Heavy Rain im Gamezone-Test

Test Goreminister

Wer der blutigen Spur des Origami-Killers folgt, bekommt ein interaktives Spielerlebnis der Güteklasse A geboten.

Als die Entwickler aus dem Hause Quantic Dreams anno 2005 den Thriller Fahrenheit veröffentlichten, versuchten sie, ein interaktives Spielerlebnis zu erschaffen, in dem die Grenzen zwischen Film und Videospiel verschwimmen. Anhand diverser Quicktime Events wollte man dieses Unterfangen umsetzen, stieß aber schon bald an die Grenzen des Machbaren, weswegen der Titel zwar gut, aber nicht überragend ausfiel. Mit Heavy Rain haben sie dieses Experiment von damals nun wiederholt und waren dabei eindeutig erfolgreicher...

Es kann ja nicht immer regnen...

Heavy Rain Quelle: Quantic Dream/ Sony Heavy Rain Wir befinden uns in einer nicht genauer benannten Stadt an der Ostküste der USA, in der auf mysteriöse Weise Kinder verschwinden und Tage später ertränkt in Regenwasser wieder zum Vorschein kommen. Die örtlichen Behörden stehen vor einem Rätsel und sind nicht im Stande, den sogenannten Origami-Killer zu stellen, während die Presse die Vorfälle sensationslüsternd ausschlachtet. Einer der Ermittler heißt Norman Jayden, kommt vom FBI und wurde als Profiler auf den Fall angesetzt, ebenso wie Madison Paige, welche jedoch nicht von der Regierung, sondern der Presse angeheuert wurde, dem Fall nachzugehen. Und auch Privatdetektiv Scott Shelby möchte die Mordserie beenden, genauso wie Ethan Mars, ein betroffener Vater. Als sein Sohn Shaun verschwindet, liegt nämlich die Vermutung nahe, dass der Origami-Killer erneut zugeschlagen hat und kaum mehr Zeit bleibt, Shaun lebend zu finden. Wie weit wird ein Vater gehen, um jemanden zu schützen, den er über alles liebt?

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Heavy Rain Quelle: Quantic Dream/ Sony Heavy Rain Diese Frage solltet ihr euch selbst stellen, da ihr abwechselnd in die Rollen der vier Hauptcharaktere schlüpfen und deren Geschicke lenken werdet. Wer jetzt noch mehr zur Geschichte hören möchte, den müssen wir allerdings enttäuschen, da wir niemandem die Spannung vermiesen möchten und deswegen nicht weiter darauf eingehen. Eins ist jedoch sicher: Obwohl sich der Einstieg in das Spiel etwas träge und langsam gestaltet, fesselt es euch spätestens nach 1 bis 2 Stunden vor den Fernseher und ihr werdet euch nicht erheben, bis der Abspann über den Bildschirm flackert. Nie zuvor hat man eine derart dichte und komplexe, aber vor allem spannende Story in einem Videospiel zu sehen bekommen, soviel steht fest. Die episodenhafte Erzählstruktur lässt Erinnerungen an Filme wie Magnolia oder 11:14, bzw. TV-Serien wie Twin Peaks oder Lost wach werden, obwohl das Spiel inhaltlich mit keinem der genannten Filme vergleichbar ist. Inhaltlich bedient man sich nämlich eher düsteren Thrillern wie Sieben oder Das Schweigen der Lämmer und vermengt das Ganze mit nie dagewesenen Emotionen wie Freude, Angst, Schmerz, Hass bis hin zu auswegloser Verzweiflung, sodass selbst ein Steven Spielberg neidisch werden könnte. Wer einmal in die Welt von Heavy Rain abgetaucht ist, der wird sich nur schwer damit tun, loszulassen bis eine der verschiedenen Endsequenzen erreicht wurde...

Heavy Rain Heavy Rain ...dabei muss mit dem Spiel noch lange nicht Schluss sein, denn wie bereits zuvor verraten wurde, soll es weitere Episoden geben. Darauf weist auch ein entsprechender Menüpunkt im Spiel hin, sodass man in Zukunft mit weiteren Inhalten rechnen kann. Darüber hinaus kann man diverse Bonusfilmchen, bzw. Making-Of Trailer und Konzeptzeichnungen während des Spiels frei schalten und in einer entsprechenden Galerie anschauen.

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