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/08/Aufmacher_1_.jpg
tests