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  • Hideo Kojima: Sein persönlicher Rückblick auf Metal Gear Solid

    Ohne jeden Zweifel gehört Hideo Kojima zu den prägendsten und erfolgreichsten Spieleentwicklern unserer Zeit. Mit Metal Gear schuf er nicht nur ein neues Spielegenre, sondern zeitgleich ein Franchise, welches mit ca. 30 Millionen verkauften Exemplaren weltweit zu den beliebtesten gehört. Die letzte Ausgabe des Official Playstation Magazine widmete Kojima-san ein großes Titelthema, in welchem er kritische Rückblicke auf die gesamte Metal Gear Solid Reihe gewährte.

    Zu MGS1 äußerte Kojima: "Metal Gear Solid war eine sehr intensive Erfahrung. Es war das Spiel, das ich unbedingt machen wollte. Zurückblickend gibt es nichts, was ich daran ändern würde. Würde man das Gameplay an heutige Standards angleichen, dann würde das Spiel ein bisschen von seiner Originalität verlieren. Es war von Grund auf für dieses Zeitalter bestimmt. Damit meine ich nicht nur die Handlung, sondern auch die Steuerung und alles, was diese Ära, in der das Spiel entstand, ausmachte."

    In der 50. Ausgabe des OPM [Aktuelle Ausgabe: #65] wurde Metal Gear Solid von den Lesern auf Platz 2 der besten PS-Spiele aller Zeiten gewählt. Metal Gear Solid ist darüber hinaus auch Kojimas persönlicher Favorit:

    "Es ist eine schwere Wahl, aber wahrscheinlich wäre es meine Nummer 1. Es war ein sehr persönliches Werk, vieles davon spiegelte mich wider. Aus heutiger Sicht muss ich jedoch zugestehen, wie schwer es zu spielen war."

    Immer neuste Technologien genutzt

    Mit der Ankunft der PlayStation 2 ließ die Fortsetzung nicht lange warten. Mit einem Trailer, der auch heute noch zu den berühmtesten Momenten der E3-Geschichte gehört, demonstrierte Kojima mit Metal Gear Solid 2: Sons of Liberty den technisch beeindruckenden Sprung zur neuen Hardware, welcher u.a. nun auch eine zerstörbare Umgebung mit sich bringen sollte. Zu MGS2 sagte Kojima, dass der wahnsinnige Erfolg des ersten Teils all die wichtigen Grundlagen für den Nachfolger legte.

    "Der Übergang zum zweiten Teil war ziemlich einfach. Durch den Erfolg von Teil 1 konnten wir die Erwartungen an Teil 2 angehen und umsetzen. Das Budget war größer, was es uns ermöglichte, viel Neues hinzuzufügen und zu machen. So beispielsweise die Musik. Ich wollte große Namen für Teil 2, es sollte episch werden, was wir für den ersten Teil bezüglich des Geldes einfach nicht stemmen konnten. Zurückblickend halte ich fest, dass die Top-Down-Kamera vielleicht etwas zu kompliziert war. Andererseits zeigten uns die Experimente mit einer 3D-Kamera, dass sie das Balancing durcheinander brachte und man durch sie Dinge sehen konnte, die man nicht eigentlich sehen sollte. Meine Besorgnis war, dass ich nicht wusste, wie die Spieler auf die Top-Down-Kamera reagieren würden. Vergleichbar ist es vielleicht mit dem Blick auf ein Autorennspiel, in dem sich Spieler zwischen manueller und automatischer Schaltung entscheiden müssten."

    Mit Metal Gear Solid 3: Snake Eater, ebenfalls auf der PS2 erschienen, ging es dann wieder einen Schritt zurück - zumindest zeitlich. Die Handlung im Kalten Krieg stellte dabei nicht nur die einzige Neuerung dar, sondern auch, dass das Spiel bzw. Naked Snake rudimentärer ausgestattet wurde. So zum Beispiel gab es keine Radarerkennung der Feinde und deren Blickrichtung mehr. Durch das Einbinden der wechselnden Tarnungen und das Überleben mithilfe von Flora und Faune verlieh Kojima dem Spiel mehr "Hardcore"-Flair.

    Im Zuge der Metal Gear Solid-HD-Remake-Collection sagt Kojima: "Es war am einfachsten, MGS3 zu remastern. Es hatte bereits eine 3D-Kamera, was den Wiedereinstieg für die Spieler erleicherte. Die größten Veränderungen machen sich demnach eher bei der Steuerung bemerkbar." Weiter erklärt Kojima, dass die HD-Collection eher zur Folge kürzlich getroffener Entscheidungen entstand. "Meine eigentliche Überzeugung ist es, Älteres nicht wieder neu zu beleben. Der technologische Fortschritt macht ältere Spiele manchmal unspielbar. Aber viele Leute wollten die älteren Teile wieder neu aufgelegt sehen und kürzlich gab es darüber hinaus viele Filme, wie zum Beispiel Star Wars, die Dank BluRay überarbeitet und hinsichtlich der Qualität verbessert veröffentlicht werden konnten. Also änderte sich meine Meinung dazu. Du musst ja schließlich nicht alles überarbeiten, aber du kannst es hübscher aussehen lassen, während du das Essenzielle am Spiel beibehältst."

    "Wir haben uns für Teil 4 mehr vorgenommen, als wir einhalten konnten..."

    Zu guter Letzt erschien im Juni 2008 mit Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots der vorerst letzte Teil rund um den Hauptplot von MGS. Wieder einmal nutzte Kojima die Stärke einer neuen Hardware (PS3) dazu, die Reihe mit beeindruckender Grafik fortzusetezn. Darüber hinaus setzte Kojima einen zeitlich satten Sprung vorwärts in das Jahr 2014, in dem wir nun mehr einen alternden Snake spielen sollten, was wiederum eine weltweite Gerüchteküche um Snakes vermeindlichen Tod in Gang setzte.

    Zu MGS4: "Es mag verrückt klingen, aber ich denke, dass wir nicht alles erreicht haben, was wir uns mit Teil 4 vorgenommen hatten. Wir hatten es uns beispielsweise als Ziel gesetzt nicht nur die Grafik zu verbessern, sondern auch Dinge einzubauen, die man normalerweise nicht [in einem Spiel] zu sehen bekommt. Wenn du etwas verbrennst und sich Chemikalien auf andere Dinge auswirken, wenn etwas Wasser auf Gras tropft und daraus vielleicht eine neue Pflanze entsteht."

    Neben Zielen, die nicht erreicht wurden, musste sich Kojima allerdings mehr mit Kritiken zu seiner Detailverliebtheit zur Story und Umsetzung konfrontiert sehen. Er lenkt ein: "Ich denke, dass ich nicht alles vollenden konnte, was ich mir zu Beginn [der Produktion] ausgemalt hatte. Natürlich, wir pushten die Grafik mehr als auf andere Dinge zu achten. Aus dieser Perspektive betrachtet kann es tatsächlich als "Film"-Spiel durchgehen und, ja, diesen Ruf hat es durchaus weg. Wenn ich könnte, würde ich einigen Dinge heute eine andere Priorität zuordnen. Das ist auf jeden Fall etwas, was ich von Teil 4 gelernt habe."


    Das komplette Interview und weitere Meinungen, u.a. zu MGS5, sind in der OPM UK #65 enthalten. Hierzulande bekommt man das Magazin häufig an internationalen Bahnhofs- und Flughafenhandlungen.

    Quelle: www.officialplaystationmagazine.co.uk

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30.12.2011
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