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  • Hexplore: Verhextes Mittelalter - Leser-Test von Ceilan

    Hexplore: Verhextes Mittelalter - Leser-Test von Ceilan An manchen Tagen sollte man am besten gar nicht aufstehen. Das denkt sich wohl auch der schottische Abenteuer McBride als er in den Ruinen seines ehemaligen Lagers steht. Dabei wollte er eigentlich nur am Kreuzzug teilnehmen und ein paar Feinde des Christentums verprügeln. Im Jahre des Herrn 1000 gibt es aber offensichtlich nicht nur fiese Sarazenen sondern auch noch ein paar weit gefährlichere Kreaturen. Das Rollenspiel Hexplore entführt den Spieler nämlich in eine Welt, die zwar an das Mittealter unserer Dimension erinnert, in der aber gleichzeitig unzählige lästige Kreaturen den Menschen das Leben schwer machen. Und das böseste Wesen ist der Hexenmeister Garkham, dem unser Held McBride den ganzen Ärger zu verdanken hat. Der machtgierige Zauberer hat das namensgebende, magische Buch Hexplore gestohlen, das angeblich den Weg in den Garten Eden beschreibt, und wie es sich für einen Erzschurken gehört will er sich natürlich nicht nur die bunten Bildchen anschauen. Irgendjemand muss also etwas unternehmen und nachdem seine Freunde entführt wurden bleibt eigentlich nur noch unser Held übrig. Dumm gelaufen ;)

    Doch zum Glück trifft er auf seinem Weg durch dichte Wälder, dunkle Höhlen, gespenstische Schlossruinen und verschneite Gebiete einige gleichgesinnte Abenteurer, die böse Zauberer auch nicht unbedingt lieb haben. Zu Beginn steuert man so noch den einsamen Helden, aber schon bald gabelt er seinen ersten Weggefährten auf. Neben diesem Krieger gibt es noch zwei andere Figuren zu entdecken und mit dem Bogenschützen sowie dem Zauberer ist die tapfere Party komplett (man steuert dann also insgesamt vier Figuren). Die Klassen sind festgelegt und man muss/kann keine Charakterwerte verändern oder andere Einstellungen vornehmen was die einzelnen Fähigkeiten betrifft wenn man den neuen Helden in die Gruppe aufnimmt.
    Alles fängt wie so oft recht gemütlich an. Man erforscht die ersten Gebiete, redet mit den Einheimischen und nachdem man ein paar leichtere Aufträge (kaum mehr als Botengänge) erledigt hat kann man langsam auch schwerere Quests und gefährlichere Expeditionen in Angriff nehmen.
    Die Entwickler haben sich offensichtlich darum bemüht das Interface möglichst simpel zu gestalten, so dass man alle vier Charaktere ohne große Probleme mithilfe von ein paar Mausklicks (ähnlich wie im großen Vorbild Diablo) kontrollieren kann. Auch sonst ist das Spiel recht simpel aufgebaut. Anders als in vielen Rollenspielen für den PC gibt es kein komplexes Regelwerk oder irgendwelche Zahlen die man beachten müsste und Hexplore wird so vor allem die Spieler ansprechen, denen RPGs wie etwa diejenigen mit Dungeons & Dragons-Lizenz weniger zusagen. Was aber nicht heißen soll dass Hexplore zu leicht ist. Wie in Diablo müssen zahllose Monster vernichtet werden und dabei sollte man ab und zu ein wenig nachdenken um die passenden Strategien und die besten Fähigkeiten der jeweiligen Charaktere einzusetzen. Denn in diesem Spiel kontrolliert man immerhin nicht nur einen Helden sondern gleich vier verschiedene mit völlig unterschiedlichen Stärken und Schwächen.
    Beim Design der Quests und Abenteuer waren die Entwickler leider nicht sonderlich kreativ. Es geht viel zu oft nur darum bestimmte Gegenstände oder Schlüssel zu finden um so in den nächsten monsterverseuchten Abschnitt zu gelangen. Was die Vielfalt der Monster und deren Besonderheiten angeht wäre auch etwas mehr möglich gewesen und man bekommt ziemlich oft die selben Kreaturen zu sehen.
    Beim Verwalten der Charaktere gibt es kaum Probleme, denn sämtliche Waffen oder Spezialgegenstände können sowieso nur jeweils von einem der Helden benutzt werden. Der Zauberer konzentriert sich wie nicht anders zu erwarten auf die Magie und die dazugehörigen Bücher oder Stäbe, während der Kämpfer nie ohne sein heißgeliebtes Hackebeilchen oder andere mächtige Mordinstrumente herumläuft. Dafür gibt es aber einige ziemlich interessante Waffentypen zu entdecken, wobei eigentlich nie die selbe Sammelwut aufkommt wie beim Klassiker Diablo oder auch dessen Nachfolger.
    Im Technikbereich gibt es leider einige Schwächen. Hexplore hat ja mittlerweile schon ein paar Jährchen auf dem Buckel, aber selbst als es ganz neu war gab es auf jeden Fall genug Spiele mit einer deutlich besseren Grafik. Wie in vielen Rollenspielen kommt auch hier die isometrische Perspektive zum Einsatz und man betrachtet das Geschehen also von schräg oben. Damit wären wird auch gleich bei einer der wenigen Stärken der Optik, denn man kann die Kameraperspektive frei verändern um das Bild (bei gedrückter rechter Maustaste) zu drehen. Ohne diese Möglichkeit würde das Ganze auch gar nicht ordentlich funktionieren, denn man könnte so nie alle Schätze oder andere wichtige Details entdecken. Ansonsten ist die Optik mehr als altbacken. Die Farben sehen ziemlich langweilig aus und die Charaktere wurden genau wie sämtliche Landschaften nicht gerade detailliert gestaltet. Auch in diesem Bereich ist Diablo die bessere Alternative. Das Schönste am ganzen Spiel ist auf jeden Fall das hübsche Introvideo. Aber das war es dann leider auch schon. Natürlich kann man von einem so alten Spiel nicht mehr viel erwarten, aber selbst an den damaligen Maßstäben gemessen ist es nicht besser als der Durchschnitt.
    Im Soundbereich gibt es auch keine großen Besonderheiten. Die Effekte sind recht passend und man hört zum Beispiel das Zwitschern der Vögel oder andere Hintergrundgeräusche aus der Natur. In den Kämpfen sind auch ein paar interessante Soundeffekte zu hören und die einzelnen Charaktere melden sich zu Wort wenn man ihnen Befehle erteilt. Das kann mit der Zeit nerven, aber in diesem Fall ist es zum Glück immer noch möglich die Sprachsamples zu deaktivieren. Die Hintergrundmusik ist ganz in Ordnung. Die Melodien sind recht unaufdringlich und sie wurden wohl von mittelalterlichen Musikstücken inspiriert, was ja auch gut zur Thematik passt. Man kann den Ton also durchaus anlassen ohne dass man nach einiger Zeit durchdreht. Andererseits gibt es wirklich bessere Soundtracks und die Entwickler haben sich auch hier nicht mit Ruhm bekleckert.
    Die Steuerung ist wie bereits erwähnt sehr unkompliziert und viele kleine Details werden dem Spieler gleich erspart. Wobei echte Rollenspielfans möglicherweise etwas enttäuscht sein werden. Denn gerade das Sortieren der verschiedenen Gegenstände kann ja recht interessant sein. Und man hat außerdem kaum Einfluss auf die Entwicklung der einzelnen Helden. Sie sammeln zwar Erfahrungspunkte und steigen im Level auf, aber viele Elemente wurden eben nicht eingebaut und man kann nun mal auch keine eigenen Charaktere erschaffen. Dafür sind die Rätsel interessant ohne unfair zu werden und auch was die Monster betrifft ist der Schwierigkeitsgrad gut ausbalanciert. So wird niemand über- beziehungsweise unterfordert und man wird durchaus ein paar Stunden lang unterhalten.
    Fazit: Erstmal muss ich sagen dass ich Hexplore nie gekauft hätte wenn es nicht als Vollversion auf der Heft-CD einer Spielezeitschrift veröffentlicht worden wäre. Es war also schon zu diesem Zeitpunkt etwas älter und ich hatte noch nie davon gehört. Dafür dass es dadurch so billig war ist dieses RPG aber durchaus ein recht unterhaltsames Spielchen für zwischendurch. Mittlerweile gibt es natürlich zahlreiche bessere Alternativen und darüber hinaus kommen ständig neue dazu, aber es gibt schlechtere Rollenspiele ;) Die Technik ist im Vergleich zu den heutigen Games natürlich gleich noch schlechter als vor ein paar Jahren, aber das ist ja bei allen Computerspielen der Fall.

    Negative Aspekte:
    ...das aber schon fast zu simpel ist; veraltete Technik

    Positive Aspekte:
    unkompliziertes Spiel...

    Infos zur Spielzeit:
    Ceilan hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Hexplore

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Ceilan
    6.8
    Multiplayer
    -
    Grafik
    6/10
    Steuerung
    8/10
    Sound
    6/10
    Gameplay
    7/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Hexplore
    Hexplore
    Publisher
    Ocean Software Limited
    Developer
    Heliovisions Productions
    Release
    1998

    Aktuelle Rollenspiel-Spiele Releases

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995670
Hexplore
Hexplore: Verhextes Mittelalter - Leser-Test von Ceilan
http://www.gamezone.de/Hexplore-Spiel-6144/Lesertests/Hexplore-Verhextes-Mittelalter-Leser-Test-von-Ceilan-995670/
23.04.2002
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/06/hexplore_1_.jpg
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