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  • Hitman im Test: Zerstückelt zurück zu den Wurzeln

    Hitman im Test: Zerstückelt zurück zu den Wurzeln Quelle: Square Enix/IO Interactive

    Agent 47 ist wieder da! IO Interactive holt den glatzköpfigen Auftragskiller aus der mehr als drei Jahre andauernden Versenkung und will getreu dem Motto "Zurück zu den Wurzeln" wieder in die spielerische Richtung der Klassiker gehen, allerdings in zerstückelter Form.

    Hitman orientiert sich erzählerisch an der Reihe, die mit Hitman: Codename 47 vor 15 Jahren ihren Anfang nahm. Die Handlung spielt dabei weit nach den Geschehnissen aus Hitman: Absolution. Agent 47 ist auf dem Höhepunkt seiner Karriere und muss in einem höchst brisanten, aber noch undurchsichtigem Fall, einen Agenten aufspüren, der eine Liste mit den gefährlichsten Menschen der Welt zusammenträgt und dabei auch erstaunlich viel über den Glatzköpfigen Protagonisten zu wissen scheint. Schauplatz der ersten Episode ist Paris, hier muss unser Auftragskiller zwei Ziele eliminieren, die mit überaus wichtigen und prekären Informationen handeln.

    Hitman im Test: Zerstückelt zurück zu den Wurzeln Quelle: Square Enix/IO Interactive Doch war es das schon an Inhalt? Mitnichten. Gut, bei IO Interactive und Square Enix entschied man sich, Hitman über 2016 verteilt in Episoden herauszubringen, dennoch bekommen wir neben der Pariser Mission noch zwei Prologmissionen geboten (zumindest eine ist aus der Beta bekannt) und schnüffeln dabei ein wenig in Agent 47 Vergangenheit, 20 Jahre vor "Allem", herum. Das Intro Pack enthält demnach also drei Missionen. Damit war es das auch vorerst. Was steckt also drin, im neuen Hitman? Die Story wird nur bruchstückhaft erzählt, in Fahrt kommen kann sie noch nicht, da wir nicht nur wenige Story-Sequenzen zwischen den einzelnen Missionen zu sehen kriegen, sondern mit nur einer Gegenwartsepisode auch kaum Stoff geboten bekommen.

    Viele Wege ins Gras zu beißen

    Zumindest spielerisch bietet Hitman die volle "Hitmanladung". IO Interactive orientiert sich an den offenen Arealen, wie sie auch Hitman: Blood Money seinerzeit bot. Uns stehen an den drei Schauplätzen (Jacht, Militäranlage und Pariser Modenschau) also drei offene Gebiete zur Verfügung, in denen wir uns nach Lust und Laune austoben können. Denn wie wir unser Ziel oder unsere Ziele um die Ecke bringen, das steht uns frei - toll! So können wir mit verschiedenen Gerätschaften interagieren, Unfälle in Szene setzen, Getränke vergiften oder uns im Schutze von neuen Klamotten in besondere Bereiche schmuggeln, um dort das Ziel gekonnt umzulegen. So bietet das Prolog Pack insgesamt über 100 Herausforderungen, denen wir uns stellen können.

    01:45
    Hitman: Video-Grafikvergleich - PC vs. Konsole (PS4)

    Klar, wir können die einsteigerfreundlichen Hilfen auch angeschaltet lassen. So zeigt man uns z.B. Gelegenheiten an, markiert uns wichtige Ziele oder Objekte, mit denen wir weitere Schritte zum letztlichen Tötungsdelikt tätigen können. Diese Spielmechaniken lassen sich im Spielmenü aber ausschalten. So bekommen auch Hitman-Profis die volle Ladung an Spannung und dürfen sich experimentierfreudig an die Herausforderungen wagen. Apropos Herausforderungen, diese bieten neben klassischen "Mordoptionen" auch schwierigere Optionen an. So sollen wir z.B. unsere Ziele nur in unserem klassischen Anzug ausschalten oder in einer Mission sämtliche Kleidungsstücke mindestens einmal getragen haben.

    Schießen? Lieber nicht.

    Hitman im Test: Zerstückelt zurück zu den Wurzeln Quelle: Square Enix/IO Interactive Die klassischen Mordwerkzeuge von Agent 47 sind ganz klar seine Klavierseite und seine schallgedämpfte Pistole. Sollte es mal hart auf hart kommen, oder wir gerne mal das Scharmützel suchen, dann können wir natürlich auch unsere Ziele niederschießen. Das hingegen ist meist die schlechteste Option, da das Zielen und das Trefferfeedback recht schwammig sind. Zudem sind Schießeinlagen so auffällig, dass wir von Wachen oft sofort niedergeschossen werden, noch bevor wir irgendwie die Flucht antreten können. Die künstliche Intelligenz stellt sich dabei sehr treffsicher an, meist allerdings verhalten sich die Wachen strohdoof und agieren nicht mit letzter Konsequenz, was sich in Situationen, in denen wir Blei verteilen, bemerkbar macht. Schleichen wir hingegen, agiert die KI meist glaubwürdig und sieht schnell, wenn etwas im Argen ist.

    Lautlos und unbemerkt das Ziel eliminieren sollte also höchste Priorität haben. Denn nur so schafft man die Highscores und die meisten der Herausforderungen überhaupt. Zudem macht es deutlich mehr Spaß, sich als Mechaniker beispielsweise zu verkleiden und das Ziel dank manipulierten Schleudersitz in die ewigen Jagdgründe zu befördern - und keinem fällt etwas auf, war ja schließlich ein Unfall. Da alle Schauplätze beliebig oft wiederholbar sind und zum ausprobieren einladen, schalten wir so später auch in Paris nach und nach neue Waffen, Startpunkte etc. frei. So bieten sich noch weitere Möglichkeiten für den Spieler. Man merkt also, dass spielerische Freiheit im Spiel groß geschrieben wird.

    Killer Community

    Hitman im Test: Zerstückelt zurück zu den Wurzeln Quelle: Square Enix/IO Interactive Wer sich nach gut 3 Stunden netto durch das Prolog gemurkst hat (ohne wirklich alle Herausforderungen zu machen), der darf sich auch an den von den Entwicklern bereitgestellten Eskalationsaufträgen austoben. Diese bieten an den vorhanden Standorten immer schwieriger werdende Herausforderungen an. Reicht es auf Stufe 1 noch das Ziel einfach zu töten, müssen wir bis hin zu Stufe 5 vorher noch bestimmte Dinge rauben oder uns an ein Zeitlimit halten. Das macht durchaus Spaß, genauso wie die eigenen Aufträge, die man im Community-Bereich erstellen und veröffentlichen darf.

    Damit alles mit rechten Dingen zugeht, müssen wir, bevor wir einen Auftrag überhaupt veröffentlichen können, den Auftrag erst einmal gestalten. Dazu markieren wir in einer beliebigen Mission beliebige Ziele (selbst "harmlose" und unscheinbare NPCs können ausgewählt werden) und schalten sie dann aus. Töten wir also einen Mechaniker mit Gift und im Smoking, so bekommt später der zu Spielende dies auch angezeigt und muss diese optionalen Herausforderungen meistern, um die höchstmögliche Punktzahl aus den Aufträgen herauszukitzeln. Haben wir unseren eigenen Auftrag dann selbst abgeschlossen und sind irgendwie geflohen, können wir unser kreatives Machwerk der Community zum Spielen bereitstellen. Schade: eine konkrete Suchfunktion gibt es nicht.

    Technisch dürftig

    Hitman im Test: Zerstückelt zurück zu den Wurzeln Quelle: Square Enix/IO Interactive Grafisch zaubert Hitman sicherlich keine Referenz aus dem Hut. Die Orte sind dafür allerdings sehr liebevoll und detailliert ausgearbeitet und die Charaktermodelle wirken nicht allzu puppenhaft. Was die Soundkulisse des Spiels angeht, ist einzig die nicht vorhandene deutsche Synchronisation zu bemängeln. Zwar gibt es deutsche Untertitel und die englische Synchronisation ist ziemlich gut, allerdings waren die deutschen Umsetzungen in den vorherigen Teilen auch nie wirklich schlecht, sodass die fehlende Lokalisation zu bedauern ist. Was unbedingt noch angepasst werden muss (PS4-Version), sind die teils ungeheuer langen Ladezeiten. Da bekommt man teilweise den uninspirierten Ladebildschirm fast eine Minute lang zu sehen. Auch das teilweise lange Nachladen der Menüs (gerade im Hauptmenü) stößt neben ein paar wenigen Framerate-Einbrüchen sauer auf. Hier muss IO Interactive noch nachbessern, hier fehlt es an "Geschmeidigkeit".

  • Hitman

    Hitman

    Publisher
    Square Enix
    Release
    11.03.2016
    Leserwertung
     
    Meine Wertung
    Es gibt 13 Kommentare zum Artikel
    Von Swar
    Hitman Absolution ist nicht so schlecht, wie hier dargestellt, ihr könnt es wie ein normales Hitman spielen.
    Von chonkalonka
    Hehe,

    hab ich mir letztens auch gedacht als ich Silent Hill 4 auf der PS2 an ner HD Glotze angemacht hab, aber es funzt und ich befand mich gleich in herrlich klassischer Schockstarre.

    Absolution hab ich nie gespielt, gerade wegen Deinen angesprochenen Punkten, da hat mir die Demo gereicht. Diese neue…
    Von BigJim
    Teil 2 fand ich auch gut. Allerdings war er mir teilweise zu pastoral (Hitman im Kloster und so). Contracts war der härteste Hitman, den ich gespielt habe. Bedienung war auch besser als in den ersten beiden Teilen (kann nur für die PC-Version sprechen). Und dann die Missionen: In Contracts konnte…
    • Es gibt 13 Kommentare zum Artikel

      • Von Swar Erfahrener Benutzer
        Hitman Absolution ist nicht so schlecht, wie hier dargestellt, ihr könnt es wie ein normales Hitman spielen.
      • Von chonkalonka Neuer Benutzer
        Hehe,

        hab ich mir letztens auch gedacht als ich Silent Hill 4 auf der PS2 an ner HD Glotze angemacht hab, aber es funzt und ich befand mich gleich in herrlich klassischer Schockstarre.

        Absolution hab ich nie gespielt, gerade wegen Deinen angesprochenen Punkten, da hat mir die Demo gereicht. Diese neue…
      • Von BigJim Erfahrener Benutzer
        Teil 2 fand ich auch gut. Allerdings war er mir teilweise zu pastoral (Hitman im Kloster und so). Contracts war der härteste Hitman, den ich gespielt habe. Bedienung war auch besser als in den ersten beiden Teilen (kann nur für die PC-Version sprechen). Und dann die Missionen: In Contracts konnte man einem…
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1189096
Hitman
Hitman im Test: Zerstückelt zurück zu den Wurzeln
Agent 47 ist wieder da! IO Interactive holt den glatzköpfigen Auftragskiller aus der mehr als drei Jahre andauernden Versenkung und will getreu dem Motto "Zurück zu den Wurzeln" wieder in die spielerische Richtung der Klassiker gehen, allerdings in zerstückelter Form.
http://www.gamezone.de/Hitman-Spiel-6333/Specials/Hitman-im-Test-Zerstueckelt-zurueck-zu-den-Wurzeln-1189096/
14.03.2016
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2016/02/Hitman-2016-Screenshots-_5_-pcgh_b2teaser_169.jpg
hitman,io interactive
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