Hitman: Absolution (1) [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Hitman: Absolution (6) [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Das Spiel beginnt, wie könnte es anders sein, mit einem Auftrag der ICA (International Contract Agency). Unser Ziel heißt Diana Burnwood, eine Agentin mit der wir schon einige Aufträge erledigt haben, die nun aber die Organisation verriet und deswegen ausgeschaltet werden muss. Allerdings befindet sich in ihrer "Obhut" ein junges Mädchen, welches wir "in Verwahrung" nehmen sollen. Soweit alles kein Problem für Agent 47, wenn da nur nicht der menschliche Faktor wäre. Denn vor ihrer Liquidierung bittet Diana unseren glatzköpfigen Profikiller sich um Victoria zu kümmern, er soll sie vor der ICA schützen. Logisch, da setzt unser Meisterschützer doch gleich seine ganze Karriere aufs Spiel und wendet sich gegen seine Auftraggeber. Klingt komisch? Ist es auch, doch darüber sehen wir erst mal wohlwollend hinweg. Denn im Laufe der Story offenbaren sich uns Fragmente aus der Erinnerung von Victoria, die Agent 47 nur zu bekannt vorkommen. Die Anfangs etwas seltsam wirkende Entscheidung von ihm bekommt mit dem weiteren gedeihen der Geschichte durchaus Sinn. Mit der Zeit wird die Geschichte auch immer komplexer und verwirrender und um Klarheit zu schaffen muss er unbedingt herausfinden wer der Auftraggeber der Entführung ist.
Schon gleich zu Beginn des Titels fiel es uns schwer zu glauben, dass wir es noch mit einer unfertigen Preview-Version des Titels zu tun haben, so herrlich sieht die Spielwelt aus und so lebensecht wirkt alles. Das kommt dem Gameplay, welches uns immer mehrere Möglichkeiten bietet, natürlich sehr zugute. Bei unseren Versuchen mehrmals dieselben Level zu spielen um die verschiedenen Möglichkeiten zu erkunden stellten wir zudem schnell fest, wie herrlich diese gestaltet wurden. So gibt es natürlich den einen Lösungsweg der sich einem immer direkt aufdrängt. Besonders in den niedrigeren beiden Schwierigkeitsgraden bekommen wir dazu auch einiges an Hilfestellung. Kleine Pfeile zeigen uns an wenn wir von Personen beachtet oder entdeckt wurden, auf Kleidung die wir zur Tarnung anziehen können werden wir ebenfalls hingewiesen und auch weitere Möglichkeiten zur Interaktion werden uns angezeigt. Je höher aber der gewählte Schwierigkeitsgrad, desto weniger werden auch diese Hinweise.
Hitman: Absolution (5) [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Derweil muss man anmerken, dass Hitman: Absolution generell ein recht hartes Brett ist. Sich einfach mal in den Schatten zu stellen oder in einer Verkleidung an den Wachen vorbeilaufen geht überhaupt nicht. Die KI reagiert verdammt schlau und Polizisten beispielsweise erkennen ein fremdes Gesicht innerhalb kürzester Zeit, selbst wenn es unter einer Polizeikappe steckt. In so einer Situation hilft dann manchmal der Instinkt-Modus, welcher für kurze Zeit alles in Zeitlupe ablaufen lässt. Reagieren wir da richtig, können wir ruckzuck und leise einen Gegner ausschalten, in der Menge geht so etwas natürlich nicht. Hier kommen einem dann gerne die alternativen Lösungswege zuhilfe. Dabei handelt es sich aber nicht immer um richtige Wege, manchmal kann man auch mit einer Interaktion Erstaunliches auslösen. Da es sowieso keinen Level zu geben scheint den man auf Anhieb durchspielen kann, lohnt es sich umso mehr auch mal Unkonventionelles auszuprobieren.
Hitman: Absolution (9) [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Bei all dem sitzt uns ständig der Punktezähler im Nacken, der ist es der uns zu einem sauberen Killer machen will. Oberstes Gebot ist immer, ausschließlich die Zielperson auszuschalten, Kollateralschaden wird mit bitteren Minuspunkten bestraft. Auch sollte man den Tatort immer säubern. Leichen beiseite schaffen, in der Mülltonne abgelegte Zeugen auch wirklich ausschalten und so weiter. Dafür gibt es dann Pluspunkte und die wiederum führen zum Levelaufstieg. Je höher wir dabei steigen, desto zielsicherer wird Agent 47 und wir bekommen Zugriff auf immer bessere Waffen.
All das sorgt dafür, dass man am Anfang eines jeden Levels immer erst einmal die Situation beobachtet und analysiert. Das ist essentiell und überlebenswichtig. Mit rauchenden Colts einfach durchmarschieren ist schlicht nicht möglich. Dabei müssen auch die Hitman-Veteranen keine Angst haben, dass sie einen verwässerten Killer vorgesetzt bekommen. Wer den maximalen Nervenkitzel will und die Herausforderung sucht, der findet sie im höchsten Schwierigkeitsgrad, wohingegen sich auch die "normalen" Spieler schon in den unteren Graden ganz schön anstrengen dürfen, ehrlich.






