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  • Herrscher des Olymp - Zeus: Siedeln mit Herkules - Leser-Test von Ceilan

    Herrscher des Olymp - Zeus: Siedeln mit Herkules - Leser-Test von Ceilan Der Obergott Zeus streitet sich mit seiner (nicht ohne Grund) eifersüchtigen Frau Hera, Griechen und Trojaner kämpfen jahrelang bis Odysseus endlich auf die Idee kommt ein Holzpferd in die Stadt zu schieben, die weisesten Philosophen der Welt debattieren in lichtdurchfluteten Säulengängen: Griechenland. Um diese dritte antike Großmacht nach Rom und Ägypten geht es in einem weiteren Strategiespiel aus dem Hause Impressions Games und man muss wie in den Vorgängern aus der Caesar-Reihe beziehungsweise wie in Pharao eine funktionierende antike Stadt aufbauen. In dieser Zeit war die Sagenwelt bekanntlich noch sehr eng mit dem täglichen Leben der Menschen verbunden und wie nicht anders zu erwarten tauchen deshalb auch die unterschiedlichsten Gottheiten und andere mythologische Gestalten auf. Zeus verbindet die typischen Elemente einer Städtebausimulation im Stil von Sim City mit Aspekten aus anderen Untergenres wie etwa den Kämpfen und Kreisläufen, die über die eigene Stadt hinausgehen.
    Das Spiel ist seinen Ahnen in vielen Bereichen sehr ähnlich und viele Unterschiede sind nur kosmetischer Natur. So werden statt Pyramiden oder römischen Tempeln eben die griechischen Gegenstücke errichtet, die Menschen nehmen andere Nahrungsmittel zu sich (es gibt aber so viel ich weiß noch kein Tzatziki g) und die Werkstätten produzieren andere Güter. Die Abläufe sind jedoch weitgehend die selben geblieben und es gibt lediglich einige kleinere Veränderungen oder Erweiterungen (vor allem positiver Art).
    Der Spieler kümmert sich um sämtliche wichtigen Bereich wie etwa den Wohnungsbau, das Anlegen der passenden Verkehrsadern, den Arbeitsmarkt und das Militär. Darüber hinaus muss auch der Handel funktionieren und man muss genug Güter exportieren um dann andere Waren die man nicht selbst herstellt kaufen zu können. Es gibt also wiedereinmal viel zu tun und je größer die Stadt ist desto komplexer wird das Ganze, aber Zeus hat zum Glück genau wie die Vorgänger ein relativ übersichtliches und praktisches Interface sowie einige Hilfen zu bieten.
    Unter anderem wird wie in den meisten Strategiespielen ein mehrstufiges Tutorial mit einigen wichtigen Lektionen geboten und selbst Spieler, die sich noch nicht mit der Reihe beschäftigt haben, dürften so schnell die grundlegenden Abläufe und die unterschiedlichen Funktionen verstehen. Gelehrige Schüler können dann auch schon gleich eine der Kampagnen in Angriff nehmen und Zeus hat immerhin sieben verschiedene „Abenteuer“ zu bieten. Die zukünftigen Bürgermeister müssen sich nach und nach um immer komplexere Aufgaben kümmern. Am Anfang einer typischen Kampagne hat man lediglich ein armseliges Stück Land zur Verfügung, auf dem eben irgendwann eine richtige Stadt stehen soll. Der Spieler muss zuerst natürlich ein paar wichtige Gebäude wie etwa Wohnhäuser errichten, die Menschen brauchen etwas zu essen usw. und nach einer Weile kontrolliert man dann hoffentlich eine funktionierende Siedlung. In der nächsten Mission kümmert sich der Hobbystratege um die selbe Stadt, aber die Aufgabenstellung ist dann schon etwas komplizierter. So muss man beispielsweise einen Halbgott wie etwa Herkules oder andere Helden „anlocken“, damit diese bestimmte Aufgaben erledigen. Später geht es dann möglicherweise darum eine neue Kolonie aufzubauen und man soll also wieder eine Stadt errichten. Die Ausgangsstadt profitiert wiederum von dieser Tochtersiedlung weil dadurch unter anderem Tributszahlungen in den Kassen landen. Darüber hinaus wird der Handel gefördert. In der Zwischenzeit sind andere Städte wahrscheinlich schon etwas neidisch geworden und es kommt zu ersten kriegerischen Auseinandersetzungen (die Stadt wird angegriffen usw.).
    Jede der Kampagnen konzentriert sich auf einen Aspekt aus der griechischen Geschichte beziehungsweise der antiken Mythologie und es geht so zum Beispiel um den trojanischen Krieg oder den Sagenhelden Jason (das ist der mit dem goldenen Vlies). Die Missionen sind grundsätzlich sehr interessant gestaltet und die Entwickler haben ein paar gute Ideen eingebracht.
    Neben dem Tutorial und den Abenteuern gibt es auch noch eine dritte Variante. In den strategietypischen Endlosszenarien geht es nicht um vorgegebene Missionsziele und das Spiel ist nicht einfach vorbei wenn man bestimmte Punkte erreicht. In Zeus werden gleich drei verschiedene Arten von Szenarien unterschieden. In einem Bereich geht es zum Beispiel vor allem um die Wirtschaft, im zweiten um militärische Entscheidungen und im dritten Szenario kann man eigentlich machen was man will (was auch ganz nett ist).
    Das Kampfsystem ist dummerweise nicht ganz perfekt. Es wurde teilweise aus dem Vorgänger übernommen und ein paar neue Elemente sollen verschiedene Abläufe erleichtern, aber das Gaze funktioniert nicht immer so wie man es gerne möchte. So kann man die Kämpfe zum Beispiel automatisch ablaufen lassen und die Truppen werden dann vom Computer gesteuert. Dieser platziert die Soldaten aber oft sehr ungünstig und man sollte lieber alles selber machen. Was aber auch nicht immer richtig klappt. So gibt es zum Beispiel ein paar Probleme beim Auswählen der Einheiten (man klickt manchmal daneben) und das passende Interface ist auch nicht so gelungen wie der Rest des Spiels. Die einfachste Methode ist der Einsatz von möglichst vielen starken Kriegshelden oder den dazugehörigen Göttern. Die normalen Soldaten werden diesmal übrigens aus den Reihen der Bevölkerung rekrutiert und wenn das Heer zu groß ist bricht die Wirtschaft irgendwann zusammen weil niemand mehr arbeitet. Das sollte man also immer beachten. Die Mängel des Kampfsystems sind glücklicherweise nicht allzu tragisch, was vor allem daran liegt dass Kriege in Zeus keine übermäßig wichtige Rolle spielen.
    Das Spiel hat jetzt unter anderem ein interessanteres Diplomatiesystem zu bieten und dadurch dass man Städte erobern oder Kolonien gründen kann werden die Szenarien noch spannender. Das Interface wurde im Vergleich zu früher sogar noch weiter verbessert und man kann sämtliche Informationen ziemlich schnell finden. Es gibt auch wieder die verschiedensten Berater, die für alle möglichen Bereiche zuständig sind und durch spezielle Bau-Icons wird das Interface komfortabler.
    In Pharao und der Erweiterung Cleopatra sind schon verschiedene Götter aufgetaucht, aber diese spielen in Zeus eine wesentlich wichtigere Rolle. Jede Stadt hat unterschiedliche Heiligtümer zu bieten und wenn man diese errichtet freuen sich die dazugehörigen Götter. So werden bestimmte Werte auf Dauer verändert. Je nach Gott sind andere Auswirkungen zu beobachten. Hermes der Götterbote (der flotte Flitzer mit den Flügelschuhen) sorgt zum Beispiel dafür dass die Arbeiter schneller laufen und wenn man die Göttin Athene anbetet wird der Olivenertrag verbessert. Die Götter können außerdem als mächtige Einheiten in Schlachten gegen die feindlichen Heere antreten. Manche Heiligtümer sind nicht so nützlich wie andere, aber sie kosten dafür auch weniger. Götter die nicht berücksichtigt werden können manchmal etwas schlechtgelaunt reagiert und sie schicken dann beispielsweise ein paar fiese Monster in die Stadt.
    Wie in den anderen Spielen der Reihe wird auch hier kein Multiplayermode geboten, was manchen Leuten sicherlich nicht besonders gut gefällt. Mir persönlich ist das relativ egal, aber andere Strategen hätten wahrscheinlich gern ein paar spannende Netzwerk- beziehungsweise Onlinepartien gestartet.
    Die Grafik kann auch diesmal wieder überzeugen und im Vergleich zum Vorgänger gibt es noch mehr Details zu bewundern. Die verschiedenen Gebäude und Figuren unterscheiden sich deutlich voneinander und wie in anderen Strategiespielen ist es auch durchaus mal ganz interessant einfach nur zuzusehen („Aquariumeffekt“). Die kleinen Griechen sind zwar nicht ganz so niedlich wie BlueBytes' Siedler, aber sie sehen alle nett aus. So kann man etwa die Hafenarbeiter beobachten welche die Schiffe entladen, verschiedene Verkäufer preisen ihre Waren an und die Monster oder Götter stolzieren durch die Stadt. Dadurch wirkt alles ziemlich lebendig und die Optik ist darüber hinaus relativ farbenfroh. Ab und zu kann man auch ein paar witzige Elemente entdecken. Die Entwickler haben sich also wirklich viel Mühe gegeben.
    Der Sound kann ebenfalls überzeugen. Die Hintergrundmelodien sind eher unauffällig, aber sie passen gut zur Atmosphäre des Szenarios und durch die verschiedensten Umgebungsgeräusche wird der Spieler noch mehr in die antike Welt hineingesaugt.
    Fazit: Zeus ist ein gelungenes Strategiespiel, das in einigen Bereichen schlicht und einfach mehr zu bieten hat als seine (auch schon überzeugenden) Vorfahren. Die Spieler müssen aber selbst entscheiden ob diese Neuerungen ausreichen, denn viele Elemente wurden auch einfach nur direkt übernommen. Gerade die Besitzer des direkten Vorgängers (Pharao) brauchen Zeus nicht unbedingt. Echte Städtebaufans dürfen aber wieder zugreifen und sie können sich auf spannende Kampagnen, viele unterschiedliche Aufgaben und vor allem ein sympathisches Szenario freuen. Und was die Präsentation betrifft gibt es auch nichts zu bemängeln.

    Negative Aspekte:
    Kein Multiplayermode, relativ wenige neue Idee, nicht ganz perfektes Kampfsystem

    Positive Aspekte:
    Interessantes Szenario, spannende Kampagnen und viele Aufgaben

    Infos zur Spielzeit:
    Ceilan hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Herrscher des Olymp - Zeus

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Ceilan
    7.8
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Steuerung
    8/10
    Sound
    7/10
    Gameplay
    8/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Herrscher des Olymp - Zeus
    Herrscher des Olymp - Zeus
    Publisher
    Vivendi
    Developer
    Impressions
    Release
    01.11.2000

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Herrscher des Olymp - Zeus
Herrscher des Olymp - Zeus: Siedeln mit Herkules - Leser-Test von Ceilan
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06.05.2002
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