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  • Holy Magic Century: Retro-Test: Rollenspielversuch für das N64 - Leser-Test von scoopexx

    Holy Magic Century (In den USA "Quest 64") spielt auf der Insel Keltland, auf der die Dinge in letzter Zeit etwas in Schieflage geraten sind. Das Buch der Beschwörung wurde aus dem Kloster gestohlen und der Vater von Ayron hat sich auf die Suche gemacht, um es wiederzubeschaffen, da es in den falschen Händen großes Übel anrichten kann. Da auch lange Zeit später kein Wort von ihm zu hören ist, beschließt Ayron, sich selbst auf die Suche nach dem Buch und nach seinem Vater zu machen. Keine leichte Aufgabe, denn die Insel ist, abgesehen von den überall verstreut liegenden Dörfern und Städten nur so von bösen Monstern verseucht und Ayron steht erst noch am Anfang seiner Ausbildung. Zum Glück kann er auf die Hilfe der Bewohner von Keltland zählen, die ihm Unterkunft gewähren und ihm viele nützliche Items schenken, die er im Kampf gegen die Monster dringend benötigt.

    Holy Magic Century spielt teils in Städten, die so eine Art Ruhepol sind, in denen sich Ayron ausruhen kann und Informationen zu dem bekommt, was er tun muss sowie den Gebieten, die sich vor den Toren der Städte befinden, wie schaurige Wälder, karge Wüsten und dunkle Höhlen. Um von Stadt zu Stadt zu reisen muss Ayron natürlich durch die gefährlichen Areale vor den sicheren Stadtmauern hin- und herreisen und sich dabei den immer wieder unablässig angreifenden Monstern stellen. Das Kampfsystem ist dabei denkbar einfach - nicht zuletzt, weil man immer nur Ayron, also einen einzigen Charakter, steuern muss. Dieser steht einem bis fünf Gegnern gegenüber und ist immer mit dem selben Zauberstab sowie seiner Vier-Elemente-Magie bewaffnet. Mit dem Stab kann man den Monstern gehörig eins überbraten und über die C-Tasten lassen sich die verschiedenen Element-Zauber abrufen, die alle unterschiedlich wirken. Die Kampfzauber haben verschiedene Stärken gegen bestimmte Gegner und sind oft auch nur auf eine bestimmte Reichweite effektiv. Außerdem gibt es noch das übliche Repertoire an Unterstützungszaubern, die Ayron beispielsweise heilen oder ihm kurzfristig mehr Stärke oder Abwehrkraft verleihen. Der Kampf selbst erfolgt rundenbasiert - man selbst hat also genug Zeit, Ayron zu positionieren und den richtigen Zauber auszuwählen. Danach ist ein Gegner an der Reihe, bevor man selbst wieder die Kontrolle erhält. Nach dem Kampf bekommt man Erfahrungspunkte, mit denen sich Lebensenergie, Magiepunkte, die Stärken der vier Magieelmente etc. aufleveln lassen. Das passiert ganz automatisch, ohne dass man also selbst Einfluss darauf hätte.

    Eigentlich ist Holy Magic Century auch ein sehr kurzes Spiel. Den Weg von Spielbeginn bis Spielende würde man, konservativ geschätzt, in etwa 90 bis 120 Minuten ablaufen können. 20 bis 30 Minuten davon würde man dabei in bereits besuchten Gebieten verbringen. Was das Game auf etwa 10 bis 15 Stunden Spielzeit ausdehnt, sind nicht etwa die Dialoge oder etwas in der Richtung (die Story ist extrem dünn), sondern die ewigen Kämpfe und das ständige Sich-verlaufen.

    Die Kämpfe sind somit wirklich das dominierende Spielelement, kommen sie doch außerhalb der Städte wortwörtlich alle paar Schritte, die Ayron macht, einmal vor. Man verbringt somit mehr Zeit mit dem Verteidigen gegen Gegner, als mit Laufen. Da auch nie besonders viel Abwechslung in diese Kämpfe kommt, kann man hier ganz klar feststellen: Zuviel des Guten. Glücklicherweise gehen die Auseinandersetzungen mit den feindlich gesinnten Kreaturen wirklich flott, so dass es meist schnell weitergehen kann, aber an vielen Stellen fängt es an zu nerven, dass man gerade mal 1-2 Sekunden Bewegungsfreiheit hat, bevor der nächste Zufallskampf ausgelöst wird. Verschlimmert wird das durch die extrem karge Grafik von Holy Magic Century. In keinem anderen Spiel ist es mir passiert, dass ich so oft in die falsche Richtung gelaufen bin, wie in diesem, weil einfach beide Richtungen meist vollkommen identisch aussehen. Das trifft insbesondere auf die Höhlen zu, in denen man nur extrem wenige Anhaltspunkte hat. Neben dem Spielen im Internet surfen oder etwas anderes tun, kann also zu argen Frustmomenten führen, wenn man merkt, dass man nach einer Viertelstunde wieder am Ausgangsort angekommen ist, weil man zwischendurch die Richtung verwechselt hat. Hätte das Spiel eine vernünftige Kartenfunktion, die immer abrufbar wäre und nicht nur in den vergleichsweise (!) markant gestalteten oberirdischen Regionen mit Städten in der Nähe, dann würde dies kein Problem sein. So steht man jedoch manchmal, wenn man nicht aufgepasst hat, in einem Dungeon und weiß nicht mehr, in welche Richtung man laufen muss.

    Grafik & Sound
    ============

    Leider sind die Regionen von Holy Magic Century nicht wirklich frei begehbar. Es wird dem Spieler zwar suggeriert, dass dem so ist, indem man meist zu beiden Seiten ein gutes Stück ins Feld hineinlaufen kann, aber man muss dann am Ende doch einem bestimmten Pfad folgen, um weiterzukommen. Das muss man dem Spiel jetzt nicht zwangsweise ankreiden, weil vollkommene Bewegungsfreiheit à la Zelda 64 zu Zeiten des N64 ein Luxus war, aber es ist dennoch schade, denn wenn man schon so eine karge Optik, wie bei diesem Spiel produziert, dann sollte man zumindest das ein oder andere Extra parat haben, um dem Spieler etwas mehr zu bieten. Andererseits, wer hat schon Spaß daran, eine Weltkarte zu erkunden, auf der alle 1-10 Sekunden Zufallskämpfe warten...?

    In Sachen Sound hat man auch nicht viel Positives produzieren können. Die sich immer wiederholenden Melodien (wenn man das Gedüdel so nennen will) gehen einem irgendwann so sehr auf den Keks, dass man den Fernseher leise dreht. Ansonsten gibt es eigentlich nur noch die immergleichen Soundeffekte für Stab-auf-Kopf-von-Monster und Tür-auf-und-wieder-zu.

    Fazit:
    ====

    Es kommt einem so vor, als hätten die Entwickler des Spiels gerade einmal das bloße Grundgerüst hochgezogen und es dann als fertigen Titel auf den Markt geworfen. Ein so schnörkelloses, abwechslungsloses Rollenspiel ist mir wohl noch nie untergekommen. Alle Extras, wie z.B. weitere Waffen oder überhaupt auch nur Geld, hat man gekonnt ausgegrenzt, weil so etwas ja das Gameplay vertiefen könnte. Ja richtig gelesen, es gibt in HMC noch nicht einmal Geld, mit dem man sich Gegenstände kaufen könnte - man findet entweder einfach alles oder bekommt es von irgendwelchen Dörflern geschenkt. Das ist etwas, von dem ich in einem Spiel dieses Genres in meinem Leben noch nichts gehört habe.

    Das ganze ist ziemlich schade, denn eigentlich lässt sich das Spiel ganz flüssig spielen. Wenn man mal davon absieht, dass man während den Kämpfen oft eine Runde aus Versehen beendet und dass sich Dialoge nicht abbrechen lassen, spielt sich Holy Magic Century durchaus sehr flüssig und aus dem Kampfsystem mit den vier Elementen hätte man auch etwas machen können. Der Aufbau davon ist einzigartig und wäre in einem besseren Spiel sicher gut angekommen. Leider ist die Story so dünn gesät und die Spielumgebung so lieblos gestaltet, dass jeder gute Ansatz im Keim erstickt wird und man dieses Game leider als spielbare Langeweile abstempeln muss.

    Negative Aspekte:
    kaum Story, farbloser Held, durch Kämpfe in die Länge gezogen

    Positive Aspekte:
    gutes Element - System, spielt sich flüssig

    Infos zur Spielzeit:
    scoopexx hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Holy Magic Century

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: scoopexx
    5.6
    Multiplayer
    -
    Grafik
    4/10
    Steuerung
    7/10
    Sound
    4/10
    Gameplay
    5/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Holy Magic Century
    Holy Magic Century
    Publisher
    Konami
    Developer
    Krome Studios

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1010568
Holy Magic Century
Holy Magic Century: Retro-Test: Rollenspielversuch für das N64 - Leser-Test von scoopexx
http://www.gamezone.de/Holy-Magic-Century-Classic-6429/Lesertests/Holy-Magic-Century-Retro-Test-Rollenspielversuch-fuer-das-N64-Leser-Test-von-scoopexx-1010568/
01.01.2011
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2002/03/holy_magic_century__n64_.jpg
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